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Steuernummer

Sollten Sie Steuerprofile angelegt haben, wählen Sie bitte im Abschnitt Datenübernahme aus einem Profil die zutreffende Option aus. Durch Mausklick auf den kleinen Pfeil darunter haben Sie die Möglichkeit, das gewünschte, angelegte Profil aus der Liste auszuwählen. Dadurch wird die im Profil eingetragene Steuernummer in der Einkommensteuererklärung hinterlegt und an das zuständige Finanzamt adressiert. Außerdem werden Informationen aus dem Profil in Felder des Hauptformulars zur Einkommensteuererklärung sichtbar vorbelegt.

Die Eingabe der Steuernummer erfolgt im Abschnitt Steuernummer über die erste bereits aufgeklappte Option und anschließender Auswahl "Land".
Führen Sie bitte die folgenden Schritte zum Erfassen Ihrer Steuernummer aus, wenn Sie bereits über eine aktuelle Steuernummer verfügen:

  1. Wählen Sie das Bundesland in der Liste - über den kleinen Pfeil recht neben dem Listenauswahlfeld - aus, in dem das Wohnsitz-Finanzamt belegen ist, welches Ihnen Ihre aktuelle Steuernummer zugeteilt hat.
  2. Vervollständigen Sie die Eingabefelder zur Steuernummer, anhand der Ihnen vorliegenden Unterlagen. Das Finanzamt wird automatisch ermittelt.
  3. Mit einem Klick auf [Weiter] wird die Steuernummer geprüft und übernommen.

Öffnen Sie bitte die zweite Option "Neue Steuernummer beantragen" im Abschnitt Steuernummer, wenn Sie keine Steuernummer besitzen oder Ihnen von dem aktuell zuständigen Finanzamt (zum Beispiel wegen Wechsel des Wohnortes) noch keine Steuernummer mitgeteilt wurde.


Geben Sie das für Sie zuständige Finanzamt an, in dessen Bezirk Sie zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Einkommensteuererklärung wohnen.
Bei mehreren Wohnungen im Inland ist folgendes Finanzamt zuständig:


  • Wenn Sie alleinstehend sind: Das Finanzamt des Wohnsitzes, an dem Sie sich vorwiegend aufhalten

  • Wenn Sie verheiratet sind und nicht dauernd getrennt leben oder in 2011 erstmals dauernd getrennt leben von Ihrem Ehegatten: Das Finanzamt, an dem sich Ihre Familie vorwiegend aufhält

  • Wenn Sie verheiratet sind und bereits vor dem 01.01.2011 dauernd getrennt gelebt haben: Das Finanzamt des Wohnsitzes, an dem Sie sich vorwiegend aufhalten


Die Finanzamts-Suchfunktion für das örtlich zuständige Finanzamt finden Sie im Internet unter https://www.bzst.de/DE/Service/GemFa/finanzamtsuche_node.

Zum Eintragen des neuen Finanzamtes gehen Sie dann bitte wie folgt vor:

  1. Wählen Sie das Bundesland aus, in dem das Finanzamt belegen ist, an das Sie Ihre Einkommensteuererklärung übermitteln wollen
  2. Wählen Sie nun das entsprechende Finanzamt aus, das Ihrem (neuen) Wohnsitz am nächsten liegt
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche [Weiter].
Müssen Sie die Einkommensteuererklärung bei einem anderen als dem bisher zuständigen Finanzamt abgeben, sollten Sie bitte im Hauptvordruck, dort im Eingabefeld „Bisheriges Finanzamt” dieses zusammen mit der bisherigen Steuernummer eintragen.

Anleitung zur Einkommensteuererklärung

Zur Erklärung gehören der Hauptvordruck , zur Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen die Anlage Vorsorgeaufwand, zur Berücksichtigung von Kindern die Anlage(n) Kind, sowie zusätzlich für:



jeden Arbeitnehmer

die Anlage N
(Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, für Angaben zum Arbeitslohn, zu den Werbungskosten und zur Arbeitnehmer-Sparzulage)

Sparer

die Anlage KAP
(Einkünfte aus Kapitalvermögen)

Rentner

die Anlage R
(Sonstige Einkünfte, für Angaben zu Renten und anderen Leistungen)

Land- und Forstwirtedie Anlage L
(Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft)
Gewerbetreibendedie Anlage G
(Einkünfte aus Gewerbebetrieb)
Selbständige und Freiberuflerdie Anlage S
(Einkünfte aus selbständiger Arbeit)
Haus- und Wohnungseigentümer

die Anlage V
(Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung)
und/oder die Anlage FW
(Steuerbegünstigung zur Förderung des Wohneigentums)



Die Anlage SO ist bei privaten Veräußerungsgeschäften (zum Beispiel Grundstücksverkäufen), Unterhaltsleistungen, anderen wiederkehrenden Bezügen (zum Beispiel Schadensersatzrenten, die als Ersatz für entgangene oder entgehende Einkünfte gezahlt werden), Zahlungen aufgrund einer Vermögensübertragung oder eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs, Einkünften aus Leistungen (zum Beispiel gelegentlichen Vermittlungen) und Abgeordnetenbezügen zu verwenden.
Außerdem können in besonderen Fällen weitere Anlagen (zum Beispiel bei ausländischen Einkünften die Anlage AUS und/oder die Anlage N-AUS erforderlich sein, auf die dann in den Vordrucken hingewiesen wird.
Für den zusätzlichen Abzug von Altersvorsogebeiträgen als Sonderausgaben verwenden Sie bitte die Anlage AV.
Für die Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen verwenden Sie bitte die Anlage Unterhalt.
Für den Antrag auf Eigenheimzulage verwenden Sie bitte den besonderen Vordruck EZ 1 A, den Sie beim Finanzamt erhalten.
Die Einkommensteuererklärung ist für Veranlagungszeiträume ab 2011 elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln, wenn Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit erzielt werden. Die Pflicht zur elektronischen Übermittlung greift nicht, wenn daneben Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit mit Steuerabzug erzielt werden und die positive Summe der Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn zu unterwerfen waren, sowie die positive Summe der Progressionseinkünfte jeweils den Betrag von 410 Euro nicht übersteigen.

Hauptvordruck

Arbeitnehmer sind nur in bestimmten Fällen zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, zum Beispiel

  • wenn die positive Summe der Einkünfte, von denen keine Lohnsteuer einbehalten worden ist, mehr als 410 Euro beträgt;

  • wenn ein Arbeitnehmer von mehreren Arbeitgebern gleichzeitig Arbeitslohn bezogen hat;

  • wenn die positive Summe bestimmter Lohn-/Entgeltersatzleistungen mehr als 410 Euro betragen hat (beachten Sie die Erläuterungen zu Zeile 94 des Hauptvordrucks und zu den Zeilen 27 bis 29 der Anlage N);

  • wenn beide Ehegatten Arbeitslohn bezogen haben und einer von ihnen für das Kalenderjahr oder für einen Teil des Kalenderjahres nach der Steuerklasse V oder VI besteuert oder bei Steuerklasse IV der Faktor nach § 39f EStG eingetragen worden ist;

  • wenn das Finanzamt einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hat (ausgenommen Pauschbeträge für behinderte Menschen, Hinterbliebene und Zahl der Kinderfreibeträge) und der im Kalenderjahr insgesamt erzielte Arbeitslohn 10.200 Euro, bei zusammenveranlagten Ehegatten der im Kalenderjahr von den Ehegatten insgesamt erzielte Arbeitslohn 19.400 Euro übersteigt;

  • wenn bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern oder bei Eltern nichtehelicher Kinder beide Elternteile eine Aufteilung des Freibetrags zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung oder des einem Kind zustehenden Pauschbetrags für behinderte Menschen/Hinterbliebene in einem anderen Verhältnis als je zur Hälfte beantragen;

  • wenn im Lohnsteuerabzugsverfahren Entschädigungen oder Arbeitslohn für mehrere Jahre ermäßigt besteuert worden sind;

  • wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer von einem sonstigen Bezug berechnet hat und dabei der Arbeitslohn aus früheren Dienstverhältnissen des Kalenderjahres außer Betracht geblieben ist (Großbuchstabe S);

Personen, die keinen Arbeitslohn bezogen haben, werden mit ihren steuerpflichtigen Einkünften zur Einkommensteuer veranlagt und haben deshalb ebenfalls eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Besteht keine Erklärungspflicht, kann sich ein Antrag auf Einkommensteuerveranlagung insbesondere lohnen,

  • wenn Sie nicht ununterbrochen in einem Dienstverhältnis gestanden haben;
  • wenn die Höhe Ihres Arbeitslohns im Laufe des Jahres geschwankt und Ihr Arbeitgeber keinen Lohnsteuer-Jahresausgleich durchgeführt hat;
  • wenn sich Ihre Steuerklasse oder die Zahl der Kinderfreibeträge im Laufe des Jahres zu Ihren Gunsten geändert hat und dies noch nicht bei einem Lohnsteuer-Jahresausgleich durch Ihren Arbeitgeber berücksichtigt worden ist;
  • wenn Ihnen Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder Aufwendungen, für die eine unmittelbare Minderung der Einkommensteuerschuld möglich ist, entstanden sind, für die kein Freibetrag auf Ihrer Lohnsteuerkarte eingetragen worden ist;
  • wenn Sie oder Ihr Ehegatte im Ausland wohnen, Ihre Einkünfte nahezu ausschließlich der deutschen Einkommensteuer unterliegen und Sie bisher keine familienbezogenen Steuervergünstigungen in Anspruch genommen haben (beachten Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 101 bis 106).

Außerdem wird auf Antrag eine Einkommensteuerveranlagung zum Beispiel durchgeführt,
  • wenn negative Einkünfte aus anderen Einkunftsarten berücksichtigt werden sollen;
  • wenn Verlustabzüge aus anderen Jahren berücksichtigt werden sollen;
  • wenn beide Ehegatten für das Jahr der Eheschließung die besondere Veranlagung beantragen;
  • wenn einbehaltene Kapitalertragsteuer im Fall der Günstigerprüfung angerechnet und gegebenenfalls erstattet werden soll (Anlage KAP).

Der Antrag auf Arbeitnehmer-Sparzulage ist grundsätzlich zusammen mit der Einkommensteuererklärung zu stellen. Ein gesonderter Antrag ist zum Beispiel erforderlich, wenn

  • Sie (gegebenenfalls auch Ihr Ehegatte) ausschließlich steuerfreien oder pauschal besteuerten Arbeitslohn bezogen haben oder
  • keine Steuerabzugsbeträge in der Lohnsteuerbescheinigung enthalten sind.

Zum gesonderten Antrag auf Arbeitnehmer-Sparzulage gehören der Hauptvordruck, die Anlage N (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit) und die vom Anlageinstitut/Unternehmen übersandte Anlage VL (Bescheinigung vermögenswirksamer Leistungen).

Sind Sie kirchensteuerpflichtig und wurde auf Ihre Kapitalerträge keine Kirchensteuer einbehalten, zum Beispiel weil Sie keinen entsprechenden Antrag bei Ihrem Kreditinstitut gestellt haben, sind Sie zur Abgabe der Erklärung zur Festsetzung der Kirchensteuer auf Kapitalerträge verpflichtet. Diese Erklärung ist grundsätzlich zusammen mit der Einkommensteuererklärung abzugeben. Eine gesonderte Abgabe dieser Erklärung ist nur dann erforderlich, wenn Sie nicht aus anderen Gründen eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Für das Besteuerungsverfahren der natürlichen Personen ist nach § 139 AO eine lebenslang gültige Identifikationsnummer vergeben worden. Diese ist bei Anträgen, Erklärungen und Mitteilungen zur Einkommensteuer/Lohnsteuer gegenüber Finanzbehörden immer anzugeben. Daneben sollte auch die Steuernummer zusätzlich angegeben werden. Weitere Informationen sind unter www.identifikationsmerkmal.de nachzulesen.

Durch die Veranlagung zur Einkommensteuer können sich auch Abschlusszahlungen und höhere Vorauszahlungen ergeben. Halten Sie bitte in Ihrem eigenen Interesse Mittel für diese Zahlungen bereit, damit Sie die Zahlungstermine einhalten können.

Die allgemeine Frist für die Abgabe der Einkommensteuererklärung 2011 und der Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags 2011 läuft bis zum 31.05.2012. Bei Land- und Forstwirten endet die Abgabefrist spätestens fünf Monate nach Ablauf des Wirtschaftsjahres 2011/2012. Diese Fristen können auf Antrag verlängert werden. Bei verspäteter Abgabe oder bei Nichtabgabe der Einkommensteuererklärung kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag von bis zu 10 Prozent der Einkommensteuer und erforderlichenfalls Zwangsgelder festsetzen.
Der Antrag auf Einkommensteuerveranlagung 2011 und der Antrag auf Arbeitnehmer-Sparzulage 2011 müssen bis zum 31.12.2015 beim zuständigen Finanzamt eingegangen sein. Diese Fristen können nicht verlängert werden. Später eingehende Anträge muss das Finanzamt ablehnen.

Kennzahlen


Die Ausfüllhilfe enthält ggf. einen Verweis auf Kennzahlen, z. B. beim Formular Zusatzangaben zur Steuerberechnung. Kennzahlen finden Sie beim Eingabefeld in oranger Schriftfarbe. Sie sind auch beim Eingabefeld der Papiervordrucke in grüner Farbe zu finden und sollen der Wiedererkennung dienen.

Betragsangaben


Tragen Sie alle Beträge in Euro ein. Cent-Beträge runden Sie bitte zu Ihren Gunsten auf volle Euro-Beträge auf oder ab, wenn die Formatbeschreibung vor dem Feld nicht ausdrücklich die Eintragung von Cent-Beträgen vorsieht.

Zeilen 8 bis 12 und 14 bis 18


Tragen Sie Ihren Namen und Ihre aktuelle Anschrift ein. Reichen die Schreibstellen nicht aus, kürzen Sie bitte ab.
Zur Angabe der Religionszugehörigkeit wählen Sie bitte aus dem Menü Ihre Religion aus.
Gehören Sie keiner Religionsgemeinschaft an, wählen Sie bitte "keine Religion" aus. Gehören Sie keiner kirchensteuerhebeberechtigten Religionsgemeinschaft an, wählen Sie bitte "Sonstige" aus und tragen im folgenden freien Eingabefeld die Bezeichnung Ihrer Religionsgemeinschaft ein.
Bei Kirchenein/-austritt oder Wechsel der Religionszugehörigkeit legen Sie bitte die entsprechenden Nachweise vor. Machen Sie die für den Ehegatten vorgesehenen Angaben auch dann, wenn dieser keine Einkünfte bezogen hat. Dies erübrigt sich bei getrennter Veranlagung und besonderer Veranlagung im Jahr der Eheschließung (vergleichen Sie die Erläuterungen zu Zeile 19).

Zeile 13


Wenn Sie nach dem 01.01.2011 geschieden worden sind, geben Sie bitte auch an, seit wann Sie vor der Ehescheidung von Ihrem Ehegatten dauernd getrennt gelebt haben. Eine dauernde Trennung liegt nicht vor, wenn Ehegatten nur vorübergehend, zum Beispiel bei auswärtiger beruflicher Tätigkeit, nicht zusammenleben.

Zeile 19


Ehegatten, die 2011 im Inland zusammengelebt haben, können zwischen getrennter Veranlagung und Zusammenveranlagung wählen.
Ehegatten werden getrennt veranlagt, wenn einer der Ehegatten die getrennte Veranlagung wählt. In diesem Fall muss jeder Ehegatte gesondert eine Einkommensteuererklärung abgeben und seine persönlichen Angaben in den Zeilen 8 bis 13 eintragen.
Ehegatten werden zusammen veranlagt, wenn beide die Zusammenveranlagung wählen.
Für das Jahr der Eheschließung können beide Ehegatten die besondere Veranlagung wählen, bei der sie dann wie Unverheiratete behandelt werden. Für die besondere Veranlagung muss jeder Ehegatte eine Einkommensteuererklärung so ausfüllen, als hätte er diese Ehe nicht geschlossen.
Bei getrennter oder besonderer Veranlagung geben Sie bitte nur diejenigen Sonderausgaben an, die auf eigener Verpflichtung beruhen und die Sie selbst getragen haben. Als außergewöhnliche Belastungen können nur solche Aufwendungen erklärt werden, die ausschließlich Sie selbst getragen haben.
Wird eine Erklärung über die Wahl der Veranlagungsart nicht abgegeben, unterstellt das Finanzamt, dass die Ehegatten die Zusammenveranlagung wählen; diese Veranlagungsart ist im Regelfall für Sie die günstigere.

Zeilen 20 bis 24


Steuererstattungen erhalten Sie vom Finanzamt nur unbar. Geben Sie bitte daher stets Ihre Kontonummer/Bankleitzahl oder IBAN/BIC an. Steuererstattungen mit IBAN und BIC sind innerhalb des Europäischen Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payments Area, SEPA) möglich, zu dem alle Länder der EU, des EWR sowie die Schweiz gehören.
Reichen die Schreibstellen für die Angabe Ihres Geldinstituts nicht aus, kürzen Sie die Angaben bitte in geeigneter Weise ab.
Ändern sich vor Überweisung des Erstattungsbetrags Ihre Anschrift oder Ihre Bankverbindung, teilen Sie dies bitte sofort dem Finanzamt mit.
Den amtlichen Abtretungsvordruck für die Anzeige der Abtretung eines Steuererstattungs- oder Steuervergütungsanspruches an Dritte erhalten Sie beim Finanzamt; beachten Sie bitte die besonderen Hinweise auf diesem Vordruck.

Einkünfte sind bei Land- und Forstwirten, Gewerbetreibenden, Selbständigen und Freiberuflern der Gewinn, im Übrigen der Unterschied zwischen Einnahmen und Werbungskosten. Die Einkünfte müssen Sie in den dafür vorgesehenen Anlagen erklären.

Zeile 34


Die Angaben zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit machen Sie bitte in der Anlage N. Gegebenenfalls haben beide Ehegatten eine eigene Anlage N abzugeben.

Zeile 35


Grundsätzlich ist die Einkommensteuer auf Kapitalerträge durch den Steuerabzug abgegolten und die Abgabe der Anlage KAP entbehrlich. Angaben zu Ihren Einkünften aus Kapitalvermögen sind in der Anlage KAP dennoch erforderlich, wenn zum Beispiel

  • die Kapitalerträge nicht dem Steuerabzug unterlegen haben,

  • Sie den Steuereinbehalt dem Grunde oder der Höhe nach überprüfen lassen möchten,

  • Sie kirchensteuerpflichtig sind und Kapitalerträge erzielt haben, von denen Kapitalertragsteuer, aber keine Kirchensteuer einbehalten wurde.

Zeile 37


Die Angaben zu den Renten und anderen Leistungen machen Sie bitte in der Anlage R. Gegebenenfalls haben beide Ehegatten eine eigene Anlage R abzugeben.

Zeile 38


Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften, insbesondere aus Grundstücksveräußerungen, gehören zu den sonstigen Einkünften und sind einkommensteuerpflichtig, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung bei Grundstücken nicht mehr als 10 Jahre beträgt.
Die Abgabe einer Anlage SO ist insoweit entbehrlich, als Sie im Kalenderjahr 2011 keine privaten Veräußerungsgeschäfte getätigt haben oder die Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften insgesamt weniger als 600 Euro, im Fall der Zusammenveranlagung bei jedem Ehegatten weniger als 600 Euro betragen haben.
Haben Sie innerhalb der oben genannten Frist Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften realisiert, füllen Sie bitte das Formular Anlage SO aus.
Außerdem ist die Anlage SO bei erhaltenen Unterhaltsleistungen, anderen wiederkehrenden Bezügen (zum Beispiel Schadensersatzrenten, die als Ersatz für entgangene oder entgehende Einkünfte gezahlt werden), Zahlungen aufgrund einer Vermögensübertragung oder eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs, Einkünften aus Leistungen (zum Beispiel gelegentlichen Vermittlungen) und Abgeordnetenbezügen zu verwenden.

Zeile 39


Für jedes Kind, für das Sie Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag und einen Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf erhalten haben, füllen Sie bitte jeweils ein Formular Anlage Kind aus.
Für die Steuerbegünstigungen für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen füllen Sie bitte das Formular Anlage FW aus.

Zeilen 40 bis 57


Sonderausgaben sind Aufwendungen der Lebensführung, die steuerlich begünstigt werden.
Vorsorgeaufwendungen können Sie im Formular Anlage Vorsorgeaufwand geltend machen (beachten Sie bitte die Erläuterungen zur Anlage Vorsorgeaufwand).
Altersvorsorgebeiträge (für sogenannte Riester-Verträge) werden mit dem Ausfüllen des Formulars Anlage AV berücksichtigt.
Übrige Sonderausgaben sind die in den Zeilen 41 bis 57 näher bezeichneten Aufwendungen. Ohne Nachweis wird ein Pauschbetrag für die übrigen Sonderausgaben einschließlich des Schulgeldes (vergleichen Sie Anlage Kind) von 36 Euro und für zusammenveranlagte Ehegatten ein Pauschbetrag von 72 Euro berücksichtigt
Sie brauchen hier nur dann Angaben zu machen, wenn die bezeichneten Sonderausgaben bei Ihnen – gegebenenfalls zusammen mit denen Ihres Ehegatten – den maßgebenden Pauschbetrag übersteigen.
Zuwendungen an politische Parteien sowie an unabhängige Wählervereinigungen sollten Sie stets in voller Höhe eintragen (beachten Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 49 bis 57).

Zeilen 41 und 42


Versorgungsleistungen aufgrund von nach dem 31.12.2007 vereinbarten Vermögensübertragungen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge können als Sonderausgaben berücksichtigt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Übertragung eines Mitunternehmeranteils, eines Betriebs oder Teilbetriebs oder eines mindestens 50 prozentigen GmbH-Anteils stehen, wenn der Übergeber als Geschäftsführer tätig war und der Übernehmer diese Tätigkeit nach der Übertragung übernimmt. Versorgungsleistungen aufgrund von vor dem 01.01.2008 vereinbarten Vermögensübertragungen sind wie bisher abzugsfähig.
Keine Sonderausgaben sind Zuwendungen an Personen, die Ihnen oder Ihrem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigt sind, oder an deren Ehegatten. Unterhaltszahlungen an Ihre Eltern oder Kinder können Sie also nicht als Sonderausgaben geltend machen (beachten Sie bitte die Erläuterungen zur Anlage Unterhalt). Wegen Unterhaltszahlungen an Ehegatten siehe Erläuterungen zu den Zeilen 44 und 45.
Machen Sie erstmals entsprechende Sonderausgaben geltend, reichen Sie bitte eine Ablichtung des Vertrags nach. Hängt die Dauer einer Rente nicht von Ihrer Lebenszeit, sondern von der Lebenszeit einer anderen Person oder mehrerer Personen ab, geben Sie bitte deren Namen, Anschriften und Geburtsdaten an, soweit sie sich nicht aus dem Vertrag ergeben.

Zeile 43


Ausgleichszahlungen im Rahmen des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs können gegebenenfalls als Sonderausgaben abgezogen werden. Die Höhe der tatsächlich geleisteten Zahlungen tragen Sie bitte in Zeile 43 ein. Das Finanzamt berücksichtigt den abzugsfähigen Betrag. Machen Sie erstmals entsprechende Sonderausgaben geltend, reichen Sie bitte eine Ablichtung des Vertrags/der Versorgungsvereinbarung nach.

Zeilen 44 und 45


Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten sind bis zum Höchstbetrag von 13.805 Euro jährlich als Sonderausgaben abziehbar, wenn der Geber dies mit Zustimmung des Empfängers beantragt und der Empfänger im Inland lebt (beachten Sie aber Erläuterungen zu den Zeilen 101 bis 106).
Der Höchstbetrag von 13.805 Euro erhöht sich gegebenenfalls um die für den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten übernommenen Beiträge zu einer Basis-Kranken- und/oder gesetzlichen Pflegeversicherung.
Die als Sonderausgaben abgezogenen Unterhaltsleistungen sind beim Empfänger steuerpflichtig und bei diesem in der Anlage SO zu erklären (beachten Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 5 und 6 des Formulars Anlage SO).
Der Antrag gilt nur für ein ganzes Kalenderjahr und kann nicht zurückgenommen werden. Die Zustimmung ist bis auf Widerruf des Empfängers der Unterhaltsleistung wirksam. Für den Antrag verwenden Sie bitte die beim Finanzamt erhältliche oder im Internetangebot Ihrer Landesfinanzverwaltung unter www.finanzamt.de abrufbare Anlage U. Sie ist von Ihnen und auch vom Empfänger der Unterhaltsleistungen zu unterschreiben, wenn er dem Abzug bisher noch nicht zugestimmt hat.
Wird der Sonderausgabenabzug nicht beantragt oder fehlt hierzu die Zustimmung des Empfängers der Unterhaltsleistungen, können diese Unterhaltsaufwendungen gegebenenfalls als außergewöhnliche Belastungen (Anlage Unterhalt) geltend gemacht werden.
Die Unterhaltsleistungen können nur insgesamt als Sonderausgaben oder als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Zeile 46


Tragen Sie in Zeile 46 bitte die Kirchensteuer ein, die Sie in 2011 gezahlt haben. Hierzu gehört nicht die Kirchensteuer, die als Zuschlag zur Abgeltungsteuer einbehalten worden ist. Haben Sie in 2011 Kirchensteuer erstattet bekommen, tragen Sie diese bitte ebenfalls ein.

Zeilen 47 und 48


Aufwendungen für Ihre eigene erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium, soweit nicht bereits eine abgeschlossene nichtakademische Berufsausbildung vorangegangen ist, werden bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro jährlich als Sonderausgaben anerkannt.
Sind bei Ihrem Ehegatten entsprechende Aufwendungen entstanden, können diese ebenfalls bis zu 4.000 Euro jährlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden.
Zu den Ausbildungskosten gehören nicht nur Lehrgangs- und Studiengebühren sowie die Aufwendungen für Fachbücher und anderes Lernmaterial, sondern auch Unterkunftskosten und Verpflegungsmehraufwendungen bei einer auswärtigen Unterbringung.
Für die Wege zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte erhalten Sie regelmäßig eine Entfernungspauschale von 30 Cent für jeden vollen Entfernungskilometer. Zweckgebundene steuerfreie Bezüge zur unmittelbaren Förderung der Ausbildung sind von den Aufwendungen abzuziehen.
Entstehen die Aufwendungen für eine weitere Berufsausbildung, ein weiteres Studium, ein Erststudium nach einer bereits abgeschlossenen nichtakademischen Berufsausbildung oder im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses, kommt der Abzug als Werbungskosten (beachten Sie bitte die Erläuterungen zu Zeile 45 der Anlage N) in Betracht.

Zeilen 49 bis 57

Alle Spenden und Mitgliedsbeiträge für steuerbegünstigte Zwecke sind grundsätzlich durch eine Bestätigung nachzuweisen, soweit der Zuwendungsempfänger diese Bestätigung nicht elektronisch an die Finanzbehörde übermittelt hat. Für Spenden und Mitgliedsbeiträge bis 200 Euro je Zahlung ist folgender vereinfachter Nachweis möglich: Ist der Empfänger der Spenden und Mitgliedsbeiträge eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine öffentliche Dienststelle, genügt als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung (Kontoauszug). Bei gemeinnützigen Einrichtungen (zum Beispiel Vereine, Stiftungen) ist zusätzlich ein von dieser Einrichtung erstellter Beleg erforderlich, der Angaben über die Freistellung von der Körperschaftsteuer und die Verwendung der Mittel enthält. Außerdem muss angegeben sein, ob es sich um Spenden oder Mitgliedsbeiträge handelt.


Spenden und Mitgliedsbeiträge für steuerbegünstigte Zwecke

Spenden und Mitgliedsbeiträge zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke werden bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags Ihrer Einkünfte berücksichtigt.
Wurde für Sie auf den 31.12.2010 ein verbleibender Spendenvortrag festgestellt, wird dieser automatisch vom Finanzamt berücksichtigt.
Nicht abziehbar sind Mitgliedsbeiträge, wenn der Empfänger zum Beispiel den Sport, kulturelle Betätigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen oder die Heimatpflege und Heimatkunde fördert.

Steuerbegünstigte Organisationen im EU- / EWR-Ausland

Zuwendungen an steuerbegünstigte Organisationen im EU-/EWR-Ausland können ebenfalls begünstigt sein, wenn der ausländische Zuwendungsempfänger nach der Satzung, dem Stiftungsgeschäft oder der sonstigen Verfassung und nach der tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken im Sinne der §§ 51 bis 68 Abgabenordnung dient. Bitte reichen Sie hierzu geeignete Unterlagen nach. Bescheinigungen über die Höhe der Zuwendungen reichen als alleiniger Nachweis für eine steuerliche Berücksichtigung nicht aus.

Aufwendungen für Lose einer Wohlfahrtslotterie und Zuschläge bei Wohlfahrtsbriefmarken sind keine steuerlich begünstigten Spenden. Gleiches gilt für Zahlungen an gemeinnützige Einrichtungen, die als Bewährungsauflage im Straf- oder Gnadenverfahren auferlegt werden.


Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien

Bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen an politische Parteien (Zeile 51) ermäßigt sich die Einkommensteuer um 50 Prozent der Ausgaben, höchstens 825 Euro; bei zusammen veranlagten Ehegatten höchstens 1.650 Euro. Höhere Spenden und Mitgliedsbeiträge als 1.650 Euro oder 3.300 Euro werden bis maximal 1.650 Euro oder 3.300 Euro als Sonderausgaben berücksichtigt.

Spenden und Mitgliedsbeiträge an unabhängige Wählervereinigungen

Bei Spenden und Mitgliedsbeiträgen an unabhängige Wählervereinigungen (Zeile 52), die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, ermäßigt sich die Einkommensteuer um 50 Prozent der Ausgaben, höchstens um 825 Euro; bei zusammenveranlagten Ehegatten höchstens um 1.650 Euro.

Spenden in das zu erhaltende Vermögen (Vermögensstock) einer Stiftung

Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung sind bis 1.000.000 Euro begünstigt. Tragen Sie alle entsprechenden Spenden daher bitte in Zeile 53 ein.

Zeilen 61 bis 73


Außergewöhnliche Belastungen sind Ausgaben, die aufgrund besonderer Umstände zwangsläufig anfallen, zum Beispiel die Ausgaben, die durch Krankheit, Behinderung, Todesfall, Unwetterschäden oder Ehescheidung entstehen. Die steuerliche Belastung verringert sich in diesen Fällen dadurch, dass die Ausgaben - soweit sie Ihnen nicht ersetzt werden oder soweit sie nicht durch einen etwaigen Nachlass gedeckt sind - unter Berücksichtigung einer zumutbaren Belastung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden können.

Zeilen 61 bis 64


Sind Sie behindert und wollen Sie Ihre mit der Behinderung zusammenhängenden Aufwendungen nicht im Einzelnen nachweisen, können Sie einen Pauschbetrag beanspruchen (Wahlrecht). Mit dem Pauschbetrag werden die Aufwendungen für die Hilfe bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens und für einen etwaigen erhöhten Wäschebedarf abgegolten. Mit dem Behinderten-Pauschbetrag sind ebenfalls die Pflegeaufwendungen abgegolten. Sofern Sie den Behinderten-Pauschbetrag gewählt haben, können Sie die Pflegeaufwendungen weder als außergewöhnliche Belastungen laut Zeile 68 und 69 noch die Steuerermäßigung für Pflegeleistungen im Haushalt laut Zeile 77 des Hauptvordrucks geltend machen. Im Fall des Einzelnachweises müssen Sie Ihre Aufwendungen in den Zeilen 68 bis 70 eintragen.
Der Pauschbetrag ist nach dem Grad der Behinderung gestaffelt:

Grad der BehinderungEuro
25 und 30310
35 und 40430
45 und 50570
55 und 60720
65 und 70890
75 und 801.060
85 und 901.230
95 und 1001.420



Blinde sowie hilflose behinderte Menschen erhalten einen Pauschbetrag von 3.700 Euro jährlich.
Behinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50 steht der entsprechende Pauschbetrag jedoch nur zu,

  • wenn wegen der Behinderung ein gesetzlicher Anspruch auf Rente (zum Beispiel Unfallrente, nicht aber aus der gesetzlichen Rentenversicherung) oder auf andere laufende Bezüge besteht oder

  • wenn die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat oder auf einer typischen Berufskrankheit beruht.

Neben dem Pauschbetrag können Sie unter bestimmten Voraussetzungen weitere Aufwendungen (zum Beispiel Kosten für Heilbehandlungen, Kurkosten, Kraftfahrzeugskosten) geltend machen (beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 68 bis 73).
Sind Ihnen laufende Hinterbliebenenbezüge bewilligt, zum Beispiel nach dem Bundesversorgungsgesetz oder aus der gesetzlichen Unfallversicherung, können Sie einen Pauschbetrag von 370 Euro beantragen.
Den Pauschbetrag erhalten Sie auch dann, wenn das Recht auf die Bezüge ruht oder der Anspruch auf die Bezüge durch Zahlung eines Kapitalbetrags abgefunden worden ist.
Die Übertragung des Behinderten-Pauschbetrags für ein Kind oder Enkelkind, für das Sie Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder haben, können Sie auf der Anlage Kind beantragen. Geben Sie den Grad der Behinderung an und reichen Sie die Nachweise nach, falls diese dem Finanzamt nicht bereits vorgelegen haben. Die notwendigen Nachweise erhalten Sie bei Behinderung von der für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörde (zum Beispiel Versorgungsamt); bei Hinterbliebenenbezügen ist der Nachweis durch amtliche Unterlagen (zum Beispiel Rentenbescheid des Versorgungsamtes, der zuständigen Entschädigungsbehörde oder eines Trägers der gesetzlichen Unfallversicherung) zu erbringen. Der Rentenbescheid eines Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung genügt nicht als Nachweis. Der Behinderten-Pauschbetrag von 3.700 Euro kann auch bei Vorlage des Bescheids über die Einstufung als Schwerstpflegebedürftiger (Pflegestufe III) gewährt werden.

