Hilfe für Arbeitnehmer

FAQ zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung


Ich bin geringfügig beschäftigt, muss mir mein Arbeitgeber eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung ausstellen?

Der Arbeitgeber hat für Arbeitslohn aus geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen gemäß § 8 Absatz 1 Nummer 1 des 4. SGB (IV) (Mini-Job oder sogenannter 400-Euro-Job) nur dann keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung zu erstellen, wenn er die Lohnsteuer pauschal erhoben hat.

Von wem erhalte ich einen Ausdruck meiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung?

Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, einen Ausdruck der elektronische Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen oder elektronisch bereit zu stellen (§ 41b EStG).

Der Arbeitgeber kann einen Dritten, zum Beispiel Steuerberater, mit dieser Aufgabe beauftragen.

Ich wohne im Ausland und beziehe eine Werkspension, muss mein Arbeitgeber für mich eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzverwaltung übermitteln?

Der Arbeitgeber hat für jeden seiner aktiven Arbeitnehmer und seiner Werkspensionäre ein Lohnkonto zu führen (§ 41 Absatz 1 EStG). Der Lohnsteuerabzug ist bei Werkspensionären ohne inländischen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, die beschränkt steuerpflichtig sind, nach Maßgabe des § 39d EStG durchzuführen. Bei diesen Personen steht nach Doppelbesteuerungsabkommen oftmals dem ausländischen Ansässigkeitsstaat das Besteuerungsrecht zu. Der Arbeitgeber kann die Werkspensionen - gegebenenfalls aufgrund einer entsprechenden Freistellungsbescheinigung seines Betriebsstättenfinanzamtes - steuerfrei lassen.
Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, für beschränkt einkommensteuerpflichtige Werkspensionäre eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung zu übermitteln und einen Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen oder elektronisch bereit zu stellen ( § 41b EStG).

Ich habe das ganze Kalenderjahr Krankengeld bezogen, muss mir mein Arbeitgeber trotzdem eine Lohnsteuerbescheinigung ausstellen?

Nach § 41b EStG ist auch für diesen Fall eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung zu erstellen, weil ein Dienstverhältnis bestanden hat. Es sind die vom Arbeitgeber geleisteten Zuschüsse zum Krankengeld gegebenenfalls mit "0" und der Großbuchstabe "U" zu bescheinigen.

FAQ zur elektronischen Lohnsteuerkarte


Allgemeine Fragen

Warum wird die Lohnsteuerkarte abgeschafft?

Die Lohnsteuerkarte war bislang ein unverzichtbares Mittel, um dem Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen personenbezogenen Daten mitzuteilen. Mit der Produktion, Versendung und Verwaltung der Lohnsteuerkarten war immer ein hoher Aufwand verbunden. Durch den technischen Fortschritt lässt sich die Bereitstellung der notwendigen Informationen besser organisieren. Mit der Umstellung auf ein elektronisches Verfahren wird das Lohnsteuerabzugsverfahren zukünftig schneller, sicherer und effizienter. Die bisherige Lohnsteuerkarte ist dann nicht mehr notwendig.

Was passiert, wenn meine Lohnsteuerkarte oder Ersatzbescheinigung verloren gegangen, unbrauchbar oder zerstört worden ist?

In diesen Fällen stellt Ihnen Ihr zuständiges Finanzamt bis zum Ende des Kalenderjahren 2013 eine Ersatzbescheinigung aus. Dies gilt auch, wenn Ihr Arbeitgeber bereits am elektronischen Verfahren teilnimmt.

Was benötigt mein Arbeitgeber im Jahr 2013 anstelle der Lohnsteuerkarte von mir?

Unabhängig davon, wann Ihr Arbeitgeber im Jahr 2013 in das elektronische Verfahren einsteigt, benötigt er immer die Lohnsteuerkarte 2010 oder eine entsprechende Ersatzbescheinigung mit Ihren aktuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Die für das elektronische Verfahren nötige steuerliche Identifikationsnummer und Ihr Geburtsdatum kann Ihr Arbeitgeber den oben genannten Unterlagen entnehmen.

Was benötigt mein Arbeitgeber ab dem Jahr 2014 für die Lohnabrechnung von mir?

Anstelle der Lohnsteuerkarte benötigt Ihr Arbeitgeber nur noch einmalig Ihre steuerliche Identifikationsnummer, Ihr Geburtsdatum sowie eine Auskunft darüber, ob es sich um das Haupt- oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Bestand das Arbeitsverhältnis schon im Jahr 2013, sind dem Arbeitgeber diese Daten bereits bekannt.

Wo finde ich meine steuerliche Identifikationsnummer?

Ihre steuerliche Identifikationsnummer wurde Ihnen vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) schriftlich mitgeteilt und ist bereits auf Ihrer Lohnsteuerkarte 2010, auf einer entsprechenden Ersatzbescheinigung oder auf Einkommensteuerbescheiden Ihres Finanzamts aufgedruckt. Zusätzlich ist Ihr Arbeitgeber ab dem 01. Juli 2013 verpflichtet, die Identifikationsnummer auf der Lohnabrechnung auszuweisen. Verfügen Sie nicht mehr über Ihre Identifikationsnummer (zum Beispiel Anschreiben ist nicht mehr auffindbar), haben Sie die Möglichkeit, beim BZSt die Übersendung eines Schreibens mit der Identifikationsnummer erneut zu veranlassen. Auf den Internetseiten des BZSt steht dafür ein eigenes Kontaktformular zur Verfügung. Die Nutzung dieses Formulars beschleunigt die Bearbeitung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihnen die IdNr. aus datenschutzrechtlichen Gründen nur per Brief mitgeteilt werden kann. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.identifikationmerkmal.de Das neue Mitteilungsschreiben wird an die im BZSt gespeicherte Anschrift versendet. Ansprechpartner ist grundsätzlich das BZSt, das Finanzamt kann die Identifikationsnummer aber ebenso schriftlich mitteilen.

Anschrift des Bundeszentralamts für Steuern:
Bundeszentralamt für Steuern
An der Küppe 1
53225 Bonn

info@identifikationsmerkmal.de

Welche meiner Daten sind bei der Finanzverwaltung gespeichert?

Es werden keine zusätzlichen persönlichen Daten erhoben. Bei der Finanzverwaltung werden zukünftig nur die steuerrechtlichen Informationen gespeichert, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren sowie die melderechtlichen Daten, die wie bisher von den Gemeinden an die Finanzverwaltung übermittelt werden (Steuerklasse, Anzahl der Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale). Die steuerlichen Informationen werden auch als Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet.
Welche aktuellen ELStAM zur Übermittlung gespeichert sind und welcher Arbeitgeber diese in den letzten zwei Jahren abgerufen hat, können Sie mit Beginn des elektronischen Verfahrens jederzeit über das ElsterOnline-Portal abrufen. Dazu ist eine Authentifizierung unter Verwendung der steuerlichen Identifikationsnummer im ElsterOnline-Portal notwendig.
Darüber hinaus ist Ihr zuständiges Finanzamt Ansprechpartner für Auskünfte zu Ihren gespeicherten ELStAM.

Wofür steht die Abkürzung ELStAM?

ELStAM steht für Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale. Dabei handelt es sich um die Angaben, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte standen (Steuerklasse, Kinderfreibeträge, sonstige Freibeträge und Kirchensteuerabzugsmerkmale).

Welche Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale muss ich dem Finanzamt anzeigen?

Für das Jahr 2013 beziehungsweise zur Umstellung auf das elektronische Verfahren müssen sämtliche antragsgebundenen Einträge und Freibeträge neu beantragt werden. Ein entsprechender Antrag kann ab Oktober 2012 beim zuständigen Finanzamt gestellt werden.
Sie haben wie bisher eine Anzeigepflicht, wenn

Die Lohnsteuerkarte 2010 beziehungsweise eine Ersatzbescheinigung muss in diesen Fällen geändert werden (§§ 52b Absatz 2, 39 Absatz 5 Sätze 1 und 2 EStG). Ist Ihr Arbeitgeber bereits auf das ELStAM-Verfahren umgestiegen, gelten die gleichen Grundsätze.
Auch wenn sich ein bisher eingetragener Freibetrag verringert oder wegfällt (zum Beispiel geringere Fahrtkosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder Verringerung eines Verlustes aus Vermietung und Verpachtung), kann dies ohne eine Korrektur zu erheblichen Nachzahlungen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung führen. Die Herabsetzung des Freibetrags können Sie beim Finanzamt beantragen. Änderungsanträge für das laufende Kalenderjahr können wie bisher nur bis zum 30. November gestellt werden. Änderungen, die im Dezember eintreten, können somit nicht mehr im Lohnsteuerermäßigungsverfahren des laufenden Kalenderjahres berücksichtigt werden.

Wer kann meine Daten abrufen und welchen Einfluss habe ich darauf?

Nur Ihr aktueller Arbeitgeber (Hauptarbeitgeber) ist zum Abruf der ELStAM berechtigt. Haben Sie mehr als einen Arbeitgeber, können auch alle weiteren Arbeitgeber (Nebenarbeitgeber) die für die Lohnsteuerberechnung erforderlichen Daten abrufen. Den Nebenarbeitgebern steht nur ein Teil der ELStAM zum Abruf zur Verfügung (Steuerklasse 6, Kirchensteuerabzugsmerkmale und gegebenenfalls ein Freibetrag).
Sie können selbst bestimmen, welchem Arbeitgeber Ihre Daten zum Abruf bereitgestellt werden und welche Arbeitgeber davon ausgeschlossen sein sollen (Positivliste/Teilsperrung/Vollsperrung). Den Antrag können Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen.
Hat der aktuelle Arbeitgeber aufgrund einer Sperrung keinen Zugriff auf Ihre Daten, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach Steuerklasse 6 zu besteuern.

Wozu benötigt mein Arbeitgeber diese Daten?

Ihr Arbeitgeber benötigt diese Daten (Lohnsteuerabzugsmerkmale) ausschließlich für die Berechnung und Abführung der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags sowie gegebenenfalls der Kirchensteuer.

Wo beantrage ich, dass keine Kinderfreibeträge ausgewiesen werden?

Durch den Abruf der ELStAM des Arbeitnehmers bei der Finanzverwaltung erhält der Arbeitgeber künftig auch Auskünfte über die Anzahl der Kinderfreibeträge des Arbeitnehmers. Dies kann jedoch auf Wunsch unterdrückt werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.

Sind Bescheinigungen nach §§ 39c und 39d EStG aus dem Jahr 2011 automatisch auch noch im Jahr 2012 und 2013 gültig?

Nein! Nur die Lohnsteuerkarte 2010 beziehungsweise Ersatzbescheinigung des Jahres 2011 gilt auch für das Jahr 2012 und 2013. Die bisherigen Regelungen der §§ 39c und 39d wurden im § 39 Absatz 3 EStG neu gefasst. Die Bescheinigungen nach § 39c Absatz 3 EStG müssen vom Arbeitnehmer/Arbeitgeber neu beantragt werden.

Was muss ich tun, wenn ich vor dem Einstieg meines Arbeitgebers in das neue Verfahren feststelle, dass meine ELStAM fehlerhaft sind?

Sollten Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Hinzurechnungsbetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal, Faktor) von Ihrer vorherigen Lohnabrechnung abweichen und sollte diese Abweichung nicht auf einer Änderung Ihrer persönlichen Lebensverhältnisse beruhen (zum Beispiel Heirat, Scheidung, Geburt eines Kindes), wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt. Grundsätzlich werden Ihrem Arbeitgeber mit dem Einstieg in das neue Verfahren Ihre korrigierten ELStAM elektronisch zur Verfügung gestellt.
Soweit der Fehler dort aufgrund der Meldedaten technisch nicht richtig gestellt werden kann, stellt Ihnen Ihr Finanzamt eine Besondere Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug zur Vorlage bei Ihrem Arbeitgeber aus und sperrt die elektronische Abrufmöglichkeit des Arbeitgebers. Damit ist bis zur Beseitigung des technischen Problems der richtige Lohnsteuerabzug gewährleistet.

Was muss ich tun, wenn ich vor dem Einstieg meines Arbeitgebers in das neue Verfahren feststelle, dass meine ELStAM von den bisherigen Papierbescheinigungen (Lohnsteuerkarte 2010 oder Ersatzbescheinigungen) abweichen?

Sollten Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Hinzurechnungsbetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal, Faktor) von Ihrer vorherigen Lohnabrechnung abweichen und sollte diese Abweichung nicht auf einer Änderung Ihrer persönlichen Lebensverhältnisse beruhen (zum Beispiel Heirat, Scheidung, Geburt eines Kindes), wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt. Nachfolgend finden Sie eine Aufzählung möglicher Abweichungen sowie Hinweise zur Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale:

Mögliche Abweichungen Möglichen Ursachen Lösungsvorschlag
Abweichender Freibetrag Freibetrag für 2013 wurde nicht beim Finanzamt beantragt. Der Freibetrag ist beim zuständigen Finanzamt zu beantragen.
Abweichende Steuerklasse Nach Heirat wurde weiterhin Steuerklasse 1 zugrunde gelegt. Klärung durch das zuständige Finanzamt.
Der persönliche Familienstand hat sich vor dem 01.01.2013 zum Beispiel durch Scheidung oder Trennung geändert. Ab dem Jahr 3013 gilt grundsätzlich Steuerklasse 1.
Der Ehegatte ist vor dem 01.01.2012 verstorben. Ab dem Jahr 2013 gilt Steuerklasse 1.
Steuerklasse 2 ist in ELStAM entfallen, weil zum Beispiel ein Kind vor dem 01.01.2013 volljährig geworden ist. Der Antrag ist beim zuständigen Finanzamt zu stellen, wenn die Voraussetzungen weiterhin vorliegen.
Bei Ehegatten wurde statt der bisherigen Steuerklassenkombination 3/4 die Steuerklasse 4 in ELStAM zugrunde gelegt. Klärung durch das zuständige Finanzamt erforderlich.
Abweichende Kirchensteuer Unstimmigkeiten beim Kirchensteuerabzug. Klärung durch das zuständige Finanzamt
Abweichende Anzahl der Kinderfreibeträge Kind ist vor dem 01.1.2013 volljährig geworden. Die weitere Berücksichtigung (zum Beispiel wegen Ausbildung) ist beim zuständigen Finanzamt zu beantragen.

