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Hilfe zu ElsterOnline: Formulare 2012

Kapitalertragsteuer-Anmeldung 2012

Welche Personen sind zum Steuerabzug verpflichtet und welche Erträge werden vom Steuerabzugsverfahren erfasst?
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Kapitalertragsteuern sind entweder vom Schuldner der Kapitalerträge oder von der inländischen auszahlenden Stelle einzubehalten. Die abzugspflichtigen Kapitalerträge sind abschließend in § 43 EStG geregelt.

Abzug durch die auszahlende Stelle
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Die inländische auszahlende Stelle nimmt den Steuerabzug bei Kapitalerträgen im Sinne des § 43 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6, 7 und Nummer 8 bis 12 EStG, § 7 Absatz 1 und § 8 Absatz 6 InvStG (insbesondere ausländische Dividenden, Zinsen, Investmenterträge mit Ausnahme hierin enthaltener inländischer Dividendenerträge, Erträge aus Termingeschäften, Gewinn aus der Veräußerung, Rückgabe oder Einlösung von Wertpapieren) sowie Übertragungen von Kapitalanlagen auf einen anderen Gläubiger (§ 43 Absatz 1 Satz 4 EStG) vor. Die Kapitalerträge sind auf Teilseite 3 in Zeile 8 einzutragen. Die Anmeldung (Monatsanmeldung) und Zahlung muss bis zum 10. des Folgemonats erfolgen.


Für Kapitalerträge im Sinne des § 43 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1a EStG (inländische Kapitalerträge aus Aktien, die entweder gemäß § 5 des Depotgesetzes zur Sammelverwahrung durch eine Wertpapiersammelbank zugelassen sind und dieser zur Sammelverwahrung im Inland anvertraut wurden oder bei denen eine Sonderverwahrung [§ 2 Satz 1 Depotgesetz] erfolgt und/oder entsprechende Erträge), ist der Steuerabzug durch die inländische auszahlende Stelle vorzunehmen. Die Kapitalerträge sind auf Teilseite 3 in Zeile 9 einzutragen. Die Anmeldung (Monatsanmeldung) und Zahlung muss bis zum 10. des Folgemonats erfolgen.
Auszahlende Stelle ist für Zwecke des Steuerabzugs das inländische Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut, das inländische Wertpapierunternehmen oder die inländische Wertpapierhandelsbank. Andere Personen müssen für die oben genannten Erträge grundsätzlich keine Kapitalertragsteuer einbehalten.

Abzug durch den Schuldner der Kapitalerträge
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Für Kapitalerträge im Sinne des § 43 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 bis 4 und 7a EStG (insbesondere inländische Gewinnausschüttungen – mit Ausnahme der in § 43 Absatz 1 Nummer 1a EStG genannten Erträge –, Erträge aus Wandelanleihen, Gewinnobligationen und Genussrechten, stillen Beteiligungen oder partiarischen Darlehen, Versicherungsverträgen) erfolgt der Steuerabzug durch den Schuldner der Kapitalerträge. Die Kapitalerträge sind auf Teilseite 3 in Zeile 10 einzutragen. Die Anmeldung und Abführung muss bei Kapitalerträgen im Sinne des § 43 Absatz 1 Nummer 1 EStG (insbesondere inländische Gewinnanteile) zum Zeitpunkt des Ertragszuflusses (Tagesanmeldung) und bei den übrigen Sachverhalten zum 10. des Folgemonats (Monatsanmeldung) erfolgen.


Für Kapitalerträge im Sinne des § 43 Absatz 1 Satz 1 Nummer 7b und 7c EStG (insbesondere Leistungen und Gewinne von Betrieben gewerblicher Art der öffentlichen Hand) einschließlich steuerfreier Erträge nach § 43 Absatz 1 Satz 3 EStG und Entgelte im Sinne des § 32 Absatz 3 KStG (insbesondere Leihgebühr und Kompensationszahlung bei Wertpapierleihe von juristischen Personen des öffentlichen Rechts und von Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen, die von der Körperschaftsteuer befreit sind) erfolgt der Abzug ebenfalls durch den Schuldner der Kapitalerträge. Die Kapitalerträge sind auf Teilseite 3 in Zeile 13 einzutragen. Die Anmeldung (Monatsanmeldung) und Zahlung muss bis zum 10. des Folgemonats erfolgen.
In welcher Höhe ist der Steuerabzug vorzunehmen?
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Der Steuerabzug beträgt grundsätzlich 25 % oder in den Fällen des § 43 Absatz 1 Satz 1 Nummer 7b und 7c EStG 15 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Kapitalertragsteuer.
Der Abzugsverpflichtete muss auch die Kirchensteuer für den Gläubiger der Kapitalerträge einbehalten, wenn der Abzug durch diesen beantragt wurde (§ 51a Absatz 2b und 2c EStG). In diesem Fall vermindert sich die Kapitalertragsteuer. Die Berechnungsformel ergibt sich aus § 32d Absatz 1 Satz 4 und 5 EStG.
Zur Berechnung der Kapitalertragsteuer, wenn diese durch den Schuldner der Kapitalerträge übernommen wird, vergleiche BMF-Schreiben vom 16.11.2010, BStBl 2010 I Seite 1305, Rz. 183a.
Die einbehaltenen Kirchensteuern sind entsprechend der Religionszugehörigkeit bei den steuererhebungsberechtigten Religionsgemeinschaften auf Teilseite 4 in den Zeilen 31 bis 48 einzutragen.

In welchen Fällen kann vom Steuerabzug abgesehen werden?
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Der Steuerabzug ist ungeachtet des Teileinkünfteverfahrens (§ 3 Nummer 40 EStG) und des Beteiligungsprivilegs (§ 8b KStG) vorzunehmen.
Unter den Voraussetzungen des § 44a EStG kann für die dort genannten Erträge eine Abstandnahme vom Steuerabzug aufgrund einer sogenannten Nichtveranlagungs-Bescheinigung (vergleiche § 44a Absatz 2 Nummer 2, Absatz 4, 5, 7, 8 und 10 EStG) erfolgen. Darüber hinaus kann auch auf Grundlage eines Freistellungsauftrags vom Steuerabzug Abstand genommen werden. Dies ist jedoch nicht für inländische Erträge im Sinne des § 43 Absatz 1 Nummer 1 und 2 EStG (mit Ausnahme von Erträgen aus Erwerbs und Wirtschaftsgenossenschaften) zulässig.

Welche Angaben sind für die Zerlegung der Kapitalertragsteuer erforderlich?
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Die Zeilen 49 bis 65 auf Teilseite 5 enthalten Angaben zur Kapitalertragsteuerzerlegung.
Angaben hierzu sind nur erforderlich, wenn der Steuerabzug durch die auszahlende Stelle vorgenommen wurde.
Das Kapitalertragsteuer-Aufkommen aus Teilseite 3 Zeile 9 ist nach dem Ort der Leitung des Schuldners der Kapitalerträge aufzuteilen (§ 1 Absatz 3a Zerlegungsgesetz).
Das Kapitalertragsteuer-Aufkommen aus Teilseite 3 Zeile 8 ist nach dem Wohnsitz oder Sitz des Gläubigers der Kapitalerträge aufzuteilen (§ 8 Zerlegungsgesetz).