Zeile 65 und 66


Wenn Sie eine ständig hilflose Person in Ihrer oder deren Wohnung im Inland persönlich pflegen und dafür keine Einnahmen erhalten, kann Ihnen für die entstehenden Aufwendungen ein Pauschbetrag von 924 Euro jährlich gewährt werden. Einnahmen sind zum Beispiel das Pflegegeld, das die hilflose Person von einer Pflegeversicherung erhält und an Sie weitergibt, um Ihre Pflegedienstleistungen zu vergüten oder die Ihnen dabei entstandenen Aufwendungen zu ersetzen. Wird das Pflegegeld lediglich zur unmittelbaren Sicherung der erforderlichen Grundpflege der hilflosen Person verwendet (Bezahlung einer fremden Pflegeperson, Anschaffung von pflegenotwendigen oder pflegeerleichternden Bedarfsgegenständen), liegen keine Einnahmen vor. Das von den Eltern eines behinderten Kindes für dieses Kind empfangene Pflegegeld zählt nicht zu den Einnahmen.
Anstelle des Pflege-Pauschbetrages können Sie die Pflegeaufwendungen auch als außergewöhnliche Belastungen geltend machen, sofern sie mehr als 924 Euro betragen oder die Einnahmen aus der Pflege übersteigen. Allerdings wird dann eine "zumutbare Belastung" angerechnet (beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 68 bis 73). Der Pflege-Pauschbetrag wird regelmäßig nur für die Pflege von Angehörigen gewährt. Wird die Pflege von mehreren Personen vorgenommen, ist der Pflege-Pauschbetrag nach der Zahl der Pflegepersonen zu teilen. Der Pflege-Pauschbetrag kann auch neben dem vom Kind auf die Eltern übertragenen Behinderten-Pauschbetrag berücksichtigt werden (beachten Sie die Hinweise zu den Zeilen 61 bis 64).
Weisen Sie bitte die Pflegebedürftigkeit durch einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "H" oder durch einen Bescheid über die Einstufung als Schwerstpflegebedürftiger (Pflegestufe III) nach.
Werden Sie bei Ihrer Pflegeleistung von fremden Dritten gegen Entgelt unterstützt (zum Beispiel ambulante Pflegedienste), können Sie hierfür neben dem Pauschbetrag eine Steuerermäßigung beantragen (beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 74 bis 79).

Zeile 67


In dieser Zeile können Sie den Abzug von Aufwendungen für Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen beantragen. Füllen Sie hierzu bitte das Formular Anlage Unterhalt aus. Weitere Einzelheiten können Sie den Erläuterungen zur Anlage Unterhalt entnehmen.

Zeile 68 bis 73


Anstelle oder neben den bisher erläuterten Pauschbeträgen (bei Aufwendungen wegen Behinderung oder Pflege) können Sie noch andere außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Diese führen jedoch nur dann zu einer Minderung der Steuer, wenn sie einen bestimmten Teil Ihrer Einkünfte übersteigen. Zu diesen Einkünften gehören auch Ihre Kapitalerträge, soweit sie der Abgeltungsteuer unterliegen. Bitte tragen Sie diese Kapitalerträge vor Abzug des Sparer-Pauschbetrags ein. Die "zumutbare Belastung" ist im Einkommensteuergesetz im Einzelnen geregelt und wird vom Finanzamt berücksichtigt.
Andere außergewöhnliche Belastungen sind zum Beispiel:

Bestattungskosten


für Angehörige, soweit sie den Nachlass und etwaige Ersatzleistungen übersteigen. Es können aber nur Kosten berücksichtigt werden, die mit der Bestattung unmittelbar zusammenhängen (zum Beispiel für Grabstätte, Sarg, Blumen, Kränze, Todesanzeigen). Die Kosten für die Trauerkleidung und die Bewirtung der Trauergäste sowie Reisekosten anlässlich der Bestattung werden nicht anerkannt.

Ehescheidungskosten,


soweit es sich um die Prozesskosten für die Scheidung und den Versorgungsausgleich handelt. Nicht berücksichtigt werden Aufwendungen für die Auseinandersetzung gemeinsamen Vermögens, Unterhaltszahlungen und der Vermögensausgleich.

Kfz-Kosten


für durch die Behinderung veranlasste unvermeidbare Fahrten von Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 oder von Personen, deren Grad der Behinderung mindestens 70 beträgt und die zugleich geh- und stehbehindert sind (Merkzeichen "G" oder orangefarbener Flächenaufdruck im Schwerbehindertenausweis).
Ohne Nachweis der Kosten werden im Allgemeinen 900 Euro (3.000 km zu 30 Cent) anerkannt.
Bei außergewöhnlich Gehbehinderten, die sich außerhalb des Hauses nur mit Hilfe eines Kfz bewegen können (Merkzeichen "aG"), bei Personen mit den Merkzeichen "H" oder "Bl" und bei Personen, die in Pflegestufe III eingestuft sind, werden in angemessenem Rahmen (regelmäßig bis zu 15.000 km jährlich) alle Privatfahrten anerkannt. Die tatsächliche Fahrleistung ist nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Ein höherer Kilometersatz als 30 Cent wird vom Finanzamt nicht berücksichtigt.

Krankheitskosten,


soweit sie nicht von dritter Seite, zum Beispiel einer Krankenkasse, steuerfrei ersetzt worden sind oder ein Anspruch auf Ersatz besteht. Hierzu gehört auch die Praxisgebühr. Aufwendungen für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel können nur als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden, wenn ihre medizinische Notwendigkeit durch Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers nachgewiesen wird. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente. Bei einer andauernden Erkrankung mit anhaltendem Verbrauch bestimmter Medikamente reicht die einmalige Vorlage einer solchen Verordnung aus.

Kurkosten,


wenn die Notwendigkeit der Kur durch Vorlage eines vor Kurbeginn ausgestellten amtsärztlichen Zeugnisses nachgewiesen wird, sofern sich die Notwendigkeit nicht schon aus anderen Unterlagen (zum Beispiel bei Pflichtversicherten aus einer Bescheinigung der zuständigen Krankenkasse) ergibt. Der Zuschuss einer Krankenversicherung zu Arzt-, Arznei- und Kurmittelkosten reicht als Nachweis der Notwendigkeit der Kur nicht aus.

Pflegekosten,


die Ihnen oder Ihrem Ehegatten für die Beschäftigung einer ambulanten Pflegekraft oder durch Unterbringung in einem Pflegeheim, in der Pflegestation eines Altenheims oder in einem Altenpflegeheim entstehen. Werden tatsächliche Pflegekosten geltend gemacht, so kann daneben der Behinderten-Pauschbetrag nicht in Anspruch genommen werden.
Bei Auflösung des Haushalts wird von den Aufwendungen eine Haushaltsersparnis von 22,23 Euro täglich (667 Euro monatlich, 8.004 Euro jährlich) abgezogen. Ein Abzug ist auch für Aufwendungen möglich, die Ihnen aus der Pflegebedürftigkeit einer anderen Person zwangsläufig entstehen.
Geben Sie bitte neben den von Ihnen und gegebenenfalls weiteren Personen getragenen Aufwendungen auch die Gesamtkosten der Heimunterbringung, die Höhe der Erstattungen von dritter Seite (zum Beispiel Pflegekasse) sowie die Höhe der eigenen Einkünfte und Bezüge der
pflegebedürftigen Person an.
Für den Teil der haushaltsnahen Pflegekosten, der durch den Ansatz der zumutbaren Belastung nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt wird, können Sie in Zeile 71 die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen beantragen (beachten Sie auch die Erläuterungen zu den Zeilen 74 bis 79)

Wiederbeschaffungskosten


für Hausrat und Kleidung, die durch ein unabwendbares Ereignis, zum Beispiel Brand oder Hochwasser, verloren wurden, wenn keine allgemein zugängliche und übliche Versicherung möglich war.

Zeilen 74 bis 79


Für die in Ihrem inländischen oder in einem anderen EU-/EWR-Staat belegenen Haushalt angefallenen Aufwendungen können Sie folgende Steuerermäßigungen beantragen:

für geringfügige Beschäftigungen im Privathaushalt20 Prozent der Aufwendungen,
höchstens 510 Euro jährlich
für Beschäftigungsverhältnisse im Privathaushalt, für die Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung entrichtet wurden, für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen einschl. Pflege- und Betreuungsleistungen20 Prozent der Aufwendungen,
höchstens 4.000 Euro jährlich
für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen20 Prozent der Aufwendungen,
höchstens 1.200 Euro



Tragen Sie bitte Ihre Aufwendungen gekürzt um erhaltene/zu erwartende Erstattungen von dritter Seite (zum Beispiel einer Versicherung) in die jeweilige Zeile ein. Empfangene Leistungen der Pflegeversicherung des Steuerpflichtigen sowie die Leistungen im Rahmen des Persönlichen Budgets (§ 17 SGB IX) sind von den Aufwendungen abzuziehen, soweit sie ausschließlich und zweckgebunden für Pflege- und Betreuungsleistungen sowie für haushaltsnahe Dienstleistungen gewährt werden. Das sogenannte Pflegegeld (§ 37 SGB XI) ist nicht abzuziehen.
Leben zwei Alleinstehende ganzjährig in einem Haushalt zusammen, können die oben angeführten Höchstbeträge insgesamt jeweils nur einmal in Anspruch genommen werden. Sind beide Alleinstehenden Arbeitgeber im Rahmen eines haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnisses oder Auftraggeber haushaltsnaher Dienstleistungen, von Pflege- und Betreuungsleistungen oder von Handwerkerleistungen, kann jeder seine tatsächlichen Aufwendungen grundsätzlich nur bis zur Höhe des hälftigen Abzugshöchstbetrages geltend machen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn beide einvernehmlich eine andere Aufteilung wählen und dies gegenüber dem Finanzamt anzeigen. Das gilt auch für Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Haushaltsnahe Tätigkeiten und Dienstleistungen sind zum Beispiel

  • die Reinigung der Wohnung,

  • die Gartenpflege,

  • die Zubereitung von Mahlzeiten im Haushalt,

  • die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern, kranken, alten und pflegebedürftigen Personen, auch wenn die Pflege- und Betreuungsleistungen im Haushalt der gepflegten/betreuten Person ausgeübt werden.

Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählt auch die einer Hilfe im Haushalt vergleichbare Tätigkeit bei Unterbringung in einem Heim.

Handwerkerleistungen sind zum Beispiel
  • Reparatur, Streichen, Lackieren von Fenstern und Türen,

  • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen,

  • Modernisierung des Badezimmers oder der Einbauküche.

Nach § 35a EStG begünstigt sind nur die Aufwendungen für die Leistung selbst (in Rechnung gestellte Arbeitskosten einschließlich Fahrtkosten). Aufwendungen für das verwendete Material oder für gelieferte Waren sind nicht begünstigt. Ebenfalls nicht begünstigt sind handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme. Als Neubaumaßnahme gelten alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit einer Nutz- oder Wohnflächenschaffung beziehungsweise Wohnflächenerweiterung anfallen. Die Steuerermäßigung setzt voraus, dass die Aufwendungen weder zu den Betriebsausgaben noch zu den Werbungskosten gehören und sich noch nicht als außergewöhnliche Belastungen ausgewirkt haben. Sofern Sie den Behinderten-Pauschbetrag berücksichtigt haben möchten, können Sie die Pflegeaufwendungen weder als außergewöhnliche Belastungen (Zeilen 68 und 69) noch die Steuerermäßigung für Pflegeleistungen im Haushalt (Zeile 77) geltend machen.
Für Aufwendungen, die zu den Kinderbetreuungskosten (Zeilen 61 bis 90 der Anlage Kind) gehören, kann keine Steuerermäßigung nach § 35a EStG geltend gemacht werden. Sowohl bei Aufwendungen im Rahmen einer haushaltsnahen Dienstleistung (einschließlich Pflege- und Betreuungsleistung) als auch bei Handwerkerleistungen ist die Steuerermäßigung davon abhängig, dass Sie für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten haben und die Zahlung auf ein Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist. Für Barzahlungen, Baranzahlungen oder Barteilzahlungen und Barschecks wird keine Steuerermäßigung gewährt.
In den Zeilen 76 bis 78 ist die Art der von Ihnen in Anspruch genommenen Leistung anzugeben.

Zeile 80


Haben Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung Einkünfte erklärt, die aufgrund eines nach dem 31.12.2008 eingetretenen Erbfalls auch mit Erbschaftsteuer belastet waren, kann auf Antrag die Einkommensteuer ermäßigt werden. Hierzu geben Sie bitte die entsprechenden Einkünfte, für die die Ermäßigung in Betracht kommt, sowie die festgesetzte Erbschaftsteuer, den erbschaftsteuerpflichtigen Erwerb zuzüglich der Freibeträge nach §§ 16, 17 ErbStG und die steuerfreien Beträge nach § 5 ErbStG an.

Zeilen 92 und 93


Ergibt sich bei Ihrer Einkommensteuerveranlagung 2011 ein nicht ausgeglichener Verlust, wird vom Finanzamt der Verlust in das Jahr 2010 zurückgetragen. Hierfür ist von Ihnen keine Eintragung erforderlich.
Der Verlustrücktrag nach 2010 für nicht ausgeglichene negative Einkünfte 2011 kann der Höhe nach beschränkt werden. Falls Sie den Verlustrücktrag der Höhe nach begrenzen möchten, geben Sie bitte in Zeile 93 an, mit welchem Betrag Sie die negativen Einkünfte zurücktragen wollen. Sollen die negativen Einkünfte nur in künftigen Jahren berücksichtigt werden, tragen Sie bitte "0" ein.
Wurde für Sie oder für Ihren Ehegatten auf den 31.12.2010 ein verbleibender Verlustvortrag/Spendenvortrag festgestellt, wählen Sie bitte in Zeile 92 die entsprechende Option aus. Der Verlustvortrag/Spendenvortrag wird dann automatisch vom Finanzamt berücksichtigt.

Zeile 94


In dieser Zeile sind solche Einkommensersatzleistungen anzugeben, die zwar steuerfrei sind, aber die Höhe der Steuer auf die steuerpflichtigen Einkünfte beeinflussen und nicht in der Anlage N einzutragen sind. Derartige Einkommensersatzleistungen sind zum Beispiel das aus der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlte Krankengeld, das Eltern- und das Mutterschaftsgeld, das Gewerbetreibende, Selbständige, Freiberufler oder Landwirte erhalten.

Zeilen 98 bis 100


Diese Zeilen betreffen die Fälle, in dem eine steuerpflichtige Person infolge Wegzugs ins Ausland oder Zuzugs vom Ausland nur während eines Teils des Kalenderjahres der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegt. Dabei geben Sie bitte für das ganze Kalenderjahr nur eine Einkommensteuererklärung zur unbeschränkten Steuerpflicht ab; dabei sind auch die während der beschränkten Steuerpflicht erzielten inländischen Einkünfte in den entsprechenden Anlagen anzugeben. Die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden ausländischen Einkünfte, die in Zeile 99 anzugeben sind, werden lediglich bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt, der auf Ihre steuerpflichtigen Einkünfte angewandt wird (Progressionsvorbehalt).

Zeilen 101 bis 106


Sind Sie im Ausland ansässig, werden Sie auf Antrag als unbeschränkt einkommensteuerpflichtig behandelt, wenn Ihre Einkünfte zu mindestens 90 Prozent der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte nicht mehr als 8.004 Euro betragen; dieser Betrag wird bei Ländern der Ländergruppe 2 um ein Viertel, bei Ländern der Ländergruppe 3 um die Hälfte und bei Ländern der Ländergruppe 4 um drei Viertel gekürzt. Zur Ländergruppeneinteilung vgl. die Erläuterungen zur Anlage Unterhalt. Die Einkünfte, die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegen, sind durch eine Bescheinigung der zuständigen Steuerbehörde Ihres Heimatlandes nachzuweisen.
Sind Sie Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU) oder der EWR-Staaten Liechtenstein, Norwegen oder Island und in einem dieser Staaten ansässig, verwenden Sie dazu bitte den Vordruck "Bescheinigung EU/EWR", im Übrigen den Vordruck "Bescheinigung außerhalb EU/EWR" (Zeile 102). Diese Bescheinigungen sind in mehreren Sprachen erhältlich.
Sind die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt, können Sie folgende familienbezogene Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen:

  • Freibeträge für Kinder, Vorsorgeaufwendungen und außergewöhnliche Belastungen, die Sie betreffen.

Sind Sie Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der EU oder des EWR, können Sie darüber hinaus noch folgende Steuervergünstigungen geltend machen:
  • ehegattenbezogene Vergünstigungen (insbesondere das Ehegatten-Splitting), wenn Ihr Ehegatte in einem EU-/EWR-Staat ansässig ist. Voraussetzung ist, dass mindestens 90 Prozent Ihrer gemeinsamen Einkünfte der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte nicht mehr als 16.008 Euro (gegebenenfalls Kürzung nach Ländergruppen) betragen;

  • Sonderausgabenabzug für Unterhaltsleistungen an Ihren geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten, wenn der Ehegatte seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem EU-/EWR-Staat hat und die Besteuerung der Unterhaltszahlungen durch eine Bescheinigung der ausländischen Steuerbehörde nachgewiesen wird (beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 44 und 45).

  • auf besonderen Verpflichtungsgründen beruhende Versorgungsleistungen sowie Ausgleichszahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs.

Sind Sie Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der EU oder des EWR und haben Sie einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland, können Sie folgende Steuervergünstigungen geltend machen:
  • ehegattenbezogene Vergünstigungen (insbesondere das Ehegatten-Splitting), wenn Ihr Ehegatte in einem EU-/EWR-Staat ansässig ist.

  • Sonderausgabenabzug für Unterhaltsleistungen an Ihren geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten, wenn der Ehegatte seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem EU-/EWR-Staat hat und die Besteuerung der Unterhaltszahlungen durch eine Bescheinigung der ausländischen Steuerbehörde nachgewiesen wird (beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 44 und 45).

  • auf besonderen Verpflichtungsgründen beruhende Versorgungsleistungen sowie Ausgleichszahlungen im Rahmen des Versorgungsausgleichs.

In diesem Fall ist das Auswahlfeld in Zeile 105 anzukreuzen.
Auch der in Zeile 106 genannte Personenkreis kann durch Auswahl in Zeile 106 die oben genannten Steuervergünstigungen beantragen.
Die Summe der ausländischen Einkünfte unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Diese Einkünfte sind in Zeile 103 einzutragen.

Zeile 108


Bei Sachverhalten mit Auslandsbezug bestehen erhöhte Mitwirkungspflichten der Beteiligten (§ 90 Absatz 2 AO).
Deshalb sind in Zeile 108 Angaben über das Bestehen auf Dauer angelegter Geschäftsbeziehungen zu Finanzinstituten im Ausland zu machen. Finanzinstitute im Sinne der Fragestellung sind Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und andere Unternehmen, bei denen Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt werden können. Auf Dauer angelegte Geschäftsbeziehungen zu Finanzinstituten im Ausland liegen deshalb insbesondere vor, wenn bei einem Kreditinstitut im Ausland Konten unterhalten werden, einschließlich der von Treuhändern gehaltenen Konten. Unerheblich ist, in welchem Staat das Finanzinstitut ansässig ist.

Anlage AUS

In der Anlage AUS sind die ausländischen Einkünfte zu erklären, und zwar ausländische Einkünfte, die aus einem Staat stammen, mit dem

  • kein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) besteht (vergleichen Sie Zeile 4 bis 35) oder
  • ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, und zwar unabhängig davon, ob die Einkünfte im Inland besteuert werden können - gegebenenfalls mit Steueranrechnung - (vergleichen Sie Zeile 4 bis 35) oder von der Besteuerung - gegebenenfalls mit Progressionsvorbehalt - freigestellt sind (vergleichen Sie Zeile 36 bis 48).

Dabei wird davon ausgegangen, dass - soweit im Folgenden nichts Anderes gesagt ist - die Einkünfte auch in den übrigen Anlagen zur Einkommensteuererklärung (Anlage G, L, R, S, SO, V) enthalten sind und im Quellenstaat nach dortigem Recht besteuert werden. Liegen Einkünfte aus Kapitalvermögen vor, kommt eine Eintragung in der Anlage AUS nur in Betracht, wenn die tarifliche Einkommensteuer Anwendung findet (Eintragungen in den Zeilen 22 bis 26 und 47 bis 48 der Anlage KAP). Ausländische Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sind grundsätzlich nur in den Anlagen N und N-AUS anzugeben, es sei denn, es wird die Anrechnung im Ausland gezahlter Steuern gewünscht. In diesem Fall sind die ausländischen Einkünfte und die darauf entfallende ausländische Steuer zusätzlich in der Anlage AUS zu erklären (Ausnahme: Schweizerische Abzugsteuer, vgl. Zeile 24 der Anlage N).
Hatten Sie Einkünfte aus mehr als drei Staaten, füllen Sie bitte weitere Formulare der Anlage AUS aus.
Zinszahlungen und anrechenbare Quellensteuern, auf die die Zinsinformationsverordnung (ZIV) Anwendung findet, sind nicht hier, sondern in der Anlage KAP zu erklären (vergleichen Sie die Erläuterungen zur Zeile 58 der Anlage KAP).

Zeilen 4 bis 12


Ausländische Einkünfte, die - unabhängig davon, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht oder nicht - im Inland steuerpflichtig sind, müssen stets in den Anlagen zur Einkommensteuererklärung enthalten sein. Ist auf diese Einkünfte im Ausland eine Steuer entrichtet worden, die der deutschen Einkommensteuer entspricht (vergleichen Sie das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen), ist diese Steuer grundsätzlich auf die deutsche Einkommensteuer anzurechnen (§ 34c Absatz 1 EStG), es sei denn, eine Steueranrechnung wird durch ein Doppelbesteuerungsabkommen ausgeschlossen oder eingeschränkt. Die ausländische Steuer wird jedoch höchstens bis zu dem Betrag angerechnet, bis zu dem auf die ausländischen Einkünfte eine deutsche Einkommensteuer entfällt.
Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen ist die Einkommensteuer grundsätzlich durch den Steuerabzug abgegolten. Im Rahmen dieses Steuerabzugs wurde auch die ausländische Steuer angerechnet. Deshalb kommt eine Eintragung in die Zeilen 4 bis 12 nur in den Fällen des § 32d Absatz 2 EStG in Betracht.
Der Höchstbetrag für die Steueranrechnung ist für die Einkünfte und die Steuern aus jedem einzelnen ausländischen Staat gesondert zu ermitteln. Deshalb müssen Sie die Angaben über Ihre ausländischen Einkünfte und Steuern für jeden einzelnen Herkunftsstaat gesondert machen. Die Einkünfte aus den einzelnen Staaten sind dabei nach deutschem Steuerrecht zu ermitteln. Geben Sie bitte auch Einkünfte im Sinne des § 20 Absatz 2 AStG an. Wegen der Auswirkungen des § 2a EStG vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 31 bis 35. Beträge in ausländischer Währung rechnen Sie bitte nach dem maßgeblichen Kurs zum Zeitpunkt des Zu- oder Abflusses um; geben Sie Kurs und Zeitpunkt auf einem besonderen Blatt an und reichen Sie dieses nach.
Die vorgeschriebene Einkunftsermittlung nach deutschem Steuerrecht bedeutet, dass die Einnahmen um die mit ihnen zusammenhängenden Betriebsausgaben und Werbungskosten (gegebenenfalls umd die Pauschbeträge hierfür) zu kürzen sind. Gehören ausländische Einkünfte der in § 34d Nummern 3, 4, 6, 7 und 8 Buchstabe c EStG genannten Art zum Gewinn eines inländischen Betriebes, sind bei ihrer Ermittlung Betriebsausgaben und Betriebsvermögensminderungen abzuziehen, die mit den diesen Einkünften zugrunde liegenden Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Soweit Einkünfte dem sogenannten Teileinkünfteverfahren unterliegen, werden Einnahmen und die damit im Zusammenhang stehenden Betriebsausgaben oder Werbungskosten nur zu 60 Prozent angesetzt. Tragen Sie bitte gleichwohl in den dafür vorgesehenen Eintragungsfeldern der Zeile 7 jeweils den vollen Betrag ein.
Haben Sie Erträge aus zu einem Betriebsvermögen gehörenden Investmentfonds erzielt, bezeichnen Sie bitte jeden einzelnen Fonds in der Zeile 4. Tragen Sie die Einkünfte und die ausländischen Steuern für jeden Fonds getrennt in die dazugehörigen Spalten in voller Höhe ein. Die ausländische Steuer, die auf Erträge aus Investmentanteilen entfällt, für die das Teileinkünfteverfahren Anwendung findet, wird vom Finanzamt nur zu 60 Prozent berücksichtigt (§§ 2 Absatz 2 und 4 Absatz 3 InvStG).

Zeile 9


Anstelle der zu den Zeilen 10 bis 12 beschriebenen Anrechnungen können Sie die ausländische Steuer bei der Ermittlung der jeweiligen Einkünfte wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehen, soweit sie auf ausländische Einkünfte entfällt, die nicht steuerfrei sind (Antrag nach § 34c Absatz 2 EStG). Dieses Antragsrecht können Sie für die Steuern aus jedem einzelnen Staat unterschiedlich ausüben. Für die Steuern aus allen Einkunftsarten eines Herkunftsstaates (unabhängig davon, ob Sie die Einkünfte unmittelbar oder über eine Beteiligung bezogen haben) kann somit einheitlich entweder Steueranrechnung oder -abzug gewählt werden. Der Antrag auf Abzug wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten wird dadurch gestellt, dass Sie die Steuern bei der Ermittlung der Einkünfte abgezogen haben und in Zeile 9 eintragen. In diesem Fall entfällt die Angabe in den Zeilen 10 und 11. Dier Abzug kann für Sie günstiger sein, wenn er zum Beispiel zu negativen ausländischen Einkünften führt.
Für die nach Doppelbesteuerungsabkommen fiktive ausländische Steuer (vergleichen Sie die Erläuterungen zu Zeile 12) kommt ein Abzug nicht in Betracht. Insoweit besteht in diesen Fällen kein Wahlrecht. Die fiktive Steuer kann deshalb nur angerechnet und in den Zeilen 10 bis 12 eingetragen werden.

Zeilen 10 und 11


Die Steuern, die für Ihre ausländischen Einkünfte vom Herkunftsland unmittelbar von Ihnen endgültig erhoben und gezahlt worden sind, tragen Sie bitte in die Zeilen 10 und/oder 11 ein, wenn Sie hierfür die Anrechnung auf die deutsche Einkommensteuer in Anspruch nehmen wollen. Reichen Sie bitte die Nachweise dieser gezahlten Steuern nach (§ 68b EStDV).
Die von Ihnen entrichtete ausländische Steuer kann insoweit nicht angerechnet werden, als diese Steuer im Ausland einem Ermäßigungsanspruch unterliegt. Das gilt unabhängig davon, ob Sie diesen Ermäßigungsanspruch geltend machen oder nicht, auch wenn der Ermäßigungsanspruch bereits verjährt ist.
Eine Anrechnung der ausländischen Steuer kommt auch nicht in Betracht wenn

  • die ausländische Steuer nicht der deutschen Einkommensteuer entspricht,
  • die ausländische Steuer nicht in dem Staat erhoben wird, aus dem die Einkünfte stammen oder
  • ausländische Einkünfte im Sinne des § 34d EStG nicht gegeben sind;

in diesen Fällen dürfen Sie die Steuerbeträge nicht in den Zeilen 10 und/oder 11 eintragen. Sie werden aber wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten bei der Ermittlung der Einkünfte der jeweiligen Einkunftsart abgezogen (§ 34c Absatz 3 EStG). Berücksichtigen Sie diese bei der Ermittlung der in Zeile 7 einzutragenden Einkünfte.
Die Steueranrechnung kann nur insoweit erfolgen, als die ausländischen Einkünfte - jeweils für den einzelnen Staat - bei der deutschen Einkommensteuerveranlagung in die Einkunftsermittlung einbezogen werden. Die Anrechnung der Steuer kommt für jene ausländischen Einkünfte bereits dem Grunde nach nicht in Betracht, die nicht der deutschen Steuer unterliegen (zum Beispiel aus privaten Veräußerungsgeschäften außerhalb der Fristen des § 23 EStG) oder nach einem Doppelbesteuerungsabkommen freigestellt sind. Für Einkünfte im Sinne des § 2a EStG (vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 31 bis 35) ist hingegen die Steueranrechnung im Rahmen der vorgeschriebenen Höchstbetragsberechnung nach § 34c Absatz 1 EStG zulässig.

Zeile 12


Nach einigen Doppelbesteuerungsabkommen ist bei ausländischen Einkünften (Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren) auf die deutsche Einkommensteuer nicht die tatsächlich gezahlte, sondern eine fiktive Steuer anzureReichen Sie bitte die in Zeile 7 enthaltenen Einnahmen auf einem besonderen Blatt nach und bezeichnen Sie dort die Einkunftsquelle. Zur Anrechnung fiktiver ausländischer Steuer auf Einnahmen aus Kapitalvermögen vergleichen Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 49 bis 54 der Anlage KAP.

Zeile 13


Nach § 34c Absatz 5 EStG kann die deutsch Einkommensteuer unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag mit einem Pauschbetrag festgesetzt werden. Die Einkommensteuer beträgt 25 Prozent der begünstigten Einkünfte. Wegen Einzelheiten beachten Sie das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10.04.1984, BStBl 1984 I Seite 252. Tragen Sie bitte in Zeile 13 den Betrag der begünstigten Einkünfte ein, für den Sie die Festsetzung des Pauschbetrags beantragen und erläutern Sie die Ermittlung auf einem besonderen Blatt welches nachzureichen ist. Da für Einkünfte, die nach § 34c Absatz 5 EStG mit einem Pauschbetrag besteuert werden, eine Steueranrechnung nicht in Betracht kommt, dürfen die Einkünfte und die darauf etwa im Ausland gezahlte Steuern nicht in den Zeilen 5 bis 12 enthalten sein.

Zeilen 14 bis 16


Der Hinzurechnungsbetrag im Sinne der §§ 7 bis 12, 14 AStG wird gesondert und gegebenenfalls einheitlich festgestellt. Tragen Sie in Zeile 14 das feststellende Finanzamt, die Steuernummer, den Staat, in dem sich der Sitz oder die Geschäftsleitung der Zwischengesellschaft befindet, und den festgestellten Betrag ein, erhöht um die auf Antrag anzurechnenden Steuern nach § 12 Absatz 1 AStG.
Die Anrechnung der auf den Hinzurechnungsbetrag entfallenden, vom Finanzamt festgestellten ausländischen Steuern können Sie in Zeile 15 beantragen.
Sind Ihnen aus mehreren Zwischengesellschaften Beträge zugerechnet worden, machen Sie die erforderlichen Angaben bitte auf einem besonderen Blatt und reichen dieses nach.

Zeilen 17 und 18


Einkommen aus einer Familienstiftung, die Geschäftsleitung und Sitz im Ausland hat, wird dem Stifter, wenn er unbeschränkt steuerpflichtig ist, sonst den unbeschränkt steuerpflichtigen Personen, die bezugs- oder anfallsberechtigt sind, entsprechend ihremAnteil zugerechnet (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 14.05.2008, BStBl 2008 I Seite 638). Das gilt nicht, wenn eine Familienstiftung, Geschäftsleitung oder Sitz in einem EU-/EWR-Staat hat und nachgewiesen wird, dass das Stiftungsvermögen der Verfügungsmacht der bezugs- oder anfallsberechtigten Personen rechtlich und tatsächlich entzogen ist. Die Berechnung des Einkommens erläutern sie bitte auf einem besonderen Blatt und reichen dieses nach. Wenn Ihnen das Einkommen einer ausländischen Familienstiftung aufgrund einer einheitlichen und gesonderten Feststellung nach § 18 Absatz 4 AStG zuzurechnen ist, geben Sie bitte auch das für die Festsstellung zuständige Finanzamt und die dortige Steuernummer an.

Zeilen 31 bis 35


Die folgenden negativen Einkünfte aus Drittstaaten (keine EU-/EWR-Staaten) können nach § 2a Absatz 1 EStG - unabhängig davon, im Rahmen welcher Einkunftsart sie anfallen - nur mit positiven Einkünften derselben Art und - mit Ausnahme der Fälle des § 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 Buchstabe b EStG - aus demselben Staat ausgeglichen werden:

  • Einkünfte aus einer in einem Drittstaat belegenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebsstätte (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 EStG),
  • Einkünfte aus einer in einem Drittstatt belegenen gewerblichen Betriebsstätte (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 EStG), es sei denn, nach § 2a Absatz 2 EStG ist die Berücksichtigung der Verluste zulässig,
  • Gewinnminderungen aus Teilwertabschreibungen von Anteilen an Drittstaaten-Körperschaften (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a EStG), es sei denn, nach § 2a Absatz 2 EStG ist die Berücksichtigung zulässig,
  • Gewinnminderungen aus der Veräußerung oder Entnahme von zu einem Betriebsvermögen gehörenden Anteilen an Drittstaaten-Körperschaften, aus deren Auflösung oder Kapitalherabsetzung (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Buchstabe b EStG), es sei denn, nach § 2a Absatz 2 EStG ist die Berücksichtigung zulässig,
  • Einkünfte aus der Veräußerung von Beteiligungen im Sinne des § 17 EStG an Drittstaaten-Körperschaften, aus deren Auflösung, Kapitalherabsetzung oder -rückzahlung (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 EStG), es sei denn, nach § 2a Absatz 2 EStG ist die Berücksichtigung der Verluste zulässig,
  • Einkünfte aus der Beteiligung an einem Handelsgewerbe als stiller Gesellschafter und aus partiarischen Darlehen, wenn der Schuldner Wohnsitz, Sitz oder Geschäftsleitung in einem Drittstaat hat (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 EStG),
  • Einkünfte aus der Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Vermögens oder von Sachinbegriffen, wenn diese in einem Drittstaat belegen sind (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 Buchstabe a EStG)
  • Einkünfte aus der entgeltlichen Überlassung von Schiffen, sofern der Überlassende nicht nachweist, dass diese ausschließlich oder fast ausschließlich in einem anderen Staat als einem Drittstaat eingesetzt worden sind, es sei denn es handelt sich um Handelsschiffe, die von einem Vercharterer ausgerüstet überlassen, oder an in einem anderen als einem Drittstaat ansässigen Ausrüster, die die Voraussetzungen des § 510 Absatz 1 HGB erfüllen, überlassen, oder insgesamt nur vorübergehend an in einem Drittstaat ansässige Ausrüster, die die Voraussetzungen des § 510 HGB erfüllen, überlassen worden sind (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 Buchstabe b EStG),
  • Gewinnminderungen aus Teilwertabschreibungen oder Übertragung von unbeweglichem Vermögen, Sachinbegriffen und Schiffen, wenn sie zu einem Betriebsvermögen gehören (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 Buchstabe c EStG),
  • Gewinnminderungen aus Teilwertabschreibungen, aus der Veräußerung oder Entnahme von Anteilen an Körperschaften mit Sitz oder Geschäftsleitung in einem anderen Staat als einem Drittstaat, soweit sie zu einem Betriebsvermögen gehören und die Gewinnminderungen auf einen Tatbestand im Sinne des § 2a Absatz 1 Nummern 1 bis 6 EStG zurückzuführen sind (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 Buchstabe a EStG),
  • Einkünfte aus der Auflösung oder Kapitalherabsetzung von Körperschaften mit Sitz oder Geschäftsleitung in einem anderen Staat als einem Drittstaat, soweit die Einkünfte auf einem Tatbestand im Sinne des § 2a Absatz 1 Satz 1 Nummern 1 bis 6 EStG zurückzuführen sind (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 Buchstabe b EStG),
  • Einkünfte aus der Veräußerung von Beteiligungen im Sinne des § 17 EStG an Kapitalgesellschaften mit Sitz oder Geschäftsleitung in einem anderen Staat als einem Drittstaat, soweit die Einkünfte auf einen Tatbestand im Sinne des § 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 6 EStG zurückzuführen sind (§ 2a Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 Buchstabe c EStG).