Wir führen eine Lebenspartnerschaft. Wie erhalten wir die familiengerechten Steuerklassen?

Bei Lebenspartnerschaften können die für Ehegatten möglichen Steuerklassenkombinationen noch nicht automatisiert gebildet werden. Deshalb stellt Ihnen das zuständige Finanzamt auf Antrag gemäß § 52b Absatz 5a Satz 3 EStG eine Besondere Bescheinigung für den zutreffenden Lohnsteuerabzug aus, die dem Arbeitgeber vorzulegen ist. Der Abruf Ihrer elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale wird für den Arbeitgeber bis zur automatisierten Umsetzung gesperrt. Ohne Antrag erfolgt der Lohnsteuerabzug nach Ihrer bisherigen Steuerklasse.

Steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.)

Was muss der Arbeitgeber tun, wenn der Arbeitnehmer seine vorhandene steuerliche Identifikationsnummer nicht mitteilen möchte?

Wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber seine IdNr. vorsätzlich oder fahrlässig nicht mitteilt ist er verpflichtet, die Steuerklasse 6 anzuwenden, da er ohne IdNr. die ELStAM nicht abrufen kann. Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, die IdNr. des Arbeitnehmers beim Finanzamt zu erfragen. Die Weigerung zur Herausgabe der IdNr. und die Anwendung der Steuerklasse 6 ist zu dokumentieren, darüber hinaus besteht keine gesonderte Aufzeichnungspflicht im Lohnkonto.

Was ist eine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.)?

Die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) - umgangssprachlich auch als Steuer-ID bezeichnet – ist eine bundeseinheitliche und lebenslang gültige steuerliche Identifikationsnummer von in Deutschland steuerpflichtigen Bürgern. Sie dient ausschließlich steuerlichen Zwecken und findet ihre gesetzliche Grundlage in §§ 139a, 139b Abgabenordnung.

ELStAM

Welche Daten umfassen die ELStAM?

ELStAM steht für Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale. Dabei handelt es sich um die Angaben, die bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte standen:

In späteren Ausbaustufen werden hinzukommen:

Welche Religionen werden von der ELStAM erfasst?

Dies hängt davon ab, in welchem Bundesland die lohnsteuerliche Betriebsstätte des Arbeitgeber liegt. Es werden dem Arbeitgeber stets nur die Kirchensteuerabzugsmerkmale in den ELStAM bereitgestellt, die im jeweiligen Bundesland als erhebungsberechtigte Religionsgemeinschaften geführt werden, denn nur für diese ist Kirchensteuer einzubehalten.
Übersicht der bundeseinheitlichen Religionsschlüssel

Wie werden dem Arbeitnehmer seine ELStAM mitgeteilt?

Die erstmalig gebildeten Lohnsteuerabzugsmerkmale wurden den Arbeitnehmern im Herbst 2011, in Form eines gesonderten Anschreibens durch das zuständige Finanzamt mitgeteilt. Alle künftigen Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale sind aus der Lohnabrechnung des Arbeitgebers ersichtlich und gelten damit als bekannt gegeben. Auskünfte zu den Lohnsteuerabzugsmerkmalen erteilt auch das zuständige Finanzamt. Jeder Arbeitnehmer kann seine persönlichen ELStAM auch im ElsterOnline-Portal abfragen. Voraussetzung hierfür ist eine kostenlose Registrierung mit Identifikationsnummer. Einzelheiten zur Registrierung finden Sie unter https://www.elster.de/eon_home.php

Ist der Arbeitgeber verpflichtet zu prüfen, ob die ELStAM korrekt sind?

Nein. Der Arbeitgeber ist an die mitgeteilten ELStAM gebunden. Sollten die ELStAM unzutreffend sein, können diese nur nach Antrag des Arbeitnehmers vom/über das Finanzamt geändert werden.
Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer aber (insbesondere vor erstmaliger Anwendung der ELStAM) auf ihm bekannt gewordene Abweichungen zwischen den Eintragungen im Lohnkonto und den abgerufenen ELStAM hinweisen.
Vordruck Überprüfung der ELStAM

ELStAM-Abruf

Die Lohnzahlung erfolgt nachschüssig (Ende des Monats). Sind die Änderungen der ELStAM des letzten Monats schon in der aktuellen Änderungsliste enthalten?

Grundsätzlich sind die Änderungen dort enthalten. Dabei ist aber die Gültigkeit der ELStAM in der Änderungsliste maßgebend. Hierzu zwei Beispiele:

Die Lohnzahlung erfolgt vorschüssig (Anfang des laufenden Monats). Sind die Änderungen der ELStAM des letzten Monats schon in der aktuellen Änderungsliste enthalten?

Nein, die Änderungen können bei vorschüssiger Zahlung nicht berücksichtigt werden. Dem Arbeitgeber liegen die aktuellen Änderungen der ELStAM für den betroffenen Monat (zum Beispiel für Februar, gültig ab 01. März) bei Lohnzahlung (Anfang Februar für den Monat Februar) noch nicht vor. Liegen geänderte ELStAM in der nächsten Änderungsliste mit Wirkung für den vorschüssig abgerechneten Monat vor, kann eine Korrektur des Lohnsteuerabzugs erfolgen.

Datenschutz

Ist der Arbeitgeber berechtigt, die IdNr. des Arbeitnehmers beim Finanzamt abzufragen?

Nein. Die IdNr. kann ausschließlich über den Arbeitnehmer erlangt werden.

Auswirkungen der Startverschiebung auf den 01.01.2013

Was muss ich tun, wenn sich meine Lohnsteuerabzugsmerkmale (Freibeträge, Steuerklasse, Anzahl der Kinder, Kirchensteuerabzugsmerkmale) nicht geändert haben?

Sie müssen nichts veranlassen, wenn Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale unverändert sind und Sie keinen antragsgebundenen Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte 2010 oder einer entsprechenden Ersatzbescheinigung eingetragen hatten.
Mit der Umstellung auf die elektronische Lohnsteuerkarte müssen die bisher in der Übergangszeit 2011/12 automatisch übertragenen Freibeträge für den Lohnsteuerabzug wieder beantragt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie vor der Umstellung Ihre vorhandenen Freibeträge unbedingt neu beantragen müssen. Ansonsten kann es Auswirkungen auf Ihren Nettolohn haben.
Anträge zur Berücksichtigung eines Freibetrages, beispielsweise für Berufspendler oder die Berücksichtigung volljähriger Kinder, können Sie ab Oktober 2012 bei Ihrem zuständigen Finanzamt stellen. Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung und Hinterbliebene, die bereits über das Jahr 2012 hinaus gewährt wurden, behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Dies gilt auch für Kinderfreibeträge, wenn bereits ein Antrag zur mehrjährigen Berücksichtigung gestellt worden ist.

Was muss ich tun, wenn die Eintragungen auf der bisherigen Lohnsteuerkarte oder Ersatzbescheinigung nicht mehr aktuell sind?

Alle antragsgebundenen Einträge und Freibeträge sind für das Kalenderjahr 2013 wieder neu zu beantragen.
Die für 2010 ausgestellte Lohnsteuerkarte sowie die Ersatzbescheinigung gelten darüber hinaus mit allen Eintragungen auch bis zum Einstieg des Arbeitgebers in das elektronische Verfahren weiter (§ 52b Absatz 1 Satz 1 EStG).
Der Arbeitnehmer hat – wie bisher – eine Anzeigepflicht, wenn

entfallen.
Sind für Lohnabrechnungszeiträume ab Januar 2013 andere Lohnsteuerabzugsmerkmale maßgeblich (zum Beispiel geänderte Lebensverhältnisse oder erstmaliger beziehungsweise geänderter Freibetrag im Sinne des § 39a EStG), ist grundsätzlich eine Änderung weiterhin auf der Lohnsteuerkarte 2010 beziehungsweise Ersatzbescheinigung vorzunehmen und dem Arbeitgeber vorzulegen.
Alternativ kann Ihnen das Finanzamt auch einen Ausdruck Ihrer aktuellen ELStAM aushändigen.
Ist ein eingetragener Freibetrag zu hoch – zum Beispiel wenn Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entfallen – kann es im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zu einer Nachzahlung kommen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Änderung des Freibetrags beim Finanzamt beantragen.

Wie informiere ich meinen Arbeitgeber, der noch nicht in das elektronische Verfahren eingestiegen ist, über Änderungen meiner Lohnsteuerabzugsmerkmale?

Der Arbeitnehmer hat dazu verschiedene Möglichkeiten:

Bitte beachten Sie, dass mit jedem neuen Nachweis alle bisherigen Eintragungen/Nachweise ungültig werden. Nur der aktuellste Nachweis gilt.

Wie informiere ich meinen Arbeitgeber, der bereits umgestiegen ist und die Lohnabrechnung schon unter Berücksichtigung der ELStAM durchführt, über Änderungen meiner ELStAM?

Es ist grundsätzlich nichts zu veranlassen, da dem Arbeitgeber die aktuellen ELStAM mit der Anmeldung bereitgestellt und Änderungen durch die monatlichen Änderungslisten automatisch zur Verfügung gestellt werden.
Sollte jedoch aufgrund der Meldedaten durch das Finanzamt eine Übermittlungssperre Ihrer ELStAM gesetzt worden sein, erhalten Sie vom Finanzamt eine Besondere Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug, die Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen. Bis zur Aufhebung der Übermittlungssperre sind alle Änderungen der ELStAM auf dieser Besonderen Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug durch das Finanzamt nachzutragen.

Was ist bei einem Arbeitgeberwechsel zu beachten?

Bei einem Arbeitgeberwechsel muss - wie bisher - der Arbeitnehmer dem neuen Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte 2010, die Ersatzbescheinigung mit allen dazugehörigen Papierbelegen (zum Beispiel Mitteilungsschreiben oder Ausdruck der ab dem Jahr 2012 gültigen ELStAM) oder die Besondere Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug aushändigen. Dieses gilt für das Jahr 2013 unabhängig davon, ob die betreffenden Arbeitgeber schon das neue Verfahren anwenden. Der bisherige Arbeitgeber hat diese Unterlagen dem Arbeitnehmer zur Vorlage beim neuen Arbeitgeber herauszugeben.

Was ist als Berufseinsteiger (Hauptarbeitsverhältins) zu beachten?

Für alle Arbeitnehmer, die im Jahr 2012 oder 2013 ein neues oder ein weiteres Dienstverhältnis beginnen, stellt das Finanzamt bis zum Ende des Kalenderjahres 2013 – wie bisher – eine Ersatzbescheinigung aus. Diese ist dem Arbeitgeber vorzulegen ungeachet dessen, ob der Arbeitgeber bereits am neuen Verfahren teilnimmt.
Für Auszubildende gilt die Vereinfachungsregel aus dem Jahr 2011 auch für die Jahre 2012 und 2013 weiter.
Das bedeutet: Für unbeschränkt einkommensteuerpflichtige ledige Arbeitnehmer, die ein Ausbildungsverhältnis als erstes Dienstverhältnis beginnen, der Arbeitgeber die Steuerklasse 1 unterstellen kann. Der Arbeitnehmer muss in diesem Fall seinem Arbeitgeber folgende Informationen mitteilen:

Was ist bei einem weiteren Arbeitsverhältnis (Nebenarbeitsverhältnis) zu beachten?

Das Finanzamt stellt bis zum Ende des Einführungszeitraums des neuen ELStAM-Verfahrens – wie bisher – eine Ersatzbescheinigung mit Steuerklasse 6 aus. Diese ist dem Arbeitgeber vorzulegen.

Auswirkungen der gestreckten Einführung in 2013

Was legt der Arbeitgeber im Kalenderjahr 2013 dem Lohnsteuerabzug zugrunde, bis er in das neue Verfahren einsteigt?

Die Lohnsteuerkarte 2010 beziehungsweise eine Ersatzbescheinigung (gegebenenfalls mit ergänzenden Bescheinigungen) gelten mit allen Eintragungen und Freibeträgen bis zur erstmaligen Anwendung der ELStAM fort.

Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel in 2013?

Der bisherige Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer die Lohnsteuerkarte 2010 beziehungsweise eine Ersatzbescheinigung (gegebenenfalls mit ergänzenden Bescheinigungen) zur Vorlage beim neuen Arbeitgeber auszuhändigen. Ohne Vorlage dieser Dokumente hat der neue Arbeitgeber keine Berechtigung, die Anmeldung als Hauptarbeitgeber durchzuführen (Steuerklasse 1 - 5). Dafür sind diese Unterlagen in allen Fällen bis Ende 2014 weiter aufzubewahren.
Diese Grundsätze gelten unabhängig davon, ob die betreffenden Arbeitgeber bereits am neuen Verfahren teilnehmen.

Soll der Arbeitgeber seine Arbeitnehmer vor dem Einstieg in das ELStAM-Verfahren in 2013 informieren?

Ja, eine entsprechende Information an die Arbeitnehmer sollte vor dem erstmaligen Abruf der ELStAM erfolgen.

Müssen für das Kalenderjahr 2013 im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren zu berücksichtigende Freibeträge erneut beantragt werden?