Haben Sie im Jahr 2011 entsprechende negative Einkünfte erzielt, geben Sie bitte in den Zeilen 31 bis 35 in der Spalte 1 den Staat an, aus dem die Einkünfte stammen, und bezeichnen Sie in der Spalte 2 die Art der Einkünfte durch Angabe der Nummer des § 2a Absatz 1 Satz 1 EStG.
Dieselben Eintragungen sind erforderlich, wenn Sie zwar nicht im Jahr 2011, wohl aber in den Jahren 1985 bis 2010 negative ausländische Einkünfte im Sinne der dort geltenden Fassung des § 2a Absatz 1 EStG erzielt haben.
Haben Sie in den Jahren 1985 bis 2010 negative ausländische Einkünfte im Sinne des § 2a Absatz 1 EStG erzielt, die noch nicht im positiven Einkünften ausgeglichen worden sind, tragen Sie den nocht nicht ausgeglichenen Betrag in die Spalte 3 der entsprechenden Zeile ein.
Die negativen Einkünfte des Jahres 2011 sind in die Spalte 4 einzutragen; bitte geben Sie in Spalte 5 an, ob und falls ja, in welcher Anlage und Zeile zur Einkommensteuererklärung diese enthalten sind. Haben Sie im Jahr 2011 positive Einkünfte derselben Art aus demselben Staat erzielt, sind diese in Spalte 6 einzutragen. In Spalte 7 ist anzugeben, in welcher Anlage und Zeile der Einkommensteuererklärung diese enthalten sind.
Haben Sie die Zusammenveranlagung gewählt, werden negative Einkünfte des einen Ehegatten mit positiven Einkünften des anderen Ehegatten der jeweils selben Art und aus demselben Staat ausgeglichen oder verrechnet, soweit sie nicht mit eigenen positiven Einkünften ausgeglichen und verrechnet werden können. Die Angaben hierzu sind für jeden Ehegatten auf seiner Anlage AUS zu erklären.
Ergeben sich keine verbleibenden negativen Einkünfte, müssen positive Einkünfte des Jahres 2011, soweit sie nicht zum Verlustausgleich verwandt wurden, in den Anlagen zur Einkommensteuererklärung enthalten sein.
Geben Sie bitte unabhängig davon, ob die ausländischen Einkünfte nach § 2a Absatz 1 und 2 EStG bei der Besteuerung zu berücksichtigen sind, die im Ausland für diese Einkünfte gezahlten Steuern in den Zeilen 9 bis 12 an.
Die am 31.12.2010 und 31.12.2011 etwa verbleibenden negativen Einkünfte werden jeweils gesondert festgestellt.

Zeilen 36 bis 40


Wenn Einkünfte aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens im Inland steuerfrei sind, dürfen diese nicht in den Anlagen zur Einkommensteuererklärung enthalten sein (ausgenommen Anlagen N und N-AUS). Die Einkünfte unterliegen jedoch regelmäßig dem Progressionsvorbehalt, das heißt die Einkünfte werden in die Bemessung des Steuersatzes einbezogen, der auf das zu versteuernde Einkommen anzuwenden ist. Geben Sie - getrennt nach Staaten - die Höhe dieser Einkünfte, die Einkommensquelle und die Einkunftsart an. In den Zeilen 36 bis 40 sind auch außerordentliche Einkünfte (verlgeichen Sie die Erläuterungen zu Zeile 42) sowie solche Einkünfte einzutragen, die in Zeile 41 anzugeben sind. Negative Einkünfte im Sinne des § 2a Absatz 1 EStG sind nicht hier, sondern in den Zeilen 44 bis 48 einzutragen. Die Einkünfte im Sinne des § 32b Absatz 1 Satz 2 EStG unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt. In diesen Fällen erübrigt sich eine Eintragung in den Zeilen 36 bis 40.
Hat das Investmentvermögen Erträge im Sinne des § 4 Absatz 1 InvStG erzielt, die nach dem jeweiligen DBA steuerfrei sind, jedoch dem Progressionsvorbehalt unterliegen, sind die Erträge in den Zeilen 36 bis 40 einzutragen.

Zeile 41


Der am 31.12.2011 verbleibende Betrag wird gesondert festgestellt.
Haben Sie vor 2011 Verluste aus gewerblichen, in einem ausländischen Staat belegenen Betriebsstätten nach § 2a Absatz 3 Satz 1 in Verbindung mit § 52 Absatz 3 Satz 4 bis 8 EStG oder § 2 Absatz 1 Satz 1 AIG bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte abgezogen, ist dem Gesamtbetrag der Einkünfte 2011 die positive Summe der Einkünfte aus gewerblichen Betriebsstätten desselben Staates bis zur Höhe des Betrages hinzuzurechnen, bis zu dem in den vergangenen Jahren Verluste abgezogen, aber durch Hinzurechnung positiver Einkünfte der Folgejahre nocht nicht ausgeglichen worden sind (§ 2a Absatz 3 Satz 3 in Verbindung mit § 52 Absatz 3 Satz 4 bis 8 EStG, § 2 Absatz 1 Satz 3 AIG). Die Hinzurechnung ist auch dann vorzunehmen, wenn sich die positiven Einkünfte aufgrund eines Veräußerungsgewinns ergeben. Entsprechendes gilt regelmäßig auch dann, wenn eine ausländische Betriebsstätte in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wird (§ 2a Absatz 4 Satz 1 Nummer 1 in der Fassung des § 52 Absatz 3 Satz 4 bis 8 EStG, § 2 Absatz 2 AIG). Eine Hinzurechnung kann auch vorzunehmen sein, wenn, eine ausländische Betriebsstätte entgeltlich oder unentgeltlich übertragen oder aufgegeben wird und bei Beendigung der unbeschränkten Steuerpflich oder der Ansässigkeit im Inland (§ 2a Absatz 4 Satz 1 Nummern 2 und 3, Satz 2 in der Fassung des § 52 Absatz 3 Satz 4 bis 8 EStG).

Zeile 42


Außerordentliche Einkünfte, die nach einem Doppelbesteuerungsabkommen steuerfrei sind (zum Beispiel Veräußerungsgewinne aus einer gewerblichen Betriebsstätte), werden nach § 32b EStG bei der Berechnung des Progressionsvorbehalts mit einem Fünftel berücksichtigt. Tragen Sie diese daher in Zeile 42 ein; außerdem müssen die Einkünfte in den Zeilen 36 bis 40 enthalten sein. Außerordentliche Einkünfte im Sinne des § 32b Absatz 1 Satz 2 EStG unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt. In diesen Fällen erübrigt sich eine Eintragung in der Zeile 42.

Zeile 44


Hinsichtlich der Einkünfte gelten die Erläuterungen zu den Zeilen 31 bis 35 entsprechend. Geben Sie in der siebten Zeile jedoch statt der Anlage zur Einkommensteuereklärung an, auf welche Zeile hinzugefügten Einträge (der Zeilen 36 bis 40) sich diese Einkünfte beziehen.

Anlage AV

Der Aufbau einer freiwilligen privaten Altersvorsorge oder betrieblichen Altersversorgung wird durch steuerliche Maßnahmen gefördert (sogenannte Riester-Verträge). Für die Inanspruchnahme der steuerlichen Förderung ist es ausreichend, wenn im Laufe des Jahres 2011 begünstigte Altersvorsorgebeiträge gezahlt wurden.
Für Ihre Beiträge zu einem zertifizierten Altersvorsorgevertrag können Sie eine Altersvorsorgezulage bei Ihrem Anbieter beantragen. Die Altersvorsorgezulage wird für maximal zwei Verträge gewährt. Darüber hinaus können Sie mit der Anlage AV einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug für mehr als zwei Verträge geltend machen. Bei der Bearbeitung Ihrer Einkommensteuererklärung prüft das Finanzamt, ob eine zusätzliche steuerliche Förderung in Form eines Sonderausgabenabzugs in Betracht kommt. Voraussetzung für die Berücksichtigung der Altersvorsorgebeiträge im Rahmen des zusätzlichen Sonderausgabenabzugs ist, dass Sie gegenüber Ihrem Anbieter des Altersvorsorgevertrages schriftlich und fristgemäß (das heißt, für das Beitragsjahr 2011 spätestens bis zum 31.12.2013) eingewilligt haben, dass dieser die zu berücksichtigenden Altersvorsorgebeiträge unter Angabe der Vertragsdaten, der steuerlichen Identifikationsnummer und der Zulage- oder Sozialversicherungsnummer per Datenfernübertragung an die Finanzverwaltung übermittelt. Haben Sie Ihren Anbieter bevollmächtigt, für Sie die Altersvorsorgezulage jährlich zu beantragen, oder haben Sie in der Vergangenheit in die Datenübermittlung eingewilligt und haben diese Einwilligung vor Beginn des Beitragsjahres nicht widerrufen, müssen Sie für diese Altersvorsorgeverträge keine gesonderte Einwilligung zur Datenübermittlung für den Sonderausgabenabzug abgeben. Mit Abgabe der Anlage AV wird für alle übermittelten Altersvorsorgebeiträge der zusätzliche Sonderausgabenabzug geltend gemacht. Sollten Sie dies nicht für alle Altersvorsorgeverträge wünschen, dann willigen Sie bitte gegenüber dem Anbieter für diese Verträge nicht in die Datenübermittlung ein oder widerrufen Sie eine bereits erteilte Einwilligung zur Datenübermittlung für diese Verträge. Der Widerruf muss vor Beginn des Beitragsjahres, für das die Einwilligung erstmals nicht mehr gelten soll, Ihrem Anbieter vorliegen.
Über die erfolgte Datenübermittlung werden Sie von Ihrem Anbieter informiert. Konnte der Anbieter die Daten nicht rechtzeitig übermitteln, erhalten Sie von ihm eine Bescheinigung, die dann nachzureichen ist. Erhalten Sie die Bescheinigung erst nach der Abgabe Ihrer Einkommensteuererklärung, reichen Sie diese bitte ebenfalls nach.
Stellt sich heraus, dass der Sonderausgabenabzug günstiger ist, werden Ihre gesamten Aufwendungen einschließlich Ihres Anspruchs auf Zulage bis zum Höchstbetrag von 2.100 Euro als Sonderausgaben berücksichtigt. Um eine Doppelförderung zu vermeiden, wird die festgesetzte Einkommensteuer um den Zulageanspruch erhöht. Für die Erhöhung der Einkommensteuer um den Anspruch auf Zulage kommt es also nicht darauf an, ob tatsächlich eine Zulage gewährt wurde.
Sofern Sie die Altersvorsorgezulage bei Ihrem Anbieter nicht beantragen und den vorstehend beschriebenen zusätzlichen Sonderausgabenabzug nicht geltend machen, besteht die Möglichkeit, bestimmte Altersvorsorgebeiträge im Rahmen von Höchstbeträgen zu berücksichtigen (vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 48 bis 50 der Anlage Vorsorgeaufwand).
Bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten, die beide zum unmittelbar begünstigten Personenkreis gehören (beachten Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 10 bis 19), steht der Sonderausgabenabzug jedem Ehegatten gesondert zu. Es ist allerdings nicht möglich, den von einem Ehegatten nicht ausgeschöpften Sonderausgaben-Höchstbetrag auf den anderen Ehegatten zu übertragen. Gehört nur ein Ehegatte zum begünstigten Personenkreis und ist der andere Ehegatte nur mittelbar begünstigt (vergleichen Sie die Erläuterungen zu Zeile 20), werden die übermittelten Altersvorsorgebeiträge des mittelbar begünstigten Ehegatten insoweit berücksichtigt, als der Sonderausgaben-Höchstbetrag durch die vom unmittelbar begünstigten Ehegatten geleisteten Altersvorsorgebeiträge sowie die zu berücksichtigenden Zulagen noch nicht ausgeschöpft wird.
Die späteren Leistungen aus der steuerlich geförderten Altersvorsorge unterliegen in vollem Umfang der Besteuerung, soweit sie auf staatlich gefördertem Altersvorsorgevermögen beruhen.
Die gleichen Möglichkeiten bestehen auch für individuell besteuerte (nicht: pauschal versteuerte oder steuerfreie) Beiträge, die zum Aufbau einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse (zum Beispiel Pflichtbeiträge des Arbeitnehmers zum Kapitaldeckungsverfahren im Abrechnungsverband Ost der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder – VBL) oder eine Direktversicherung gezahlt werden, wenn diese Einrichtungen dem Begünstigten eine lebenslange Altersversorgung gewährleisten.

Zeilen 7 bis 9


Für Riester-Verträge, für die Sie keine Einwilligung zur Datenübermittlung erteilt oder diese widerrufen haben, sind in Zeile 7 keine Angaben vorzunehmen. Tragen Sie in Zeile 8 die Summe aller Altersvorsorgebeiträge (ohne Zulage) ein, die von Ihrem Anbieter an die Finanzverwaltung übermittelt werden, unabhängig davon, ob es sich um Sparbeiträge oder Tilgungsleistungen handelt. Beiträge zu einem Riester-Vertrag, für den keine Datenübermittlung erfolgt, weil Sie nicht in die Datenübermittlung eingewilligt oder weil Sie die Einwilligung widerrufen haben, dürfen hier nicht berücksichtigt werden.
Haben sich gegenüber der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2010 Änderungen zur Anbieter-, Vertrags- oder Zertifizierungsnummer Ihrer Riester-Verträge ergeben, tragen Sie in Zeile 9 bitte eine "1", andernfalls eine "2" ein. Wenn sich die Grunddaten Ihrer Riester-Verträge seit der Einkommensteuererklärung 2010 verändert haben, kann die Einkommensteuer für 2011 erst vollständig veranlagt werden, wenn die von Ihrem Anbieter zu übermittelnden Daten dem Finanzamt vorliegen oder Sie eine von Ihrem Anbieter ausgestellte Bescheinigung vorgelegt haben. Der Anbieter stellt Ihnen in der Regel nur dann eine Bescheinigung aus, wenn er die Daten nicht rechtzeitig übermitteln kann.

Zeilen 10 bis 19


Unmittelbar begünstigt sind Personen, die im Jahr 2011 - zumindest zeitweise - in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert waren, zum Beispiel Arbeitnehmer in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis und Kindererziehende.
Zu den unmittelbar begünstigten Personen gehören auch

  • Pflichtversicherte nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (zum Beispiel neben den versicherungspflichtigen Landwirten auch deren versicherungspflichtige Ehegatten sowie ehemalige Landwirte, die unabhängig von einer Tätigkeit als Landwirt oder mithelfender Familienangehöriger versicherungspflichtig sind),
  • Arbeitslose, die Anrechnungszeiten in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, weil sie Arbeitslosengeld II beziehen oder weil sie bei einer inländischen Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldet sind und nur wegen des zu berücksichtigenden Vermögens oder Einkommens keine Leistung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch erhalten, wenn sie unmittelbar vor der Arbeitslosigkeit zu den unmittelbar begünstigten Personen gehörten,
  • Beamte, Richter und Berufssoldaten und denen gleichgestellte Personen, wenn sie eine Einwilligung fristgemäß gegenüber der zuständigen Stelle (zum Beispiel Dienstherrn) abgegeben haben,
  • Empfänger einer Rente wegen voller Erwerbsminderung/Erwerbsunfähigkeit oder einer Versorgung wegen Dienstunfähigkeit aus einem der vorgenannten Alterssicherungssysteme (zum Beispiel deutsche gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenversorgung), wenn sie unmittelbar vor dem Bezug der Leistung einer der vorgenannten unmittelbar begünstigten Personengruppen angehörten. Versorgungsempfänger sind nur förderberechtigt, wenn sie eine Einwilligung fristgemäß gegenüber der zuständigen Stelle (zum Beispiel die Versorgung anordnende Stelle) abgegeben haben,
  • Pflichtmitglieder in einem ausländischen gesetzlichen Alterssicherungssystem, wenn diese Pflichtmitgliedschaft der Pflichtmitgliedschaft in einem der vorgenannten deutschen Alterssicherungssysteme vergleichbar ist und diese vor dem 01.01.2010 begründet wurde sowie Empfänger einer Rente wegen voller Erwerbsminderung aus einem ausländischen gesetzlichen Alterssicherungssystem, wenn sie unmittelbar vor dem Bezug der Leistung einer der vorgenannten unmittelbar begünstigten Personengruppen angehörten. Altersvorsorgebeiträge werden bei diesen Personengruppen aber nur berücksichtigt, wenn sie zugunsten eines vor dem 01.01.2010 abgeschlossenen Vertrages geleistet wurden.

Gehören beide Ehegatten zum unmittelbar begünstigten Personenkreis, ist der Zulagenanspruch beider Ehegatten im Rahmen der Günstigerprüfung anzusetzen. Dies gilt auch dann, wenn der andere Ehegatte gegenüber seinem Anbieter nicht in die Datenübermittlung eingewilligt oder er die Einwilligung widerrufen hat.

Nicht zum Kreis der unmittelbar Begünstigten gehören unter anderem

  • Pflichtversicherte einer berufsständischen Versorgungseinrichtung, sofern sie von der Versicherungspflicht in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind,
  • freiwillig in der deutschen Rentenversicherung Versicherte,
  • Selbständige ohne Vorliegen einer Versicherungspflicht in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung und
  • geringfügig Beschäftigte, für die nur der pauschale Arbeitgeberbeitrag zur deutschen gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird sowie
  • Bezieher einer Vollrente wegen Alters oder Personen, die nach Erreichen der Altersgrenze eine Versorgung beziehen.

Zeile 20


Bei Ehegatten, die nicht dauernd getrennt leben, ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat haben, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum anwendbar ist, ist auch der andere Ehegatte (mittelbar) begünstigt, wenn

  • beide Ehegatten jeweils einen auf ihren Namen lautenden, zertifizierten Altersvorsorgevertrag abgeschlossen haben oder
  • der unmittelbar begünstigte Ehegatte über eine mit Zulage und Sonderausgaben förderfähige Versorgung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge bei einer Pensionskasse, einem Pensionsfonds oder einer Direktversicherung verfügt und der andere Ehegatte einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag abgeschlossen hat.

Ein mittelbar begünstigter Ehegatte hat Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage, wenn der unmittelbar begünstigte Ehegatte eigene Altersvorsorgebeiträge geleistet hat.
Wählt ein Ehegatte die getrennte Veranlagung, werden die vom mittelbar begünstigten Ehegatten geleisteten Altersvorsorgebeiträge im Rahmen der gesetzlichen Höchstbeträge nur bei der Einkommensteuerveranlagung des unmittelbar begünstigten Ehegatten berücksichtigt. Die späteren Leistungen aus der Altersvorsorge an den mittelbar begünstigten Ehegatten unterliegen bei diesem in vollem Umfang der Besteuerung, soweit sie auf staatlich gefördertem Altersvorsorgevermögen beruhen.
Wählen die Ehegatten die besondere Veranlagung, gelten die Ausführungen zur getrennten Veranlagung entsprechend.

Zeile 11


Die aus der Tätigkeit erzielten beitragspflichtigen Einnahmen aus 2010 können Sie zum Beispiel aus der Durchschrift der Meldung zur Sozialversicherung entnehmen, die Sie von Ihrem Arbeitgeber erhalten haben. Die in 2010 erzielten Arbeitsentgelte geringfügig Beschäftigter können Sie zum Beispiel aus der Durchschrift der Jahresmeldung für die Minijob-Zentrale entnehmen; eine unmittelbare Begünstigung liegt bei einer geringfügigen Beschäftigung nur vor, sofern Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichtet haben und den pauschalen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung auf den vollen Beitragssatz aufstocken. Wenn Sie in den Zeilen 13 und 14 Eintragungen vornehmen, geben Sie bitte die beitragspflichtigen Einnahmen für diesen Zeitraum des Bezugs der Entgeltersatzleistungen oder des tatsächlichen Entgelts nicht in Zeile 11 an.

Zeile 12


Die Höhe der inländischen Besoldung und der Amtsbezüge ergibt sich aus den Ihnen vorliegenden Mitteilungen für 2010. Gehören Sie zum Kreis der beurlaubten Beamten, geben Sie hier bitte die während der Beurlaubungszeit bezogenen Einnahmen an (zum Beispiel das Arbeitsentgelt aus einer rentenversicherungsfreien Beschäftigung). Auch Einnahmen vergleichbarer Personengruppen, die beitragspflichtig wären, wewnn die Versicherungsfreiheit in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung nicht bestehen würde, sind hier einzutragen (zum Beispiel bei Geistlichen, Kirchenbeamten, Lehrern/Erziehern an nicht öffentlichen Schulen/Anstalten).

Zeile 13


Haben Sie im Jahr 2010 Entgeltersatzleistungen (ohne Elterngeld) bezogen, ergeben sich hier einzutragende Beträge aus der Bescheinigung der auszahlenden Stelle. Ist das der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde liegende Entgelt höher als die tatsächlich erzielte Entgeltersatzleistung, ist die tatsächlich erzielte Entgeltersatzleistung einzutragen.

Zeile 14


Ist das der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde liegende Entgelt höher als das tatsächliche Entgelt (zum Beispiel bei behinderten Menschen, die in anerkannten Behindertenwerkstätten und in Blindenheimen arbeiten, Wehr- und Zivildienstleistenden), wird das tatsächliche Entgelt bei der Berechnung des Zulageanspruchs berücksichtigt. Bei Altersteilzeitarbeit ist das aufgrund der abgesenkten Arbeitszeit erzielte Arbeitsentgelt - ohne Aufstockungs- und Unterschiedsbeitrag - maßgebend. Das 2010 tatsächlich erzielte Entgelt können Sie zum Beispiel einer Bescheinigung des Arbeitgebers entnehmen.

Zeile 15


Die Höhe des Jahres-(brutto)rentenbetrages, der in der Regel nicht mit dem ausgezahlten Betrag identisch ist, können Sie Ihrer Renten(anpassungs)-mitteilung entnehmen. Bei der Auszahlung der Rente einbehaltene eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht vom Rentenbetrag abzuziehen. Zuschüsse eines Trägers der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zu Ihren Aufwendungen zur Krankenversicherung sind nicht dem Rentenbetrag hinzuzurechnen.

Zeile 16


Die Höhe der inländischen Versorgungsbezüge wegen Dienstunfähigkeit ergibt sich aus den Ihnen vorliegenden Mitteilungen Ihrer die Versorgung anordnenden Stelle für 2010.

Zeile 17


Eintragungen sind nur vorzunehmen, wenn im Jahr 2011 die Pflichtmitgliedschaft nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte bestand. Maßgebend sind die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, wie sie sich aus dem Einkommensteuerbescheid für das Jahr 2009 ergeben.

Zeile 18


Die Höhe des Jahres-(brutto)rentenbetrages, der in der Regel nicht mit dem ausgezahlten Betrag identisch ist, können Sie Ihrer Renten(anpassungs)-mitteilung entnehmen. Bei Auszahlung der Rente einbehaltene eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht vom Rentenbetrag abzuziehen. Zuschüsse der Alterskasse zu Ihren Aufwendungen zur Krankenversicherung sind nicht dem Rentenbetrag hinzuzurechnen.

Zeile 19


Bei Pflichtversicherten in einer ausländischen Rentenversicherung sind die ausländischen beitragspflichtigen Einnahmen des Jahres 2010 einzutragen. Bezieher einer ausländischen Erwerbsminderungs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente tragen die Höhe Ihrer Bruttorente ein. Wurden im Jahr 2010 sowohl Einnahmen aus einer Beschäftigung, die einer ausländischen gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterlag, als auch eine ausländische Erwerbsminderungs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bezogen, geben Sie bitte die Summe der Einnahmen an.

Zeilen 21 und 22


Bei leiblichen Eltern, Adoptiv- oder Pflegeeltern, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat haben, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum anwendbar ist, und miteinander verheiratet sind, sowie im Jahr 2011 nicht oder nur teilweise dauernd getrennt gelebt haben, steht die Kinderzulage - unabhängig davon, ob dem Vater oder der Mutter das Kindergeld ausgezahlt worden ist - der Mutter zu. Auf Antrag beider Eltern kann die Kinderzulage vom Vater in Anspruch genommen werden. Möchten Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, tragen Sie bitte in Zeile 22 die Anzahl der Kinder ein, für die die Kinderzulage von der Mutter auf den Vater übertragen werden soll. Die Übertragung ist im Antrag auf Altersvorsorgezulage und in der Anlage AV identisch vorzunehmen.

Zeilen 23 und 24


Anspruch auf Kinderzulage besteht für jedes Kind, für das mindestens einen Monat des Jahres 2011 Kindergeld an den Zulageberechtigten ausgezahlt worden ist. Hat der Auszahlungsberechtigte im Laufe des Jahres 2011 gewechselt, ist der Bezug für den ersten Anspruchszeitraum im Jahr 2011 (in der Regel Januar) maßgebend.

Anlage FW

In der Anlage FW (Förderung des Wohneigentums) können Sie Steuerbegünstigungen für eigengenutzte oder unentgeltlich überlassene Wohnungen im Inland beantragen. In Fällen des Miteigentums brauchen Sie für jede Wohnung nur eine Anlage FW der jeweiligen Steuererklärung beizufügen. Das gilt auch, wenn Ehegatten gemeinsam Eigentümer einer Wohnung sind.
Geben Sie bitte in den Zeilen 4 und 5 der Anlage FW in jedem Fall die Lage der Wohnung und die Eigentumsverhältnisse an.
Machen Sie erstmals Anschaffungs- oder Herstellungskosten geltend, fügen Sie bitte eine Einzelaufstellung bei, in der neben dem gezahlten Rechnungsbetrag auch das Rechnungsdatum, der Gegenstand der Leistung sowie das ausführende Unternehmen angegeben sind.
Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln (vergleichen Sie Zeile 22) sind von den entsprechenden Aufwendungen abzuziehen.

Zeilen 7 und 8


Tag der Anschaffung ist der Tag, an dem Besitz, Gefahr, Nutzung und Lasten der Wohnung auf Sie übergegangen sind. Tag der Fertigstellung ist der Tag, an dem die wesentlichen Bauarbeiten abgeschlossen worden sind und das Objekt erstmals bestimmungsgemäß genutzt werden konnte.

Zeilen 9 und 10


Den Abzugsbetrag nach § 10 e EStG/§ 15 b BerlinFG können Sie nur für eine Wohnung in Anspruch nehmen (Objektbeschränkung; vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 15 und 16).

Zeilen 11 bis 14


Nach § 7 des Fördergebietsgesetzes können Aufwendungen für ein zu eigenen Wohnzwecken genutztes Gebäude im Beitrittsgebiet, die auf vor dem 01.01.1999 vorgenommene Herstellungs- oder Erhaltungsarbeiten entfallen, im Jahr der Zahlung und in den folgenden neun Jahren jeweils bis zu 10 Prozent wie Sonderausgaben abgezogen werden.
Nach § 10 f EStG sind Aufwendungen für Städtebausanierungsmaßnahmen im Sinne des § 177 des Baugesetzbuchs begünstigt, die für Gebäude in einem förmlich festgelegten Sanierungs- oder Entwicklungsgebiet aufgewendet werden. Entsprechendes gilt für Maßnahmen, die der Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung eines Gebäudes dienen, das wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben soll, und zu deren Durchführung sich der Eigentümer neben bestimmten Modernisierungsmaßnahmen gegenüber der Gemeinde verpflichtet hat. Voraussetzung ist der Nachweis durch eine Bescheinigung der zuständigen Gemeindebehörde, dass Sie Baumaßnahmen in dem genannten Sinne durchgeführt und die Aufwendungen hierfür selbst getragen haben.
Ebenso können Aufwendungen für Baumaßnahmen an Baudenkmalen in der vorgenannten Weise wie Sonderausgaben abgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen durch eine amtliche Bescheinigung nachgewiesen werden.
Die Steuerbegünstigung nach § 10 f EStG können Sie nach Abschluss der Baumaßnahmen berücksichtigen.
Die Abzugsbeträge nach § 10 f EStG können Sie nur bei einem Gebäude beanspruchen. Ehegatten, die im Inland nicht dauernd getrennt leben, können die Begünstigung bei insgesamt zwei Gebäuden in Anspruch nehmen. Der Objektverbrauch ist auch eingetreten, wenn erhöhte Absetzungen nach den §§ 82 g, 82 i EStDV für nach dem 31.12.1986 fertig gestellte Baumaßnahmen an einem selbstbewohnten Gebäude wie Sonderausgaben berücksichtigt worden sind.

Zeilen 15 und 16


Bauherren und Erwerber einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung im eigenen Haus können die Steuervergünstigungen nach § 10 e EStG in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass vor dem 01.01.1996 der Kaufvertrag abgeschlossen oder mit der Herstellung begonnen worden ist. Als Herstellungsbeginn gilt bei Objekten, für die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wird; bei baugenehmigungsfreien Objekten, für die Bauunterlagen einzureichen sind, der Zeitpunkt, in dem die Bauunterlagen eingerecht werden.
Bei der Steuervergünstigung nach § 10 e EStG können Sie einen Abzugsbeitrag wie Sonderausgaben berücksichtigen. Der Abzugsbetrag bemisst sich nach einem bestimmten Prozentsatz der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich 50 Prozent der Anschaffungskosten des dazugehörenden Grund und Bodens (ergibt zusammen die so genannte Bemessungsgrundlage). Die Bemessungsgrundlage wird begrenzt auf 168.740 Euro. Haben Sie den Kaufvertrag für eine Wohnung, die mehr als zwei Kalenderjahre vor der Anschaffung fertig gestellt worden ist, nach dem 31.12.1993 geschlossen, beträgt die Bemessungsgrundlage höchstens 76.694 Euro.
Wurde nach dem 30.09.1991 der Bauantrag gestellt oder mit den Bauarbeiten begonnen oder der Kaufvertrag abgeschlossen, beträgt der Abzugsbetrag in den ersten vier Jahren jeweils bis zu 6 Prozent und in den folgenden vier Jahren - wie auch in den übrigen Fällen - jeweils bis zu 5 Prozent der Bemessungsgrundlage. Diesen Abzugsbetrag können Sie im Jahr der Anschaffung oder Fertigstellung und in den folgenden sieben Jahren in Anspruch nehmen, wenn Sie die Wohnung in dem jeweiligen Kalenderjahr auch tatsächlich selbst bewohnen. Für das Jahr der Anschaffung oder Herstellung geht deshalb der Abzugsbetrag verloren, wenn Sie in diesem Jahr nicht eingezogen sind. Wenn Sie nach dem 31.12.1991 den Bauantrag gestellt oder - falls ein solcher nicht erfolgreich war - mit den Bauarbeiten begonnen oder den Kaufvertrag abgeschlossen haben, steht Ihnen der Abzugsbetrag für das Jahr nicht zu, in dem Ihr Gesamtbetrag der Einkünfte 61.355 Euro (bei Zusammenveranlagung 122.710 Euro) überstiegen hat.
Bei Miteigentum an einer Wohnung ist der Abzugsbetrag aufzuteilen.
Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch dann vor, wenn die Wohnung einem Kind unentgeltlich zur Nutzung überlassen wird, für das Ihnen Kindergeld oder ein Kinderfreibetrag gewährt wird. Nicht begünstigt sind vermietete und unentgeltlich an andere Personen zur Nutzung überlassene Wohnungen, es sei denn, es werden nur Teile einer ansonsten zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung unentgeltlich überlassen (beachten Sie jedoch die Erläuterungen zur Zeile 17). Von der Förderung ausgeschlossen sind ebenfalls Ferien- und Wochenendwohnungen, die nicht zur dauernden Nutzung geeignet sind oder in einem Sondergebiet liegen, soweit nicht ausnahmsweise ein Dauerwohnen in diesem Gebiet ausdrücklich zugelassen ist.
Haben Sie Ihre eigengenutzte Wohnung erweitert oder weiteren Wohnraum ausgebaut, kreuzen Sie das entsprechende Auswahlfeld in Zeile 6 an, denn auch für diese Herstellungskosten kann der Abzugsbetrag in Anspruch genommen werden, wenn mit der Herstellung vor dem 01.01.1996 begonnen wurde. Die Flächenangaben in den Zeilen 8 und 9 dienen dazu, jene Räume der Wohnung von der Steuerbegünstigung auszuschließen, die Sie zur Einkunftserzielung nutzen; denn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für die vermieteten Räume müssen von der Bemessungsgrundlage ausgeschieden werden. Entsprechendes gilt für Räume, die aufgrund eines vorbehaltenen Nutzungsrechts nicht selbst genutzt werden können.
Den Abzugsbetrag nach § 10 e EStG/§ 15 b BerlinFG können Sie nur für eine Wohnung in Anspruch nehmen (Objektbeschränkung). Der begünstigte Ausbau oder die begünstigte Erweiterung einer Wohnung gelten ebenfalls als ein Objekt. Entsprechendes gilt für den Miteigentumsanteil an einer Wohnung, es sei denn, sie gehört zusammen lebenden und im Inland wohnenden Ehegatten. Wird die Anlage für eine Grundstückgemeinschaft abgegeben, ist zusätzlich gegebenenfalls auf einem besonderen Blatt anzugeben, welcher Miteigentümer die Vergünstigung für ein früheres Objekt beansprucht hat. Vor dem 01.01.1987 angeschaffte oder fertig gestellte Objekte, für die erhöhte Absetzungen nach § 7 b EStG/§ 15 BerlinFG vorgenommen worden sind, werden bei der Objektbeschränkung angerechnet.
Nicht angerechnet werden hingegen solche Gebäude, für die der Antrag auf Baugenehmigung vor dem 01.01.1965 gestellt worden ist.
Ehegatten, die im Inland nicht dauernd getrennt leben, können die Begünstigung für insgesamt zwei Objekte in Anspruch nehmen. Waren Sie aber bereits zum Zeitpunkt der Anschaffung oder Fertigstellung der Wohnung verheiratet, kann der Abzugsbetrag nicht gleichzeitig für beide Wohnungen nebeneinander berücksichtigt werden, wenn die beiden Wohnungen im räumlichen Zusammenhang zueinander liegen.