Ja. Das Finanzamt stellt neben der Speicherung des Freibetrags im ELStAM-Verfahren eine Papierbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber aus. Entsprechend ist zu verfahren, wenn der Arbeitnehmer für das Kalenderjahr 2013 die Berücksichtigung eines Kinderfreibetragszählers beantragt.
Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung und Hinterbliebene sowie Kinderfreibeträge, die über das Jahr 2012 hinaus gewährt worden sind, müssen nicht erneut beantragt werden.

Papierverfahren im Jahr 2013

Wie hat der Arbeitnehmer für die Dauer der Anwendung des Papierverfahrens im Jahr 2013 seine Lohnsteuerabzugsmerkmale gegenüber dem Arbeitgeber nachzuweisen?

Für die Dauer des Papierverfahrens im Jahr 2013 gelten die Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibetrag, Hinzurechnungsbetrag, Kirchensteuerabzugsmerkmal, Faktor), die sich aus der Lohnsteuerkarte 2010 beziehungsweise der Ersatzbescheinigung oder sonstigen Papierbescheinigungen (unter anderem Mitteilungsschreiben, ELStAM-Ausdruck) ergeben.

Hilfe zur Lohnsteuerkarte


Navigationstabelle
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A


Großbuchstabe A

Alles zu den Großbuchstaben

Adresse des Arbeitnehmers

Bei der Adresse für den Arbeitnehmer ist die Angabe einer "Hausadresse" obligatorisch. Soweit vorhanden und in dem Lohnkonto des Arbeitnehmers vermerkt, kann optional zusätzlich eine "Postfachadresse" übermittelt und bescheinigt werden. Jedoch ist eine reine "Postfachadresse" wie sie für den Arbeitgeber akzeptiert wird, beim Arbeitnehmer unzulässig. Darüber hinaus werden für Arbeitnehmeradressen keine Großkundenpostleitzahlen unterstützt.

Es ist immer die aktuelle Adresse des Arbeitnehmers zu übermitteln. Als aktuelle Adresse ist die dem Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Übermittlung aktuell bekannte Adresse des Arbeitnehmers zu verstehen.

Beispiel

Lohnsteuerbescheinigung über Zeitraum 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 wird am 25. Januar 2011 vom Arbeitgeber erstellt. Der betroffene Arbeitnehmer ist am 07. Januar 2011 umgezogen.

  1. der Arbeitnehmer hat dies noch im Januar dem Arbeitgeber gemeldet:
    der Arbeitgeber übermittelt die Lohnsteuerbescheinigung mit der aktuellen (neuen) Adresse (in das Bundesland in dem der "neue" Wohnsitz des Arbeitnehmers liegt).
  2. der Arbeitnehmer meldet seinem Arbeitgeber den Umzug erst im Februar:
    der Arbeitgeber übermittelt die Lohnsteuerbescheinigung mit der "alten" (ihm bekannten aktuellen) Adresse.

Die Adresse des Arbeitnehmers besteht aus folgenden Elementen:

Neben diesen Daten kann optional auch eine Postfachadresse zum Arbeitnehmer übermittelt werden:

Altersteilzeitzuschläge

Siehe: Kurzarbeitergeld

Amtlicher Gemeindeschlüssel (AGS)

Im Rahmen der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung ist der von der Gemeinde ermittelte, auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers aufgedruckte, amtliche Gemeindeschlüssel zu bescheinigen und zu übermitteln. Wenn ein Arbeitnehmer eine Lohnsteuerkarte vorlegt, ist immer der AGS der Lohnsteuerkarte zu bescheinigen.

Für Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Inland

Für Arbeitnehmer, die mit Hauptwohnsitz im Inland gemeldet sind und eine Lohnsteuerkarte vorlegen, muss im Rahmen der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung der "AGS der Lohnsteuerkarte" bescheinigt werden.
Falls der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber keine Lohnsteuerkarte vorgelegt hat (der Arbeitgeber berechnet die Lohnsteuer wie für einen Arbeitnehmer, der eine Lohnsteuerkarte mit Lohnsteuerklasse "6" vorgelegt hat), muss als AGS die "00000000" geliefert werden. In diesen Fällen ist eine "besondere Lohnsteuerbescheinigung" auszustellen (besLStB).

Für Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Ausland

Soweit ein Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Ausland eine Lohnsteuerkarte vorlegt und die Lohnsteuer auf Basis der Besteuerungsmerkmale der Lohnsteuerkarte erfolgt, muss auch für diesen Arbeitnehmer der AGS der Lohnsteuerkarte erfasst und im Rahmen der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung bescheinigt werden.
Soweit der Arbeitnehmer eine Bescheinigung nach § 39d EStG vorlegt und nach diesen Besteuerungsmerkmalen besteuert wird, ist eine "besondere Lohnsteuerbescheinigung" (besLStB) mit dem AGS "00000000" zu bescheinigen.

Desweiteren gilt:

Hiervon ausgenommen sind die Gemeinden:

Anzahl Arbeitstage

In diesem Feld kann bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitstätte die Anzahl der Arbeitstage bescheinigt werden.

Sofern der Arbeitgeber diese freiwillig (elektronisch) bescheinigt, hat er diese im Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung in einem freien Feld als "Anzahl der Arbeitstage" auszuweisen.

Anzahl "U"

Siehe: Zeiträume ohne Anspruch auf Arbeitslohn (Anzahl "U")

Arbeitgeber

Die Angaben zum Arbeitgeber bestehen aus den folgenden Elementen:

Arbeitnehmeranteil zur Winterbeschäftigungsumlage

In diesem Feld kann der Arbeitnehmeranteil zur Winterbeschäftigungsumlage bescheinigt werden.
Sofern der Arbeitgeber diese freiwillig (elektronisch) bescheinigt, hat er diese im Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung in einem freien Feld als "Arbeitnehmeranteil zur Winterbeschäftigungsumlage" auszuweisen.

Arbeitskammer/Arbeitnehmerkammer

Die vom Arbeitgeber an die Finanzverwaltung abgeführten Beiträge zur Arbeitskammer Saarland beziehungsweise zur Arbeitnehmerkammer Bremen sind in den freien Zeilen der Lohnsteuerbescheinigung zu bescheinigen.

Arten der Lohnsteuerbescheinigungen

Bei Lohnsteuerbescheinigungen werden die folgenden beiden Arten unterschieden:

Auslandspostleitzahl

Die Auslandspostleitzahl setzt sich aus einem 3-stelligen alphanumerischen Länderkennzeichen und einem weiteren maximal 10-stelligen alphanumerischen String (der "normalen" Auslandspostleitzahl) zusammen.

Das 3-stellige Länderkennzeichen basiert auf der Tabelle der Länderkennzeichen von der Deutschen Rentenversicherung Bund Anlage 8 in der Version 2.35 vom 03. September 2008.

Abweichend von der Liste der Deutschen Rentenversicherung Bund ist das Kennzeichen "D" für Deutschland nicht zulässig.

Auslandstätigkeitserlass

Unter Nummer 16 der Bescheinigung ist der nach dem Auslandstätigkeitserlass steuerfreie Arbeitslohn in dem dafür vorgesehenen Feld gesondert auszuweisen.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit steuerfreier Arbeitslohn geleistet wurde. Eine "Nullbescheinigung" beziehungsweise die Bescheinigung negativer Werte ist unzulässig.

Ausnahmen der elektronischen Bescheinigung

§ 41b Absatz 3 Satz 1 EStG

Gemäß § 41b Absatz 3 Satz 1 EStG haben Arbeitgeber, die keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erteilen können, die Daten auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers einzutragen.

Wichtig

Gemäß § 52 Absatz 52c Satz 3 EStG gilt § 41b Absatz 3 Satz 1 EStG ab dem Kalenderjahr 2006 in der folgenden Fassung:
Ein Arbeitgeber ohne maschinelle Lohnabrechnung, der ausschließlich Arbeitnehmer im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung in seinem Privathaushalt im Sinne des § 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch beschäftigt und keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erteilt, hat an Stelle der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung eine entsprechende Lohnsteuerbescheinigung auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers zu erteilen.

§ 41b Absatz 4 EStG

Der Arbeitgeber darf für Arbeitslohn, der nach §§ 40 bis 40b EStG pauschal besteuert worden ist, keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erstellen.
Unter diese Regelungen fallen insbesondere die so genannten Minijobs. Minijobs lassen sich grundsätzlich in die beiden Kategorien Kurzfristige Beschäftigungen und Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse aufteilen.

Kurzfristige Beschäftigungen

Neben den 400-Euro-Minijobs stellen die kurzfristigen Beschäftigungen die zweite Art von Minijobs dar. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nur dann vor, wenn sie im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart, zum Beispiel Erntehilfe, oder im Voraus vertraglich begrenzt ist. Auf die Höhe des Einkommens aus einer solchen Beschäftigung kommt es – anders als bei den 400-Euro-Minijobs – nicht an.

Hinweis

Eine kurzfristige Beschäftigung kann auch kalenderjahrüberschreitend ausgeübt werden, vorausgesetzt sie ist von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage befristet.

Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse

Neben den kurzfristigen Beschäftigungen stellen die geringfügig entlohnten Beschäftigungen die zweite Art von Minijobs dar. Geringfügig entlohnte Beschäftigungen liegen vor, wenn der Verdienst regelmäßig im Monat die festgelegte Höchstgrenze von 400 Euro nicht übersteigt. Verdient der Arbeitnehmer regelmäßig bis zu 400 Euro im Monat, muss er keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen, sondern verdient im Regelfall brutto für netto. Die Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung übernimmt der Arbeitgeber.
Dem regelmäßigen monatlichen Arbeitsverdienst sind auch einmalige Einnahmen hinzuzurechnen, die mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich gezahlt werden, wie zum Beispiel das Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld. Wer also 400 Euro monatlich verdient, daneben aber noch ein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld erhält, ist nicht mehr geringfügig beschäftigt.
Neben der Möglichkeit der Erhebung der Lohnsteuer nach den Merkmalen der Steuerkarte besteht bei 400-Euro-Minijobs auch die Möglichkeit der pauschalen Lohnsteuererhebung. Verzichtet der Arbeitgeber auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte, ist die Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer für einen 400-Euro-Minijob mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz von insgesamt 2 % des Arbeitsentgelts zu erheben. Voraussetzung ist allerdings, dass er für diese Beschäftigung Rentenversicherungsbeiträge (Pauschalbeitrag mit oder ohne Aufstockungsbetrag des Arbeitnehmers) zahlt.

Wichtig

Soweit sich der Arbeitgeber für die Erhebung der Lohnsteuer nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers entscheidet, muss für den Minijob auch eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung übermittelt werden.
Soweit sich der Arbeitgeber für die pauschale Besteuerung gemäß §§ 40 bis 40b EStG entscheidet, darf für dieses Arbeitsverhältnis keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erstellt und übermittelt werden (§ 41b Absatz 4 EStG).

Die Knappschaft Bahn See bietet auf Ihren Seiten umfangreiche Informationen zum Thema Minijobs. In dem Download-Center finden Sie verschiedene Informationsbroschüren für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

B


Großbuchstabe B

Alles zu den Großbuchstaben

Besteuerungsmerkmale

Es sind die amtlich bescheinigten Besteuerungsmerkmale der Lohnsteuerkarte beziehungsweise der besonderen Lohnsteuerbescheinigung zu übertragen.

Bruttoarbeitslohn

Unter Nummer 3 der Bescheinigung ist der Gesamtbetrag des steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohns einschließlich des Werts der Sachbezüge anzugeben, den der Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis im Kalenderjahr bezogen hat. Bruttoarbeitslohn ist die Summe aus dem laufenden Arbeitslohn, der für Lohnzahlungszeiträume gezahlt worden ist, die im Kalenderjahr geendet haben, und den sonstigen Bezügen, die dem Arbeitnehmer im Kalenderjahr zugeflossen sind. Netto gezahlter Arbeitslohn ist mit dem hochgerechneten Bruttobetrag anzusetzen. Zum Bruttoarbeitslohn rechnen auch die laufend und einmalig gezahlten Versorgungsbezüge einschließlich Sterbegelder und Abfindungen, beziehungsweise Kapitalauszahlungen solcher Ansprüche (Zeilen 8 und 32 des Ausdrucks), soweit es sich nicht um Bezüge für mehrere Jahre handelt; steuerbegünstigte Versorgungsbezüge für mehrere Jahre, die ermäßigt besteuert werden, sind ausschließlich in Nummer 9 anzugeben. Der Bruttoarbeitslohn darf nicht um die Freibeträge für Versorgungsbezüge (§ 19 Absatz 2 EStG) und den Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG) gekürzt werden. Auf der Lohnsteuerkarte eingetragene Freibeträge sind gleichfalls nicht abzuziehen und Hinzurechnungsbeträge nicht hinzuzurechnen. Arbeitslöhne im Sinne des § 8 Absatz 3 EStG sind um den Rabatt-Freibetrag nach § 8 Absatz 3 Satz 2 EStG zu kürzen.

Nicht zum steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn gehören steuerfreie Bezüge, zum Beispiel steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, steuerfreie Umzugskostenvergütungen, steuerfreier Reisekostenersatz, Auslagenersatz, die nach § 3 Nummer 56 und Nummer 63 EStG steuerfreien Beiträge des Arbeitgebers an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung sowie Bezüge, für die die Lohnsteuer nach den §§ 40 bis 40b EStG pauschal erhoben wurde. Nicht unter Nummer 3, sondern gesondert anzugeben, sind insbesondere ermäßigt besteuerte Entschädigungen, ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre sowie die auf Grund eines Doppelbesteuerungsabkommens oder des Auslandstätigkeitserlasses von der Lohnsteuer freigestellten Bezüge.

Wichtig

Für die Jahre bis einschließlich 2009 muss zum Bruttoarbeitslohn die Lohnsteuertabelle (A/B) angegeben werden, nach der die abgeführte Lohnsteuer ermittelt wurde (siehe: Großbuchstabe A und B). Für die Jahre ab einschließlich 2010 entfällt diese Angabe.

D


Dienstreisen

Siehe: Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit

Doppelbesteuerungsabkommen

Unter Nummer 16 der Bescheinigung ist der nach Doppelbesteuerungsabkommen steuerfreie Arbeitslohn in den dafür vorgesehenen Feldern gesondert auszuweisen.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit steuerfreier Arbeitslohn geleistet wurde. Eine "Nullbescheinigung" ist unzulässig.

Doppelte Haushaltsführung

Siehe: Steuerfreie Arbeitgeberleistungen bei doppelter Haushaltsführung

E


Einbehaltene Kirchensteuer des Arbeitnehmers von 9. und 10.

Unter Nummer 13 des Ausdrucks hat der Arbeitgeber die Kirchensteuer, die er von ermäßigt besteuerten Versorgungsbezügen für mehrere Jahre, Entschädigungen und Vergütungen für eine mehrjährige Tätigkeit im Sinne des § 34 EStG einbehalten hat, gesondert zu bescheinigen.

Ohne die Bescheinigung mehrjähriger Bezüge ist die Bescheinigung von Kirchensteuer auf mehrjährige Bezüge unzulässig.

Die Bescheinigung von Kirchensteuer – hierzu zählt auch die Bescheinigung einer "0" – ist nur zulässig, soweit auch eine Konfession für den Arbeitnehmer bescheinigt wurde.

Wenn für den Arbeitnehmer eine Konfession bescheinigt wird und Einnahmen für mehrere Kalenderjahre bescheinigt werden, muss auch die "Einbehaltene Kirchensteuer des Arbeitnehmers von 9. und 10." (Nummer 13 des Ausdrucks) bescheinigt werden.

Die Bescheinigung negativer Steuerabzugsbeträge ist nur zulässig, wenn das Arbeitsverhältnis unterjährig (nach dem 01.01.) begonnen und bis zum 31.12. fortbestanden hat.

Einbehaltene Kirchensteuer des Ehegatten von 9. und 10. (nur bei konfessionsverschiedener Ehe)

Unter Nummer 14 des Ausdrucks hat der Arbeitgeber die Ehegatten-Kirchensteuer, die er von ermäßigt besteuerten Versorgungsbezügen für mehrere Jahre, Entschädigungen und Vergütungen für eine mehrjährige Tätigkeit im Sinne des § 34 EStG einbehalten hat, gesondert zu bescheinigen.

Ohne die Bescheinigung mehrjähriger Bezüge ist die Bescheinigung von Ehegatten-Kirchensteuer auf mehrjährige Bezüge unzulässig.

Die Bescheinigung von Ehegatten-Kirchensteuer – hierzu zählt auch die Bescheinigung einer "0" – ist nur zulässig, soweit auch eine zugehörige Konfession für den Ehegatten des Arbeitnehmers bescheinigt wurde.

Wenn für den Ehegatten des Arbeitnehmers eine Konfession bescheinigt wird und Einnahmen für mehrere Kalenderjahre bescheinigt werden, muss auch die "Einbehaltene Kirchensteuer des Ehegatten von 9. und 10. (nur bei konfessionsverschiedener Ehe)" (Nummer 14 des Ausdrucks) bescheinigt werden.

Wenn "Einbehaltene Kirchensteuer des Ehegatten von 9. und 10. (nur bei konfessionsverschiedener Ehe)" (Nummer 14 des Ausdrucks) bescheinigt wird, muss auch die "Einbehaltene Kirchensteuer des Arbeitnehmers von 9. und 10." (Nummer 13 des Ausdrucks) bescheinigt werden.

Die Bescheinigung negativer Steuerabzugsbeträge ist nur zulässig, wenn das Arbeitsverhältnis unterjährig (nach dem 01.01.) begonnen und bis zum 31.12. fortbestanden hat.

Einbehaltene Lohnsteuer von 9. und 10.

Unter Nummer 11 des Ausdrucks hat der Arbeitgeber die Lohnsteuer, die er von ermäßigt besteuerten Versorgungsbezügen für mehrere Jahre, Entschädigungen und Vergütungen für eine mehrjährige Tätigkeit im Sinne des § 34 EStG einbehalten hat, gesondert zu bescheinigen.

Wenn weder "Ermäßigt besteuerte Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre" (Nummer 9 des Ausdrucks) noch "Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre (ohne 9.) und ermäßigt besteuerte Entschädigungen" (Nummer 10 des Ausdrucks) bescheinigt wurden, ist die Eintragung zur Lohnsteuer für mehrere Kalenderjahre unzulässig.

Hinweis zu negativen Lohnsteuerabzugsbeträgen

Für Arbeitnehmer mit ganzjährigem Beschäftigungszeitraum (01.01. - 31.12.) können die Lohnsteuerabzugsbeträge inklusive der Annexsteuern (Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern) niemals negativ werden. Gemäß § 42b des Einkommensteuergesetzes kann der Arbeitgeber diese Beträge maximal bis "0" € erstatten.

Nur für unterjährig Beschäftigte, die am 31.12. des Jahres in einem Beschäftigungsverhältnis beim Arbeitgeber stehen, können die Lohnsteuerabzugsbeträge theoretisch negativ werden, sofern der Arbeitgeber die von einem vorherigen Arbeitgeber zu viel einbehaltenen Lohnsteuerabzugsbeträge im aktiven Beschäftigungsverhältnis erstattet.

Einbehaltener Solidaritätszuschlag von 9. und 10.

Unter Nummer 12 des Ausdrucks hat der Arbeitgeber den Solidaritätszuschlag, den er von ermäßigt besteuerten Versorgungsbezügen für mehrere Jahre, Entschädigungen und Vergütungen für eine mehrjährige Tätigkeit im Sinne des § 34 EStG einbehalten hat, gesondert zu bescheinigen.

Wenn weder "Ermäßigt besteuerte Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre" (Nummer 9 des Ausdrucks) noch "Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre (ohne 9.) und ermäßigt besteuerte Entschädigungen" (Nummer 10 des Ausdrucks) bescheinigt wurden, ist die Eintragung zum Solidaritätszuschlag für mehrere Kalenderjahre unzulässig.

Wenn Solidaritätszuschlag für mehrere Kalenderjahre bescheinigt wurde, muss auch Lohnsteuer für mehrere Kalenderjahre bescheinigt werden.

Die Bescheinigung negativer Steuerabzugsbeträge ist nur zulässig, wenn das Arbeitsverhältnis unterjährig (nach dem 01.01.) begonnen und bis zum 31.12. fortbestanden hat.

Einsatzwechseltätigkeit

Siehe: Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit

Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn und Entschädigungen für mehrere Kalenderjahre

Im Lohnsteuerabzugsverfahren ermäßigt besteuerte Entschädigungen (zum Beispiel steuerpflichtiger Teil von Abfindungen) und der ermäßigt besteuerte Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre (zum Beispiel Jubiläumszuwendungen) sind in einer Summe unter Nummer 10 der Bescheinigung gesondert anzugeben. Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden, können unter Nummer 19 eingetragen werden; diese Beträge müssen in dem unter Nummer 3 bescheinigten Bruttoarbeitslohn enthalten sein.

Soweit "Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre (ohne 9.) und ermäßigt besteuerte Entschädigungen" (Nummer 10 des Ausdrucks) bescheinigt wird, sind zwingend auch "Einbehaltene Lohnsteuer von 9. und 10." (Nummer 11 des Ausdrucks) und "Einbehaltener Solidaritätszuschlag von 9. und 10." (Nummer 12 des Ausdrucks) zu bescheinigen.

Ermäßigt besteuerter Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre beziehungsweise ermäßigt besteuerte Entschädigungen sind nur zu bescheinigen, wenn entsprechende Bezüge geleistet wurden – eine "Nullbescheinigung" ist nicht zulässig.

Ermäßigt besteuerte Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre

Unter Nummer 9 des Ausdrucks sind die nach § 34 EStG ermäßigt besteuerten Versorgungsbezüge für mehrere Jahre zu bescheinigen.

Bei mehreren als sonstige Bezüge gezahlten Versorgungsbezügen mit unterschiedlichen Versorgungsbeginnen nach § 19 Absatz 2 Satz 3 EStG sind die Angaben zu Nummer 9 und Nummer 28 jeweils getrennt zu bescheinigen (gegebenenfalls auf einem Zusatzblatt).

Soweit "Ermäßigt besteuerte Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre" (Nummer 9 des Ausdrucks) bescheinigt werden, sind zwingend auch "Einbehaltene Lohnsteuer von 9. und 10." (Nummer 11 des Ausdrucks) und "Einbehaltener Solidaritätszuschlag von 9. und 10." (Nummer 12 des Ausdrucks) zu bescheinigen.

Ermäßigt besteuerte Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre sind nur zu bescheinigen, wenn entsprechende Bezüge geleistet wurden – eine "Nullbescheinigung" ist nicht zulässig.

eTIN

Wichtig

Sofern dem Arbeitgeber die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers bekannt ist, muss diese verwendet werden. Nur in Ausnahmefällen kann anstelle der Identifikationsnummer die eTIN des Arbeitnehmers angegeben werden.

eTIN steht für electronic Taxpayer Identification Number.

Gemäß § 41b Absatz 2 EStG hat der Arbeitgeber für die Datenfernübertragung aus dem Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Arbeitnehmers ein Ordnungsmerkmal nach amtlich festgelegter Regel für den Arbeitnehmer zu bilden und zu verwenden. Das lohnsteuerliche Ordnungsmerkmal darf nur für die Zuordnung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder sonstiger für das Besteuerungsverfahren erforderlicher Daten zu einem bestimmten Steuerpflichtigen und für Zwecke des Besteuerungsverfahrens erhoben, gebildet, verarbeitet oder genutzt werden.

Die eTIN ist ein 14-stelliger Ordnungsbegriff, der aus den persönlichen Daten Name, Vorname und Geburtsdatum gebildet wird. Sie besteht aus den Großbuchstaben A bis Z und den Ziffern 0 bis 9. Solange sich die persönlichen Daten, zum Beispiel durch eine Namensänderung, nicht ändern, behält die eTIN ihre Gültigkeit.

Zusammensetzung der eTIN

Stellen Abhängigkeit Format
4 Familienname alphanumerisch [A-Z]
4 Vorname alphanumerisch [A-Z]
2 Jahr der Geburt numerisch [0-9]
1 Monat der Geburt alphanumerisch [A-Z]
2 Tag der Geburt numerisch [0-9]
1 Prüfziffer alphanumerisch [A-Z]

Beispiel

Familienname Vorname Geburtsdatum Prüfziffer
Mustermann Michael 07.01.1967 07.01.1967
MSTR MCHL 67A07 Z

eTIN-Berechnung

Regelwerk zur Berechnung der eTIN

  1. Verwendete Zeichen
    Zur Ermittlung der eTIN werden nicht alle Zeichen des von ELSTER unterstützen Zeichensatzes (ISO-8859-1 beziehungsweise -15) verwendet. Eventuell müssen die im Namen des Arbeitnehmers verwendeten Zeichen (nur für die Ermittlung der eTIN) in ein ELSTER-verträgliches Format umgewandelt werden.
  2. Grundsatz: Verwendung der Konsonanten
    Vom Familiennamen und Vornamen werden grundsätzlich die ersten vier Konsonanten verwendet. Im Namen (Familienname und Vorname) enthaltene "SCH" werden durch "Y" ersetzt. Wenn der Name nicht genug Konsonanten enthält, werden die Vokale des Namens von hinten verwendet. Zum Beispiel: BIRAU = BRUA. Wenn der Name aus weniger als 4 Buchstaben besteht beziehungsweise nach der Wandlung von "SCH" zu "Y" nicht mehr genug Buchstaben hat, werden die verbleibenden Stellen mit "X" aufgefüllt. Zum Beispiel: JO = JOXX.
  3. Besonderheiten beim Familiennamen
    Maßgeblich ist der Familienname ohne Namensbestandteile (zum Beispiel von, zu) und Titel. Bei Doppelnamen werden Trennzeichen ignoriert und der Doppelname wie ein Name behandelt.
  4. Besonderheiten beim Vornamen
    Hat eine Person mehrere Vornamen werden Trennzeichen ignoriert und die zusammengeschriebenen Vornamen wie ein Name behandelt.
  5. Geburtsjahr
    Vom Geburtsjahr werden nur die letzten 2 Ziffern verwendet. Bei unbekanntem Geburtsjahr wird "00" verwendet.
  6. Geburtsmonat
    Der Geburtsmonat wird alphabetisch durch die Buchstaben A (=Januar) bis L (=Dezember) dargestellt. Bei unbekanntem Geburtstag wird "A" verwendet.
  7. Geburtstag
    Das Datum von 01 bis 31. Bei 1 bis 9 sollen führende Nullen verwendet werden. Bei unbekanntem Geburtstag wird 01 verwendet.
  8. Die Prüfziffer
    Die Prüfziffer ermittelt sich aus den ersten 13 Stellen der eTIN. Dafür wird eine Prüfsumme (initial = 0) erstellt und für jede Stelle der eTIN erhöht. Abhängig vom Wert und der Stelle der eTIN (gerade oder ungerade – die Stelle wird von 1 an gezählt), wird die Prüfsumme entsprechend der folgenden Tabelle erhöht:
Wert gerade ungerade Wert gerade ungerade
A, 0 0 1 N 13 20
B, 1 1 0 O 14 11
C, 2 2 5 P 15 3
D, 3 3 7 Q 16 6
E, 4 4 9 R 17 8
F, 5 5 13 S 18 12
G, 6 6 15 T 19 14
H, 7 7 17 U 20 16
I, 8 8 19 V 21 10
J, 9 9 21 W 22 22
K 10 2 X 23 23
L 11 4 Y 24 24
M 12 18 Z 25 25

Der ganzzahlige Rest der Prüfsumme geteilt durch 26 bestimmt dann die Prüfziffer (0 = "A" bis 25 = "Z").