Zeile 16

Nachholung von Abzugsbeträgen aufgrund nachträglicher Anschaffungs-/Herstellungskosten


Haben Sie vor 2011 für die Wohnung den Abzugsbetrag in Anspruch genommen und sind 2011 nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten entstanden, können Sie hierfür den Abzugsbetrag nachholen. Nachträgliche Anschaffungskosten des Gund und Bodens sind zum Beispiel Erschließungsbeiträge; nachträgliche Herstellungskosten des Gebäudes sind zum Beispiel Aufwendungen für den Einbau neuer, bisher nicht vorhandener Anlagen (zum Beispiel eines Bades).
Bei Ausbauten und Erweiterungen an einer eigengenutzten Wohnung bilden allein ihre Herstellungskosten (ohne Altbausubstanz) die Bemessungsgrundlage für den Abzugsbetrag.
Soweit die Wohnung eigenbetrieblich/beruflich genutzt oder vermietet wird, sind die nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu kürzen. Die Nachholung ist insgesamt nur bis zur höchstmöglichen Förderung zulässig. Dies sind im Fall des § 10 e EStG für jedes Jahr 5 Prozent oder 6 Prozent und im Fall des § 15 b Absatz 1 Berlin FG für die ersten beiden Jahre je 10 Prozent, ab dem dritten Jahr je 3 Prozent. Hinsichtlich der Bemessungsgrundlage und der Prozentsätze beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 15 und 16.

Nachholung bisher nicht in Anspruch genommener Abzugsbeträge


Soweit der Abzugsbetrag von 2011 nicht mit dem vollen Prozentsatz ausgenutzt worden ist, können Sie ihn 2011 nachholen. Haben Sie nach dem 30.09.1991 den Bauantrag gestellt oder mit den Bauarbeiten begonnen oder den Kaufvertrag abgeschlossen, können Sie die nicht ausgenutzten Abzugsbeträge bis zum Ende des achtjährigen Abzugszeitraums nachholen. In den anderen Fällen können die Abzugsbeträge nur bis zum dritten Jahr nach der Anschaffung/Herstellung nachgeholt werden. Die Nachholung nicht beanspruchter Abzugsbeträge der Vorjahre ist auch dann zulässig, wenn Sie 2011 wegen Überschreitung der Einkommensgrenze keinen Abzugsbetrag erhalten können. Voraussetzung ist im Übrigen, dass Ihnen für das Jahr, für das Sie nachholen, der Abzugsbetrag dem Grunde nach zustand.

Zeile 17


Nach § 10 h EStG können Sie von den Aufwendungen zur Herstellung einer Wohnung (Altbausubstanz bleibt unberücksichtigt) im Jahr der Fertigstellung und in den drei folgenden Jahren jeweils bis zu 6 Prozent (höchstens jeweils 10.124 Euro) und in den vier folgenden Jahren jeweils bis zu 5 Prozent (höchstens jeweils 8.437 Euro) wie Sonderausgaben abziehen. Voraussetzung ist insbesondere, dass Sie

  • die Wohnung in Ihrem eigenen inländischen Gebäude errichten, in dem Sie auch selbst wohnen
  • die Wohnung Ihren Kindern, Enkelkindern, Elter, Großeltern oder Geschwistern unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen (Angaben bitte auf einem gesonderten Blatt nachreichen)
  • nach dem 30.09.1991 den Bauantrag gestellt oder mit den Bauarbeiten begonnen haben
  • vor dem 01.01.1996 mit der Herstellung begonnen haben. Als Herstellungsbeginn gilt bei Baumaßnahmen, für eine die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wird; bei baugenehmigungsfreien Baumaßnahmen, für die Bauunterlagen einzureichen sind, der Zeitpunkt, in dem die Bauunterlagen eingereicht werden.

Der Abzugsbetrag steht Ihnen jedoch für das Jahr nicht zu, in dem Ihr Gesamtbetrag der Einkünfte 61.355 Euro (bei Zusammenveranlagung 122.710 Euro) überstiegen hat.

Zeile 18


Gehören zu Ihrem Haushalt Kinder, für die Ihnen Kindergeld oder ein Kinderfreibetrag zusteht, und haben Sie für Ihre eigengenutzte Wohnung den Abzugsbetrag nach § 10 e EStG/§ 15 BerlinFG in den Zeilen 15 und 16 beantragt, vergessen Sie bitte nicht, auch die Steuerermäßigung für Kinder nach § 34 f Absatz 2 oder 3 EStG geltend zu machen. Die Ermäßigung besteht in einem Abzug von der Steuer, den das Finanzamt für jedes im Abzugszeitraum zu Ihrem Haushalt gehörende Kind in Höhe von 512 Euro vornehmen wird. Tragen Sie deshalb in Zeile 18 die Zahl der Kinder ein, die im Abzugszeitraum zu Ihrem Haushalt gehört haben.
Für Objekte, die nach dem 31.12.1991 fertig gestellt oder angeschafft wurden, darf die Steuerermäßigung für den gesamten Abzugszeitraum nicht höher sein als die Bemessungsgrundlage für den Abzugsbetrag.
Soweit sich die Steuerermäßigung nach § 34 f EStG bei einer Wohnung, für die Sie nach dem 30.09.1991 den Bauantrag gestellt, mit den Bauarbeiten begonnen oder den Kaufvertrag abgeschlossen haben, nicht auswirkt, ist ein Abzug von der Steuer der zwei vorangegangenen Jahre möglich. Wirkt sich der Abzug auch in den Jahren 2009 und 2010 nicht vollständig aus, kann er auf künftige Jahre vorgetragen werden.

Anlage KAP

Wann ist die Anlage KAP auszufüllen?


Grundsätzlich ist die Einkommensteuer auf Kapitalerträge durch den Steuerabzug abgegolten (Abgeltungssteuer) und das Ausfüllen des Formulares Anlage KAP entbehrlich. Angaben zur Ihren Einkünften aus Kapitalvermögen sind in der Anlage KAP dennoch erforderlich wenn
  • die Kapitalerträge nicht dem Steuerabzug unterlegen haben,
  • keine Kirchensteuer auf Kapitalerträge einbehalten wurde, obwohl Sie kirchensteuerpflichtig sind,
  • Sie den Steuereinbehalt dem Grunde oder der Höhe nach überprüfen lassen möchten,
  • durch Sie ein Antrag auf Günstigerprüfung gestellt wird. Das Finanzamt wird dann prüfen, ob die tarifliche Besteuerung Ihrer Kapitalerträge gegenüber dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent zu einer Steuerentlastung führt oder
  • die abgeltende Wirkung des Steuerabzugs aufgrund der Ausnahmeregelung des § 32d Absatz 2 EStG nicht in Betracht kommt.

Füllen Sie das Formluar Anlage KAP bitte stets auch aus wenn,
  • einbehaltene inländische Kapitalertragsteuer, einbehaltener Solidaritätszuschlag, einbehaltene Kirchensteuer im Zusammenhang mit anderen Einkunftsarten anzurechnen oder zu erstatten sind oder
  • anzurechnende Quellensteuern nach der Zinsinformationsverordnug (ZIV) einbehalten wurden.

Die Anlage KAP ist in verschiedene Bereiche gegliedert:

  1. Anträge (Zeile 4 und 5),
  2. Erklärung zur Kirchensteuerpflicht (Zeile 6),
  3. Kapitalerträge, die dem Steuerabzug unterlegen haben (Zeile 7 bis 13),
  4. Sparer-Pauschbetrag (Zeile 14 und 14a),
  5. Kapitalerträge, die nicht dem Steuerabzug unterlegen haben (Zeile 15 bis 21),
  6. Kapitalerträge, die der tariflichen Einkommensteuer unterliegen (Zeile 22 bis 26),
  7. Erträge aus Beteiligungen, die gesondert und einheitlich festgestellt werden (Zeile 31 bis 48)
  8. Steuerabzugsbeträge, anzurechnende Steuern aus Kapitalerträgen, Beteiligungen und anderen Einkunftsarten sowie anzurechnende Quellensteuern nach der Zinsinformationsverordnung (Zeile 49 bis 58).

Beträge in ausländischer Währung rechnen Sie bitte nach dem maßgeblichen Kurs zum Zeitpunkt des Zu- oder Abflusses um; geben Sie Kurs und Zeitpunkt auf einem besonderen Blatt an und reichen Sie dieses nach.
Bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen ist als Werbungskosten ein Betrag von 801 Euro (Sparer-Pauschbetrag) abzuziehen. Der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ist grundsätzlich ausgeschlossen. Bei zusammenveranlagten Ehegatten wird ein gemeinsamer Sparer-Pauschbetrag von 1.602 Euro gewährt. In Ausnahmefällen kann statt des Sparer-Pauschbetrags ein Abzug tatsächlicher Werbungskosten in Betracht kommen. Darauf wird an den entsprechenden Stellen dieser Erläuterung hingewiesen.
Erklären Sie in den Zeilen 7 bis 13 und/oder 32 bis 38 Kapitalerträge, die dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben, erläutern Sie bitte durch Anhaken des Feldes in Zeile 4 und/oder Zeile 5, ob Sie die Günstigerprüfung für sämtliche Kapitalerträge und/oder eine Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge wünschen. Die gegebenenfalls in die jeweilige Zeile der linken Spalte der Zeilen 7 bis 13 einzutragenden Werte entnehmen Sie bitte der Steuerbescheinigung der inländischen auszahlenden Stellen (zum Beispiel Kreditinstitut), die von dieser auf Verlangen ausgestellt wird. In der Steuerbescheinigung ist die jeweilige Zeile der Anlage KAP als Eintragungshilfe angegeben. Die bescheinigten Werte sind dementsprechend lediglich in das Formular Anlage KAP zu übertragen. Erforderlichenfalls sind die Werte mehrerer Steuerbescheinigungen zu einer Summe zusammenzufassen und in die jeweilige Zeile der Anlage KAP zu übernehmen.
Bitte vergessen Sie nicht die Eintragungen zur Höhe des beim Steuerabzug in Anspruch genommenen Sparer-Pauschbetrags in den Zeilen 14 und 14a, die Sie ebenfalls den Steuerbescheinigungen entnehmen können.

Jeder Ehegatte muss seine Angaben in einer eigenen Anlage KAP machen. Bei Gemeinschaftskonten sind die Kapitalerträge auf beide Ehegatten aufzuteilen.

Beantragen Sie die Günstigerprüfung, haken Sie bitte das Feld in der Zeile 4 an. Bei zusammenveranlagten Ehegatten kann der Antrag nur gemeinsam für beide Ehegatten erstellt werden. Es ist erforderlich, dass auch die Anlage KAP für den Ehegatten Ihrer gemeinsamen Steuererklärung ausgefüllt wird und hier ebenso das Feld in der Zeile 4 angehakt wird.
Für die Günstigerprüfung sind sämtliche Kapitalerträge zu erklären. Kapitalerträge, die von einer inländischen auszuzahlenden Stelle (zum Beispiel Kreditinstitut) gutgeschrieben werden, entnehmen Sie bitte der Steuerbescheinigung, die von dieser auf Verlangen ausgestellt wird. Haben Sie auch andere Kapitalerträge (zum Beispiel bei ausländischen Kreditinstituten) erhalten, tragen Sie diese bitte in die Zeilen 15 bis 21 ein, Erträge aus Beteiligungen in die Zeilen 31 bis 48. Die entsprechenden Steuerabzugsbeträge tragen Sie bitte in den Zeilen 49 bis 57 ein.

Liegt bei Ihnen insbesondere einer der folgenden Sachverhalte vor, können sie den Steuereinbehalt durch das Finanzamt überprüfen lassen, wenn

  • der Sparer-Pauschbetrag beim Steuerabzug nicht vollständig ausgeschöpft wurde,
  • beim Steuerabzug eine den tatsächlichen Kapitalertrag übersteigende Ersatzbemessungsgrundlage angewandt wurde, weil dem Kreditinstitut die Anschaffungskosten nicht bekannt waren,
  • beim Steuerabzug Verluste bei einem Kreditinstitut nicht oder zu niedrig berücksichtigt wurden und/oder
  • die Einkünfte nach einem Doppelbesteuerungsabkommen in Deutschland de Höhe nach nur begrenzt besteuert werden.

In diesen Fällen haken Sie bitte in das Feld in der Zeile 5 an, in der jeweiligen Zeile in der linken Spalte der Zeilen 7 bis 13 tragen Sie die Werte der betreffenden Steuerbescheinigung und gegebenenfalls in der rechten Spalte den jeweiligen korrigierten Betrag ein und erläutern Sie diesen im Feld daneben.

Wurde neben der Kapitalertragsteuer keine Kirchensteuer einbehalten, müssen Sie das Feld in Zeile 6 auswählen. Die Kapitalertragsteuer, die von einer inländischen auszahlenden Stelle (zum Beispiel Kreditinstitut) einbehalten worden ist, entnehmen Sie bitte der Steuerbescheinigung, die von dieser auf Verlangen ausgestellt wird. In diesem Fall ist es ausreichend, nur die Kapitalertragsteuer in Zeile 49 und den Solidaritätszuschlag in Zeile 50 einzutragen. Wenn Sie in diesem Zusammenhang auch die Minderung der Kapitalertragsteuer begehren, haken Sie bitte zusätzlich das Feld in Zeile 5 an und machen Sie bitte auch Angaben zur Höhe der Kapitalerträge (Zeile 7) und zum in Anspruch genommenen Sparer-Pauschbetrag (Zeile 14 und 14a).

In den Zeilen 14 und 14a ist stets die Höhe des aufgrund von Freistellungsaufträgen bereits in Anspruch genommenen Sparer-Pauschbetrags für sämtliche Kapitalerträge einzutragen (gegebenenfalls mit "0"). Bei zusammenveranlagten Ehegatten ist in den Fällen, in denen der andere Ehegatte keine Anlage KAP abgegeben hat, der von beiden Ehegatten in Anspruch genommene Sparer-Pauschbetrag, soweit er nicht bereits in Zeile 14 eingetragen wurde, in Zeile 14a einzutragen.

Erklären Sie in den Zeilen 15 bis 21 Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben. Die Einkommensteuer auf diese Kapitalerträge beträgt 25 Prozent. Seitens des Finanzamts wird dabei anrechenbare ausländische Steuer und eine Ermäßigung bei Kirchensteuerpflicht berücksichtigt. In diesem Fall ist auch eine Eintragung zum Sparer-Pauschbetrag in Zeile 14a erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass Kreditinstitute in EU-Mitgliedstaaten, die keine Quellensteuer erheben, verpflichtet sind, dem Wohnsitzstaat den Zufluss von Zinsen zu melden.

Zeile 15


Hierzu gehören zum Beispiel Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds (auch wenn diese in einem inländischen Bankdepot verwahrt werden), Erträge bei ausländischen Kreditinstituten (zum Beispiel Dividenden und Zinsen) sowie weitere Kapitalerträge, die bisher nicht dem Steuerabzug durch eine inländische Zahlstelle unterlegen haben (zum Beispiel Privatdarlehen unter fremden Dritten), und alle Veräußerungstatbestände, die Sie bitte zusätzlich in die Zeilen 16 bis 19 eintragen.
Einzutragen sind Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Kapitalanlagen (zum Beispiel Aktien, Fondsanteile, Termingeschäfte, weitere Kapitalforderungen jeder Art). Ermitteln sie bitte den Gewinn/Verlust aus der Veräußerung jeder einzelnen Kapitalanlage und reichen Sie die Berechnung auf einem besonderen Blatt nach. Voraussetzung ist, dass die Anschaffung dieser Wertpapiere nach dem 31.12.2008 erfolgt ist.
Hinsichtlich der steuerrechtlichen Behandlung von sogenannten Finanzinnovationen (zum Beispiel Zerobonds) und Wertpapieren ohne Kapitalrückzahlungsgarantie (zum Beispiel Zertifikate) gelten besondere Übergangsregelungen (§ 52a Absatz 10 Satz 7 fortfolgende EStG).

Zeilen 16, 17 und 19


Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Aktien sind gesondert einzutragen, da Verluste lediglich mit Gewinnen aus Aktienveräußerungen verrechnet werden dürfen.
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung übriger Kapitalanlagen sind ebenfalls gesondert einzutragen, weil unterschiedliche Verlustverrechnungen möglich sind (zum Beispiel Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen können auf Antrag mit Alt-Verlusten aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden; der Antrag kann in Zele 59 gestellt werden).

Zeile 20


Stillhalteprämien, die für die Einräumung von Optionen vereinnahmt werden, tragen Sie bitte in Zeile 20 ein.

Zeile 21


Bitte denken Sie daran, in Zeile 21 die Erstattungszinsen einzutragen, die Sie im Jahr 2011 vom Finanzamt erhalten haben.

In bestimmten Fällen unterliegen Kapitalerträge der tariflichen Steuer und nicht dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent. Hierzu gehören

  • der Hinzurechnungsbetrag nach § 10 AStG (Zeile 22),
  • laufende Kapitalerträge aus sonstigen Kapitalforderungen jeder Art, aus stiller Gesellschaft und aus partiarischen Darlehen sowie Veräußerungen dieser Kapitalanlagen (Zeile 23 und 24),
  • Kapitalerträge aus einer unternehmerischen Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, wenn dies beantragt wird (Zeile 25 und 26).

Zeilen 23 und 24


Haben Sie einer Ihnen nahe stehenden Person zum Beispiel ein Darlehen gewährt, sind die daraus erzielten Erträge abzüglich der darauf entfallenden Werbungskosten als Einkünfte nicht in Zeile 15, sondern in Zeile 23 zu erklären, soweit die den Kapitalerträgen entsprechenden Aufwendungen beim Schuldner Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind. Darlehen an Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften, an denen Sie zu mindestens 10 Prozent beteiligt sind, sowie für sogenannte back-to-back-Finanzierungen sind hier ebenfalls einzutragen. Die auf diese Kapitalerträge entfallenden Steuerabzugsbeträge tragen Sie bitte in die Zeilen 55 bis 57 ein.
Ein Sparer-Pauschbetrag wird für diese Erträge nicht gewährt.

Zeilen 25 und 26


Sind Sie unmittelbar oder mittelbar

  • zu mindestens 25 Prozent an einer Kapitalgesellschaft beteiligt oder
  • zu mindestens 1 Prozent an einer Kapitalgesellschaft beteiligt und beruflich für diese tätig,

können auf Antrag die Kapitaleinkünfte mit dem tariflichen Einkommensteuersatz besteuert werden. Dazu haken Sie in Zeile 25 das Feld an.
Eine Nachholung des Antrags nach erstmaliger Abgabe der Einkommensteuererklärung (zum Beispiel im Einspruchverfahren) ist für das betreffende Kalenderjahr nicht möglich. Der Antrag gilt, solange er nicht widerrufen wird, auch für die folgenden vier Veranlagungszeiträume, ohne dass die Antragsvoraussetzungen erneut zu belegen sind. Die Widerrufserklärung muss dem Finanzamt spätestens zusammen mit der Einkommensteuererklärung für den Veranlagungszeitraum zugehen, für den sie erstmalig gelten soll. Nach einem Widerruf ist ein erneuter Antrag für diese Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft nicht mehr zulässig. Bezeichnen Sie die Gesellschaft in Zeile 26.
Die auf diese Kapitalerträge entfallenden Steuerabzugsbeträge tragen Sie bitte in die Zeilen 55 bis 57 ein. Einbehaltene ausländische Quellensteuer erklären Sie bitte nicht in den Zeilen 52 und 53, sondern in der Anlage AUS.
Sind Ihnen in diesem Zusammenhang Werbungskosten entstanden, ziehen Sie diese bitte bei der Ermittlung der Einkünfte von den Erträgen ab und tragen das Ergebnis in Zeile 26 an. Bitte beachten Sie, dass für die Einnahmen und Werbungskosten das Teileinkünfteverfahren Anwendung findet. Eine entsprechende Kürzung wird vom Finanzamt vorgenommen.
Der Sparer-Pauschbetrag wird für diese Erträge nicht gewährt.

Zeilen 31 bis 48


Bitte geben Sie zunächst in Zeile 31 an, welcher Beteiligung die in den Zeilen 32 bis 48 erklärten Erträge entstammen. Geben Sie bitte auch das Feststellungsfinanzamt und die Steuernummer an.
Die anteiligen Einnahmen ordnen Sie bitte entsprechend der gesonderten und einheitlichen Feststellung den Zeilen 32 bis 48 zu. In diesem Fall ist auch eine Eintragung zum Sparer-Pauschbetrag in Zeile 14a erforderlich.
Anzurechnende Steuern aus Beteiligungen, soweit sie die Zeilen 32 bis 36 betreffen, geben Sie bitte in den Zeilen 49 bis 54 an; soweit sie die Zeilen 47a und 48 betreffen, geben Sie diese bitte in den Zeilen 55 und 57 an.

Zeile 49 bis 54


Die von den Erträgen der Zeilen 7 bis 11 und aus Beteiligungen (Zeile 31 bis 36) einbehaltene Kapitalertragsteuer geben Sie bitte in Zeile 49 an.
Die einbehaltenen Kirchensteuern und Solidaritätszuschläge zur Kapitalertragsteuer tragen Sie bitte in den Zeilen 50 und 51 ein.
Die bereits durch das Kreditinstitut angerechnete ausländische Steuer ist in der Zeile 52, die noch nicht angerechnete ausländische Steuer in der Zeile 53 einzutragen.
Im Ausnahmefall kann das Kreditinstitut die Abzugsfähigkeit von Quellensteuern nicht beurteilen (zum Beispiel bei fiktiver Quellensteuer mit besonderen Anrechnungsvoraussetzungen). Tragen Sie diese fiktive Steuer bitte in Zeile 54 ein und reichen Sie geeignete Nachweise nach.

Zeile 55 bis 57


Anrechnungsbeträge, die zu Erträgen in den Zeilen 23 bis 26, zu Erträgen aus Beteiligungen (Zeile 47 a und 48) und zu Einnahmen aus anderen Einkunftsarten gehören (zum Beispiel zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb oder aus Vermietung und Verpachtung), erklären Sie bitte in den Zeilen 55 und 57.
Die anzurechnenden Beträge weisen Sie bitte anhand von Steuerbescheinigungen im Original nach.

Zeile 58


In den Staaten/Gebieten

  • Luxemburg, Österreich
  • Schweizerische Eidgenossenschaft, Fürstentum Liechtenstein, Republik San Marino, Fürstentum Monaco, Fürstentum Andorra
  • Guernsey, Jersey, Isle of Man, Britische Jungferninseln, Turks- und Caicosinseln, Niederländische Antillen

wird eine Quellensteuer auf Zinszahlungen erhoben. Da diese Quellensteuer in voller Höhe auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet wird, tragen Sie diese bitte nicht in die Anlauge AUS, sondern in Zeile 58 ein.
Bitte weisen Sie die ausländischen Steuern durch eine Bescheinigung im Original nach.

Zeile 61


Einkünfte aus Gesellschaften/Gemeinschaften/ähnlichen Modellen im Sinne des § 15b EStG tragen Sie bitte ausschließlich hier ein. Die Einnahmen und Werbungskosten dürfen nicht in dien vorangegangenen Zeilen enthalten sein. Weitere Angaben zur Bezeichnung der Steuerstundungsmodelle, der Höhe der Einnahmen und der Werbungskosten reichen Sie bitte auf einem besonderen Blatt nach.

Anlage Kind

Beim Familienleistungsausgleich wird im Laufe des Jahres in der Regel Kindergeld gezahlt. Nach Ablauf des Kalenderjahres prüft das Finanzamt im Rahmen einer Veranlagung zur Einkommensteuer, ob ein Kinderfreibetrag (2.184 Euro oder 4.368 Euro bei zusammenveranlagten Eltern) und zusätzlich ein Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes (1.320 Euro oder 2.640 Euro bei zusammenveranlagten Eltern) abzuziehen sind oder ob es beim Kindergeld verbleibt (beachten Sie bitte auch die Erläuterungen zu den Zeilen 38 bis 41). Bei Abzug dieser Freibeträge wird der für das Kalenderjahr bestehende Anspruch auf Kindergeld der Einkommensteuer hinzugerechnet. Die Freibeträge werden jedoch stets bei der Berechnung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer berücksichtigt. Füllen Sie bitte auch dann für jedes Kind eine Anlage Kind aus, wenn Sie entsprechende Angaben bereits gegenüber der Familienkasse gemacht haben.
Kinder, für die keine Freibeträge für Kinder gewährt werden können (zum Beispiel wegen Überschreitens der Altersgrenze oder während der Dauer des gesetzlichen Grundwehrdienstes), sind nicht in der Anlage Kind einzutragen. Unterhaltszahlungen an diese Kinder können gegebenenfalls als außergewöhnliche Belastungen in der Anlage Unterhalt geltend gemacht werden (beachten Sie bitte die Erläuterungen zur Anlage Unterhalt).

Zeilen 4 bis 8


Angaben zu Kindern sind unabhängig davon vorzunehmen, ob sie in der Lohnsteuerbescheinigung ansgewiesen sind oder nicht. Geben Sie bitte bei Ihren volljährigen Kindern auch an, ob diese verheiratet sind (vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 21 bis 26)
Es sind auch Kinder einzutragen, die im Inland keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hatten. Geben Sie in diesem Fall in Zeile 7 bitte auch den Staat an, in dem das Kind 2011 wohnte.
Bei Kindern, die sich lediglich zum Zwecke der Berufsausbildung im Ausland aufhalten, aber weiterhin zum Hauhalt der Eltern gehören oder über einen eigenen Haushalt im Inland verfügen, ist die Anschrift im Inland einzutragen.
Für Kinder, die weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hatten, werden die Freibeträge für Kinder bei Ländern der Ländergruppe 2 um ein Viertel, bei Ländern der Ländergruppe 3 um die Hälfte und bei Ländern der Ländergruppe 4 um drei Viertel gekürzt. Zur Ländergruppeneinteilung beachten Sie bitte die Tabelle bei der Hilfe zur Anlage Unterhalt.
Die Angaben in den Zeilen 4 bis 8 dienen der Prüfung, ob die Freibeträge für Kinder für jedes einzelne Kind unter Anrechnung des Anspruchs auf Kindergeld abzuziehen sind oder ob es beim Kindergeld verbleibt. Tragen Sie bitte für jedes einzelne Kind den für 2011 bestehenden Anspruch auf Kindergeld ein (monatlich für das erste und zweite Kind je 184 Euro/jährlich je 2.208 Euro, für das dritte Kind 190 Euro/jährlich 2.280 Euro und ab dem vierten Kind je 215 Euro/jährlich 2.580 Euro). Einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen (zum Beispiel ausländisches Kindergeld, Kinderzuschüsse aus der gesetzlichen Unfall- und Rentenversicherung) tragen Sie bitte ebenfalls ein.
Beispiel: Für das im Dezember 2011 geborene Kind haben die Eltern einen Kindergeldanspruch in Höhe von 184 Euro. Dieses Kindergeld wird jedoch erst im Januar 2012 ausgezahlt. Gleichwohl sind in Zeile 6 in der Anlage Kind 2011 der Betrag von 184 Euro einzutragen.
Auch derjenige Elternteil hat einen Anspruch auf Kindergeld, dem das Kindergeld nicht unmittelbar ausgezahlt, sondern bei der Bemessung seiner Unterhaltsverpflichtung berücksichtigt wird. In diesen Fällen ist beim anderen Elternteil nicht der volle Anspruch, sondern nur die Hälfte anzusetzen. Das gilt auch dann, wenn der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf auf einen Elternteil übertragen wurde (beachten Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 38 bis 41).
Hat dagegen ein Elternteil Anspruch auf den vollen Kinderfreibetrag, weil der halbe Kinderfreibetrag des anderen Elternteils auf ihn übertragen wurde, ist bei diesem der volle Anspruch auf Kindergeld anzusetzen, und zwar unabhängig davon, an wen das Kindergeld ausgezahlt wurde.

Zeilen 9 bis 12 und 38 bis 41


Kinder sind leibliche Kinder, angenommene Kinder (Adoptivkinder) und Pflegekinder. Ist das Kindschaftsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem leiblichen Kind vor dem 01.01.2011 durch Adoption erloschen, dürfen Sie dieses Kind nicht mehr angeben. Haben Sie ein Kind im Laufe des Jahres 2011 angenommen, teilen Sie bitte dem Finanzamt das Datum mit. Entsprechendes gilt, wenn Ihr leibliches Kind im Laufe des Jahres bei einer anderen steuerpflichtigen Person Pflegekind oder Adoptivkind geworden ist.
Pflegekinder sind Kinder, mit denen Sie durch ein familienähnliches, auf längere Dauer berechnetes Band verbunden sind und die Sie nicht zu Erwerbszwecken in Ihren Haushalt aufgenommen haben. Voraussetzung ist, dass das Obhuts- und Pflegeverhältnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht.
Ist Ihr leibliches Kind bei einer anderen steuerpflichtigen Person ein Pflegekind, ist es ab diesem Zeitpunkt nur als Pflegekind zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt, wenn eine andere Person Ihr Kind adoptiert.
Ist der andere Elternteil verstorben, haben Sie Anspruch auf die vollen Freibeträge für Kinder. Entsprechendes gilt, wenn der andere Elternteil im Ausland lebte und nicht unbeschränkt steuerpflichtig war.Hierzu reichen Angaben in den Zeilen 10 und 11 aus.
Zur Berücksichtigung von Stief- und Enkelkindern beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 38 bis 41

Für Kinder unter 18 Jahren machen Sie Angaben nur in den Zeilen 4 bis 12, da die Höhe der eigenen Einkünfte und Bezüge bei Kindern dieser Altersgruppe unerheblich ist. Hat das Kind im Laufe des Jahres das 18. Lebensjahr vollendet, machen Sie zusätzlich in dem Zeilen 13 und 26 die entsprechenden Angaben.

Zeilen 13 bis 26


Für über 18 Jahre alte Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind außerdem Angaben in den Zeilen 13 bis 26 erforderlich. Volljährige Kinder können nur berücksichtigt werden, wenn ihre eigenen Einkünfte und Bezüge 8.004 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen (verlgeichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 21 bis 26) und sie

  • für einen Beruf ausgebildet worden sind (einschließlich Schulausbildung) oder

  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen konnten oder

  • ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr (Jugendfreiwilligendienstegesetz), einen europäischen/entwicklungspolitischen Freiwilligendienst, einen Freiwilligendienst aller Generationen (§ 2 Absatz 1a SGB VII) oder einen anderen Dienst im Ausland (§ 14b Zivildienstgesetz) geleistet haben.

Ein Kind ist auch für die Zeiten zu berücksichtigen, in denen es sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befand; dies gilt entsprechend für die Übergangszeit zwischen Beginn oder Ende eines Ausbildungsabschnitts und dem Beginn oder Ende des Wehr- oder Ersatzdienstes oder eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres im Sinne der Fördergesetze oder eines europäischen Freiwilligendienstes oder eines anderen Dienstes im Ausland im Sinne des § 14b Zivildienstgesetz.
Kinder ohne Beschäftigung können bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres berücksichtigt werden, wenn sie bei einer Agentur für Arbeit im Inland oder in Mitgliedstaaten der EU oder des EWR als Arbeit suchend gemeldet sind.
Für volle Kalendermonate, in denen diese Voraussetzungen nicht vorgelegen haben, wird kein Freibetrag für Kinder gewährt.
Kinder, die den gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zividienst oder freiwilligen Wehrdienst leisten oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausüben, können für diese Zeit nicht berücksichtigt werden. Stattdessen kann in diesen Fällen der Berücksichtigungszeitraum um die Dauer des inländischen gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienstes über das 21. oder 25. Lebensjahr hinaus verlängert werden, wenn das Kind noch ohne Beschäftigung war, sich in Berufsausbildung oder in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten befand. Tragen Sie die Dauer dieser Dienste in der vorgesehenen Spalte der Zeile 20 ein.
Ohne Altersbegrenzung werden Kinder berücksichtigt, die sich wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung nicht selbst unterhalten können. Voraussetzung ist jedoch, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist. Kinder, bei denen die Behinderung vor dem 01.01.2007 in der Zeit ab Vollendung des 25. Lebensjahres, aber vor Vollendung des 27. Lebensjahres eingetreten ist, sind auch berücksichtigungsfähig. Ein Kind ist außerstande, sich selbst finanziell zu unterhalten, wenn das Kind mit seinen eigenen Mitteln seinen gesamten Lebensbedarf nicht decken kann. Unterschreiten die Einkünfte und Bezüge des Kindes den Betrag von 8.004 Euro, ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass das Kind außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Übersteigen die Einkünfte und Bezüge des Kindes den Betrag von 8.004 Euro, ist der existenzielle Lebensbedarf des behinderten Kindes zu ermitteln. Dieser setzt sich aus dem Grundbedarf von 8.004 Euro und dem individuellen behinderungsbedingten Mehrbedarf (unter anderem Kosten für eine Heimunterbringung, Pflegebedarf in Höhe des gezahlten Pflegegeldes, gegebenenfalls Behinderten-Pauschbetrag) zusammen. Dem so ermittelten notwendigen Lebensbedarf sind die Einnahmen des Kindes gegenüber zu stellen. Dazu gehören neben Einkünften auch Bezüge, insbesondere die Eingliederungshilfe und der nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung zu bestimmende Wert der Verpflegung im Falle einer Heimunterbringung. Als Bezüge sind auch die steuerfreie Unfallrente des Kindes und das von der Pflegeversicherung gezahlte Pflegegeld anzusetzen.
Bitte reichen Sie für die über 18 Jahre alten Kinder die entsprechenden Unterlagen oder Bescheinigungen nach (zum Beispiel Schul- oder Studienbescheinigung, Ausbildungsvertrag oder Ausbildungsbescheinigung).
Verheiratete Kinder werden grundsätzlich ab dem der Eheschließung folgenden Monat nicht mehr berücksichtigt. Dies gilt nicht, wenn der Ehegatte des Kindes nicht in der Lage ist, für den Unterhalt des Kindes aufzukommen.