Beispielberechnung der Prüfziffer

Stelle 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Summe
eTIN M S T R M C H L 6 7 A 0 7 Z  
Wertigkeit 18 18 14 17 18 2 17 11 15 7 1 0 17   155

Gemäß der Tabelle wird jedem Buchstaben und jeder Ziffer eine Wertigkeit zugeordnet. Dem M, das an der 1. Stelle steht, wird die Wertigkeit 18 zugewiesen, da die erste Stelle ungerade ist. Dem S, das an der 2. Stelle steht, wird die Wertigkeit 18 zugewiesen, da die 2. Stelle gerade ist. Die Summe aller Wertigkeiten (im Beispiel = 155) ist dann die Ausgangsbasis zur Ermittlung der Prüfziffer. Nun wird von der Summe solange die 26 subtrahiert, bis 0 oder ein positiver Rest, der kleiner 26 ist, übrig bleibt. Im Beispiel ist dies: 155 / 26 = 5, Rest 25.

Ausgehend von Zuordnung ist der 25 der Buchstabe "Z" zugeordnet. Die Prüfziffer ist "Z".

F


Großbuchstabe F

Alles zu den Großbuchstaben

Fahrtätigkeit

Siehe: Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit

Faktorverfahren anstelle Steuerklassenkombination 3/5 (gültig ab 2010)

Die gesetzliche Grundlage ist in § 39f EStG geregelt. Der Faktor darf nur bescheinigt werden, sofern die zugehörige Steuerklasse = 4 ist. Sofern ein Faktor bescheinigt wird, darf für denselben Zeitraum kein Steuerfreibetrag bescheinigt werden.

Familienname

Der obligatorisch zu übermittelnde Familienname des Arbeitnehmers besteht aus den folgenden Elementen:

Finanzamt

Gemäß § 41b Absatz 1 Nummer 1 EStG ist die Bezeichnung und die Nummer des Finanzamts, an das die Lohnsteuer abgeführt wurde, zu übermitteln.

G


Geburtsdatum

Das Geburtsdatum des Arbeitnehmers ist im Format JJJJMMTT zu übermitteln.

Entsprechend den Speicherungen von Geburtsdaten in den Melderegistern ist der Geburtstag "JJJJ0000" zulässig.

Geburtsname

Der optional zu übermittelnde Geburtsname des Arbeitnehmers besteht aus den folgenden Elementen:

Geringfügige Beschäftigung (400 Euro Job)

Siehe: Ausnahmen der elektronischen Bescheinigung

Geschlecht

Es ist das Geschlecht des Arbeitnehmers zu benennen.

Großbuchstaben

Gültigkeitszeiträume der einzelnen Großbuchstaben

Großbuchstabe gültig bis
A 31.12.2009
B 31.12.2009
F weiterhin gültig
S weiterhin gültig
U 31.12.2008
V 31.12.2008

Großbuchstabe A/B

Der Großbuchstabe "B" ist zu bescheinigen, wenn das Dienstverhältnis vor Ablauf des Kalenderjahres endet und der Arbeitnehmer für einen abgelaufenen Lohnzahlungszeitraum oder Lohnabrechnungszeitraum des Kalenderjahres unter Berücksichtigung der gekürzten Vorsorgepauschale zu besteuern war beziehungsweise der Lohnsteuerabzug entsprechend vorgenommen worden ist. Folglich sind unter Berücksichtigung der Vorgaben für die Erstellung des Datensatzes folgende Großbuchstaben zu übermitteln:

Die gekürzte Vorsorgepauschale (Großbuchstabe "B") ist demnach insbesondere bei folgenden Arbeitnehmern zu bescheinigen:

Sofern ein Arbeitnehmer irgendwann im Jahr einmal zur Gruppe "B" gehört hat ist grundsätzlich immer "B" zu bescheinigen.

Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 Nummer 4 EStG in Verbindung mit § 10c Absatz 3 EStG.

Großbuchstabe F

Der Großbuchstabe "F" ist zu bescheinigen, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine unentgeltliche oder verbilligte Sammelbeförderung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gestellt hat und die Sammelbeförderung für den betrieblichen Einsatz des Arbeitnehmers notwendig ist.

Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 Nummer 9 EStG in Verbindung mit § 3 Nummer 32 EStG.

Großbuchstabe S

Der Großbuchstabe "S" ist zu bescheinigen, wenn die Lohnsteuer von einem sonstigen Bezug im ersten Dienstverhältnis berechnet wurde und dabei der Arbeitslohn aus früheren Dienstverhältnissen des Kalenderjahres außer Betracht geblieben ist.

Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 Nummer 2 EStG in Verbindung mit § 41 Absatz 1 Satz 7 EStG.

Großbuchstabe U

Die Anzahl der Großbuchstaben "U" ist aufzuzeichnen, wenn Arbeitslohnansprüche für mindestens fünf aufeinander folgende Werktage ganz oder überwiegend entfallen sind.

Im Gegensatz zu den anderen Großbuchstaben ist nicht nur der bloße Großbuchstabe "U" zu bescheinigen, sondern es ist die Anzahl der Großbuchstaben "U" zu bescheinigen.

Im Datenfeld "Anzahl U" ist also die Summe der aufgezeichneten Großbuchstaben "U" zu bescheinigen. Insbesondere sind nicht die Anzahl der Arbeitstage, für die ganz oder überwiegend der Anspruch auf Arbeitslohn entfallen ist, zu bescheinigen.

Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 Nummer 2 EStG in Verbindung mit § 41 Absatz 1 Satz 5 und 6 EStG.

Großbuchstabe V

Beiträge des Arbeitgebers aus dem ersten Dienstverhältnis an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder für eine Direktversicherung zum Aufbau einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung, bei der eine Auszahlung der zugesagten Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgungsleistungen in Form einer Rente oder eines Auszahlungsplans (§ 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes vom 26. Juni 2001 (Bundesgesetzblatt I Seiten 1310, 1322), welches zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 5. Juli 2004 (Bundesgesetzblatt I Seite 1427) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung vorgesehen ist, soweit die Beiträge im Kalenderjahr 4 von Hundert der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung nicht übersteigen. Dies gilt nicht, soweit der Arbeitnehmer nach § 1a Absatz 3 des Betriebsrentengesetzes verlangt hat, dass die Voraussetzungen für eine Förderung nach § 10a oder Abschnitt XI erfüllt werden. Der Höchstbetrag nach Satz 1 erhöht sich um 1.800 Euro, wenn die Beiträge im Sinne des Satzes 1 auf Grund einer Versorgungszusage geleistet werden, die nach dem 31. Dezember 2004 erteilt wurde. Aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses geleistete Beiträge im Sinne des Satzes 1 sind steuerfrei, soweit sie 1.800 Euro vervielfältigt mit der Anzahl der Kalenderjahre, in denen das Dienstverhältnis des Arbeitnehmers zu dem Arbeitgeber bestanden hat, nicht übersteigen; der vervielfältigte Betrag vermindert sich um die nach den Sätzen 1 und 3 steuerfreien Beiträge, die der Arbeitgeber in dem Kalenderjahr, in dem das Dienstverhältnis beendet wird, und in den sechs vorangegangenen Kalenderjahren erbracht hat; Kalenderjahre vor 2005 sind dabei jeweils nicht zu berücksichtigen.

Rechtsgrundlage: § 41b Absatz1 Nummer 8 EStG in Verbindung mit § 3 Nummer 63 EStG.

H


Hinzurechnungsbetrag

Der Hinzurechnungsbetrag ist ein Jahresbetrag und als solcher zu bescheinigen.

Rechtsgrundlage: § 39a EStG.

Historie der Besteuerungsmerkmale

Grundsätzlich muss für jedes Besteuerungsmerkmal eine Historie der für das Kalenderjahr gültigen Werte bescheinigt werden.

Soweit der Beschäftigungszeitraum nicht dem ganzen Kalenderjahr entspricht ist es ausreichend, wenn die für den Beschäftigungszeitraum maßgebliche Historie bescheinigt wird.

Es brauchen keine historischen Werte, die vor dem Beschäftigungsverhältnis gültig waren, erfasst werden.

Falls historische Werte, die vor dem Beginn des Beschäftigungszeitraumes liegen, nicht erfasst werden können/nicht erfasst wurden, kann hilfsweise der Beginn des Beschäftigungszeitraums übermittelt werden.

I


Identifikationsnummer (IdNr)

Sofern der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber seine Identifikationsnummer gemäß § 139b AO mitgeteilt hat, soll dieser die Identifikationsnummer im Rahmen der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung übermitteln.

Im Ausstellungsschreiben des Bundesministerium der Finanzen zum Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen 2009 wird die zukünftige Verwendung der Identifikationsnummer wie folgt geregelt:

Gemäß § 41b Absatz 2 Sätze 3 und 4 EStG hat der Arbeitgeber nach Vergabe der Identifikationsnummer für die Datenübermittlung anstelle der eTIN die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers zu verwenden. Das Bundesministerium der Finanzen teilt den Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung durch ein im Bundessteuerblatt zu veröffentlichendes Schreiben gesondert mit.

Wichtig

  1. Sofern dem Arbeitgeber die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers bekannt ist, muss diese verwendet werden. Nur in Ausnahmefällen kann anstelle der Identifikationsnummer die eTIN des Arbeitnehmers angegeben werden.
  2. Zukünftig soll die im Rahmen der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung enthaltene Identifikationsnummer geprüft werden. Hierzu wird das in der Lohnsteuerbescheinigung enthaltene Geburtsdatum gegen das zu dieser Identifikationsnummer beim Bundeszentralamt für Steuern gespeicherte Geburtsdatum geprüft. Wenn die Identifikationsnummer nicht vergeben wurde beziehungsweise die Geburtsdaten nicht übereinstimmen, wird ein Fehler gemeldet. Aus datenschutzrechtlichen Gründen enthält die Fehlermeldung nur den Hinweis, dass die Identifikationsnummer unbekannt ist beziehungsweise dass das Geburtsdatum zur Identifikationsnummer nicht mit dem amtlichen Geburtsdatum übereinstimmt. Das amtliche Geburtsdatum wird nicht benannt!

Erfassung

Die Identifikationsnummer wird aufgrund von Daten der Meldebehörden vergeben, bei denen alle Einwohner registriert sind. Am 1. Juli 2007 haben die Meldebehörden damit begonnen, die für die Vergabe der Identifikationsnummer erforderlichen Daten an das BZSt zu übermitteln. Da jeder Einwohner nur eine einzige Identifikationsnummer erhalten darf, muss das BZSt sämtliche Daten von über 80 Millionen Einwohnern untereinander abgleichen und bereinigen. Diese sogenannte Konsolidierung wird einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Aufbau der Identifikationsnummer

Die Identifikationsnummer besteht aus 11 Ziffern, die nicht aus anderen Daten über den Steuerpflichtigen gebildet oder abgeleitet werden. Die 11. Ziffer ist eine Prüfziffer. Sie wird ohne Trennstriche in dreistelligen Kolonnen von hinten beginnend dargestellt (zum Beispiel: 12 345 678 901).

Vergabe der Identifikationsnummer

Die Identifikationsnummer wird auch an Neugeborene vergeben, da natürliche Personen nach dem Einkommensteuergesetz bereits mit der Geburt einkommensteuerpflichtig sind. Zwar werden diese Steuerpflichtigen im Regelfall noch keine Einkommensteuer schulden, dennoch können derartige Konstellationen nicht von vornherein ausgeschlossen werden (zum Beispiel bei Kapitalerträgen).

Die Identifikationsnummer ändert sich ein Leben lang nicht. So wird die eindeutige Identifizierung eines Steuerpflichtigen jederzeit möglich. Damit können elektronische Kommunikations- und Verarbeitungsverfahren wesentlicher effektiver genutzt werden, was zu einer schnelleren Bearbeitung von Steuererklärungen und von Anträgen des Steuerpflichtigen führen wird.

Weitere Informationen zur Identifikationsnummer finden Sie auf den Webseiten des Bundesministerium der Finanzen.

K


Kammerbeitrag

Siehe: Arbeitskammer/Arbeitnehmerkammer

Kinder/Kindergeld

Es sind die auf der Lohnsteuerkarte beziehungsweise Bescheinigung nach § 39d EStG vermerkten Kinderfreibeträge zu bescheinigen.

Die Kinderfreibeträge müssen durch 0,5 teilbar sein.

Sofern die Steuerklasse 2 bescheinigt wird, muss zeitgleich ein Kinderfreibetrag größer "0" bescheinigt werden.

Sofern die Steuerklassen 5 oder 6 bescheinigt werden, darf der Kinderfreibetrag nicht größer "0" sein.

Unter Nummer 33 des Ausdrucks ist die Summe des vom Arbeitgeber an Angehörige des öffentlichen Dienstes im Kalenderjahr ausgezahlten Kindergeldes zu bescheinigen, wenn es zusammen mit den Bezügen oder dem Arbeitsentgelt ausgezahlt wird (§ 72 Absatz 7 Satz 1 EStG).

Kirchensteuerabzug

Es sind die auf der Lohnsteuerkarte beziehungsweise Bescheinigung nach § 39d EStG vermerkten Konfessionen zu bescheinigen.

Der Kirchensteuerabzug für den Ehegatten ist ausschließlich in den Fällen zu übermitteln, in denen der Steuerpflichtige verheiratet ist.

Eine Übermittlung von Werten zum Ehegatten ist bei Steuerpflichtigen, die während des Beschäftigungsverhältnisses nicht verheiratet waren, unzulässig.

Für Steuerpflichtige, die innerhalb eines Jahres aus der Kirche austreten und diesen Austritt auf der Lohnsteuerkarte bescheinigen lassen, ist ab dem Gültigkeitsdatum (gemäß der Lohnsteuerkarte) die Konfession mit "–" zu übermitteln.

Für Steuerpflichtige mit Erstwohnsitz im Ausland, die in Deutschland nicht kirchensteuerpflichtig sind und für die keine Kirchensteuer abgeführt wurde, kann abweichend von der Konfession ein "–" übermittelt werden.

Kirchensteuer des Arbeitnehmers (von 3.)

Unter Nummer 6 des Ausdrucks ist die Kirchensteuer zu bescheinigen, die der Arbeitgeber vom bescheinigten Bruttoarbeitslohn einbehalten hat.

Wichtig

Hinweise zu den negativen Abzugsbeträgen: Lohnsteuer (von 3.)

Soweit in den Besteuerungsmerkmalen für den Arbeitnehmer keine Konfession bescheinigt wurde, ist keine Kirchensteuer (auch nicht "0", "0.0" oder "0.00") zu bescheinigen.

Soweit in den Besteuerungsmerkmalen eine Konfession für den Arbeitnehmer bescheinigt wurde, ist auch Kirchensteuer des Arbeitnehmers (von 3.) zu bescheinigen.

Hier finden Sie alles zu den länderspezifischen Kirchensteuergesetzen.

Kirchensteuer des Ehegatten des Arbeitnehmers (von 3.)

Unter Nummer 7 des Ausdrucks ist die Kirchensteuer des konfessionsverschiedenen Ehegatten des Arbeitnehmers zu bescheinigen, die der Arbeitgeber vom bescheinigten Bruttoarbeitslohn einbehalten hat.

Wurde für den Ehegatten des Arbeitnehmers eine abweichende Konfession bescheinigt, aber keine Kirchensteuer einbehalten, so ist das Feld mit "0" beziehungsweise "0.0" oder "0.00" zu bescheinigen.

Wichtig

Hinweise zu den negativen Abzugsbeträgen: Lohnsteuer (von 3.)

Soweit in den Besteuerungsmerkmalen für den Ehegatten des Arbeitnehmers keine Konfession bescheinigt wurde, ist keine Kirchensteuer (auch nicht "0", "0.0" oder "0.00") zu bescheinigen.

Bei konfessionsverschiedenen Ehen (zum Beispiel Ehemann "ev", Ehefrau "rk") ist der auf den Ehegatten entfallende Teil der Kirchensteuer unter Nummer 7 oder Nummer 14 des Ausdrucks anzugeben (Halbteilung der Lohnkirchensteuer).
Die Halbteilung der Lohnkirchensteuer kommt in Bayern, Bremen und Niedersachsen nicht in Betracht. Deshalb ist in diesen Ländern die einbehaltene Kirchensteuer immer nur unter Nummer 6 oder Nummer 13 des Ausdrucks einzutragen. In den entsprechenden Feldern des Ehegatten ist sodann die "0" beziehungsweise "0.0" beziehungsweise "0.00" zu bescheinigen.

Konfession/Konfessionskürzel

Der Kirchensteuerabzug des Arbeitnehmers (sowie des Ehegatten) ist mit Historie zu übermitteln. Der Kirchensteuerabzug für den Ehegatten ist ausschließlich in den Fällen zu übermitteln, in denen der Steuerpflichtige verheiratet ist.
Eine Übermittlung von Werten zum Ehegatten ist bei Steuerpflichtigen, die während des Beschäftigungsverhältnisses nicht verheiratet waren, unzulässig.

Eine Übermittlung von Werten zum Ehegatten ist bei Steuerpflichtigen, die während des Beschäftigungsverhältnisses nicht verheiratet waren, unzulässig.

Für Steuerpflichtige die innerhalb eines Jahres aus der Kirche austreten und sich dies auf der Lohnsteuerkarte bescheinigen lassen, ist ab dem Gültigkeitsdatum (gemäß der Eintragung auf der Lohnsteuerkarte) die Konfession mit "–" zu übermitteln.

Für Steuerpflichtige mit Erstwohnsitz im Ausland, die in Deutschland nicht kirchensteuerpflichtig sind und für die keine Kirchensteuer abgeführt wurde, kann abweichend von der Konfession ein "–" übermittelt werden.

Für die Übertragung werden folgende Konfessionskürzel verwendet:

Konfessions-
kürzel
Konfessionsbezeichnung
-- ohne Konfession, nicht kirchensteuerpflichtig, ohne Kirchensteuerabzug
ak Altkatholische Kirchensteuer
ev Evangelische Kirchensteuer
fa Freie Religionsgemeinschaft Alzey
fb Kirchensteuer der Freireligiösen Landesgemeinde Baden
fg Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz
fm Freireligiöse Gemeinde Mainz
fr Französisch reformiert
fs Freireligiöse Gemeinde Offenbach/Mainz
ib Kirchensteuer der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden
il Israelitische Kultussteuer der Kultusberechtigten Gemeinden
is Israelitische Kultussteuer Frankfurt
iw Kirchensteuer der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs
jd Jüdische Kultussteuer
jh Jüdische Kultussteuer (Hamburg)
lt Evangelisch lutherisch
na Neuapostolisch
rf Evangelisch reformiert
rk Römisch-Katholische Kirchensteuer

Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Konfessionskürzel welchen Kennzahlen und Zeilen der Lohnsteuer-Anmeldung zugeordnet werden müssen.

Mehr Informationen zu dem Thema Kirchensteuer finden Sie unter Kirchensteuergesetze.

Kennzahlen der Lohnsteuer-Anmeldung 2012

Bundesland
Konfessionsbezeichnung
Kürzel
Zeilen-
Nr.
Kennzahl
Baden-Württemberg
Evangelische Kirchensteuer
ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Kirchensteuer der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden
ib
27
78
Kirchensteuer der Freireligiösen Landesgemeinde Baden
fb
28
67
Kirchensteuer der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs
iw
29
73
Altkatholische Kirchensteuer
ak
30
63
Bayern
Evangelische Kirchensteuer
ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Israelitische Bekenntnissteuer
is
27
64
Altkatholische Kirchensteuer
ak
28
63
Berlin
Evangelische Kirchensteuer
ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Altkatholische Kirchensteuer
ak
27
63
Brandenburg 1
Evangelische Kirchensteuer
ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Israelitische / Jüdische Kultussteuer
is/jh/jd
27
64
Freireligiöse Gemeinde Mainz
fm
28
65
Israelitische Kultussteuer der kultusberechtigten Gemeinden
il
29
74
Altkatholische Kirchensteuer
ak
30
63
Bremen
Evangelische Kirchensteuer
ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Hamburg 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62
Jüdische Kultussteuer
jh
27
64
Altkatholische Kirchensteuer
ak
28
63
Hessen
Evangelische Kirchensteuer
ev/lt/rf/fr
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Freireligiöse Gemeinde Offenbach/M
fs
27
66
Freireligiöse Gemeinde Mainz
fm
28
65
Israelitische Kultussteuer Frankfurt
is
29
64
Israelitische Kultussteuer der kultusberechtigten Gemeinden
il
30
74
Altkatholische Kirchensteuer
ak
31
63
Mecklenburg-Vorpommern 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62
Niedersachsen
evangelische Kirchensteuer
lt/rf/ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Altkatholische Kirchensteuer
ak
27
63
Nordrhein-Westfalen
Evangelische Kirchensteuer
ev/lt/rf/fr
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Jüdische Kultussteuer
jd
27
64
Altkatholische Kirchensteuer
ak
28
63
Rheinland-Pfalz
Evangelische Kirchensteuer
ev
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
rk
26
62
Jüdische Kultussteuer
is
27
64
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz
fg
28
68
Freireligiöse Gemeinde Mainz
fm
29
65
Freie Religionsgemeinschaft Alzey
fa
30
72
Altkatholische Kirchensteuer
ak
31
63
Saarland 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62
Israelitische Kultussteuer
27
64
Altkatholische Kirchensteuer
28
63
Sachsen 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62
Sachsen-Anhalt 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62
Schleswig-Holstein 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62
Jüdische Kultussteuer
ih
27
64
Altkatholische Kirchensteuer
ak
28
63
Thüringen 1
Evangelische Kirchensteuer
25
61
Römisch-Katholische Kirchensteuer
26
62

1 Es sind die Konfessionskürzel laut Lohnsteuerkarte zu übermitteln.

Korrekturlieferungen

Bitte beachten Sie die Hinweise Ihres Softwareherstellers, wenn Sie bereits übermittelte Lohnsteuerbescheinigungen korrigieren wollen.

Stornierung

Eine Stornierung von bereits übermittelten Lohnsteuerbescheinigungen ist nicht möglich.

Fälschlicherweise übermittelte Lohnsteuerbescheinigungen können nur durch Nullmeldungen korrigiert werden.

Korrektur einer bereits übermittelten Lohnsteuerbescheinigung

Um eine bereits übermittelte Lohnsteuerbescheinigung zu korrigieren, muss eine "neue" Lohnsteuerbescheinigung mit den selben eindeutigen Attributwerten übermittelt werden.

Die maßgeblichen eindeutigen Attributwerte einer Lohnsteuerbescheinigung sind:

Eine Lohnsteuerbescheinigung gilt als korrigiert, wenn diese mittels eines zweiten, separaten Transfers an die Finanzverwaltung übermittelt wurde. Innerhalb einer Übermittlung ist eine Erstlieferung und Korrektur derselben Bescheinigung nicht möglich. In diesem Fall werden 2 Lohnsteuerbescheinigungen erstellt.

Wichtig

Es sind zwingend die eindeutigen Attributwerte der Ursprungsbescheinigung zu verwenden, da andernfalls eine weitere gültige Bescheinigung erstellt wird. Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass sich bis zur Korrekturlieferung einige Attributwerte geändert haben könnten (zum Beispiel Steuernummer des Arbeitgebers, eTIN, Ordnungsmerkmal des Arbeitgebers). Auch in diesen Fällen müssen die eindeutigen Attributwerte der Ursprungslieferung zugrunde gelegt werden.

Besonderheiten bei Korrekturen des Beschäftigungszeitraums

Korrektur mittels einer Bescheinigung: Soll der Beschäftigungszeitraum korrigiert werden, so muss der Zeitraum der "neuen" Bescheinigung sich mit der Ursprungsbescheinigung überschneiden. Eine Zeitraumüberschneidung von einem Tag ist ausreichend.

Beispiele für Zeitraumüberschneidungen

  von bis
alter Zeitraum 01.01.2005 30.06.2005
neuer Zeitraum 01.02.2005 30.06.2005

Bei dieser Zeitraumüberschneidung handelt es sich um die Korrektur einer fehlerhaft gelieferten Bescheinigung, gegebenenfalls ist für den Zeitraum 01.07.2005 bis 31.12.2005 eine weitere Bescheinigung des Arbeitgebers zu übermitteln.

  von bis
alter Zeitraum 01.01.2005 30.06.2005
neuer Zeitraum 30.06.2005 31.07.2005

Allein ein einziger Tag der Zeitraumüberschneidung (im Beispiel der 30.06.) führt dazu, dass die "neue" Bescheinigung die "alte" Bescheinigung ersetzt.
Liegt keine Zeitraumüberscheidung vor, so muss die Ursprungsbescheinigung durch die so genannte Nullmeldung korrigiert werden und eine separate zweite Bescheinigung über den "richtigen" Beschäftigungszeitraum erstellt werden.

Nullmeldung

Die Nullmeldung ist der Spezialfall einer Korrektur und wurde als Ersatz für die Stornierung geschaffen.

In Fällen, in denen zum Beispiel ein unzutreffender Zeitraum beziehungsweise eine komplett unzutreffende Bescheinigung (zum Beispiel wurden versehentlich Testdaten ins Echtsystem gesendet) übermittelt wurden, können diese nur noch mittels einer Nullmeldung überschrieben werden.

Hierfür muss einfach eine neue elektronische Lohnsteuerbescheinigung mit den entsprechenden eindeutigen Attributwerten erstellt werden, in den Besteuerungsgrundlagen werden jedoch die Pflichtfelder (Bruttoarbeitslohn, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag) mit "0.00" übermittelt.

Hinweise

Eine Nullmeldung wird normal wie jede andere Lohnsteuerbescheinigung eingespeichert – lediglich die Abzugsbeträge und die bescheinigten Werte lauten "0.00".

Die Nullmeldung unterliegt denselben Plausibilitäten, wie jede andere Lohnsteuerbescheinigung.

Krankenversicherungen

Siehe: Zukunftssicherungsleistungen

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld, das Winterausfallgeld, der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, die Verdienstausfallentschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, Aufstockungsbeträge und Altersteilzeitzuschläge sind in einer Summe unter Nummer 15 der Bescheinigung anzugeben.

Hat der Arbeitgeber Kurzarbeitergeld oder Winterausfallgeld zurückgefordert, sind nur die so gekürzten Beträge zu bescheinigen. Ergibt die Verrechnung von ausgezahlten und zurückgeforderten Beträgen einen negativen Betrag, so ist dieser Betrag mit einem deutlichen Minuszeichen zu bescheinigen.

kurzfristige Beschäftigungen

Siehe: Ausnahmen der elektronischen Bescheinigung

L


Länderunterschiedliche Werte (Kirchensteuer 2012)

Siehe: Kennzahlen der Lohnsteueranmeldung 2012

Lohnsteuer (von 3.)