Zeilen 21 bis 26


Für Kinder über 18 Jahre kann ein Freibetrag für Kinder nur dann gewährt werden, wenn ihre Einkünfte und Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, nicht mehr als 8.004 Euro im Kalenderjahr betragen haben.
Der Betrag von 8.004 Euro vermindert sich um ein Zwölftel für jeden Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen für eine Berücksichtigung an keinem Tag vorgelegen haben. Bei Kindern, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem ausländischen Staat haben, ermäßigt sich die Grenze der Einkünfte und Bezüge des Kindes gegebenenfalls entsprechend den Verhältnissen des Wohnsitzstaates des Kindes (beachten Sie bitte die Ländergruppeneinteilung bei der Hilfe zur Anlage Unterhalt).
Zum Begriff der Einkünfte und Bezüge siehe auch die Erläuterungen zur Anlage Unterhalt. Sollten Sie nach Ablauf des Kalenderjahres 2011 die Höhe der eigenen Einkünfte und Bezüge bereits gegenüber der Familienkasse nachgewiesen haben, können Sie auch eine Ablichtung der dort gemachten Angaben nachreichen. In den Zeilen 21 und 24 sind die Einkünfte und Bezüge des Kindes einzutragen, die es im gesamten Kalenderjahr bezogen hat. Die Einkünfte und Bezüge sind auch dann für das ganze Kalenderjahr anzugeben, wenn das Kind erst im Laufe des Kalenderjahres das 18. Lebensjahr vollendet hat. In den Zeilen 22 und 25 sind die Einkünfte und Bezüge des Kindes einzutragen, die es im Berücksichtigungszeitraum bezogen hat.
Einkünfte und Bezüge im Monat des Wechsels von der Berufsausbildung/Beschäftigungslosigkeit zur Berufstätigkeit sind nicht anzusetzen, soweit sie auf den Zeitraum der Berufstätigkeit entfallen. Einkünfte und Bezüge im Heiratsmonat bleiben in den Zeilen 22 und 25 ebenfalls außer Betracht, soweit sie auf den Zeitraum nach der Eheschließung entfallen, wenn das Kind wegen der Heirat zukünftig nicht mehr berücksichtigt wird. Sonderzuwendungen (Urlaubs-/Weihnachtsgeld), die während der Berufsausbildung des Kindes zufließen, sind auf alle Monate der Berufsausbildung gleichmäßig zu verteilen. Sofern Ihr Kind auswärtig untergebracht und in Berufsausbildung war, geben Sie bitte in den Zeilen 23 und 26 die auf diesen Zeitraum entfallenden Einkünfte und Bezüge an.
Von den Einkünften und Bezügen eines Kindes sind besondere Ausbildungskosten abzuziehen, zum Beispiel Fahrtkosten zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte, Kosten für Arbeitsmittel und für Studiengebühren, nicht jedoch Aufwendungen für auswärtige Unterbringung sowie Mehraufwand für Verpflegung. Ist ein verheiratetes Kind zu berücksichtigen, wird ihm grundsätzlich die Hälfte des verfügbaren Einkommens seines Ehegatten als eigene Bezüge zugerechnet.

Zeilen 31 bis 37


Haben Sie als Versicherungsnehmer Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für die Absicherung Ihres Kindes getragen, sind diese bei Ihnen als Sonderausgaben abziehbar. Dies gilt sowohl für die Beiträge, die der Basisabsicherung dienen, als auch für darüber hinaus geleistete Beiträge.
Haben Sie im Rahmen der Unterhaltsverpflichtung Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung übernommen, die Ihr Kind (für das Sie Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder haben) als Versicherungsnehmer schuldet, können diese Beiträge bei Ihnen als Vorsorgeaufwendungen abgezogen werden. Dies gilt jedoch nur für die Beiträge, die der Basisabsicherung dienen. Machen Sie diese Beträge geltend, scheidet ein Abzug dieser Beträge als Sonderausgaben bei Ihrem Kind aus.
Bitte vergessen Sie nicht, in Zeile 4 die Identifikationsnummer des Kindes einzutragen.

Zeile 37


Eine Eintragung in Zeile 37 ist erfolderlich, wenn Sie oder Ihr Ehegatte die getrennte Veranlagung beantragen und Sie beide Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Ihr gemeinsames Kind haben. Die von Ihrem gemeinsamen Kind als Versicherungsnehmer geschuldeten und von Ihnen geleisteten Beiträge, können einvernehmlich aufgeteilt werden. Tragen Sie hierzu bitte den bei Ihnen zu berücksichtigenden Anteil ein. Der gemeinsame Antrag ist nach zu reichen. Erfolgt keine einvernehmliche Aufteilung der Beiträge, wird der hälftige Aufwand berücksichtigt.

Zeilen 38 bis 41


Bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern sowie bei Eltern nichtehelicher Kinder kann ein Elternteil in der Zeile 38 beantragen, dass der Kinderfreibetrag des anderen Elternteils auf ihn übertragen wird, wenn er, nicht aber der andere Elternteil, seine Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Kind für 2011 zu mindestens 75 Prozent erfüllt hat. Dies führt auch zur Übertragung des Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Die konkrete Höhe der Unterhaltsverpflichtung des anderen Elternteils sowie seine tatsächlichen Unterhaltsleistungen sind nachzuweisen (zum Beispiel durch Scheidungsurteil, Zahlungsbelege). Ist jedoch ein Elternteil, zum Beispiel mangels ausreichender eigener finanzieller Mittel, nicht zur Leistung von Unterhalt verpflichtet, kann der ihm zustehende Kinderfreibetrag nicht auf den anderen Elternteil übertragen werden. Eine einvernehmliche Übertragung des Kinderfreibetrags ist nicht möglich.
Bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern sowie bei Eltern nichtehelicher Kinder kann ein Elternteil abweichend vom Kinderfreibetrag die Übertragung des halben Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des anderen Elternteils in der Zeile 39 beantragen, sofern das minderjährige Kind bei dem anderen Elternteil nicht gemeldet war.
Der Kinderfreibetrag und der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf können einheitlich mit Zustimmung des leiblichen Elternteils auch auf einen Stiefelternteil oder auf Großeltern übertragen werden, wenn sie das Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben; eine monatsweise Übertragung der Freibeträge ist nicht möglich. In diesem Fall reichen Sie bitte die Anlage K mit den Unterschriften auf Papier nach.

Zeilen 42 bis 47


Voraussetzung für die Berücksichtigung des Entlastungsbetrages für Alleinerziehende von 1.308 Euro im Kalenderjahr ist unter anderem, dass Ihr Kind, für das Sie Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder haben, zu Ihrem Haushalt gehört. Dies wird stets angenommen, wenn das Kind in Ihrer Wohnung gemeldet ist. Ist das Kind auch noch bei einer anderen Person gemeldet, erhält derjenige den Entlastungsbetrag, der die Voraussetzungen auf Auszahlung des Kindergeldes erfüllt. Des Weiteren darf keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bestehen, für die Sie keinen Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder haben. Ausgenommen sind Kinder, die den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst leisten oder sich an Stelle des gesetzlichen Grundwehrdienstes freiwillig für die Dauer von nicht mehr als drei Jahren zum Wehrdienst verpflichtet haben oder eine vom gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausüben. Eine Haushaltsgemeinschaft (das heißt das gemeinsame Wirtschaften in einer gemeinsamen Wohnung) wird dabei immer dann vermutet, wenn eine andere Person mit Haupt- oder Nebenwohnsitz bei Ihnen gemeldet ist. Die Vermutung einer Haushaltsgemeinschaft kann, außer in den Fällen einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft oder eingetragenen Lebenspartnerschaft, widerlegt werden.
Für Alleinstehende, die verwitwet sind, kommt der Entlastungsbetrag ebenfalls in Betracht, wenn die vorstehenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen nicht vorgelegen haben, ermäßigt sich der Entlastungsbetrag um ein Zwölftel.

Zeilen 48 bis 50


Für ein auswärtig untergebrachtes volljähriges Kind, das sich in Berufsausbildung befindet, kann ein Freibetrag bis zu 924 Euro jährlich abgezogen werden. Das gilt nur dann, wenn Sie für das Kind Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder auf Kindergeld haben.
Bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern oder bei Eltern nichtehelicher Kinder wird der Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung grundsätzlich auf die Eltern je zur Hälfte aufgeteilt. Auf gemeinsamen Antrag der Eltern ist eine andere Aufteilung möglich. Die vorstehenden Ausführungen gelten für Großeltern sinngemäß.
Für im Ausland lebende Kinder wird der Freibetrag gegebenenfalls gekürzt (vergleichen Sie bitte die Tabelle in den Erläuterungen zur Anlage Unterhalt).
Eigene Einkünfte und Bezüge des volljährigen Kindes, die auf den Ausbildungszeitraum mit auswärtiger Unterbringung entfallen, werden von dem Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung abgezogen, jedoch grundsätzlich nur, soweit sie jährlich 1.848 Euro übersteigen. Ist ein verheiratetes Kind zu berücksichtigen, wird ihm grundsätzlich die Hälfte des verfügbaren Einkommens seines Ehegatten als eigene Bezüge zugerechnet.
Außerdem vermindert sich der Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung stets um Ausbildungshilfen aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten. Als Darlehen gewährte Leistungen werden nicht angerechnet.
Die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes tragen Sie bitte in den Zeilen 23 und 26 ein.
Für jeden vollen Monat, in dem eine der Voraussetzungen nicht vorgelegen hat, ermäßigt sich der Freibetrag zur Abgeltung eines Sonderbedarfs bei Berufsausbildung um ein Zwölftel.
Beachten Sie bitte, daß zur Ausbildung auch die Schulausbildung gehört.

Zeilen 51 bis 53


Besucht ein Kind, für das Sie Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder auf Kindergeld haben, im Inland oder einem anderen EU-/EWR-Staat eine Schule in freier Trägerschaft oder eine überwiegend privat finanzierte Schule, die zu einem allgemein bildenden oder berufsbildenden Schul-, Jahrgangs- oder Berufsabschluss führt, sind 30 Prozent des Entgelts bis zu einem Höchstbetrag von 5.000 Euro je Kind als Sonderausgaben abziehbar, wenn der – gegebenenfalls beabsichtigte – Abschluss von der im Inland zuständigen Stelle als gleichwertig anerkannt wurde. Bei der im Inland zuständigen Stelle kann es sich zum Beispiel um das jeweilige Bildungs- und Kultusministerium eines Bundeslandes, die Kultusministerkonferenz der Bundesländer, eine Zeugnisanerkennungsstelle oder um eine Schulbehörde handeln. Tragen Sie bitte das von Ihnen an die Schule entrichtete Entgelt, gemindert um Beträge für Beherbergung, Betreuung und Verpflegung, in Zeile 51 ein und reichen Sie die entsprechenden Belege (zum Beispiel Bescheinigung der Schule) über die Höhe des Schulgeldes und Bescheinigung der zuständigen Behörde über die Anerkennung des Abschlusses nach. Deutsche Schulen im Ausland sind den vorgenannten Schulen gleichgestellt.
Neben dem Schulgeld sind auch Investitionsbeiträge, Ergänzungsbeiträge und ähnlich bezeichntete Beiträge, die die Kosten des laufenden Schulbetriebs decken sollen, als Sonderausgaben abziehbar. Entgelte an Hochschulen und Fachhochschulen werden nicht berücksichtigt.
Beachten Sie bitte, dass der Höchstbetrag für jedes Kind, bei dem die Voraussetzungen vorliegen, je Elternpaar nur einmal gewährt wird.

Zeilen 54 und 56


Steht Ihrem Kind oder Enkelkind, für das Sie Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder auf Kindergeld haben, ein Behinderten oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag zu, können Sie diesen geltend machen, wenn das Kind den Pauschbetrag nicht selbst in Anspruch nimmt. Zur Höhe der Pauschbeträge vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 61 bis 64 des Hauptvordrucks.
Geben Sie den Grad der Behinderung an und reichen Sie die Nachweise nach, falls diese dem Finanzamt nicht bereits vorgelegen haben. Die notwendigen Nachweise erhalten Sie bei Behinderung von der für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörde (zum Beispiel Versorgungsamt); bei Hinterbliebenenbezügen ist der Nachweis durch amtliche Unterlagen (zum Beispiel Rentenbescheid des Versorgungsamts, der zuständigen Entschädigungsbehörde oder eines Trägers der gesetzlichen Unfallversicherung) zu erbringen. Der Rentenbescheid eines Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung genügt nicht als Nachweis. Der Behinderten-Pauschbetrag von 3.700 Euro kann auch bei Vorlage des Bescheids über die Einstufung als Schwerstpflegebedürftiger (Pflegestufe III) gewährt werden.
Ist bei geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Eltern oder bei Eltern nichtehelicher Kinder ein dem Kind zustehender Behinderten- oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag zu übertragen, werden diese Beträge grundsätzlich je zur Hälfte auf die Eltern aufgeteilt. Auf gemeinsamen Antrag beider Eltern kann der Pauschbetrag in einem beliebigen Verhältnis aufgeteilt werden.

Zeilen 61 bis 90


Sind Ihnen wegen Ihrer Erwerbstätigkeit Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes entstanden (erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten), das das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten, können diese in Höhe von zwei Drittel der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro je Kind, wie Betriebsausgaben und/oder Werbungskosten abgezogen werden. Eine Erwerbstätigkeit liegt vor, wenn Sie unter Einsatz Ihrer persönlichen Arbeitskraft einer auf Einkünfteerzielung gerichteten Beschäftigung nachgehen (dazu gehören auch Minijobs und nicht sozialversicherungspflichtige nichtselbständige Tätigkeiten). Im Falle des Zusammenlebens der Elternteile liegen erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten nur vor, wenn beide Elternteile erwerbstätig sind. Wird die Erwerbstätigkeit zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Urlaub unterbrochen, können auch die während der Zeit der Unterbrechung entstandenen Kinderbetreuungskosten wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden, längstens jedoch für einen zusammenhängenden Zeitraum von vier Monaten.
Nicht erwerbstätige Steuerpflichtige und zusammenlebende Eltern, bei denen nur ein Elternteil erwerbstätig ist, können zwei Drittel der Betreuungskosten für ihre Kinder, die das dritte, jedoch nicht das sechste Lebensjahr vollendet haben, als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.
Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zu Ihrem Haushalt gehörenden Kindes, das das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten und für das Ihnen Kindergeld oder ein Freibetrag für Kinder zusteht, sind unter folgenden weiteren Voraussetzungen als Sonderausgaben abzugsfähig:

  • Bestand kein gemeinsamer Haushalt der Elternteile, kommt ein Abzug von Kinderbetreuungskosten in Betracht, wenn die Aufwendungen wegen Ausbildung, körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung oder wegen Krankheit erwachsen. Die Krankheit muss innerhalb eines zusammenhängenden Zeitraums von mindestens drei Monaten bestanden haben, es sei denn, die Krankheit tritt unmittelbar im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung ein.

  • Bei zusammenlebenden Elternteilen müssen die vorstehend genannten Voraussetzungen entweder bei beiden Elternteilen vorliegen oder wenn ein Elternteil erwerbstätig ist, muss sich der andere Elternteil in Ausbildung befinden, körperlich, geistig oder seelisch behindert oder krank sein.


Geltend machen können Sie zum Beispiel Aufwendungen für
  • die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen sowie bei Tagesmüttern, Wochenmüttern und in Ganztagspflegestellen,
  • die Beschäftigung von Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen und Kinderschwestern,
  • die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie Kinder betreuen,
  • die Beaufsichtigung von Kindern bei der Erledigung der häuslichen Schulaufgaben.

Nicht berücksichtigt werden Aufwendungen für (Nachhilfe-) Unterricht, für die Vermittlung besonderer Fähigkeiten, für sportliche und andere Freizeitbetätigungen sowie für die Verpflegung des Kindes. Für im Ausland lebende Kinder wird der Höchstbetrag gegebenenfalls gekürzt (vergleichen Sie bitte die Tabelle in den Erläuterungen zur Anlage Unterhalt).
Die wie Betriebsausgaben/Werbungskosten (erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten) oder als Sonderausgaben berücksichtigungsfähigen Aufwendungen tragen Sie bitte unter Auswahl der Gründe in die dafür vorgesehenen Zeilen 62 bis 76 ein. Wenn eine direkte Zuordnung der Aufwendungen auf die jeweiligen Zeiträume nicht möglich ist, sind diese verhältnismäßig aufzuteilen. Sind Ihnen erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten entstanden, geben Sie bitte außerdem in den Zeilen 77 bis 80 und gegebenenfalls 83 bis 85 an, in welchem Umfang diese in den jeweiligen Gewinnermittlungen wie Betriebsausgaben bereits abgezogen wurden. Entfielen die erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten auf Einnahmen aus nichtselbständiger Tätigkeit, sind die wie Werbungskosten zu berücksichtigenden Kinderbetreuungskosten nicht in der Anlage N, sondern in Zeile 81 und gegebenenfalls in Zeile 86 erklären. Der einzutragende Wert der wie Werbungskosten zu berücksichtigenden Aufwendungen ist dabei um 1/3 der Aufwendungen zu kürzen.
Die Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten ist davon abhängig, dass Sie für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten haben und die Zahlung auf ein Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist. Barzahlungen und Barschecks können nicht anerkannt werden.

Anlage N

Dieses Formular ist vorgesehen für Angaben über den Arbeitslohn einschließlich Versorgungsbezüge, bestimmte Lohn-/Entgeltersatzleistungen, steuerfreien Arbeitslohn für Auslandstätigkeit, zur Arbeitnehmer-Sparzulage und über die Werbungskosten. Jeder Ehegatte muss seine Angaben in einer eigenen Anlage N machen.

eTIN


Bei der im Formular einzutragenden eTIN handelt es sich um die Nummer, die Sie auf dem Ausdruck Ihrer Lohnsteuerbescheinigung finden, falls Ihr Arbeitgeber an dem elektronischen Lohnsteuerverfahren teilnimmt und nicht Ihre Identifikationsnummer verwendet.
Eine Eintragung ist nur vorzunehmen, wenn der Arbeitgeber die eTIN auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt hat. Sollte bei einer weiteren elektronischen Lohnsteuerbescheinigung eine von der ersten Lohnsteuerbescheinigung abweichende eTIN vom Arbeitgeber bescheinigt worden sein, fügen Sie diese bitte als weiteren Eintrag im Feld eTIN hinzu.

Zeilen 5 bis 10


Durch Eintrag hinzufügen erhalten Sie das Unterformular für Beträge der Lohnsteuerbescheinigung. Was Sie hier eintragen müssen, entnehmen Sie bitte Ihrer Lohnsteuerbescheinigung
Die in Ihrer letzten Lohnsteuerbescheinigung (Steuerklasse 1 bis 5) ausgewiesene Steuerklasse tragen Sie bitte in Zeile 5 ein.
Waren Sie bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beschäftigt, tragen Sie bitte die Angaben aus den Lohnsteuerbescheinigungen mit den Steuerklassen 1 bis 5 in den erste Abschnitt und im nächsten Abschnitt die Beträge aus den Lohnsteuerbescheinigungen mit der Steuerklasse 6 oder einer Urlaubskasse ein.

Zeilen 11 bis 15


Übernehmen Sie bitte in die Zeilen 11 bis 15 die in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesenen Werte, damit die Freibeträge für Versorgungsbezüge berücksichtigt werden können.
In Fällen, in denen sowohl Arbeitslohn aus einem aktiven Beschäftigungsverhältnis als auch Versorgungsbezüge zugeflossen sind, tragen Sie bitte die Werbungskosten, die ausschließlich mit den Versorgungsbezügen im Zusammenhang stehen, bei Teilseite "16 - Besondere Werbungskosten", dort im Abschnitt "Werbungskosten zu Versorgungsbezügen für mehrere Jahre" beziehungsweise im Abschnitt "Werbungskosten zu steuerbegünstigten Versorgungsbezügen", ein.

Zeilen 16 bis 19


Für diese Vergütungen kommt eine ermäßigte Besteuerung in Betracht. Übernehmen Sie bitte diese Beträge je nach Art der Vergütung und die davon einbehaltenen Steuerabzugsbeträge von Ihrer Lohnsteuerbescheinigung in die Zeilen 16 bis 19. Hat der Arbeitgeber im Lohnsteuerabzugsverfahren keine ermäßigte Besteuerung vorgenommen, tragen Sie bitte den entsprechenden steuerpflichtigen Teil des Bruttoarbeitslohns in die Zeilen 16 und 17 ein. Ihr Arbeitgeber hat diesen Betrag gegebenenfalls in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung unter Nummer 19 ausgewiesen. Der in Zeile 6 einzutragende Bruttoarbeitslohn ist in solchen Fällen um diesen Betrag entsprechend zu mindern.
Reichen Sie bitte in jedem Fall die Vertragsunterlagen nach, aus denen sich Art, Höhe und Zahlungszeitpunkt der Entschädigung ergeben.

Zeile 20


Zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, von dem kein Steuerabzug vorgenommen worden ist, gehören zum Beispiel

  • Arbeitslohn von einem ausländischen Arbeitgeber, von Dritten gezahlter Arbeitslohn, Verdienstausfallentschädigungen,
  • nach dem Gesetz zur Förderung der Einstellung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit von öffentlichen Kassen geleistete Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zu den Arbeitgeberanteilen an den Krankenkassenbeiträgen sowie steuerpflichtige Teile der Ausgleichsleistungen (bisher gezahlte steuerfreie Leistungen bitte auf einem besonderen Blatt erläutern und nachreichen).

Zeilen 21 bis 24


Arbeitslohn kann unter bestimmten Voraussetzungen nach einem Doppelsteuerabkommen, nach zwischenstaatlichen Übereinkommen oder nach dem Auslandstätigkeitserlass von der der Einkommensteuer (Lohnsteuer) freigestellt sein. Die steuerfreien Einkünfte beeinflussen aber die Höhe des Steuersatzes auf den im Inland bezogenen Arbeitslohn und etwaige weitere Einkünfte (Progressionsvorbehalt). Zur Ermittlung der in den Zeilen 21 bis 23 einzutragenden Beträge geben Sie bitte für jeden Staat und jeden Ehegatten getrennt die Anlage N-AUS ab.

Zeile 26


Hier sind steuerfreie Aufwandsentschädigungen/Einnahmen anzugeben, die Sie als Arbeitnehmer

  • aus öffentlichen Kassen,
  • als nebenberuflicher Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder für eine vergleichbare nebenberufliche Tätigkeit,
  • für eine nebenberufliche künstlerische Tätigkeit,
  • für die nebenberufliche Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen oder
  • für eine sonstige nebenberufliche Tätigkeit im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich erhalten haben.

Die nachstehend genannten Lohn-/Entgeltersatzleistungen sind zwar steuerfrei, sie beeinflussen aber die Höhe der Steuer auf den Arbeitslohn und etwaige weitere Einkünfte (Progressionsvorbehalt).

Zeile 27


Haben Sie 2011 von Ihrem Arbeitgeber Kurzarbeitergeld, einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Verdienstausfallentschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz, Aufstockungsbeträge nach dem Altersteilzeitgesetz oder Altersteilzeitzuschläge aufgrund der Besoldungsgesetze des Bundes und der Länder erhalten, ist die Summe der ausgezahlten Beträge in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung unter Nummer 15 ausgewiesen.

Zeilen 28 und 29


In den Zeilen 28 und 29 sind folgende, nicht vom Arbeitgeber gezahlte Lohn-/Entgeltersatzleistungen einzutragen:

  • Insolvenzgeld

  • Arbeitslosengeld (ohne sogenanntes Arbeitslosengeld II), Teilarbeitslosengeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Übergangsgeld, Altersübergangsgeld-Ausgleichsbetrag, Unterhaltsgeld als Zuschuss, Eingliederungshilfe nach dem SGB III

  • Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Verletztengeld, Übergangsgeld oder vergleichbare Lohn-/Entgeltersatzleistungen nach den sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften

  • Mutterschaftsgeld, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, Sonderunterstützung nach dem Mutterschutzgesetz sowie der Zuschuss bei Beschäftigungsverboten für die Zeit vor oder nach einer Entbindung sowie für den Entbindungstag während einer Elternzeit nach beamtenrechtlichen Vorschriften

  • Arbeitslosenbeihilfe oder Arbeitslosenhilfe nach dem Soldatenversorgungsgesetz

  • Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld nach dem Bundesversorgungsgesetz

  • Verdienstausfallentschädigung nach dem Unterhaltssicherungsgesetz

  • aus dem Europäischen Sozialfonds finanziertes Unterhaltsgeld sowie Leistungen nach § 10 SGB III, die dem Lebensunterhalt dienen

  • Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

  • vergleichbare Lohn-/Entgeltersatzleistungen aus einem EU-/EWR-Staat oder der Schweiz

Die Leistungsbeträge werden grundsätzlich ab 2011 elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt. Haben Sie über Lohn-/Entgeltersatzleistungen eine Bescheinigung (Leistungsnachweis) erhalten, weil die Leistungsbeträge nicht elektronisch übermittelt werden konnten (zum Beispiel aus technischen Gründen oder bei ausländischen Leistungsträgern), reichen Sie diese bitte nach.

Zeile 30


Standen Sie 2011 zeitweise nicht in einem Arbeitsverhältnis, geben Sie hier bitte an, wie lange und warum (zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Schulausbildung, Studienzeit) kein Beschäftigungsverhältnis bestand. Reichen Sie hierüber – gegebenenfalls neben der Bescheinigung über Lohn-/Entgeltersatzleistungen (vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 28 und 29) – Belege nach (Studienbescheinigung und so weiter). Krankheitszeiten brauchen Sie nicht anzugeben, wenn das Arbeitsverhältnis während der Erkrankung fortbestanden hat.
Um Rückfragen des Finanzamts zu vermeiden, geben Sie bitte auch die Zeiten an, in denen Sie ausschließlich steuerfreien oder pauschal besteuerten Arbeitslohn (zum Beispiel Minijob) bezogen haben.

Zeilen 31 bis 79


Werbungskosten im steuerlichen Sinne sind alle Aufwendungen, die durch Ihr Arbeitsverhältnis veranlasst sind. Sie können jedoch nur berücksichtigt werden, soweit sie steuerfreie oder pauschal besteuerte Ersatzleistungen Ihres Arbeitgebers übersteigen. Die Kosten Ihrer Lebensführung gehören nicht zu den Werbungskosten, selbst wenn sie Ihrer beruflichen Tätigkeit zugute kommen. Das Finanzamt berücksichtigt von sich aus für Werbungskosten, wie zum Beispiel Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (Entfernungspauschale), einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro, bei Empfängern von Versorgungsbezügen 102 Euro jährlich.

Zeilen 31 bis 40


Für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte erhalten Sie – unabhängig von der Art, wie Sie zur regelmäßigen Arbeitsstätte gelangen – eine Entfernungspauschale. Diese beträgt 30 Cent für jeden vollen Entfernungskilometer.
Für die Bestimmung der Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte ist – unabhängig von der Art des tatsächlich genutzten Verkehrsmittels – grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung maßgebend. Bei Benutzung eines Kraftfahrzeugs kann eine andere als die kürzeste Straßenverbindung eingetragen werden, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und von Ihnen stets für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte benutzt wurde.
Die Entfernungspauschale ist grundsätzlich auf einen Höchstbetrag von 4.500 Euro begrenzt. Lediglich soweit ein eigener oder zur Nutzung überlassener Kraftwagen (zum Beispiel Firmenwagen) benutzt wird, berücksichtigt das Finanzamt einen höheren Betrag als 4.500 Euro.
Kreuzen Sie bitte in Zeile 31 das entsprechende Feld an, wenn Sie zumindest eine Teilstrecke mit dem Auto zur Arbeit gefahren sind und tragen Sie das amtliche Kennzeichen ein. Für die Eintragung Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätte(n) fügen Sie bitte einen Eintrag hinzu - Ihre Angaben tragen Sie bitte in das Unterformular (Zeilen 32 und 35) ein. Tragen Sie bitte die Anschrift Ihrer Arbeitsstätte, die Anzahl der Arbeitstage, die gesamten Entfernungskilometer und die auf das jeweilige Verkehrsmittel entfallenden Kilometer ein. In Zeile 36 tragen Sie bitte die Anzahl der Arbeitstage die gesamten Entfernungskilometer und die auf das jeweilige Verkehrsmittel entfallenden Kilometer ein. Haben Sie den Weg zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte zum Beispiel teilweise mit dem Pkw und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, tragen Sie bitte ab Zeile 36 die mit dem Pkw zurückgelegten Kilometer und die restlichen Entfernungskilometer sowie die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel in die jeweilige Spalte ein.
Bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel können die tatsächlichen Aufwendungen die Entfernungspauschale oder den Höchstbetrag von 4.500 Euro übersteigen. Tragen Sie bitte deshalb zusätzlich zu Ihren Eintragungen in den Zeilen 36 bis 39 diese Aufwendung in die dafür vorgesehene Spalte ein. Das Finanzamt berücksichtigt dann den höheren Betrag. Fähr- und Flugkosten tragen Sie bitte in Zeile 46 ein.
Haben Sie Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte regelmäßig mit dem Auto zurückgelegt und nur an einzelnen Tagen öffentliche Verkehrsmittel benutzt, kann es zum Beispiel bei geringer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte vorkommen, dass die Aufwendungen für die öffentlichen Verkehrsmittel die für diese Tage anzusetzende Entfernungspauschale übersteigen. Machen Sie bitte entsprechende Angaben in den Zeilen 36 bis 39.
Waren Sie Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft, ist hier die Entfernungspauschale grundsätzlich auf den Höchstbetrag von 4.500 Euro begrenzt. Die Begrenzung greift jedoch nicht für die Tage, an denen Sie Ihren eigenen Kraftwagen eingesetzt haben. Machen Sie deshalb die entsprechenden Angaben in einer der Zeilen 36 bis 39 für die Tage, an denen Sie mit dem eigenen Kraftwagen gefahren sind und fügen Sie einen weiteren Eintrag für die Tage, an denen Sie mitgenommen wurden, hinzu. Für die Entfernungsermittlung gilt Folgendes: Jeder Teilnehmer der Fahrgemeinschaft trägt als Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte seine kürzeste benutzbare Straßenverbindung ein; Umwegstrecken zum Abholen der Mitfahrer werden nicht berücksichtigt. Bei Ehegatten, die gemeinsam zur Arbeit fahren, steht die Entfernungspauschale jedem Ehegatten einzeln zu. Das gilt selbst dann, wenn sie beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt sind.
Tragen Sie bitte in Zeile 40 die Arbeitgeberleistungen, die unter Nummer 17 und 18 in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen sind, in das jeweilige Feld ein. Das Gleiche gilt für von der Agentur für Arbeit gezahlte Fahrtkostenzuschüsse.
Wenn Sie behindert waren und der Grad der Behinderung mindestens 70 betragen hat oder bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 gleichzeitig eine erhebliche Gehbehinderung bestand, werden auch bei Benutzung Ihres eigenen Pkw die tatsächlichen Kosten der Hin- und Rückfahrt oder ohne Einzelnachweis 60 Cent je Entfernungskilometer (30 Cent je gefahrenen Kilometer) anerkannt. Aufwendungen für Fahrten, die durch die An- und Abfahrt eines Dritten, zum Beispiel des Ehegatten, zur regelmäßigen Arbeitsstätte entstehen (sogenannte Leerfahrten), können ebenfalls mit 30 Cent je gefahrenen Kilometer berücksichtigt werden. Achten Sie bitte darauf, dass in der Bescheinigung über den Grad Ihrer Behinderung gegebenenfalls eine Aussage über die Gehbehinderung enthalten ist. Machen Sie bitte in diesen Fällen ab Zeile 36 die entsprechenden Angaben oder bei Einzelnachweis tragen Sie die tatsächlichen Kosten in Zeile 47 bis 49 ein.
Im Übrigen ist noch Folgendes wichtig:
Die Entfernungspauschale kann für die Wege zu derselben regelmäßigen Arbeitsstätte für jeden Arbeitstag nur einmal angesetzt werden, selbst dann, wenn Sie den Weg zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte mehrmals arbeitstäglich zurücklegen.
Mit der Entfernungspauschale sind sämtliche Fahrzeugkosten abgegolten, also zum Beispiel auch die Garagenmiete, Parkgebühren, Reparaturkosten und Mautgebühren. Unfallkosten, die Sie selbst tragen mussten, werden jedoch daneben berücksichtigt, wenn sich der Unfall auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ereignet hat und von Ihnen nicht absichtlich oder nicht unter Alkoholeinfluss verursacht worden ist. Wird bei behinderten Menschen der besondere Kilometersatz von 60 Cent angesetzt, sind zusätzlich die Parkgebühren am Arbeitsplatz abziehbar (Zeile 47 bis 49).
Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber unentgeltlich oder verbilligt zur regelmäßigen Arbeitsstätte befördert wurden (Sammelbeförderung), können Sie für die Strecke der Sammelbeförderung keine Entfernungspauschale geltend machen. Haben Sie jedoch für die Sammelbeförderung ein Entgelt an den Arbeitgeber entrichtet, tragen Sie bitte die Aufwendungen in den Zeilen 47 bis 49 ein.

Zeile 42 und 43


Zu den Arbeitsmitteln gehören Werkzeuge, typische Berufsbekleidung, Fachzeitschriften und so weiter. Mit der Auswahl "Sonstige Angabe" können Sie Ihr Arbeitsmittel im Feld darunter frei eintragen. Dabei können Sie nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Kosten für Reparaturen und Reinigungen. Arbeitsmittel, die nicht mehr als 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) kosten, können Sie im Jahr der Bezahlung voll absetzen. Betragen die Anschaffungskosten mehr als 410 Euro, müssen Sie diese auf die Jahre der üblichen Nutzungsdauer verteilen.

Zeile 44


Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können in vollem Umfang als Werbungskosten abgezogen werden, wenn dieses den Mittelpunkt der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit des Arbeitnehmers bildet. In Fällen, in denen Ihnen für Ihre berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, sind die Aufwendungen bis zu 1.250 Euro jährlich abziehbar.
Arbeitsmittel (zum Beispiel ausschließlich beruflich genutzte Schreibtische, Bücherschränke, Computer in Höhe des beruflichen Nutzungsumfangs) gehören nicht zu den Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. Sie können – gegebenenfalls im Wege der Absetzung für Abnutzung – in den Zeilen 42 und 43 berücksichtigt werden.

Zeile 45


Werbungskosten können vorliegen, wenn die erstmalige Berufsausbildung oder das Erststudium Gegenstand eines Dienstverhältnisses (Ausbildungsdienstverhältnis) ist. Unabhängig davon, ob ein Dienstverhältnis besteht, können Aufwendungen für die Fortbildung in einem bereits erlernten Beruf und für Umschulungsmaßnahmen, die einen Berufswechsel vorbereiten, als Werbungskosten abziehbar sein. Das gilt auch für die Aufwendungen für ein Erststudium nach einer bereits abgeschlossenen nichtakademischen Berufsausbildung oder ein weiteres Studium, wenn dieses mit späteren steuerpflichtigen Einnahmen aus der angestrebten beruflichen Tätigkeit im Zusammenhang steht.
Als Aufwendungen können Sie zum Beispiel Prüfungsgebühren, Fachliteratur, Schreibmaterial, Fahrtkosten und so weiter geltend machen. Ersatzleistungen von dritter Seite, auch zweckgebundene Leistungen nach dem SGB III oder nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, müssen Sie jedoch von den Aufwendungen abziehen.

Zeilen 47 bis 49

Bewerbungskosten


Wenn Sie 2011 eine Arbeitsstelle gesucht haben, können Sie die Ihnen dadurch entstandenen und nicht erstatteten Kosten hier geltend machen, zum Beispiel Inseratkosten, Telefonkosten, Porto, Kosten für Fotokopien von Zeugnissen sowie Reisekosten anlässlich einer Vorstellung. Es kommt nicht darauf an, ob Ihre Bewerbung Erfolg hatte.

Kontoführungsgebühren


Entstandene Kontoführungsgebühren sind Werbungskosten, soweit sie auf die Gutschrift von Arbeitslohn und auf beruflich veranlasste Überweisungen entfallen. Ohne Einzelnachweis erkennt das Finanzamt 16 Euro jährlich an.

Umzugskosten


Umzugskosten können Sie als Werbungskosten geltend machen, wenn Sie Ihre Wohnung aus beruflichen Gründen gewechselt haben. Berufliche Gründe liegen vor, wenn Sie erstmals eine Stelle antreten oder Ihren Arbeitgeber wechseln. Bei Umzügen innerhalb derselben Gemeinde ist ein beruflicher Anlass unter anderem dann gegeben, wenn der Umzug vom Arbeitgeber gefordert wird (zum Beispiel Bezug oder Räumung einer Dienstwohnung).
Ihre Umzugskosten werden grundsätzlich bis zu der im Bundesumzugskostengesetz vorgesehenen Höhe anerkannt. Wegen der Einzelheiten erkundigen Sie sich bitte beim Finanzamt.
Zur Berücksichtigung von Umzugskosten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung beachten Sie bitte die Erläuterungen zu den Zeilen 61 bis 79.

Unter Auswärtstätigkeit werden Dienstreisen, die Fahrtätigkeit und die Einsatzwechseltätigkeit erfasst.
Eine Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn Sie vorübergehend außerhalb Ihrer Wohnung und an keiner Ihrer regelmäßigen Arbeitsstätten beruflich tätig waren.
Dies gilt auch, wenn Sie aufgrund Ihrer Tätigkeit typischerweise nur an ständig wechselnden Einsatzstellen beschäftigt oder auf einem Fahrzeug tätig waren.

In diesem Bereich werden Angaben zur Tätigkeit und zur regelmäßigen Arbeitsstätte getätigt.
Der Bereich muss mindestens einmal ausgefüllt werden, wenn Reisekosten bei Auswärtstätigkeit erklärt werden und kann bis zu fünfmal erklärt werden (zum Beispiel für Fälle des Arbeitgeber- oder Tätigkeitswechsels während eines Jahres).

Reisekosten sind Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Übernachtungskosten und Reisenebenkosten, wenn diese durch eine so gut wie ausschließlich beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers entstanden sind.

Allgemeines zum Ausfüllen dieses Bereiches


Die Aufwendungen für Reisekosten beziehungsweise für Verpflegungsmehraufwendungen bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten können detailliert über die Schaltfläche "Eintrag hinzufügen" im Abschnitt "Reisekosten bei beruflich veranlassten Auswärtstätigkeiten" erklärt werden. Alternativ dazu kann das Ergebnis einer eigenen Berechnung vereinfacht bei den Eingabefeldern "Gesamtsumme der Aufwendungen für Reisekosten (selbst ermittelt)" und/oder "Gesamtsumme der Mehraufwendungen für Verpflegung (selbst ermittelt)" eingetragen werden. Falls Sie die vereinfachte Erklärungsmöglichkeit nutzen möchten, tätigen Sie bitte keine weiteren Einträge zur Auswärtstätigkeit und insbesondere keine Einträge unter "Allgemeines zum Beschäftigungsverhältnis".

Hier werden allgemeine Angaben zu Anlass und Dauer der einzelnen Auswärtstätigkeit (zum Beispiel einer bestimmten Dienstreise) abgefragt. Es können bis zu 99 einzelne Auswärtstätigkeiten erklärt werden. Sind mehrere Auswärtstätigkeiten innerhalb eines Jahres exakt gleich verlaufen, so besteht die Möglichkeit, die Anzahl dieser Auswärtstätigkeiten im Feld "Anzahl der exakt gleichartig verlaufenen Auswärtstätigkeiten" anzugeben und die restlichen Angaben nur einmal zu tätigen. Die Summe der Fahrtkosten, die Summe der Übernachtungskosten und die Summe der Reisenebenkosten wird dann mit der angegebenen Anzahl multipliziert, um die Summe der Reisekosten zu berechnen.
Tragen Sie bitte im Feld "Anzahl der exakt gleichartig verlaufenen Auswärtstätigkeiten" mindestens die Anzahl "1" ein, damit für Sie ein Berechnungsvorschlag der Reisekosten-Summe erfolgen kann.

Zeile 50 und 51

Fahrtkosten


können in tatsächlicher Höhe geltend gemacht werden. Bei Benutzung eines eigenen Fahrzeugs können Sie anstelle der nachgewiesenen Kosten einen Pauschsatz für den gefahrenen Kilometer geltend machen: beim Pkw 30 Cent, beim Motorrad oder Motorroller 13 Cent, beim Moped oder Mofa 8 Cent und beim Fahrrad 5 Cent. Bei Mitnahme eines Arbeitskollegen erhöht sich der Betrag von 30 Cent um 2 Cent und der Betrag von 13 Cent um 1 Cent. Für Fahrstrecken, die mit einem vom Arbeitgeber gestellten Beförderungsmittel zurückgelegt werden (Firmenwagengestellung, steuerfreie Sammelbeförderung), ist ein Werbungskostenabzug nicht möglich.

Übernachtungskosten


können nur in tatsächlich nachgewiesener Höhe als Werbungskosten anerkannt werden.

Reisenebenkosten


können in tatsächlich nachgewiesener Höhe als Werbungskosten anerkannt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Aufwendungen für die Beförderung und Aufbewahrung von Gepäck, für Telefon, Telefax, Porto, Garage und Parkplatz.

Arbeitgeberleistungen


Steuerfreie Arbeitgeberleistungen mindern die abzugsfähigen Werbungskosten.

Zeilen 52 bis 56


Die Verpflegungsmehraufwendungen können für dieselbe Auswärtstätigkeit, höchstens für die Dauer von drei Monaten, nur pauschal geltend gemacht werden, und zwar mit folgenden Beträgen je Kalendertag:

Bei einer Abwesenheit von
mindestens 8 Stunden: 6 Euro
mindestens14 Stunden:12 Euro
oder24 Stunden:24 Euro



Für Auslandsdienstreisen gelten andere Pauschbeträge. Die Dreimonatsfrist gilt nicht, wenn Sie aufgrund Ihrer Tätigkeit typischerweise auf einem Fahrzeug tätig sind.
Steuerfreie Verpflegungszuschüsse des Arbeitgebers geben Sie bitte in Zeile 56 an.

Zeilen 61 bis 79


Wenn Sie aus beruflichem Anlass einen doppelten Haushalt begründet haben, können Sie die notwendigen Mehraufwendungen als Werbungskosten geltend machen. Ein doppelter Haushalt liegt nur vor, wenn Sie außerhalb des Ortes, an dem Sie einen eigenen Hausstand unterhalten, beschäftigt sind und auch am Beschäftigungsort wohnen. Unschädlich ist es, wenn Sie den Haupthausstand aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegen und darauf in einer Wohnung am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt begründen, von dem aus Sie Ihrer Beschäftigung weiter nachgehen.

Eigener Hausstand


Ein eigener Hausstand liegt im Allgemeinen bei verheirateten Arbeitnehmern vor. Bei einem nicht verheirateten Arbeitnehmer wird ein eigener Hausstand anerkannt, wenn er eine eingerichtete, seinen Lebensbedürfnissen entsprechende Wohnung hat, die er als Eigentümer oder Mieter nutzt, in der er einen Haushalt unterhält und die den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen darstellt und nicht nur gelegentlich zu Besuchszwecken oder für Urlaubsaufenthalte vorgehalten wird, das heißt, dass die Wohnung im Durchschnitt mindestens zweimal monatlich aufgesucht wird. Keinen eigenen Hausstand hat, wer in den Haushalt der Eltern eingegliedert ist oder ein Zimmer in der Wohnung der Eltern bewohnt, auch wenn er sich an den Kosten beteiligt.
Wenn Sie keinen eigenen Hausstand haben, können Sie keine Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung geltend machen. Heimfahrten zum Lebensmittelpunkt machen Sie in diesem Fall bitte in den Zeilen 31 bis 40 geltend.

Das Finanzamt berücksichtigt als notwendige Mehraufwendungen für die

    • erste und letzte Fahrt

      die Kosten für die erste Fahrt zum Arbeitsort bei Beginn der Tätigkeit und die letzte Fahrt vom Arbeitsort zum Ort des eigenen Hausstands nach Abschluss der Tätigkeit. Haben Sie für diese Fahrten ein eigenes Kraftfahrzeug benutzt, werden ohne Kostennachweis bei Benutzung eines Pkw 30 Cent, bei Benutzung eines Motorrads oder Motorrollers 13 Cent je gefahrenen Kilometer anerkannt.
    • Fahrten zum eigenen Hausstand (Familienheimfahrten)

      die Fahrtkosten für tatsächlich durchgeführte Fahrten zwischen Beschäftigungsort und Ort des eigenen Hausstands (höchstens eine Fahrt wöchentlich) mit 30 Cent je Entfernungskilometer. Auf die Art des benutzten Verkehrsmittels kommt es nicht an. Die Entfernungspauschale, die nicht für Flugstrecken, wohl aber für die An- und Abfahrten zum und vom Flughafen gewährt wird, wird in Zeile 66 berechnet. Haben Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzt, tragen Sie die tatsächlichen Kosten in Zeile 67 ein. Den höheren Betrag übernehmen Sie bitte in Zeile 68. Flug- und Fährkosten werden stets in der nachgewiesenen Höhe berücksichtigt und in Zeile 72 eingetragen.

      Bei Benutzung eines Firmen- oder Dienstwagens und bei Sammelbeförderung kommt der Ansatz einer Entfernungspauschale nicht in Betracht.
    • Unterkunft

      die notwendigen Kosten der Unterkunft (Zimmermiete einschließlich Nebenkosten) in nachgewiesener Höhe.
    • Verpflegung

      die Mehraufwendungen für Verpflegung für die ersten drei Monate mit den für Auswärtstätigkeiten geltenden Pauschbeträgen.

    • Umzugskosten

die Aufwendungen anlässlich der Begründung, Beendigung oder des Wechsels einer doppelten Haushaltsführung

Tragen Sie die erhaltenen steuerfreien Ersatzleistungen (zum Beispiel Trennungsentschädigungen, Auslöse, Fahrtkostenersatz oder Verpflegungskostenersatz während der doppelten Haushaltsführung, Mobilitätsbeihilfen) bitte in Zeile 79 ein.

Arbeitnehmer-Sparzulage

Zeile 80


Für zulagebegünstigte vermögenswirksame Leistungen wird nach Ablauf des Kalenderjahres eine Arbeitnehmer-Sparzulage festgesetzt. Ein Anspruch auf Arbeitnehmer-Sparzulage besteht regelmäßig nur, wenn das zu versteuernde Einkommen 17.900 Euro, bei zusammen veranlagten Ehegatten 35.800 Euro nicht übersteigt. Für Vermögensbeteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers und Vermögensbeteiligungen an anderen Unternehmen gilt ein zu versteuerndes Einkommen von 20.000 Euro, bei zusammen veranlagten Ehegatten von 40.000 Euro.
Reichen Sie bitte die Bescheinigung vermögenswirksamer Leistungen (Anlage VL) des Anlageinstituts, des Unternehmens oder des Empfängers nach und geben Sie in Zeile 80 die Anzahl der nachzureichenden Bescheinigungen an.
Die Arbeitnehmer-Sparzulage wird regelmäßig erst nach Ablauf der Sperrfrist ausbezahlt. Haben Sie über Ihren Vertrag vor Ablauf der Sperrfrist unschädlich verfügt (zum Beispiel bei längerer Arbeitslosigkeit), wird die Arbeitnehmer-Sparzulage vorzeitig ausgezahlt. Entsprechendes gilt bei Zuteilung eines Bausparvertrags. Bei einer Anlage zum Wohnungsbau (zum Beispiel Grundstücksentschuldung) wird die Arbeitnehmer-Sparzulage jährlich ausgezahlt.

Art der Anlage


Bitte wählen Sie den zutreffenden Schlüssel zur Anlageart aus.

1Sparvertrag über Wertpapiere oder andere Vermögensbeteiligungen (§ 4 VermBG)
2Wertpapier-Kaufvertrag (§ 5 VermBG)
3Beteiligungs-Vertrag oder Beteiligungs-Kaufvertrag (§§ 6, 7 VermBG)
4Bausparvertrag (§ 2 Absatz 1 Nummer 4 VermBG)
8Wohnungsbau (§ 2 Absatz 1 Nummer 5 VermBG), wenn nicht mehr als 15 Arbeitnehmer Miteigentümer des Wohngebäudes werden sollen oder bereits sind, mit Ausnahme von Sparleistungen an Treuhand- und Immobilienspargesellschaften, oder Anlagen nach § 2 Absatz 1 Nummer 4 VermBG in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Nummer 2 des Wohnungsbau-Prämiengesetzes



Anlage N-AUS

  • Die Anlage N-AUS ist von unbeschränkt Steuerpflichtigen auszufüllen, die im Ausland eine nichtselbständige Tätigkeit ausgeübt haben. Für jeden ausländischen Staat ist eine gesonderte Anlage N-AUS abzugeben.
  • Grenzgänger nutzen statt der Anlage N-AUS weiterhin die spezifischen Landesvordrucke N-GRE, zum Beispiel Schweiz.

Nachweis- und Mitwirkungspflichten


Nach § 90 Absatz 2 AO bestehen bei Auslandssachverhalten erweiterte Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen. Unterlagen, wie zum Beispiel Bescheinigungendes Arbeitgebers über die Auslandstätigkeit und die Besteuerung des Arbeitslohns im Ausland, sind daher vollständig beizufügen.

Zeile 5


Eine Steuerfreistellung nach einem DBA kommt grundsätzlich in Betracht, wenn
a) eine Tätigkeit im Ausland für einen ausländischen Arbeitgeber erfolgt,
b) eine Tätigkeit für einen inländischen Arbeitgeber erfolgt, sofern

  • die Tätigkeit im jeweiligen ausländischen Staat an über 183 Tagen erfolgt

oder
  • die Tätigkeit für eine Betriebsstätte, die der Arbeitgeber im Ausland hat, erfolgt.

Wegen Einzelheiten vergleiche Schreiben des BMF vom 14.09.2006, BStBl I Seite 532.

Zeile 5


Zwischenstaatliche Übereinkommen (zum Beispiel NATO-Truppenstatut, UN, EU)
sehen für Personen, Personenvereinigungen, Körperschaften, internationale Organisationen oder ausländische Staaten Befreiungen von deutschen Steuern vom Einkommen und vom Vermögen vor.
Wegen Einzelheiten vergleiche Schreiben des BMF vom 20.08.2007, BStBl I Seite 656.

Zeile 6


Eine Anwendung kommt nur bei einer Tätigkeit in einem ausländischen Staat in Betracht, wenn mit diesem Staat kein DBA besteht und für die Tätigkeit kein Arbeitslohn aus inländischen öffentlichen Kassen gezahlt wird.
Nicht begünstigt ist

  • die Tätigkeit des Bordpersonals auf Seeschiffen,
  • die Tätigkeit von Leiharbeitnehmern, für deren Arbeitgeber die Arbeitnehmerüberlassung Unternehmenszweck ist,
  • die finanzielle Beratung mit Ausnahme der Tätigkeit im Rahmen der deutschen öffentlichen Entwicklungshilfe und
  • das Einholen von Aufträgen (Akquisition), ausgenommen die Beteiligung an Ausschreibungen.

Wegen Einzelheiten vergleiche Schreiben des BMF vom 31.10.1983, BStBl I Seite 470.

Sofern die Tätigkeit in einem Staat ohne DBA erfolgt oder ausnahmsweise das DBA eine Steueranrechnung vorsieht (zum Beispiel Leiharbeitnehmer nach dem DBA mit Frankreich), sind die Angaben zum ausländischen Arbeitslohn, zu den entsprechenden Werbungskosten in der Anlage N und der im Ausland gezahlten und um einen Ermäßigungsanspruch gekürzten Steuer in der Anlage AUS (Zeile 10) vorzunehmen. Fügen Sie bitte Nachweise über die im Ausland gezahlten Steuern bei.

Zeilen 7 bis 11


Ein Wohnsitz im Ausland kann auch bestehen, wenn Sie einen Wohnsitz im Inland haben. Bitte geben Sie in diesem Fall an, zu welchem Staat Sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen (Mittelpunkt der Lebensinteressen) haben.

Zeilen 17 bis 21


Bitte geben Sie hier die von Ihnen ausgeübte Tätigkeit an, zum Beispiel Berufskraftfahrer, Personal auf Schiffen oder Flugzeugen, Tätigkeit als Organ einer Kapitalgesellschaft und andere.
Bitte geben Sie die Tage an, an denen Sie sich im ausländischen Staat aufgehalten haben (auch Tage, an denen Sie nicht gearbeitet haben). Eine nur kurzfristige Anwesenheit ist als voller Tag zu zählen. Es muss sich nicht um einen zusammenhängenden Aufenthalt handeln; mehrere Aufenthalte sind zusammenzurechnen. Wenn der Aufenthalt mehrere Kalenderjahre betrifft, ist der gesamte Zeitraum des Auslandsaufenthalts anzugeben. Tage, die ausschließlich außerhalb des Tätigkeitsstaats verbracht werden, werden nicht mitgezählt. Bitte reichen Sie gegebenenfalls zur Erläuterung eine Aufstellung bei Ihrem Finanzamt nach.
Bei Berufskraftfahrern ist stets eine Aufstellung mit stundenweiser Auflistung der Auslandstätigkeit erforderlich.
Bei einer Tätigkeit in Belgien oder Dänemark sind nur die Tage zu zählen, an denen Sie sich zur Arbeitsausübung im anderen Staat tatsächlich aufgehalten haben. Im Verhältnis zu Belgien sind jedoch übliche Arbeitsunterbrechungen (Samstage, Sonntage, gesetzliche Feiertage) mitzuzählen, auch wenn Sie sie nicht im Tätigkeitsstaat verbracht haben.
Ausnahme: Wenn Sie Ihre Tätigkeit an Bord eines Seeschiffs oder Luftfahrzeugs, das im internationalen Verkehr betrieben wird, ausüben, sind Angaben zu den Aufenthaltstagen grundsätzlich nicht erforderlich. Diese Ausnahme gilt nur für die Staaten, bei denen im DBA eine Sonderregelung zur Besteuerung von Personal an Bord von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen, die im internationalen Verkehr betrieben werden, enthalten ist.

Zeilen 35 bis 70


Die Ermittlung des ausländischen Arbeitslohns erfolgt in zwei Berechnungsschritten:
Direkte Zuordnung
Gehaltsbestandteile, die unmittelbar aufgrund einer konkreten inländischen oder ausländischen Arbeitsleistung gewährt werden, sind vorab direkt zuzuordnen. Dies können zum Beispiel Reisekosten, Überstundenvergütungen, Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, Auslandszulagen, projektbezogene Erfolgsprämien oder der Wert der Gestellung einer Wohnung im Tätigkeitsstaat sein.
Rechnerische Aufteilung
Die Aufteilung des verbleibenden Arbeitslohns erfolgt nach den Grundsätzen des Schreibens des BMF vom 14.09.2006, BStBl I Seite 532. Grundlage für die Berechnung des steuerfreien Arbeitslohns ist die Zahl der vertraglich vereinbarten Arbeitstage. Die vertraglich vereinbarten Arbeitstage sind die Kalendertage pro Jahr abzüglich der Tage, an denen Sie laut Arbeitsvertrag nicht verpflichtet waren, zu arbeiten (zum Beispiel Urlaubstage, Wochenendtage, gesetzliche Feiertage).
Den vereinbarten Arbeitstagen ist das für die entsprechende Zeit vereinbarte und nicht direkt zugeordnete Arbeitsentgelt gegenüberzustellen. Hierzu gehören neben den laufenden Vergütungen (zum Beispiel Lohn, Gehalt, sonstige Vorteile) auch Zusatzvergütungen, die auf die unselbständige Arbeit des Arbeitnehmers innerhalb des gesamten Berechnungszeitraums entfallen (zum Beispiel Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld). Hat sich das vereinbarte Gehalt während des Kalenderjahres verändert, ist dieser Veränderung Rechnung zu tragen.
Sollten Sie sich auch an Tagen in dem anderen Staat aufgehalten haben, die nicht zu den vereinbarten Arbeitstagen zählen (zum Beispiel Verlängerung eines Aufenthalts aus privaten Gründen), fallen diese Tage aus der Berechnung der steuerfreien Einkünfte heraus.
Halten Sie sich nicht vollständig an einem vereinbarten Arbeitstag im anderen Staat auf (zum Beispiel an Reisetagen), ist das Arbeitsentgelt pro vereinbarten Arbeitstag zeitanteilig aufzuteilen. Dies muss gegebenenfalls im Schätzungswege erfolgen. Hierbei ist die für diesen Tag vereinbarte Arbeitszeit zugrunde zu legen.
Abgeleistete Überstunden sind gesondert zu berücksichtigen, soweit der Arbeitgeber für sie tatsächlich einen Ausgleich leistet.
Darüber hinaus ist bei der Aufteilung zu berücksichtigen, dass vereinbarte Arbeitszeiten, die in Transitländern verbracht werden, dem Ansässigkeitsstaat zuzuordnen sind.

Zeile 69


Bitte geben Sie die genaue Art der Tätigkeit an. Erfolgt die Tätigkeit als Angestellter der internationalen Organisation oder als selbständiger Sachverständiger für die Organisation? Bitte reichen Sie entsprechende Unterlagen nach.

Zeilen 71 bis 75


Neben der Aufteilung des Arbeitslohns sind auch die dazugehörigen Werbungskosten auf die steuerfreien und steuerpflichtigen Einnahmen aufzuteilen. Dabei ist ebenfalls zuerst eine direkte Zuordnung vorzunehmen (zum Beispiel Verpflegungsmehraufwendungen).
Die übrigen Werbungskosten (zum Beispiel Arbeitsmittel, Berufsbekleidung) sind im
Verhältnis der steuerfreien Einnahmen zu den Gesamteinnahmen aufzuteilen. Gleiches gilt für die steuerfreien Erstattungen der Werbungskosten durch den Arbeitgeber.
Liegen die gesamten verbleibenden Werbungskosten nach Abzug der Erstattungen (zu steuerfreien und steuerpflichtigen Einnahmen) unterhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrages, ist der Pauschbetrag vorrangig bei den steuerpflichtigen Einnahmen abzuziehen.

Anlage R

In der Anlage R sind die Einkünfte aus Renten sowie Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen zu erklären. Jeder Ehegatte muss seine Angaben in einem eigenen Formular Anlage R machen.
Renten sind grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. Einige Arten von Renten sind in vollem Umfang steuerfrei und brauchen nicht angegeben zu werden. Dazu gehören zum Beispiel

  • Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung (zum Beispiel Berufsgenossenschaftsrenten)
  • Kriegs- und Schwerbeschädigtenrenten,
  • Geldrenten, die unmittelbar zur Wiedergutmachung erlittenen nationalsozialistischen oder DDR-Unrechts geleistet werden.

Schadensersatzrenten zum Ausgleich vermehrter Bedürfnisse, für entgangenen Unterhalt und entgangene Dienste sowie Schmerzensgeldrenten gehören nicht zu den Einkünften.
Die Besteuerung der Renten unterteilt sich in drei Gruppen:
  • Leibrenten aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, den landwirtschaftlichen Alterskassen, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen. Dazu gehören auch Renten aus eigenen zertifizierten Basisrentenverträgen (Zeile 4 bis 13),
  • sonstige - insbesondere private - Leibrenten (Zeile 14 bis 20),
  • Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen (sogenannte Riester-Rente) und aus der betrieblichen Altersversorgung, auch soweit es sich um Leibrenten aus dem umlagefinanzierten Teil von Zusatzversorgungskassen, wie zum Beispiel der VBL oder einer ZKV, handelt (Zeile 31 bis 49).

Pensionen, zum Beispiel Werkspensionen, für die Sie eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten haben, tragen Sie bitte in das Formular Anlage N ein.

Zeilen 4 bis 13


Leibrenten und andere Leistungen aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, den landwirtschaftlichen Alterskassen und den berufsständischen Versorgungseinrichtungen unterliegen nur mit einem bestimmten Anteil der Besteuerung, der sich nach dem Jahr des Rentenbeginns richtet.
Falls Sie eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen haben, können Sie von dieser als Ausfüllhilfe eine Bescheinigung über Ihre bezogenen Renteneinkünfte anfordern. Diese wird Ihnen dann in den Folgejahren automatisch unaufgefordert zugesandt.
Bei Beginn der Rente im Jahr 2011 beträgt der Besteuerungsanteil 62 Prozent; Eintragungen zur Höhe des Besteuerungsanteils sind in den Zeilen 4 bis 10 nicht erforderlich. Der steuerfreie Teil der Rente wird festgeschrieben und im Rahmen der Rentenbesteuerung der Folgejahre als Festbetrag vom Jahres-(brutto)rentenbetrag abgezogen.
Das Gleiche gilt auch für Leistungen aus eigenen zertifizierten Basisrentenverträgen (vergleichen Sie die Erläuterungen zur Anlage Vorsorgeaufwand Zeile 4 bis 10).
Leibrenten sind insbesondere Altersrenten, Erwerbsminderungsrenten, Erwerbsunfähigkeitsrenten, Berufsunfähigkeitsrenten, Hinterbliebenenrente als Witwen-/Witwerrenten, Waisenrenten oder Erziehungsrenten. Anzugeben sind auch einmalige Leistungen, die zum Beispiel als Sterbegeld oder als Abfindung von Kleinbetragsrenten ausgezahlt werden.
Wenn Sie als Verfolgte/Verfolgter nationalsozialistischer Gewaltherrschaft im Sinne des § 1 Bundesentschädigungsgesetz (BEG) anerkannt wurden und bei der Berechnung Ihrer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung rentenrechtliche Zeiten aufgrund der Verfolgung berücksichtigt wurden, teilen Sie das bitte dem Finanzamt formlos mit. Solche Zeiten können zum Beispiel nach dem Gesetz zu Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto (ZRBG), dem Gesetz zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts in der Sozialversicherung (WGSVG) oder nach dem Fremdrentengesetz (FRG) berücksichtigt worden sein. Dies gilt auch für Witwen/Witwerrenten, wenn der Verstorbene als Verfolgter im Sinne des § 1 Bundesentschädigungsgesetz anerkannt war und die Rentenleistung entsprechende rentenrechtliche Zeiten enthält. Das Finanzamt wird prüfen, ob diese Rente steuerfrei ist.

Zeile 4


Bitte wählen Sie den Versorgungsträger der Leibrente neben dem Feld Rentenschlüssel aus.
Hierzu gehören nicht nur Altersrenten des jeweiligen Versorgungsträgers, sondern auch Berufs- und Erwerbsminderungsrenten.
Bei berufsständischen Versorgungseinrichtungen handelt es sich um Pflichtversorgungssysteme für bestimmte Berufsgruppen, zum Beispiel Ärzte, Notare und Rechtsanwälte.

RentenschlüsselVersorgungsträger
1inländische gesetzliche Rentenversicherungen
2inländische landwirtschaftliche Alterskassen
3inländische berufsständische Versorgungseinrichtungen
4eigene zertifizierte Basisrentenverträge
9ausländische Versicherungen/Rentenverträge

Zeile 5


Einzutragen ist stets der aus der Renten-(anpassungs)mitteilung zu errechnende Jahres-(brutto)rentenbetrag, der in der Regel nicht mit dem ausgezahlten Betrag identisch ist. Anzugeben sind auch Rentennachzahlungen und Einmalzahlungen.
Bei Auszahlung der Rente einbehaltene eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht vom Rentenbetrag abzuziehen. Diese machen Sie bitte in den Zeilen 18 und 21 oder 31 und 32 der Anlage Vorsorgeaufwand als Sonderausgaben geltend.
Zuschüsse eines Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung zu Ihren Aufwendungen zur Krankenversicherung sind steuerfrei und daher nicht dem Rentenbetrag hinzuzurechnen. Sie mindern jedoch Ihre Aufwendungen. Tragen Sie bitte diese Zuschüsse in den Zeilen 24 oder 34 der Anlage Vorsorgeaufwand ein.

Zeile 6


Der steuerfreie Teil der Rente wird in dem Jahr ermittelt, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt. Bei Renten, die vor dem 01.01.2005 begonnen haben, ist der steuerfreie Teil der Rente des Jahres 2005 maßgebend.
Einzutragen ist der Betrag, um den die jährliche Rente im Vergleich zum Jahresbetrag der Rente aus dem Jahr der Festschreibung des steuerfrei bleibenden Teils der Rente auf Grund regelmäßiger Anpassungen (zum Beispiel jährliche Rentenerhöhung) geändert wurde.
Nicht einzutragen sind unregelmäßige Anpassungen (zum Beispiel Rentenänderungen wegen Anrechnung oder Wegfall anderer Einkünfte).

Zeile 7


Unter Beginn der Rente ist der Zeitpunkt zu verstehen, ab dem die Rente (gegebenenfalls nach rückwirkender Zubilligung) tatsächlich bewilligt wird (diese Angabe finden Sie in Ihrem Rentenbescheid). Haben Sie im Jahr 2011 eine Einmalzahlung erhalten, tragen Sie bitte das Datum des Zuflusses der Einmalzahlungen ein.

Zeilen 8 und 9


Ist Ihrer Rente laut den Zeilen 4 und 5, zum Beispiel Alters- oder Witwenrente, eine andere Rente, zum Beispiel Erwerbsminderungsrente oder Altersrente des verstorbenen Ehegatten, vorangegangen, tragen Sie bitte Beginn und Ende dieser vorangegangenen Rente in den Zeilen 8 und 9 ein. Dadurch kann sich für Ihre Rente gegebenenfalls eine günstigere Besteuerung ergeben.

Zeile 10


Die in Zeile 5 enthaltenen Nachzahlungen für mehrere Jahre sind hier zusätzlich einzutragen. Aufgrund dieser Eintragung wird das Finanzamt prüfen, ob für diese Nachzahlungen eine ermäßigte Besteuerung in Betracht kommt.
Nachzahlungen, die nur ein Kalenderjahr betreffen, sind hier nicht einzutragen.

Zeilen 11 bis 13


Haben Sie bis zum 31.12.2004 mindestens zehn Jahre Beiträge oberhalb des Betrags des Höchstbeitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet, werden auf Antrag Teile der Leibrenten oder anderer Leistungen mit einem Ertragsanteil (vergleichen Sie bitte die Hilfe zu den Zeilen 14 bis 20) besteuert (sogenannte Öffnungsklausel). Für Jahre ab 2011 kommt die Öffnungsklausel nur dann zur Anwendung, wenn Sie das Vorliegen der Voraussetzungen (erneut) nachweisen, da sich die Grundsätze zur Ermittlung des Prozentsatzes für den Teil der Leibrenten oder anderen Leistungen, der mit dem Ertragsanteil zu versteuern ist, geändert haben. Für das Jahr 2011 ist ein Nachweis zur Anwendung der Öffnungsklausel auch dann zu erbringen, wenn Sie bereits in einer früheren Steuererklärung den Nachweis nach den alten Verwaltungsgrundsätzen erbracht haben. Der Versorgungsträger erstellt Ihnen hierfür auf Antrag eine entsprechende Bescheinigung/Bestätigung. Den bescheinigten Prozentsatz tragen Sie bitte in Zeile 11 ein.

Zeilen 14 bis 20


Leibrenten, die nicht in den Zeilen 4 bis 10 und nicht in den Zeilen 31 bis 49 einzutragen sind, werden mit dem Ertragsanteil besteuert. Darunter fallen insbesondere lebenslange Renten aus privaten Rentenversicherungen sowie bestimmte zeitlich befristete Renten (zum Beispiel Hinterbliebenen-, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrenten).
Die Höhe des steuerpflichtigen Ertragsanteils richtet sich nach dem Lebensalter des Rentenberechtigten zu Beginn des Rentenbezugs. Der so ermittelte Ertragsanteil beträgt zum Beispiel bei Beginn der Rente

nach vollendetemProzent
60. Lebensjahr22 Prozent
61. Lebensjahr22 Prozent
62. Lebensjahr21 Prozent
63. Lebensjahr20 Prozent
64. Lebensjahr19 Prozent
65. Lebensjahr18 Prozent



Sind diese Renten auf eine bestimmte Laufzeit beschränkt, richtet sich der Ertragsanteil nicht nach dem Lebensalter des Berechtigten bei Beginn des Rentenbezugs, sondern nach der voraussichtlichen Laufzeit. Bei einer Laufzeit von beispielsweise zehn Jahren beträgt der Ertragsanteil 12 Prozent der Rentenbezüge.