Unter Nummer 4 des Ausdrucks sind die Lohnsteuer zu bescheinigen, die der Arbeitgeber vom bescheinigten Bruttoarbeitslohn einbehalten hat. Als einbehaltene Lohnsteuer ist stets der Betrag zu bescheinigen, der sich nach Verrechnung mit dem vom Arbeitgeber für das Kalenderjahr beim Lohnsteuer-Jahresausgleich erstatteten Steuerbetrag ergibt.

Übersteigen die erstatteten Beträge die vom Arbeitgeber einbehaltenen Steuerbeträge, so ist als einbehaltener Steuerbetrag der negative Betrag mit einem Minuszeichen zu kennzeichnen.

Wurden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag oder Kirchensteuer nicht einbehalten, sind die jeweiligen Felder mit "0" beziehungsweise "0.0" oder "0.00"zu bescheinigen.

Hinweis zu negativen Lohnsteuerabzugsbeträgen

Für Arbeitnehmer mit ganzjährigem Beschäftigungszeitraum (01.01. - 31.12.) können die Lohnsteuerabzugsbeträge inklusive der Annexsteuern (Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern) niemals negativ werden. Gemäß § 42b des Einkommensteuergesetzes kann der Arbeitgeber diese Beträge maximal bis 0 € erstatten.

Nur für unterjährig Beschäftigte, die am 31.12. des Jahres in einem Beschäftigungsverhältnis beim Arbeitgeber stehen, können die Lohnsteuerabzugsbeträge theoretisch negativ werden, sofern der Arbeitgeber die von einem vorherigen Arbeitgeber zu viel einbehaltenen Lohnsteuerabzugsbeträge im aktiven Beschäftigungsverhältnis erstattet.

Lohnsteuertabelle

Bis einschließlich 2009 musste auf der Lohnsteuerkarte die angewandte Lohnsteuertabelle mittels Großbuchstabe bescheinigt werden. Seit 2010 ist die Bescheinigung der Tabelle entfallen.

M


Minijobs

Siehe: Ausnahmen der elektronischen Bescheinigung

Mutterschaftsgeld

Siehe: Kurzarbeitergeld

N


Namensbestandteile

Namensbestandteile (Namenszusätze und Namensvorsätze) werden gegen eine Liste gültiger Namenszusätze und Namensvorsätze geprüft.

Die Listen der gültigen Namenszusätze und Namensvorsätze basieren auf den von der Deutsche Rentenversicherung veröffentlichten Listen.

O


Ordnungsmerkmal

Für jeden Arbeitnehmer eines Arbeitgebers muss ein eindeutiges Ordnungsmerkmal verwendet werden. Es wird empfohlen, das Ordnungsmerkmal des Arbeitgebers (soweit dieses eindeutig ist) zu verwenden.

Das Ordnungsmerkmal ist maximal 20-stellig alphanumerisch.

Grundsätzlich können für einen Arbeitnehmer, der bei einem Arbeitgeber beschäftigt ist, mehrere Lohnsteuerbescheinigungen in einer Datenlieferung verarbeitet werden.

Hinweis

Soweit mehrere Lohnsteuerbescheinigungen für einen Arbeitnehmer innerhalb einer Datenlieferung übermittelt werden, werden diese (ohne sich gegenseitig zu überschreiben) gespeichert.

P


Pauschalbesteuerte Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Unter Nummer 18 der Bescheinigung sind pauschalbesteuerte Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte anzugeben.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit entsprechende Bezüge geleistet wurden.

Personalnummer

Siehe: Ordnungsmerkmal

R


Rentenversicherungen

Siehe: Zukunftssicherungsleistungen

S


Großbuchstabe S

Alles zu den Großbuchstaben

Solidaritätszuschlag

Unter Nummer 5 des Ausdrucks ist der Solidaritätszuschlag, den der Arbeitgeber vom bescheinigten Bruttoarbeitslohn einbehalten hat, zu bescheinigen. Als einbehaltener Solidaritätszuschlag ist stets der Betrag zu bescheinigen, der sich nach Verrechnung mit dem vom Arbeitgeber für das Kalenderjahr beim Lohnsteuer-Jahresausgleich erstatteten Steuerbetrag ergibt.

Übersteigen die erstatteten Beträge die vom Arbeitgeber einbehaltenen Steuerbeträge, so ist als einbehaltener Steuerbetrag der negative Betrag mit einem Minuszeichen zu kennzeichnen.

Wurde kein Solidaritätszuschlag einbehalten, ist das Feld mit "0" beziehungsweise "0.0" oder "0.00" zu bescheinigen.

Zu den negativen Abzugsbeträgen siehe die Hinweise unter Lohnsteuer (von 3.)

Steuerfreibetrag

Der Steuerfreibetrag ist ein Jahresbetrag und als solcher zu bescheinigen.

Rechtsgrundlage: § 39a EStG.

Wichtig

Gemäß § 39f Absatz 1 Satz 5 2. Halbsatz EStG können keine Freibeträge neben einem Faktor bescheinigt werden.

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen bei doppelter Haushaltsführung

Unter Nummer 21 des Ausdrucks sind die steuerfreien Arbeitgeberleistungen bei einer doppelten Haushaltsführung einzutragen. Es sind alle steuerfreien Leistungen (Familienheimfahrten, Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwand) in einer Summe zu bescheinigen.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit entsprechende Bezüge geleistet wurden. Eine "Nullbescheinigung" beziehungsweise die Bescheinigung negativer Werte ist unzulässig.

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Unter Nummer 17 der Bescheinigung sind die steuerfreien Sachbezüge für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (§ 8 Absatz 2 Satz 9 EStG – Job-Ticket – oder § 8 Absatz 3 EStG – Verkehrsträger) betragsmäßig anzugeben. Im Einzelnen wird auf Textziffer II.1 des Schreibens vom BMF vom 27. Januar 2004 Bundessteuerblatt I Seite 173) hingewiesen.

Bei steuerfreier Sammelbeförderung nach § 3 Nr. 32 EStG ist der Großbuchstabe F unter Nummer 2 der Bescheinigung einzutragen; vergleiche auch Textziffer II. 2 des Schreibens vom BMF vom 27. Januar 2004.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit entsprechende Bezüge geleistet wurden.

Steuerfreier Fahrtkostenersatz bei Auswärtstätigkeit

In diesem Feld kann der steuerfreie Fahrtkostenersatz für Auswärtstätigkeiten bescheinigt werden.

Sofern der Arbeitgeber diese freiwillig (elektronisch) bescheinigt, hat er diese im Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung in einem freien Feld als "Steuerfreie Fahrtkosten bei Auswärtstätigkeit" auszuweisen.

Steuerfreie Verpflegungszuschüsse bei Auswärtstätigkeit

Unter Nummer 20 des Ausdrucks sind die steuerfreien Verpflegungszuschüsse bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten (Dienstreisen, Einsatzwechseltätigkeit, Fahrtätigkeit) zu bescheinigen; vergleiche auch Textziffer III. 7 des Schreibens vom BMF vom 27. Januar 2004.

Die unentgeltliche Gewährung von Mahlzeiten sowie die Zuzahlung des Arbeitnehmers zu gewährten Mahlzeiten haben auf die Höhe der zu bescheinigenden Beträge keinen Einfluss.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit entsprechende Bezüge geleistet wurden. Eine "Nullbescheinigung" ist unzulässig.

Steuerklasse

Es sind die auf der Lohnsteuerkarte beziehungsweise Bescheinigung nach § 39d EStG vermerkten Lohnsteuerklassen zu bescheinigen.

Für "besondere Lohnsteuerbescheinigungen (besLStB)" – nur für diese – ist es zulässig, keine Steuerklasse zu übermitteln.

Die Steuerklasse "0" ist ausschließlich bei "besondere Lohnsteuerbescheinigungen (besLStB)" zulässig. Die Steuerklasse "0" gilt hierbei ausschließlich für Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Ausland, deren Arbeitslohn gemäß einem Doppelbesteuerungsabkommen des Wohnsitzstaates mit Deutschland steuerfrei ist.

Sofern die Lohnsteuerklasse 2 bescheinigt wird, muss auch zwingend der Eintrag für Kinder größer "0" sein.

Sofern die Steuerklasse 5 oder 6 bescheinigt wird, darf im selben Zeitraum der Eintrag für Kinder nicht größer "0" sein.

Der Faktor darf nur bescheinigt werden, wenn die Lohnsteuerklasse = 4 ist.

Desweiteren ist eine Bescheinigung des Faktors und eines Steuerfreibetrages mit überschneidenden "gültig ab"–Werten unzulässig.

Wichtig

Der Wechsel der Steuerklasse erfordert keine Erstellung und Übermittlung einer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Vielmehr ist für den gesamten Beschäftigungszeitraum eine Bescheinigung mit der Steuerklassenhistorie zu erstellen.

Steuernummer

Für die Zwecke der elektronischen Übermittlung von Steuernummern wurde die Steuernummer im ELSTER-Format geschaffen. Hierbei handelt es sich nicht um selbstständige Steuernummern, welche extra für elektronische Zwecke vom Finanzamt vergeben werden, sondern um ein aufbereitetes einheitliches Format der bundeslandspezifischen Steuernummer.

Aufbau der ELSTER-Steuernummer

ELSTER benötigt als bundesweites Verfahren die vollständige Angabe der Bundesfinanzamtsnummer um für eine Steuernummer eine Prüfziffernkontrolle durchführen zu können. Daher muss die auf den amtlichen Schreiben gedruckte Steuernummer um die Information der Bundesfinanzamtsnummer ergänzt werden. Eine Liste der Finanzämter und der zugehörigen Bundesfinanzamtsnummern steht auf den Seiten des Bundeszentralamts für Steuern (BZST) zur Verfügung.

Steuerpflichtige Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden – in 3. enthalten

Unter Nummer 19 des Ausdrucks sind Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden, anzugeben. Diese Beträge müssen in dem unter Nummer 3 bescheinigten Bruttoarbeitslohn enthalten sein.

Das Datenfeld ist optional und nur anzugeben, soweit entsprechender Arbeitslohn gezahlt wurde. Eine "Nullbescheinigung" ist unzulässig.

T


Titel

Sofern vorhanden, kann optional der Titel des Arbeitnehmers übermittelt werden. Der Titel darf keine Sonderzeichen enthalten (Ausnahmen: das Apostroph und Bindestriche).

U


Großbuchstabe U

Siehe: Zeiträume ohne Anspruch auf Arbeitslohn (Anzahl "U")

V


Großbuchstabe V

Alles zu den Großbuchstaben

Versorgungsbezüge

Unter Nummer 8 des Ausdrucks sind die in Nummer 3 enthaltenen steuerbegünstigten Versorgungsbezüge nach § 19 Absatz 2 EStG einzutragen.

Für die Ermittlung des bei Versorgungsbezügen nach § 19 Absatz 2 EStG zu berücksichtigenden Versorgungsfreibetrags sowie des Zuschlags zum Versorgungsfreibetrag (Freibeträge für Versorgungsbezüge) sind die Bemessungsgrundlage des Versorgungsfreibetrags, das Jahr des Versorgungsbeginns und bei unterjähriger Zahlung von Versorgungsbezügen der erste und letzte Monat, für den Versorgungsbezüge gezahlt werden, maßgebend.

Folgt ein Hinterbliebenenbezug einem Versorgungsbezug, bestimmen sich der Prozentsatz, der Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrags und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag für den Hinterbliebenenbezug nach dem Jahr des Beginns des Versorgungsbezugs des Verstorbenen (§ 19 Absatz 2 Satz 7 EStG). Unabhängig davon ist bei erstmaliger Zahlung dieses Hinterbliebenenbezugs im laufenden Kalenderjahr unter Nummer 31 des Ausdrucks eine unterjährige Zahlung zu bescheinigen.

Sterbegelder und Kapitalauszahlungen/Abfindungen von Versorgungsbezügen sowie Nachzahlungen von Versorgungsbezügen, die sich ganz oder teilweise auf vorangegangene Kalenderjahre beziehen, sind als eigenständige zusätzliche Versorgungsbezüge zu behandeln. Für diese Bezüge sind die Höhe des gezahlten Bruttobetrags im Kalenderjahr und das maßgebende Kalenderjahr des Versorgungsbeginns anzugeben. In diesen Fällen sind die maßgebenden Freibeträge für Versorgungsbezüge in voller Höhe und nicht zeitanteilig zu berücksichtigen (Randziffer 80, 82, 84 und 85 des Schreibens vom BMF vom 30. Januar 2008).

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die für die Berechnung der Freibeträge für Versorgungsbezüge erforderlichen Angaben für jeden Versorgungsbezug gesondert im Lohnkonto aufzuzeichnen (§ 4 Absatz 1 Nummer 4 LStDV) (Randziffer 87 des Schreibens vom BMF vom 30. Januar 2008). Die hiernach im Lohnkonto aufgezeichneten Angaben zu Versorgungsbezügen sind in den Ausdruck wie folgt zu übernehmen (§ 41b Absatz 1 Satz 2 EStG):

  1. Versorgungsbezüge, die laufenden Arbeitslohn darstellen

    Unter Nummer 29 des Ausdrucks ist die nach § 19 Absatz 2 Satz 4 bis 11 EStG ermittelte Bemessungsgrundlage für den Versorgungsfreibetrag (das 12-fache des Versorgungsbezugs für den ersten vollen Monat zuzüglich voraussichtlicher Sonderzahlungen) einzutragen.