Zeile 14


Bitte wählen Sie den Versorgungsträger der Leibrenten (ohne Renten laut Zeile 4) neben dem Feld Rentenschlüssel aus.

RentenschlüsselLeibrenten (ohne Renten laut Zeile 4)
6aus inländischen privaten Rentenversicherungen
7aus inländischen privaten Rentenversicherungen mit zeitlich befristeter Laufzeit
8aus sonstigen Verpflichtungsgründen (zum Beispiel Renten aus Veräußerungsgeschäften)
9aus ausländischen Versicherungen

Zeile 15


Einzutragen ist in der Regel der von der Versicherung mitgeteilte Jahres-(brutto)rentenbetrag, der je nach Art der Rente nicht mit dem ausgezahlten Betrag identisch sein muss. Anzugeben sind auch Rentennachzahlungen.

Zeile 16


Unter Beginn der Rente ist der Zeitpunkt zu verstehen, ab dem die Rente (gegebenenfalls nach rückwirkender Zubilligung) tatsächlich bewilligt wird.

Zeilen 18 und 19


Eintragungen sind nur erforderlich, wenn Ihre Leibrente zeitlich befristet ist.

Zeile 20


Die in Zeile 15 enthaltenen Nachzahlungen für mehrere Jahre sind hier zusätzlich einzutragen. Aufgrund dieser Eintragung wird das Finanzamt prüfen, ob für diese Nachzahlung eine ermäßigte Besteuerung in Betracht kommt.
Nachzahlungen, die nur ein Kalenderjahr betreffen, sind hier nicht einzutragen.

Zeilen 31 bis 48


Über Ihre Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag (Rentenversicherung, Investmentfonds- oder Banksparpläne) oder einer betrieblichen Altersversorgung (Pensionsfonds, Pensionskasse [auch VBL] oder Direktversicherung) haben Sie von Ihrem Anbieter in der Regel eine Leistungsmitteilung ("Mitteilung über steuerpflichtige Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag oder aus einer betrieblichen Altersversorgung [§ 22 Nummer 5 Satz 7 EStG]") zu Beginn der Leistung und bei Änderung der Leistungshöhe erhalten.
Tragen Sie bitte die bescheinigten Leistungen sowie gegebenenfalls die weiteren abgefragten Angaben in die entspechenden Zeilen 31 bis 48 ein.

Zeile 39


Bitte tragen Sie den Beginn Ihrer Rente ein, es sei denn, Sie erhalten die Rente als Rechtsnachfolger im Rahmen einer vereinbarten Rentengarantiezeit. Dann tragen Sie bitte den Beginn der Rente an den Erblasser ein.

Zeile 49


Die in der Leistungsmitteilung bescheinigten Nachzahlungen für mehrere Jahre sind hier zusätzlich einzutragen. Aufgrund dieser Eintragung wird das Finanzamt prüfen, ob für diese Nachzahlungen eine ermäßigte Besteuerung in Betracht kommt.
Nachzahlungen, die nur ein Kalenderjahr betreffen, sind hier nicht einzutragen.
Teil- oder Einmalkapitalauszahlungen sind hier ebenfalls nicht einzutragen.

Zeilen 50 bis 57


Sofern Sie keine höheren Werbungskosten haben, berücksichtigt das Finanzamt insgesamt einen Pauschbetrag von 102 Euro.

Zeile 58


Einkünfte aus Gesellschaften/Gemeinschaften/ähnlichen Modellen im Sinne des § 15b EStG (Steuerstundungsmodelle) tragen Sie bitte ausschließlich hier ein. Die Einnahmen und Werbungskosten dürfen nicht in den vorangegangenen Zeilen enthalten sein. Weitere Angaben zur Bezeichnung der Steuerstundungsmodelle, der Höhe der Einnahmen und der Werbungskosten tragen Sie bitte im Feld "Erläuterungen" ein.

Anlage SO

In der Anlage SO sind Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen, Unterhaltsleistungen, privaten Veräußerungsgeschäften, Leistungen sowie Abgeordnetenbezüge zu erklären.

Zeile 4


Wiederkehrende Bezüge, die nicht in der Anlage R zu berücksichtigen sind (zum Beispiel Zeitrenten), tragen Sie bitte hier ein. Dazu gehören auch wiederkehrende Bezüge im Zusammenhang mit Vermögensübertragungen oder Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs. Soweit der Versorgungsempfänger Versorgungsleistungen im Zusammenhang mit der Vermögensübertragung oder der Ausgleichsberechtigte Ausgleichszahlungen im Rahmen eines Versorgungsausgleichs erhalten hat, sind die Versorgungsleistungen oder Ausgleichszahlungen einzutragen, soweit beim Zahlungsverpflichteten oder der ausgleichspflichtigen Person die Voraussetzungen für den Sonderausgabenabzug erfüllt sind (vergleichen Sie die Erläuterungen zu den Zeilen 41 und 42 sowie zu Zeile 43 des Hauptvordrucks).

Zeile 5


Hier sind die Unterhaltsleistungen einzutragen, die Sie von Ihrem geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten erhalten haben, soweit dieser die Unterhaltsleistungen mit Ihrer Zustimmung als Sonderausgaben abzieht (vergleichen Sie die Erläuterungen zur Anlage U und zu den Zeilen 44 und 45 des Hauptvordrucks).

Zeile 6


Sofern Sie keine höheren Werbungskosten zu den wiederkehrenden Bezügen und/oder Unterhaltsleistungen haben, berücksichtigt das Finanzamt den Pauschbetrag von 102 Euro, soweit dieser nicht bereits bei den Renteneinkünften (Anlage R) berücksichtigt worden ist.

Zeilen 7 bis 12


Hier sind zum Beispiel Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen oder aus der Vermietung beweglicher Gegenstände anzugeben. Die Aufwandsentschädigungen nach § 1835a BGB der rechtlichen Betreuer, ehrenamtlichen Vormünder und ehrenamtlichen Pfleger gehören zu den sonstigen Einkünften. Reichen Sie hierzu bitte Angaben auf einem besonderen Blatt nach.

Zeile 13


Die nicht im Jahr 2011 mit Gewinnen aus Leistungen ausgeglichenen Verluste aus Leistungen sind nach Maßgabe des § 10d EStG rück- oder vortragsfähig und mindern die im Jahr 2010 oder in den folgenden Veranlagungszeiträumen aus Leistungen erzielte Gewinne.
Die Verrechnung nach Maßgabe des § 10d Absatz 1 EStG (Verlustvortrag aus 2010) wird automatisch vom Finanzamt berücksichtigt.
Falls Sie die Verrechnung nach Maßgabe des § 10d Absatz 1 EStG (Verlustrücktrag nach 2010) begrenzen möchten, tragen Sie den gewünschten Betrag bitte in Zeile 13 ein.

Zeile 23


Einkünfte aus Gesellschaften/Gemeinschaften/ähnlichen Modellen im Sinne des § 15b EStG (Steuerstundungsmodelle) tragen Sie bitte ausschießlich hier ein. Die Einnahmen und Werbungskosten dürfen nicht in den vorangegangenen Zeilen enthalten sein. Weitere Angaben zur Bezeichnung der Steuerstundungsmodelle, der Höhe der Einnahmen und der Werbungskosten reichen Sie bitte auf einem besonderen Blatt nach.

Zeilen 31 bis 51


Private Veräußerungsgeschäfte sind

  • Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt (Zeile 31 bis 40),
  • Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt (Zeile 41 bis 48).

Als Anschaffung gilt auch die Überführung eines Wirtschaftsguts in das Privatvermögen durch Entnahme oder Betriebsaufgabe sowie der Antrag nach § 21 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des Umwandlungssteuergesetzes in der am 12.12.2006 geltenden Fassung.

Bei unentgeltlichem Erwerb (zum Beispiel Erbschaft, Schenkung) ist dem Rechtsnachfolger für Zwecke dieser Vorschrift die Anschaffung durch den Rechtsvorgänger zuzurechnen.

Zeilen 31 bis 40


In den Zeilen 31 bis 40 sind Veräußerungen von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten zu erklären, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. Für die Berechnung des Zeitraums zwischen Anschaffung und Veräußerung ist grundsätzlich das obligatorische Geschäft maßgebend, das der Anschaffung oder der Veräußerung zu Grunde liegt (zum Beispiel notarieller Kaufvertrag). Tragen Sie bitte in Zeile 32 die entsprechenden Daten ein.
Als Veräußerung eines Grundstückes oder grundstücksgleichen Rechts gilt auch die Einlage in das Betriebsvermögen, wenn die Veräußerung aus dem Betriebsvermögen innerhalb von zehn Jahren seit Anschaffung des Grundstücks oder grundstücksgleichen Rechts erfolgt. Die Gewinne oder Verluste sind in diesen Fällen jedoch erst in dem Kalenderjahr zu erfassen, in dem der Preis der Veräußerung aus dem Betriebsvermögen zugeflossen ist. Als Veräußerung gilt auch die verdeckte Einlage eines Grundstücks oder grundstücksgleichen Rechts in eine Kapitalgesellschaft. Hier erfolgt die Erfassung bereits im Jahr der verdeckten Einlage.
In die Erklärung über die Veräußerungsgeschäfte sind auch Gebäude und Außenanlagen einzubeziehen, soweit sie innerhalb des Zeitraums von zehn Jahren errichtet, ausgebaut oder erweitert worden sind. Dies gilt entsprechend für selbständige Gebäudeteile, Eigentumswohnungen oder im Teileigentum stehende Räume.
Von der Besteuerung ausgenommen sind Gebäude, selbständige Gebäudeteile, Eigentumswohnungen oder im Teileigentum stehende Räume (Wirtschaftsgüter), soweit sie

  • im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung oder
  • im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren

ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden. Von der Veräußerungsgewinnbesteuerung ausgenommen ist auch der Grund und Boden, soweit er zu dem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wirtschaftsgut gehört. Nicht zu eigenen Wohnzwecken dient zum Beispiel ein häusliches Arbeitszimmer, selbst wenn der Abzug der Aufwendungen als Werbungskosten ausgeschlossen ist.
Haben Sie ein Grundstück veräußert, bei dem nur ein Teil der Besteuerung unterliegt (zum Beispiel häusliches Arbeitszimmer, fremdvermietete Räume), machen Sie in den Zeilen 34 bis 40 nur Angaben zum steuerpflichtigen Teil.
Bei Veräußerungsgeschäften mindern sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um Absetzungen für Abnutzung, erhöhte Absetzungen und Sonderabschreibungen, soweit sie bei der Ermittlung der Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder der Vermietung und Verpachtung abgezogen sind. Bei der Veräußerung eines von Ihnen errichteten Wirtschaftsguts mindern sich die Herstellungskosten um Absetzungen für Abnutzung, erhöhte Absetzungen und Sonderabschreibungen. Soweit derartige Abschreibungen bei der Ermittlung der sonstigen Einkünfte abgezogen worden sind, mindern sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wenn Sie das Wirtschaftsgut nach dem 31.12.2008 angeschafft oder fertig gestellt haben. Tragen Sie bitte die in Anspruch genommenen Beträge in Zeile 36 ein.

Zeilen 41 bis 48


In den Zeilen 41 bis 48 sind Veräußerungen von Wirtschaftsgütern zu erklären, die nicht Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte sind und bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Davon ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs (zum Beispiel Jahreswagen).
Bei Wirtschaftsgütern, die nach dem 31.12.2008 angeschafft wurden, verlängert sich die Frist auf 10 Jahre, soweit aus der Nutzung des Wirtschaftsgutes zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt wurden.
Bei Veräußerungsgeschäften mindern sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um Absetzungen für die Abnutzung, erhöhte Absetzungen und Sonderabschreibungen, soweit sie bei der Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung abgezogen worden sind. Für die oben genannten Abschreibungen, die bei der Ermittlung der sonstigen Einkünfte abgezogen worden sind, mindern sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wenn Sie das Wirtschaftsgut nach dem 31.12.2008 angeschafft oder fertig gestellt haben.

Zeile 51


Die Erläuterungen zu Zeile 13 gelten für Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften entsprechend.

Anlage Unterhalt

Haben Sie bedürftige Personen unterhalten, für die niemand Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Kinder hat und die Ihnen oder Ihrem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigt sind, zum Beispiel Eltern, Großeltern, Kinder oder Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, können Sie Ihre nachgewiesenen Aufwendungen für jede unterhaltene Person bis zu 8.004 Euro jährlich geltend machen, wenn die unterhaltene Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt. Der Betrag von 8.004 Euro erhöht sich um die von der unterhaltsberechtigten Person als Versicherungsnehmer geschuldeten Beiträge zu einer Basis-Kranken- und gesetzlichen Pflegeversicherung, die von Ihnen geleistet wurden. Soweit Sie als Versicherungsnehmer Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für die unterstützte Person geleistet haben, sind diese in den Zeilen 38 bis 43 der Anlage Vorsorgeaufwand einzutragen Ist die unterstützte Person nicht gesetzlich unterhaltsberechtigt, werden oder würden bei entsprechender Antragstellung bei ihr öffentliche Mittel mit Hinblick auf Ihre Einkünfte gekürzt oder nicht gewährt (sozialrechtliche Bedarfsgemeinschaft), können Sie die Unterhaltsaufwendungen ebenfalls steuerlich geltend machen. Gehört die unterhaltene Person zu Ihrem Haushalt, kann regelmäßig davon ausgegangen werden, dass Ihnen insoweit Unterhaltsaufwendungen (zum Beispiel anteilige Miete, Verpflegung, Kleidung) in Höhe des maßgeblichen Höchstbetrags erwachsen. Insoweit sind keine Zahlungsbelege erforderlich. Entstehen Ihnen aufgrund außergewöhnlicher Umstände besondere Aufwendungen (zum Beispiel Krankheitskosten) für die unterhaltene Person, können diese als andere außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden (beachten Sie bitte die Hilfe zum Hauptvordrucks zu den Zeilen 68 bis 73). Lebt die unterhaltene Person nicht im Inland, können Aufwendungen nur abgezogen werden, soweit sie nach den Verhältnissen des Wohnsitzstaates der unterhaltenen Person notwendig und angemessen sind. Deshalb erkennt das Finanzamt höchstens folgende Beträge an:

LandHöchstbetrag für Unterhaltsleistungen
EURO
Anrechnungsfreier Betrag
EURO
Ländergruppe 1
Andorra, Australien, Belgien, Brunei-Darussalam, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Hongkong, Irland, Island, Italien, Japan, Kaiman-Inseln, Kanada, Katar, Kuwait, Liechtenstein, Luxemburg, Macau, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, San Marino, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Zypern
8.004624
Ländergruppe 2
Äquatorialguinea, Bahamas, Bahrain, Barbados, Estland, Israel, Republik Korea, Malta, Oman, Palästinensische Gebiete, Portugal, Saudi-Arabien, Slowakische Republik, Slowenien, Taiwan, Trinidad und Tobago, Tschechische Republik, Turks- und Caicos-Inseln
6.003468
Ländergruppe 3
Antigua und Barbuda, Argentinien, Botsuana, Brasilien, Bulgarien, Chile, Cookinseln, Costa Rica, Dominica, Gabun, Grenada, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Libanon, Libyen, Litauen, Malaysia, Mauritius, Mexiko, Montenegro, Nauru, Niue, Palau, Panama, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Serbien, Seychellen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Südafrika, Suriname, Türkei, Ungarn, Uruguay, Venezuela, Weißrussland/Belarus
4.002312
Ländergruppe 4
alle übrigen Länder
2.001156



Zur Geltendmachung der Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen füllen Sie bitte je Haushalt für alle im Haushalt lebenden Personen ein Formular Anlage Unterhalt aus. Bei mehr als 9 Unterhaltsempfängern in einem Haushalt muss ein weiteres Formular Anlage Unterhalt ausgefüllt werden. Die Eintragungen in den Zeilen 6 bis 10 und 17 bis 26 sind dann nur auf der ersten Anlage Unterhalt erforderlich.

Zeilen 4 bis 6


Tragen Sie in Zeile 6 bitte die Anzahl sämtlicher im Haushalt lebender Personen ein, auch soweit für die unterhaltenen Personen ein Abzug der Unterhaltsaufwendungen nicht in Frage kommt.

Zeilen 7 bis 16


Sie haben die Möglichkeit, zwei Unterstützungszeiträume anzugeben. Angaben zu einem zweiten Unterstützungszeitraum sind nur dann erforderlich, wenn eine Unterbrechung der Berücksichtigungszeiträume vorliegt.

Zeilen 17 bis 26


Leisten Sie Zahlungen an Unterhaltsempfänger im Ausland, trifft Sie eine erhöhte Mitwirkungspflicht. Nachweiserleichterungen bestehen nur bei Familienheimfahrten zum im Ausland lebenden Ehegatten.

Zeilen 34, 64 und 94


Bei Unterhaltsempfängern im Ausland ist eine durch die Heimatbehörde und die unterhaltene Person bestätigte Unterhaltserklärung als Nachweis für die Bedürftigkeit nach zu reichen. Unterhaltserklärungen in mehreren Sprachen finden Sie auch im Internetangebot des Bundesministeriums der Finanzen (www.formulare-bfinv.de).

Zeilen 46 bis 54, 76 bis 84 und 106 bis 114


Auf den Höchstbetrag der Unterhaltsleistungen werden die eigenen Einkünfte und Bezüge der unterhaltenen Person im Unterhaltszeitraum angerechnet, jedoch nur, soweit sie 624 Euro (anrechnungsfreier Betrag) jährlich übersteigen.
Außerdem vermindert sich der Höchstbetrag stets um Ausbildungshilfen aus öffentlichen Mitteln oder von Förderungseinrichtungen, die hierfür öffentliche Mittel erhalten. Als Darlehen gewährte Leistungen werden nicht angerechnet.
Zu den anrechenbaren Einkünften gehören auch solche aus nichtselbständiger Arbeit. Hat die unterhaltene Person über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1000 Euro oder bei Empfängern von Versorgungsbezügen über den Pauschbetrag von 102 Euro hinausgehende Werbungskosten, erläutern Sie diese bitte auf einem besonderen Blatt (beachten Sie bitte die Hilfe der Anlage N zu den Zeilen 31 bis 79). Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen sind auch die Kapitalerträge zu erfassen, die der Abgeltungsteuer unterlegen haben. Steuerfreier oder pauschal besteuerter Arbeitslohn (zum Beispiel aus einem Minijob) gehört zu den Bezügen.
Zu den anrechenbaren Bezügen gehören außerdem alle Einnahmen, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts bestimmt oder geeignet sind (zum Beispiel Arbeitslosengeld, Elterngeld, Wohngeld und Sozialgeld). Kein anrechenbarer Bezug ist der Mindestbetrag des Elterngeldes in Höhe von 300 Euro oder 150 Euro monatlich (bei Mehrlingsgeburten entsprechend vervielfacht). Von den anrechenbaren Bezügen werden die damit zusammenhängenden Aufwendungen abgezogen, mindestens aber ein Pauschbetrag von 180 Euro. Ist die unterhaltene Person verheiratet, wird ihr grundsätzlich die Hälfte des Nettoeinkommens ihres Ehegatten als eigene Bezüge zugerechnet. Die Einkünfte, Bezüge und Werbungskosten der unterhaltenen Person weisen Sie bitte mit geeigneten Unterlagen nach.
Die Jahresbeträge ermäßigen sich um ein Zwölftel für jeden vollen Monat, in dem die Voraussetzungen nicht vorgelegen haben.

Anlage V

In einer Anlage V sind zu erklären: Einkünfte aus

  • einem bebauten Grundstück, zum Beispiel vermietetes Haus, vermietete Eigentumswohnungen (Zeile 4 bis 23 und 33 bis 51),
  • einem selbst genutzten eigenen Haus/Eigentumswohnung, wenn einzelne Räume vermietet werden (Zeile 4 bis 23 und 33 bis 51),
  • allen Beteiligungen, zum Beispiel Grundstücks- oder Erbengemeinschaften (Zeile 24 bis 28),
  • Untervermietung von gemieteten Räumen (Zeile 31),
  • allen unbebauten Grundstücken (zum Beispiel Parkplatz), anderem unbeweglichen Vermögen (zum Beispiel Schiffe) und Sachinbegriffen (zum Beispiel Geschäftseinrichtung) sowie aus Überlassung von Rechten, zum Beispiel Erbbaurechte, Urheberrechte, Kiesausbeuterechte (Zeile 32).

Die Einkünfte aus weiteren bebauten Grundstücken sind für jedes Grundstück getrennt jeweils in einer eigenen Anlage V zu erklären.Stammen die Einkünfte aus dem Ausland, geben Sie bitte zusätzlich die Anlage AUS ab.
Für ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder eigenen gewerblichen/beruflichen Zwecken genutzte Gebäude und Gebäudeteile ist keine Anlage V auszufüllen.

Zeile 6


Geben Sie bitte stets das Einheitswert-Aktenzeichen an. Dieses ist zum Beispiel auf Ihrem Einheitswertbescheid oder Grundsteuerbescheid vermerkt. Eine Eintragung kann entfallen, wenn für das Mietobjekt kein Einheitswert festgestellt wurde.
Falls das Mietobjekt veräußert oder übertragen wurde, geben Sie hier bitte den Zeitpunkt des rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags (dies ist in der Regel der notarielle Kaufvertrag) oder gleichstehenden Rechtsakts an.

Zeile 7


Geben Sie bitte hier neben der Gesamtwohnfläche die Flächen an, die auf eigengenutzten, unentgeltlich an Dritte überlassenen oder als Ferienwohnung genutzten Wohnraum entfallen.
Handelt es sich eine Ferienwohnung, reichen Sie bitte ein besonderes Blatt nach, auf dem Sie auch die Anzahl der jeweiligen Kalendertage angeben, an denen diese Wohnung vermietet, eigengenutzt, unentgeltlich an Dritte überlassen wurde oder leer stand.

Zeilen 8 bis 11


Die in den Zeilen 8 und 10 einzutragenden Mieteinnahmen teilen Sie bitte in jedem Fall auf die einzelnen Geschosse auf. Geben Sie in Zeile 9 außerdem die Anzahl der Wohnungen und die Wohnfläche jedes Geschosses an. Angaben für an Angehörige vermietete Wohnungen machen Sie bitte gesondert in Zeile 11.
Beim Ansatz der Wohnflächen sind Zubehörräume, zum Beispiel Keller, Dachböden, Schuppen und Garagen nicht zu berücksichtigen. Raumteile mit einer lichten Höhe zwischen ein und zwei Metern sowie die Fläche von Balkonen, Loggien und Dachgärten können bis zur Hälfte angesetzt werden. Enthält das Gebäude mehr als vier Geschosse, reichen Sie bitte die Angaben zu den Zeilen 8 bis 10 auf einem besonderen Blatt nach.
Die neben der Miete erhobenen Umlagen sind stets in den Zeilen 12 und 13 einzutragen.
Geben Sie bitte in Zeile 10 die Einnahmen aus der Vermietung zu gewerblichen, freiberuflichen oder anderen nicht Wohnzwecken dienenden Räumen an. Die Umlagen für diese Räume sind ebenfalls stets in die Zeile 12 einzutragen. Bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung tragen Sie bitte in Zeile 16 die vereinnahmte Umsatzsteuer ein.

Zeilen 12 und 13


Hier sind die vereinnahmten Umlagen (einschließlich Nachzahlungen) stets in voller Höhe einzutragen. Dies gilt auch dann, wenn der Mieter die von Ihnen als Vermieter geschuldete Zahlung bestimmter Nebenkosten übernimmt. Soweit die Umlagen 2011 an die Mieter zurückgezahlt worden sind, ist der einzutragende Betrag zu vermindern.

Zeile 15


Zu den Einnahmen in Zeile 15 gehören auch Einnahmen aus der Vermietung von Grundstücksteilen für Mobilfunkantennen, Windkraftanlagen und WLAN-Hotspots.

Zeilen 16 und 17


Bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung tragen Sie bitte in Zeile 16 die vereinnahmte und in Zeile 17 die vom Finanzamt erstattete und gegebenenfalls verrechnete Umsatzsteuer ein.

Zeilen 18, 19 und 52


Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln zur Finanzierung von Enthaltungsaufwendungen sowie Aufwendungszuschüsse, zum Beispiel zur Minderung der Zins- und Mietbelastungen, sind im Jahr des Zuflusses als Einnahmen in den Zeilen 18 und 19 einzutragen. Zuschüsse, die eine Gegenleistung für eine Mietpreisbindung oder Nutzung durch einen bestimmten Personenkreis darstellen (zum Beispiel Zuschüsse nach dem Wohnraumförderungsgesetz), können auf die Jahre des Bindungszeitraumes verteilt werden (reichen Sie Angaben hierzu auf einem besonderen Blatt nach). Zuschüsse zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind in Zeile 52 einzutragen und von der Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen abzuziehen.
Guthabenzinsen aus Bausparverträgen gehören zum Beispiel zu den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, wenn der Bausparvertrag in einem engen Zusammenhang mit der Anschaffung, Herstellung oder Erhaltung dieses Gebäudes steht.
Der Gesamtbetrag ist um den Anteil zu mindern, der auf eigengenutzte oder unentgeltlich an Dritte überlassene Wohnungen entfällt.

Zeilen 33 bis 51


Ausgaben, die im Zusammenhang mit einer Wohnung oder einzelnen Räumen anfallen, sind nur dann Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, wenn aus der Wohnung oder den Räumen entsprechende Einnahmen erzielt werden oder in Zukunft erzielt werden sollen.
Stehen die Ausgaben im Zusammenhang mit einer eigengenutzten oder unentgeltlich an Dritte überlassenen Wohnung, können die Ausgaben nicht als Werbungskosten abgezogen werden. Darin enthaltene erhöhte Absetzungen laut Zeile 34 können in der Anlage FW geltend gemacht werden, wenn die Wohnung eigengenutzt oder ohne gesicherte Rechsposition überlassen wird.
Ebenso können Ausgaben, die im Zusammenhang mit Räumen stehen, die zu eigenen beruflichen oder gewerblichen Zwecken genutzt werden, nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, sondern nur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben bei den Einnahmen abgezogen werden, die im Zusammenhang mit d er Nutzung dieser Räume erzielt werden. Die Spalten 1 bis 3 sind nur dann auszufüllen, wenn danach nicht alle Aufwendungen für das Gebäude Werbungskosten sind.
Tragen Sie bitte in der Spalte 1 den Gesamtbetrag der jeweiligen Aufwendungen ein. Geben Sie bitte in den Spalten 2 und 3 an, ob Sie den nicht abziehbaren Anteil dadurch ermittelt haben, dass Sie die einzelnen Aufwendungen jeder Wohnung zugeordnet haben (direkte Zuordnung), oder ob Sie die Aufwendungen, weil eine direkte Zuordnung nicht möglich war (wie zum Beispiel bei einer Dachreparatur) in anderer Weise den Wohnungen zugeordnet haben, zum Beispiel nach dem ermittelten Verhältnis der Nutzflächen in Prozent. Erläutern Sie die Zuordnung und den erstmalig verwendeten Aufteilungsmaßstab bitte auf einem besonderen Blatt und reichen Sie dieses nach. Beträgt die vereinbarte und gezahlte Miete einschließlich gezahlter Umlagen für eine überlassene Wohnung weniger als 56 Prozent der ortsüblichen Marktmiete einschließlich umlagefähiger Kosten (zum Beispiel bei verbilligter Überlassung), gilt Entsprechendes. In diesem Fall sind die auf diese Wohnung entfallenden Ausgaben im Verhältnis der ortsüblichen Marktmiete zur vereinbarten Miete aufzuteilen.

Zeilen 33 bis 35


Machen Sie erstmals Abschreibungen für Anschaffungs- oder Herstellungskosten geltend, reichen Sie bitte eine Einzelaufstellung nach, in der neben dem gezahlten Rechnungsbetrag auch das Rechnungsdatum, der Gegenstand der Leistung sowie das ausführende Unternehmen angegeben sind.
Bei Gebäuden im Beitrittsgebiet, die vor dem 01.01.1991 angeschafft oder hergestellt wurden, sind nur Absetzungen für Abnutzung (AfA) nach § 7 Absatz 4 EStG zulässig. Bei Anschaffung oder Herstellung vor dem 01.07.1990 bemessen sich die Absetzungen nach den Wiederherstellungs-/Wiederbeschaffungskosten, höchstens nach dem Zeitwert zum 01.07.1990.

Zeile 33


Die Absetzungen für Abnutzung nach § 7 Absatz 4 EStG betragen

  • bei vor dem 01.01.1925 fertig gestellten Gebäuden jährlich 2,5 Prozent,
  • bei nach dem 31.12.1924 fertig gestellten Gebäuden jährlich 2 Prozent


der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Gebäudes. Ist die tatsächliche Nutzungsdauer kürzer als 40 oder 50 Jahre, können entsprechend höhere Abschreibungen gemacht werden. Davon abweichend können Sie nach § 7 Absatz 5 EStG bei einem Gebäude oder einer Eigentumswohnung im Inland oder in einem EU-/EWR-Staat die folgenden Beträge als degressive Absetzung für Abnutzung abziehen:

Bei Bauantrag (im Herstellungsfall) oder bei rechtswirksamem Abschluss des obligatorischen Vertrags (im Anschaffungsfall)
vor dem 01.01.19958 Jahre je 5 Prozent,
6 Jahre je 2,5 Prozent und
36 Jahre je 1,25 Prozent
vor dem 01.01.1996,
soweit das Objekt Wohnzwecken dient
4 Jahre je 7 Prozent,
6 Jahre je 5 Prozent,
6 Jahre je 2 Prozent und
24 Jahre je 1,25 Prozent
nach dem 31.12.1995 und
vor dem 01.01.2004,
soweit das Objekt Wohnzwecken dient
8 Jahre je 5 Prozent,
6 Jahre je 2,5 Prozent und
36 Jahre je 1,25 Prozent
nach dem 31.12.2003 und
vor dem 01.01.2006,
soweit das Objekt Wohnzwecken dient
10 Jahre je 4 Prozent,
8 Jahre je 2,5 Prozent und
32 Jahre je 1,25 Prozent
der Anschaffungs- oder Herstellungskosten



Bei Erwerb kann die degressive Absetzung für Abnutzung nur abgezogen werden, wenn Sie das Gebäude bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung angeschafft haben. Die Anwendung höherer oder niedrigerer Prozentsätze ist ausgeschlossen.
Haben Sie für ein Gebäude oder eine Eigentumswohnung Sonderabschreibungen (zum Beispiel nach § 4 des Fördergebietsgesetzes) in Anspruch genommen, bemessen sich nach Ablauf des maßgebenden Begünstigungszeitraums die Absetzungen für Abnutzung nach dem Restwert und dem unter Berücksichtigung der Restnutzungsdauer maßgebenden Prozentsatz (Restwert-AfA). Sofern Sie in Zeile 33 erstmalig eine Restwert-AfA ansetzen, reichen Sie die Ermittlung der Bemessungsgrundlage (Restwert) bitte auf einem besonderen Blatt nach.
Zu der in Zeile 33 einzutragenden Absetzung für Abnutzung gehört auch die Restwert-AfA im Sinne der §§ 7b Absatz 1 Satz 2, 7k Absatz 1 Satz 3 EStG sowie §§ 14a und 14d BerlinFG.
Soweit ein Gebäude oder eine Eigentumswohnung unentgeltlich erworben wurde, ist die Absetzung für Abnutzung nach dem Prozentsatz vorzunehmen, der für den Rechtsvorgänger maßgebend sein würde, wenn er noch Eigentümer wäre.

Zeile 34


Nach § 7h EStG können Sie für Maßnahmen im Sinne des § 177 des Baugesetzbuchs, die an Gebäuden in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet oder städtebaulichen Entwicklungsbereich durchgeführt worden sind, anstelle der nach § 7 Absatz 4 und 5 EStG zu bemessenden Absetzungen für Abnutzung folgende Absetzungen vornehmen:

Bei Beginn der Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten
vor dem 01.01.200410 Jahre jeweils bis zu 10 Prozent
nach dem 31.12.20038 Jahre jeweils bis zu 9 Prozent
4 Jahre jeweils bis zu 7 Prozent
der Bemessungsgrundlage



Entsprechendes gilt für Maßnahmen, die der Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung eines Gebäudes dienen, das wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben soll, und zu deren Durchführung sich der Eigentümer neben bestimmten Modernisierungsmaßnahmen gegenüber der Gemeinde verpflichtet hat. Voraussetzung ist der Nachweis durch eine Bescheinigung der zuständigen Gemeindebehörde, dass Sie Baumaßnahmen in dem genannten Sinne durchgeführt und die Aufwendungen hierfür selbst getragen haben.
Nach § 7i EStG können Sie für bestimmte Baumaßnahmen bei Baudenkmalen anstelle der Absetzungen nach § 7 Absatz 4 und 5 EStG folgende Absetzungen vornehmen, wenn die Voraussetzungen durch eine amtliche Bescheinigung nachgewiesen werden:

Bei Beginn der Baumaßnahmen
vor dem 01.01.200410 Jahre jeweils bis zu 10 Prozent
nach dem 31.12.20038 Jahre jeweils bis zu 9 Prozent
4 Jahre jeweils bis zu 7 Prozent
der Herstellungs- oder Anschaffungskosten



Als Beginn gilt bei Baumaßnahmen, für die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wird, bei baugenehmigungsfreien Bauvorhaben, für die Bauunterlagen einzureichen sind, der Zeitpunkt, in dem die Bauunterlagen eingereicht werden.

Zeile 35


Die Absetzungen für Abnutzung für Wirtschaftsgüter, die keine Gebäude sind, sind gemäß § 7 Absastz 1 EStG nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zu bemessen.

Zeile 36


Zu den Schuldzinsen gehört auch ein Darlehensabgeld (Damnum, Disagio). Ein Damnum/Disagio kann im Zeitpunkt der Zahlung abgezogen werden, soweit es marktüblich ist. Von der Marktüblichkeit ist auszugehen, wenn der Zinsfestschreibungszeitraum mindestens fünf Jahre und das Damnum/Disagio nicht mehr als 5 Prozent beträgt. Trifft dies nicht zu, sind die Aufwendungen auf die Dauer des Zinsfestschreibungszeitraumes gleichmäßig zu verteilen. Wurde kein Zinsfestschreibungszeitraum vereinbart, ist die Verteilung auf die Laufzeit des Darlehens vorzunehmen.
Schuldzinsen können nur insoweit als Werbungskosten berücksichtigt werden, als sie steuerfreie Zinszuschüsse des Arbeitgebers übersteigen.
Öffentliche Zuschüsse zur Zinsverbilligung sind in Zeile 18 einzutragen.
Geldbeschaffungskosten tragen Sie bitte nicht hier, sondern in Zeile 37 ein.