    Unter Nummer 30 ist das maßgebende Kalenderjahr des Versorgungsbeginns (4-stellig) zu bescheinigen.

    Unter Nummer 31 ist nur bei unterjähriger Zahlung eines laufenden Versorgungsbezugs der erste und letzte Monat (2-stellig mit Bindestrich, zum Beispiel "02 - 12" oder "01 - 08"), für den Versorgungsbezüge gezahlt wurden, einzutragen. Dies gilt auch bei unterjährigem Wechsel des Versorgungsträgers.

  2. Versorgungsbezug, der einen sonstigen Bezug darstellt

    Sterbegelder, Kapitalauszahlungen/Abfindungen von Versorgungsbezügen und die als sonstige Bezüge zu behandelnden Nachzahlungen von Versorgungsbezügen, die in Nummer 3 und Nummer 8 der Bescheinigung enthalten sind, sind unter Nummer 32 gesondert zu bescheinigen.

    Nach § 34 EStG ermäßigt zu besteuernde Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre sind dagegen unter Nummer 9 des Ausdrucks zu bescheinigen. Zusätzlich ist zu den in Nummer 9 oder Nummer 32 bescheinigten Versorgungsbezügen jeweils unter Nummer 30 des Ausdrucks das Kalenderjahr des Versorgungsbeginns anzugeben.

  3. Mehrere Versorgungsbezüge

    Fällt der maßgebende Beginn mehrerer laufender Versorgungsbezüge in dasselbe Kalenderjahr (Nummer 30 des Ausdrucks), kann der Arbeitgeber unter Nummer 29 des Ausdrucks die zusammengerechneten Bemessungsgrundlagen dieser Versorgungsbezüge in einem Betrag bescheinigen (Randziffer 75 des Schreibens vom BMF vom 30. Januar 2008). In diesem Fall sind auch die unter Nummer 8 zu bescheinigenden Versorgungsbezüge zusammenzufassen.

    Bei mehreren als sonstige Bezüge gezahlten Versorgungsbezügen mit maßgebendem Versorgungsbeginn in demselben Kalenderjahr können die Nummern 8 und/oder 9 sowie die Nummern 30 und 32 zusammengefasst werden. Gleiches gilt, wenn der Versorgungsbeginn laufender Versorgungsbezüge und als sonstige Bezüge gezahlter Versorgungsbezüge in dasselbe Kalenderjahr fällt.

    Bei mehreren laufenden Versorgungsbezügen und als sonstige Bezüge gezahlten Versorgungsbezügen mit unterschiedlichen Versorgungsbeginnen nach § 19 Absatz 2 Satz 3 EStG sind die Angaben zu den Nummern 8 und/oder 9 sowie den Nummern 29 bis 32 jeweils getrennt zu bescheinigen (Randziffer 87 des Schreibens vom BMF vom 30. Januar 2008).

Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden – in 3. und 8. enthalten:

In diesem Feld können Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden (in 3. und 8. enthalten) bescheinigt werden.

Sofern der Arbeitgeber diese freiwillig (elektronisch) bescheinigt, hat er diese im Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung in einem freien Feld als "Versorgungsbezüge für mehrere Kalenderjahre, die nicht ermäßigt besteuert wurden – in 3. und 8. enthalten" auszuweisen.

Vordruckmuster der Lohnsteuerbescheinigungen

W


Weitere freie Werte und Texte

Auf der Rückseite der bisherigen Lohnsteuerkarte sind freie Felder vorgesehen, um weitere Werte bescheinigen zu können. Diese freien Eintragungen wurden für die elektronische Lohnsteuerbescheinigung ebenfalls realisiert.

Mittels der optionalen freien Werte können weitere freiwillige beziehungsweise nicht auf der Lohnsteuerkarte vorgedruckte Texte erfasst und übermittelt werden.

Winterausfallgeld

Siehe: Kurzarbeitergeld

Winterbeschäftigungsumlage

Siehe: Arbeitnehmeranteil zur Winterbeschäftigungsumlage

Z


Zeiträume ohne Anspruch auf Arbeitslohn (Anzahl "U")

Die Anzahl der Großbuchstaben "U" ist aufzuzeichnen, wenn Arbeitslohnansprüche für mindestens fünf aufeinander folgende Werktage ganz oder überwiegend entfallen sind.

Im Gegensatz zu den anderen Großbuchstaben ist nicht nur der bloße Großbuchstabe "U" zu bescheinigen, sondern es ist die Anzahl der Großbuchstaben "U" zu bescheinigen.

Im Datenfeld "Anzahl U" ist also die Summe der aufgezeichneten Großbuchstaben "U" zu bescheinigen. Insbesondere sind nicht die Anzahl der Arbeitstage, für die ganz oder überwiegend der Anspruch auf Arbeitslohn entfallen ist, zu bescheinigen.

Rechtsgrundlage: § 41b Absatz 1 Nummer EStG in Verbindung mit § 41 Absatz 1 Satz 5 und 6 EStG.

Zukunftssicherungsleistungen

Bei der Bescheinigung von Zukunftssicherungsleistungen in den Zeilen Nummer 22 bis Nummer 25 ist folgendes zu beachten:

  1. Der Arbeitgeberanteil der Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und an berufsständische Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen (vergleiche Schreiben des BMF vom 7. Februar 2007, Bundessteuerblatt I Seite 262), ist unter Nummer 22 des Ausdrucks zu bescheinigen, der entsprechende Arbeitnehmeranteil unter Nummer 23. Gleiches gilt für Beiträge, die auf Grund einer nach ausländischen Gesetzen bestehenden Verpflichtung an ausländische Sozialversicherungsträger, die den inländischen Sozialversicherungsträgern vergleichbar sind, geleistet werden.

    Unter den Nummern 22 und 23 sind auch Beiträge zur umlagefinanzierten Hüttenknappschaftlichen Zusatzversicherung im Saarland und die auf den Hinzurechnungsbetrag nach § 1 Absatz 1 Satz 3 der Sozialversicherungs-Entgeltverordnung (SvEV) basierenden Rentenversicherungsbeiträge zu bescheinigen. Das Gleiche gilt für Rentenversicherungsbeiträge bei geringfügiger Beschäftigung, wenn die Lohnsteuer nicht pauschal erhoben wurde (der Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 15 % oder 5 % und der Arbeitnehmerbeitrag bei Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit). Bei geringfügiger Beschäftigung gilt dies für den Arbeitgeberbeitrag auch dann, wenn der Arbeitnehmer auf die Rentenversicherungsfreiheit nicht verzichtet hat.

    Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für Beschäftigte nach § 172 Absatz 1 SGB VI (zum Beispiel bei weiterbeschäftigten Rentnern) gehören nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn; sie sind nicht als steuerfreie Arbeitgeberanteile im Sinne des § 3 Nummer 62 EStG unter Nummer 22 zu bescheinigen. Dies gilt auch, wenn dieser Arbeitnehmerkreis geringfügig beschäftigt ist (§ 172 Absatz 3 und 3a SGB VI).

    Zahlt der Arbeitgeber bei Altersteilzeit steuerfreie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung im Sinne des § 3 Nummer 28 EStG, können diese nicht als Sonderausgaben berücksichtigt werden und sind daher nicht in der Bescheinigung anzugeben. Werden darüber hinaus steuerpflichtige Beiträge zum Ausschluss einer Minderung der Altersrente gezahlt, sind diese als Sonderausgaben abziehbar und deshalb unter Nummer 23 zu bescheinigen.

    In Fällen, in denen der Arbeitgeber die Beiträge nicht unmittelbar an eine berufsständische Versorgungseinrichtung, sondern dem Arbeitnehmer einen zweckgebundenen steuerfreien Zuschuss zahlt, darf der Arbeitgeber unter den Nummern 22 und 23 weder einen Arbeitgeber- noch einen Arbeitnehmeranteil bescheinigen. Der steuerfreie Arbeitgeberzuschuss kann in den nicht amtlich belegten Zeilen mit der Beschreibung "Steuerfreier Arbeitgeberzuschuss zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen" bescheinigt werden.

  2. Steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebers zur Krankenversicherung und zur sozialen Pflegeversicherung eines nicht krankenversicherungspflichtigen Arbeitnehmers, der in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert ist, soweit der Arbeitgeber zur Zuschussleistung gesetzlich verpflichtet ist, sind unter Nummer 24 des Ausdrucks einzutragen. Gleiches gilt für Zuschüsse des Arbeitgebers zur Kranken-und Pflegeversicherung eines nicht krankenversicherungspflichtigen Arbeitnehmers, der eine private Kranken-und Pflege-Pflichtversicherung abgeschlossen hat. Nicht einzutragen ist der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Kranken-und Pflegeversicherung.

  3. Der Arbeitnehmerbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bei pflichtversicherten Arbeitnehmern ist unter Nummer 25 einzutragen. Dies gilt auch für die auf den Hinzurechnungsbetrag nach § 1 Absatz 1 Satz 3 Sozialversicherungs-Entgeltverordnung (SvEV) basierenden Krankenversicherungsbeiträge. Unter Nummer 25 sind auch Beiträge von Arbeitnehmern, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, zu bescheinigen. Die Beiträge sind stets in voller Höhe, das heißt gegebenenfalls mit Beitragsanteilen für Krankengeld zu bescheinigen.

  4. Die Beiträge des Arbeitnehmers zur sozialen Pflegeversicherung sind unter Nummer 26 des Ausdrucks zu bescheinigen.

  5. Arbeitnehmerbeiträge zur Arbeitslosenversicherung sind unter Nummer 27 des Ausdrucks zu bescheinigen.

  6. Unter den Nummern 22 bis 27 des Ausdrucks dürfen keine Beiträge oder Zuschüsse bescheinigt werden, die mit steuerfreiem Arbeitslohn in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, zum Beispiel Arbeitslohn, der nach dem Auslandstätigkeitserlass oder auf Grund eines Doppelbesteuerungsabkommens steuerfrei ist. Gleiches gilt in den Fällen, in denen Beiträge oder Zuschüsse des Arbeitgebers nicht nach § 3 Nummer 62 EStG, sondern nach einer anderen Vorschrift steuerfrei sind. Deshalb sind die Beiträge, die auf den nach § 3 Nummer 63 Satz 3 EStG steuerfreien Arbeitslohn (zusätzlicher Höchstbetrag von 1.800 Euro) entfallen, nicht zu bescheinigen, weil sie nicht als Sonderausgaben abziehbar sind (Randziffer 25 des Schreibens vom BMF vom 30. Januar 2008, Bundessteuerblatt I Seite 390). Dies gilt auch für Rentenversicherungsbeiträge des Arbeitgebers, die im Zusammenhang mit nach § 3 Nummer 2 EStG steuerfreiem Kurzarbeitergeld stehen.

    Im Fall der beitragspflichtigen Umwandlung von Arbeitslohn zugunsten einer Direktzusage oberhalb von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung sind die Beiträge unter den Nummern 22 bis 27 des Ausdrucks zu bescheinigen (Randziffer 25 des Schreibens vom BMF vom 30. Januar 2008).

    Werden bei einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer Beiträge von pauschal versteuertem Arbeitslohn (zum Beispiel nach § 37b Absatz 2 EStG, § 40b EStG) erhoben, sind diese unter den Nummern 22 bis 27 des Ausdrucks zu bescheinigen.

    Bei steuerfreien und steuerpflichtigen Arbeitslohnteilen im Lohnzahlungszeitraum ist nur der Anteil der Sozialversicherungsbeiträge zu bescheinigen, der sich nach dem Verhältnis des steuerpflichtigen Arbeitslohns zum gesamten Arbeitslohn des Lohnzahlungszeitraums (höchstens maßgebende Beitragsbemessungsgrenze) ergibt. Hierbei sind steuerpflichtige Arbeitslohnanteile, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen (zum Beispiel Entlassungsabfindungen), nicht in die Verhältnisrechnung einzubeziehen. Erreicht der steuerpflichtige Arbeitslohn im Lohnzahlungszeitraum die für die Beitragsberechnung maßgebende Beitragsbemessungsgrenze, sind die Sozialversicherungsbeiträge des Lohnzahlungszeitraums folglich insgesamt dem steuerpflichtigen Arbeitslohn zuzuordnen und in vollem Umfang zu bescheinigen.

    Werden Sozialversicherungsbeiträge erstattet, sind unter den Nummern 22 bis 27 nur die gekürzten Beiträge zu bescheinigen.

  7. Unter Nummer 28 des Ausdrucks sind die vom Arbeitnehmer nachgewiesenen Beiträge zur privaten Krankenversicherung und privaten Pflege-Pflichtversicherung zu bescheinigen. Begünstigt sind nur die vom Versicherungsunternehmen bescheinigten Beiträge über die Basisabsicherung.

Zusatzversorgung

Steuerpflichtiger Arbeitgeberbeitrag zur Zusatzversorgung

In diesem Feld können die vom Arbeitgeber freiwillig zu bescheinigenden Arbeitgeberbeiträge zur Zusatzversorgung, die nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte versteuert wurden, bescheinigt werden.

Sofern der Arbeitgeber diese freiwillig (elektronisch) bescheinigt, hat er diese im Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung in einem freien Feld als "Steuerpflichtiger Arbeitgeberbeitrag zur Zusatzversorgung" auszuweisen.

Arbeitnehmerbeitrag zur Zusatzversorgung

In diesem Feld können die vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abgeführten Arbeitnehmerbeiträge zur Zusatzversorgung bescheinigt werden.

Sofern der Arbeitgeber diese freiwillig (elektronisch) bescheinigt, hat er diese im Ausdruck zur elektronischen Lohnsteuerbescheinigung in einem freien Feld als "Arbeitnehmerbeitrag zur Zusatzversorgung" auszuweisen.