Zeilen 39 bis 45


Reichen Sie bitte über die von Ihnen geltend gemachten Erhaltungsaufwendungen eine Einzelaufstellung nach, in der neben dem gezahlten Rechnungsbetrag auch das Rechnungsdatum, der Gegenstand der Leistung sowie das ausführende Unternehmen anzugeben sind.
Erhaltungsaufwendungen, die auf nach dem 31.12.2003 begonnenen und innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführten Baumaßnahmen beruhen, erhöhen als anschaffungsnahe Herstellungskosten die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung des Gesamtgebäudes, wenn sie insgesamt mehr als 15 Prozent (Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer) der auf das Gebäude entfallenden Anschaffungskosten betragen. Hierzu gehören aber nicht Erweiterungsaufwendungen sowie jährlich üblicherweise anfallender Erhaltungsaufwand.
Weiterhin stellen Aufwendungen für Baumaßnahmen, die die Wohnung oder das Gebäude auf einen höheren Standard bringen, Herstellungs- oder Anschaffungskosten dar. Sie sind daher nicht als Erhaltungsaufwendungen abziehbar. Für den Standard eines Wohngebäudes ist in diesem Zusammenhang vor allem die Ausstattung und Qualität der Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie der Fenster ausschlaggebend.
Kosten für Baumaßnahmen nach dem Erwerb eines Gebäudes sind Anschaffungskosten, wenn funktionsuntüchtige Teile wieder hergestellt werden, die für die Nutzung unerlässlich sind (zum Beispiel bei einer defekten Heizung oder bei die Bewohnbarkeit ausschließenden Wasser- oder Brandschäden). Auch Aufwendungen für Baumaßnahmen im Zusammenhang mit einer Nutzungsänderung sind den Anschaffungskosten zuzurechnen, soweit sie vor der erstmaligen Nutzung entstanden sind (zum Beispiel Umbau einer Wohnung in ein Büro).
Größere Aufwendungen für die Erhaltung von Gebäuden können auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden (§ 82 b EStDV). Voraussetzung hierfür ist, dass die Grundfläche der Räume des Gebäudes, die Wohnzwecken dienen, mehr als die Hälfte der gesamten Nutzfläche beträgt. Unabhängig von der Art der Nutzung können größere Aufwendungen zur Erhaltung eines Gebäudes ebenfalls auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden, wenn es sich um Aufwendungen handelt

  • für Maßnahmen aufgrund eines Modernisierungs- und Instandsetzungsgebots der Gemeinden im Sinne des § 177 des Baugesetzbuchs (§ 11a EStG),
  • für Maßnahmen, die der Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung eines Gebäudes dienen, das wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung erhalten bleiben soll, und zu deren Durchführung sich der Eigentümer neben bestimmten Modernisierungsmaßnahmen gegenüber der Gemeinde verpflichtet hat (§ 11a EStG),
  • zur Erhaltung von Baudenkmalen (§ 11b EStG).

Entfallen Aufwendungen im Sinne der §§ 11a und 11b EStG teilweise auf eine zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung, kann insoweit ein Abzug nach § 10f Absatz 2 EStG in Betracht kommen. Diesen Abzug können Sie in der Anlage FW geltend machen.
Beiträge zur Instandhaltungsrücklage der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer sind nicht bereits zum Zeitpunkt der Abführung als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar, sondern erst bei Verausgabung der Beträge für Erhaltungsmaßnahmen.
Reichen Sie bitte die Abrechnung der Eigentümergemeinschaft nach.

Zeile 48


Bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung tragen Sie bitte die an das Finanzamt gezahlte und gegebenenfalls verrechnete Umsatzsteuer ein.

Zeile 49


Hier können Sie zum Beispiel Gebühren für einen Kabelanschluss eintragen. Bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung tragen Sie bitte auch die Vorsteuern aus Herstellungs-/Anschaffungskosten, die im Wege der AfA berücksichtig werden können, sowie die Vorsteuern aus Erhaltungsaufwendungen, welche Sie auf bis zu fünf Jahre verteilen (Zeile 41), ein.

Zeile 51


Bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung geben Sie bitte die in der Summe zu Zeile 50 enthaltenen Vorsteuerbeträge an.

Anlage Vorsorgeaufwand

Zeilen 4 bis 50


Beiträge zu bestimmten Versicherungen sind Vorsorgeaufwendungen. Diese sind grundsätzlich bis zu bestimmten Höchstbeträgen abziehbar. Nicht einzutragen sind Versicherungsbeiträge, die in unmittelbarem Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen stehen (zum Beispiel steuerfreier Arbeitslohn bei Auslandstätigkeit). Die Aufwendungen müssen Sie, sofern nachfolgend nicht anders erläutert, um etwaige Zuschüsse zu diesen Versicherungen kürzen. Ebenso müssen Sie etwaige Beitragsrückzahlungen und ausgezahlte Gewinnanteile von den Versicherungsbeiträgen abziehen.
Bei Vorsorgeaufwendungen wird zwischen Beiträgen zur Altersvorsorge (Rente) und den sonstigen Vorsorgeaufwendungen unterschieden.
Zu den Beiträgen zur Altersvorsorge (Zeile 4 bis 10) gehören Beiträge zu

  • gesetzlichen Rentenversicherungen (hierzu gehört bei Arbeitnehmern auch der Arbeitgeberanteil),
  • landwirtschaftlichen Alterskassen (hierzu gehört bei Arbeitnehmern auch der Arbeitgeberanteil),
  • berufsständischen Versorgungseinrichtungen, die den gesetzlichen Rentenversicherungen vergleichbare Leistungen erbringen (hierzu gehört bei Arbeitnehmern auch der Arbeitgeberanteil), und
  • zertifizierten Rentenverträgen (sogenannte Rürup- oder Basisrentenverträge).

Sonstige Vorsorgeaufwendungen (Zeile 11 bis 50) sind zum Beispiel die Beiträge
  • zur gesetzlichen Sozialversicherung (ohne Rentenversicherungsbeiträge),
  • zu entsprechenden privaten Versicherungen (zum Beispiel private Krankenversicherungen),
  • zu Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht und Laufzeitbeginn sowie erster Beitragszahlung vor dem 01.01.2005,
  • zu Kapitallebensversicherungen mit mindestens 12 Jahren Laufzeit und Laufzeitbeginn sowie erster Beitragszahlung vor dem 01.01.2005,
  • zu Unfall- und Haftpflichtversicherungen sowie
  • zu Risikoversicherungen, die nur für den Todesfall eine Leistung vorsehen.

Für geleistete Altersvorsorgebeiträge (sogenannte Riester-Rente) können Sie einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug geltend machen. Füllen Sie hierzu bitte das Formular Anlage AV aus und reichen Sie die Ihnen gegebenenfalls vorliegende(n) Bescheinigung(en) über die geleisteten Altersvorsorgebeiträge nach. Weitere Einzelheiten können Sie der gesonderten Hilfe zur Anlage AV entnehmen.

Zeile 4 bis 10


In Zeile 4 können Sie den Arbeitnehmeranteil zu gesetzlichen Rentenversicherungen und an berufsständische Versorgungseinrichtungen geltend machen. Tragen Sie diesen bitte für sich und gegebenenfalls für Ihren Ehegatten getrennt in das Formular ein. Den entsprechenden Arbeitgeberanteil zu gesetzlichen Rentenversicherungen und zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen tragen Sie bitte in die Zeilen 8 und/oder 9 ein. Wenn Sie im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung den pauschalen Arbeitgeberanteil durch eigene Beiträge aufgestockt haben, können Sie den Arbeitnehmeranteil in Zeile 6 und den pauschalen Arbeitgeberanteil in Zeile 10 eintragen.
Aufwendungen für eine öffentlich-rechtliche Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder zur landwirtschaftlichen Alterskasse tragen Sie bitte in Zeile 5 ein, wenn Sie kein Arbeitnehmer sind oder Ihr Arbeitgeber die Beiträge nicht auf der Lohnsteuerbescheinigung ausweist, weil Sie die Beiträge direkt an die Einrichtung leisten. In diesem Fall sind die Beiträge laut Zeile 5 die um die steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse geminderten eigenen Beiträge. Die entsprechenden Arbeitgeberzuschüsse tragen Sie bitte in Zeile 9 ein.
Wenn Sie freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind oder als Nichtarbeitnehmer Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten (zum Beispiel selbständige Hebammen und Künstler), tragen Sie die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bitte in Zeile 6 ein.
Alle vom Anbieter übermittelten Beiträge zu zertifizierten Basisrentenverträgen (sogenannte Rürup-Verträge) werden beim Sonderausgabenabzug berücksichtigt. Tragen Sie diese bitte in Zeile 7 ein. Der Sonderausgabenabzug setzt voraus. dass Sie gegenüber Ihrem Anbieter des Basisrentenvertrags schriftlich und fristgemäß (das heißt, für das Beitragsjahr 2011 spätestens bis zum 31.12.2013) eingewilligt haben, dass dieser unter Angabe Ihrer Identifikationsnummer und der Vertragsdaten die Höhe Ihrer Beiträge der zentralen Stelle übermittelt. Die Einwilligung gilt auch für folgende Beitragsjahre, sofern Sie die Einwilligung nicht vor Beginn des jeweiligen Beitragsjahrs schriftlich gegenüber dem Anbieter widerrufen. Über die erfolgte Datenübermittlung werden Sie von Ihrem Anbieter informiert. Konnte der Anbieter die Daten nicht rechtzeitig übermitteln, erhalten Sie von ihm eine Bescheinigung, die dann nach zu reichen ist. Ohne die Datenübermittlung durch den Anbieter oder eine Beitragsbescheinigung können die erklärten Beiträge nicht berücksichtigt werden. Erhalten Sie die Bescheinigung erst nach der Übersendung Ihrer Einkommensteuererklärung, reichen Sie diese bitte nach.

Zeile 11


Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen ist davon abhängig, ob Krankheitskosten oder Beiträge für eine Krankenversicherung ausschließlich aus eigenen Mitteln bestritten werden oder ob steuerfreie Leistungen gewährt werden oder (zumindest) Anteile der Krankheitskosten von dritter Seite übernommen werden. Steuerfreie Leistungen in diesem Zusammenhang sind zum Beispiel der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, entsprechende Zuschüsse des Arbeitgebers bei freiwillig gesetzlich oder privat krankenversicherten Arbeitnehmern, Beitragsanteile der Träger der gesetzlichen Rentenversicherungen, Beihilfeansprüche von Beamten, Beiträge der Künstlersozialkasse und Beitragserstattungen der Träger von Kindertagespflegeeinrichtungen an Tagespflegepersonen. Werden die vorgenannten Leistungen für mindestens einen Teil des Jahres oder bei mehreren Einkünften für mindestens eine Einkunftsquelle erbracht, ist die in Zeile 11 gestellte Frage mit Ja zu beantworten. Bei Ehegatten, die über ihren Ehepartner versichert sind (zum Beispiel gesetzliche Krankenversicherung), ist die Frage wie beim Ehepartner mit Ja zu beantworten. Auch ein nicht berufstätiger Ehegatte eines Arbeitnehmers, der sich von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht hat befreien lassen, hat die Frage mit Ja zu beantworten, sofern er ansonsten über den berufstätigen Ehegatten familienversichert gewesen wäre. Unerheblich ist in diesem Fall, ob der nicht berufstätige Ehegatte einen eigenen Krankenversicherungsvertrag abgeschlossen hat. Ein Ehegatte, der keinen eigenen Beihilfeanspruch hat (zum Beispiel der Ehegatte eines Beamten) und der auch nicht selbst krankenversicherungspflichtig ist, beantwortet die Frage mit Nein. Bei geringfügig Beschäftigten ist diese Frage mit Nein zu beantworten, soweit keine unentgeltliche Familienversicherung beim Ehegatten vorliegt.

Zeile 12 bis 43


Die tatsächlich geleisteten Beiträge zur privaten und gesetzlichen Krankenversicherung (gegebenenfalls inklusive Zusatzbeitrag) und zur gesetzlichen Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung und private Pflege-Pflichtversicherung) für eine Absicherung auf sozialhilfegleichem Versorgungsniveau (Basisabsicherung) werden in vollem Umfang steuerlich berücksichtigt. Es ist deshalb innerhalb der sonstigen Vorsorgeaufwendungen zwischen den Basis-Kranken- und gesetzlichen Pflegeversicherungsbeiträgen und denjenigen Beiträgen oder Beitragsanteilen zu unterscheiden, mit denen ein darüber hinausgehendes Absicherungsniveau erreicht wird. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Beiträge, mit denen Wahlleistungen finanziert werden. Haben Sie in die Datenübermittlung durch das Krankenversicherungsunternehmen, den Träger der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oder die Künstlersozialkasse an die Finanzverwaltung eingewilligt oder sind Sie Arbeitnehmer oder Rentner und werden die Daten deshalb grundsätzlich bereits mit der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder Rentenbezugsmitteilung an die Finanzverwaltung übermittelt, nehmen Sie Eintragungen zur Basisabsicherung bitte als gesetzlich Krankenversicherter in den Zeilen 12 bis 29 und 37 oder als privat Krankenversicherter in den Zeilen 31 bis 34 und 37 vor. Beiträge für Wahlleistungen und zu Zusatzversicherungen an die gesetzliche Krankenversicherung tragen Sie bitte in Zeile 30, an die private Kranken-/Pflegeversicherung in den Zeilen 35 und 36 ein. Haben Sie als Versicherungsnehmer Ihren eingetragenen Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes oder Ihr Kind, für das kein Anspruch auf Freibeträge für Kinder oder Kindergeld besteht, im Rahmen einer privaten Krankenversicherung als versicherte Person mitversichert, nehmen Sie bitte Eintragungen zur Basisabsicherung in den Zeilen 38 bis 42 und zu Wahlleistungen in Zeile 43 vor. In diesem Zusammenhang sind neben den im Jahr 2011 geleisteten Beiträgen auch die in diesem Jahr erstatteten Beiträge zur Basisabsicherung einzutragen.

Zeile 44 bis 50


Die weiteren sonstigen Vorsorgeaufwendungen (Beiträge zu Arbeitslosen-, Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen, zu Unfall- und Haftpflichtversicherungen sowie zu Renten- und Lebensversicherungen) können im Rahmen der Höchstbeträge in Höhe von 2.800 Euro/1.900 Euro geltend gemacht werden, soweit der Höchstbetrag nicht bereits durch Beiträge zu Basis-Kranken- und gesetzlichen Pflegeversicherungen ausgeschöpft wurde. Zu den weiteren sonstigen Vorsorgeaufwendungen gehören auch Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen, soweit diese nicht der Basisabsicherung zuzurechnen sind. Haben Sie auf die Abgabe einer Einwilligung zur Übermittlung der Beiträge zur Basiskrankenversicherung oder zur gesetzlichen Pflegeversicherung an die Finanzverwaltung verzichtet und werden die entsprechenden Daten auch nicht mit der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder der Rentenbezugsmitteilung übermittelt, dann sind die Beiträge in Zeile 45 einzutragen. Eintragungen in den Zeilen 12 bis 44 sind dann nicht vorzunehmen.
Das Finanzamt nimmt zudem von Amts wegen eine Günstigerprüfung vor und prüft dabei, ob gegebenenfalls der Abzug der Vorsorgeaufwendungen nach der für das Kalenderjahr 2004 geltenden Regelung zur Berechnung des Abzugs von Vorsorgeaufwendungen zu einem günstigeren Ergebnis führt.
Die einzutragenden Beträge entnehmen Sie bitte der Lohnsteuerbescheinigung, der Renten(anpassungs-)mitteilung oder der Bescheinigung des Versicherungsunternehmens.

Zeilen 14, 17, 26 und 29


Grundsätzlich ergibt sich aus den Krankenversicherungsbeiträgen ein Anspruch auf Krankengeld oder eine Leistung, die anstelle von Krankengeld gewährt wird. Sofern das bei Ihnen ausnahmsweise nicht zutrifft, sind in den Zeilen 14 oder 26 und/oder 17 und 29 die Beiträge einzutragen, die keinen Anspruch auf Krankengeld begründen.

Zeilen 20 und 23


Im Regelfall ergibt sich aus den Krankenversicherungsbeiträgen (zum Beispiel von Rentnern) kein Anspruch auf Krankengeld oder eine Leistung, die anstelle von Krankengeld gewährt wird. Sofern das bei Ihnen ausnahmsweise nicht zutrifft, ist in Zeile 20 und/oder 23 der Beitrag einzutragen, der einen Anspruch auf Krankengeld begründet.

Zeilen 24, 34 und 37


Steuerfreie Zuschüsse zu den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen mindern die abziehbaren Beiträge. Sie sind deshalb anzugeben. Die steuerfreien Zuschüsse des Arbeitgebers zu Ihren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen entnehmen Sie bitte der Nummer 24 der Lohnsteuerbescheinigung und tragen sie in die Zeile 37 ein. Einzutragen sind sämtliche steuerfreien Zuschüsse zu Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, zum Beispiel von der Künstlersozialkasse oder der Deutschen Rentenversicherung Bund oder solche, die von der Besoldungsstelle während der Elternzeit oder an Wehrpflichtige gewährt werden. Diese sind in den Zeilen 24 oder 34 anzugeben.

Zeilen 38 bis 43


Beiträge können grundsätzlich beim Versicherungsnehmer berücksichtigt werden. In Fällen, in denen Sie als Versicherungsnehmer auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung des von Ihnen (mit-)versicherten Kindes, für welches kein Anspruch auf Freibeträge für Kinder oder Kindergeld besteht, oder des eingetragenen Lebenspartners/der eingetragenen Lebenspartnerin geltend machen, können Sie die entsprechenden Eintragungen in den Zeilen 38 bis 43 vornehmen. Bitte vergessen Sie nicht, die Identifikationsnummer der mitversicherten Person anzugeben.

Zeilen 44, 46 und 47


Den Arbeitnehmeranteil zur Arbeitslosenversicherung tragen Sie bitte in Zeile 44 ein. Beiträge zu eigenen Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit tragen Sie bitte in Zeile 46 sowie Beiträge zu eigenständigen Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen in Zeile 47 ein.

Zeile 48


Beiträge für eine private Unfallversicherung gehören zu den weiteren sonstigen Vorsorgeaufwendungen, wenn die Unfallversicherung ausschließlich private Risiken abdeckt. Sind sowohl private als auch berufliche Risiken versichert, sind die Beiträge grundsätzlich je zur Hälfte als Sonderausgaben und Werbungskosten oder Betriebsausgaben zu berücksichtigen. Beiträge für private Haftpflichtversicherungen können Sie ebenfalls in Zeile 48 geltend machen. Maßgebend sind die tatsächlichen Beitragszahlungen, also nach Kürzung um den Schadenfreiheitsrabatt und um Beitragsrückerstattungen. Beiträge zu Kasko-, Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen sind nicht abziehbar.

Zeilen 48 bis 50


Beiträge zu Lebensversicherungen, die nur für den Todesfall eine Leistung vorsehen (Risikolebensversicherung, gegebenenfalls in Kombination mit Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung), sind in Zeile 48 einzutragen. Beiträge zu Witwen-, Waisen- und Sterbekassen können ebenfalls hierunter fallen.
In Zeile 49 sind Beiträge zu Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht und Kapitallebensversicherungen mit mindestens zwölf Jahren Laufzeit einzutragen, wenn die Laufzeit dieser Versicherungen vor dem 01.01.2005 begonnen hat und mindestens ein Versicherungsbeitrag vor dem 01.01.2005 entrichtet wurde. Zu diesen Lebensversicherungen gehören auch Ausbildungs- und Aussteuerversicherungen sowie Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr.
Fondsgebundene Lebensversicherungen und von anderen Personen abgeschlossene entgeltlich erworbene Lebensversicherungen sind nicht begünstigt.
Ist ein Kapitalwahlrecht ausgeschlossen, sind die Beiträge in Zeile 50 einzutragen.
Bei Beiträgen zu Versorgungs- und Pensionskassen, einschließlich der von Ihrem Arbeitgeber für Sie erbrachten Zukunftssicherungsleistungen (zum Beispiel an Zusatzversorgungskassen des öffentlichen Dienstes), die zu Ihren Lasten besteuert worden sind (nicht: steuerfrei gezahlte oder vom Arbeitgeber pauschal besteuerte Aufwendungen), richtet sich die Zuordnung zu den Zeilen 49 und 50 danach, ob eine Kapitalisierung der Leistungen möglich ist (Eintrag in Zeile 49) oder ob ausschließlich Rentenzahlungen bei Fälligkeit der Leistung vereinbart wurden (Eintrag in Zeile 50).

Zeilen 51 bis 55


Diese Zeilen sind von Arbeitnehmern auszufüllen, die während des ganzen oder eines Teils des Kalenderjahres 2011 nicht rentenversicherungspflichtig waren. Hierzu gehören insbesondere

  • Beamte, Richter, Berufs- und Zeitsoldaten, Beamtenpensionäre und ihre Hinterbliebenen,
  • weiterbeschäftigte Altersrentner, Werkspensionäre mit Altersrente,
  • Geistliche und andere Personen mit beamtenähnlichen Versorgungsansprüchen,
  • Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften und GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind.

Diese Angaben werden zur Berechnung der Höhe der abziehbaren Vorsorgeaufwendungen benötigt.

Zusatzangaben für die Steuerberechnung

Die im Formular "Zusatzangaben zur Steuerberechnung" erklärten Angaben werden ausschließlich für Ihre Steuerberechnung verwendet und sind nicht Teil Ihrer Steuererklärung, welche Sie an Ihre Finanzverwaltung elektronisch übermitteln.
Ein Steuerberechnungsergebnis erhalten Sie auch ohne zusätzliche Angaben in diesem Formular.
Die Steuerberechnung ist ein Service Ihrer Finanzverwaltung und bietet keine Gewähr auf Vollständigkeit oder Übereinstimmung mit dem tatsächlichen Ergebnis des Steuerbescheides Ihrer Finanzverwaltung.

Einzutragen sind Ihre laut Verlustfeststellungsbescheid zum 31.12. des Vorjahres festgestellten Verluste.

Einzutragen ist die Summe der Arbeitslöhne, die bei der Kürzung des Vorwegabzugs nach § 10 Absatz 3 Nummer 2 EStG 2004 außer Betracht bleiben sollen (zum Beispiel Arbeitslohn eines hauptberuflich in der Landwirtschaft mitarbeitenden Familienangehörigen, GmbH-Geschäftsführers ohne Pensionszusage, beziehungsweise mit Pensionszusage in Sonderfällen siehe BMF vom 22.05.2007, BStBl I Seite 493, Fälle weiterbeschäftigter Altersrentner.

Zeile 7
Einzutragen ist die einbehaltene Kirchensteuer aus allen Dienstverhältnissen mit Steuerklasse 1 bis 6 zur Lohnsteuer (Kennzahl 140 ) für den Ehegatten.

Bei getrennter Veranlagung ist für die Steuerberechnung der steuerpflichtigen Person auch die Eintragung von Werten des anderen Ehegatten entscheidend. Diese Angaben zum Ehegatten werden nicht Teil Ihrer Steuererklärung, sondern sind ausschließlich für die Steuerberechnung erforderlich. Das Finanzamt erhält die Werte des anderen Ehegatten im Rahmen der Steuerfestsetzung mitgeteilt. Diese vom Finanzamt des anderen Ehegatten mitgeteilten Beträge fließen in Ihren Steuerbescheid ein.

Zeile 10
Einzutragen ist die Anzahl der Riester-Verträge, für die vom Anbieter Altersvorsorgebeiträge übermittelt werden.
Zeile 11
Einzutragen sind die Gesamtbeiträge und Tilgungsleistungen zu den im vorher erklärten Feld "Anzahl der Riester-Verträge".
Zeile 12
Es sind Angaben zur Änderung von Vertrags-, Zertifizierungs- und Anbieternummer gegenüber den Eingaben des Vorjahres zu machen:
ja - es erfolgte eine Änderung
nein - es erfolgte keine Änderung

Zeile 13
Einzutragen ist die Summe der beim anderen Ehegatten berücksichtigten Kinderbetreuungskosten nach § 10 Absatz 1 Nummer 5 und 8 EStG (für gemeinsame und nicht gemeinsame Kinder).
Zeile 14
Auszuwählen ist der Grad der Behinderung (§ 33b Absatz 3 EStG) des Ehegatten. Bei Blinden sowie bei hilflosen Personen im Sinne des § 33b Absatz 6 EStG (§ 33b Absatz 3 letzter Satz EStG) ist der Wert 300 auszuwählen. Soweit bei Behinderung eines nicht gemeinsamen Kindes der Pauschbetrag nach § 33b Absatz 5 EStG zu übertragen ist, sind die Pauschbeträge im Feld mit der Kennzahl 176 "Übertragbare Behinderten-Pauschbeträge für nicht gemeinsame Kinder, soweit es sich nicht um leibliche Kinder handelt" einzutragen. Der Grad der Behinderung der steuerpflichtigen Person ist im Hauptvordruck beim Abschnitt Außergewöhnliche Belastungen, Teilseite "Behinderte Menschen und Hinterbliebene", mit Grad der Behinderung im Feld mit der Kennzahl 56 einzutragen.
Zeile 15
Dieses Feld ist zu markieren, wenn der Pauschbetrag für Hinterbliebene dem Ehegatten (§ 33b Absatz 4 EStG) zu gewähren ist.
Zeile 16
Einzutragen ist die Summe der Anteile der Hinterbliebenenpauschbeträge für nicht gemeinsame Kinder, wenn volle Pauschbeträge für Kinder auf die steuerpflichtige Person oder den Ehegatten zu übertragen sind (§ 33b Absatz 5 EStG). Sie werden jedem Ehegatten zur Hälfte gewährt (§ 26a Absatz 2 Satz 2 EStG).
Zeile 17
Einzutragen sind nicht ausgenutzte und übertragbare Pauschbeträge für behinderte nicht gemeinsame Kinder (§ 33b Absatz 5 EStG). Sie werden jedem Ehegatten zur Hälfte gewährt (§ 26a Absatz 2 Satz 2 EStG).
Zeile 18
Einzutragen ist der Gesamtbetrag der anerkannten außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG ohne Abzug der zumutbaren Belastung.
Die zumutbare Belastung wird maschinell berechnet.
Zeile 19
Einzutragen ist der Anteil des Ehegatten an den Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen in Prozent. Liegt keine Eingabe zu dieser Kennzahl und zur Kennzahl 163 vor, wird hälftige Aufteilung nach Gesetz unterstellt. Sollen die außergewöhnlichen Belastungen im Verhältnis der Aufwendungen der Ehegatten verteilt werden, ist das Feld in Zeile 28 (Kennzahl 163) anzuhaken.
Zeile 20
Einzutragen ist der Anteil des Ehegatten an den haushaltsnahen Pflegeleistungen. Die Beträge sind im Feld "Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen" - Kennzahl 162 - enthalten.
Zeile 21
Einzutragen ist die Summe der personell ermittelten Freibeträge zur Abgeltung eines Sonderbedarfs für die Berufsausbildung volljähriger, nicht gemeinsamer Kinder nach § 33a Absatz 2 EStG. Die Beschränkung der Beträge nach § 33a Absatz 2 Satz 5 EStG ist zu beachten.
Zeile 23
Einzutragen sind die Beiträge zu Krankenversicherungen (einschließlich Zusatzbeiträge) der Kinder, die vom Steuerpflichtigen oder von den Kindern als Versicherungsnehmer geschuldet werden und vom Steuerpflichtigen getragen wurden (nur Basisabsicherung, keine Wahlleistungen).
Einzutragen ist der Bruttobetrag, Erstattungen sind im Feld "Summe der erstatteten Beiträge" - Kennzahl 261 - einzutragen.
Zeile 24
Einzutragen sind die in den Krankenversicherungsbeiträgen für Kinder - Kennzahl 258 - enthaltenen Beiträge, aus denen sich ein Anspruch auf Krankengeld ergibt (Kinder). Einzutragen ist der Bruttobetrag, Erstattungen sind im Feld "Summe der erstatteten Beiträge" - Kennzahl 261 - einzutragen.
Zeile 25
Einzutragen sind die Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung und/oder Pflege-Pflichtversicherung für Kinder.
Einzutragen ist der Bruttobetrag, Erstattungen sind im Feld "Summe der erstatteten Beiträge" - Kennzahl 261 - einzutragen.
Zeile 26
Einzutragen sind die in den Kennzahlenfeldern 258, 259 und 260 enthaltenen Erstattungen.
Zeile 27
Einzutragen sind die in den Erstattungen (Kennzahl 261) enthaltenen Beträge, aus denen sich ein Anspruch auf Krankengeld ergibt.
Zeile 28
Bei Aufteilung der abzugsfähigen Sonderausgaben und der außergewöhnlichen Belastungen im Verhältnis der getragenen Aufwendungen der Ehegatten ist das Feld zu markieren. Ist dieses Feld nicht markiert, wird die hälftige Aufteilung berechnet.

Zeile 30
Einzutragen ist die steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.) der ersten unterstützten Person.
Zeile 31
Einzutragen sind die öffentlichen Ausbildungshilfen im Unterstützungszeitraum. Die maschinelle Berechnung führt nur bei gleichmäßigen Zahlungen der Ausbildungshilfen während des gesamten Unterstützungszeitraums zu einem zutreffenden Ergebnis. Wurden die Ausbildungshilfen nur für einen Teil des Unterstützungszeitraums oder nicht in gleichbleibender Höhe gezahlt, so ist der abzugsfähige Unterhalt für bedürftige Personen personell zu ermitteln und zur Kennzahl 161 oder 167 einzutragen. Werden Eintragungen zur Kennzahl vorgenommen, sind auch Eintragungen zu den Kennzahlen 151, 152, 154 und/oder 126 vorzunehmen. Die zu berücksichtigende Steuerermäßigung beziehungsweise der Höchstbetrag wird nach § 33a Absatz 1 EStG maschinell errechnet und grundsätzlich bei der Opfergrenzenberechnung berücksichtigt. Wurde Unterhalt an den Ehegatten gezahlt, ist die Kennzahl 166 auszuwählen, um die Begrenzung auf die Opfergrenze zu umgehen. Das Nettoeinkommen des anderen Ehegatten muss in Kennzahl 100 eingetragen werden. Die Steuerermäßigung in den Fällen des § 33a Absatz 1 EStG für weitere Personen sind personell zu errechnen und bei Kennzahl 161 beziehungsweise für Unterhaltsleistungen an den Ehegatten bei Kennzahl 167 einzugeben.
Zeile 32
Einzutragen ist die Summe der Unterstützungszeiträume in Monaten (für die erste unterstützte Person), die für die Berechnung des Höchstbetrages nach § 33a Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 33a Absatz 4 EStG maßgebend ist.
Ist die unterhaltene Person nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, so ist die Beschränkung nach § 33a Absatz 1 Satz 4 EStG zu beachten (Angabe der Kennzahl 180). Werden Eintragungen zur Kennzahl vorgenommen, sind auch Eintragungen zu den Kennzahlen 151, 152, 154 und/oder 126 vorzunehmen.
Die zu berücksichtigende Steuerermäßigung beziehungsweise der Höchstbetrag wird nach § 33a Absatz 1 EStG maschinell errechnet und grundsätzlich bei der Opfergrenzenberechnung berücksichtigt. Wurde Unterhalt an den Ehegatten gezahlt, ist die Kennzahl 166 auszuwählen, um die Begrenzung auf die Opfergrenze zu umgehen. Das Nettoeinkommen des anderen Ehegatten kann bei Kennzahl 100 eingetragen werden. Die Steuerermäßigung in den Fällen des § 33a Absatz 1 EStG für weitere Personen sind personell zu errechnen und bei Kennzahl 161 beziehungsweise für Unterhaltsleistungen an den Ehegatten bei Kennzahl 167 einzugeben.
Sämtliche eingegebenen Unterhaltsleistungen (Kennzahlen 154, 161, 54, 61) werden maschinell auf den nach der Opfergrenzenberechnung anzusetzenden Wert gekürzt.
Zeile 33
Einzutragen sind die eigenen Einnahmen und die eigenen Bezüge der ersten unterstützten Person, gegebenenfalls "0".
Ist die unterhaltene Person nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, so ist die Beschränkung nach § 33a Absatz 1 Satz 4 EStG zu beachten (Kennzahl 180).
Werden Eintragungen zur Kennzahl vorgenommen, sind auch Eintragungen zu den Kennzahlen 151, 152, 154 und/oder 126 vorzunehmen.
Die zu berücksichtigende Steuerermäßigung beziehungsweise der Höchstbetrag wird nach § 33a Absatz 1 EStG maschinell errechnet und grundsätzlich bei der Opfergrenzenberechnung berücksichtigt. Wurde Unterhalt an den Ehegatten gezahlt, ist die Kennzahl 166 auszuwählen, um die Begrenzung auf die Opfergrenze zu umgehen. Das Nettoeinkommen des anderen Ehegatten kann bei Kennzahl 100 eingetragen werden.
Die Steuerermäßigung in den Fällen des § 33a Absatz 1 EStG für weitere Personen sind personell zu errechnen und bei Kennzahl 161 beziehungsweise für Unterhaltsleistungen an den Ehegatten bei Kennzahl 167 einzugeben.
Sämtliche eingegebenen Unterhaltsleistungen (Kennzahl 154, 161, 54, 61) werden maschinell auf den nach der Opfergrenzenberechnung anzusetzenden Wert gekürzt.
Zeile 34
Einzutragen sind die tatsächlichen Betriebsausgaben oder Werbungskosten der ersten unterstützten Person; bei Werbungskosten ist gegebenenfalls mindestens der Werbungskosten-Pauschbetrag und bei Bezügen der Kosten-Pauschbetrag einzutragen.
In den Fällen des § 33a Absatz 4 EStG sind die anteiligen Beträge einzutragen.
Ist Kennzahl 151 mit "0" ausgefüllt, kann bei Kennzahl 152 eine Eintragung unterbleiben.
Werden mehrere Personen unterstützt, darf der für die einzelne Person angesetzte Betrag die bei Kennzahl 151 eingetragenen Einnahmen dieser Person nicht übersteigen. Der nach § 33a Absatz 1 Satz 3 EStG nicht auf den Höchstbetrag anzurechnende Teil der eigenen Einkünfte und Bezüge der unterstützten Person(en) wird maschinell errechnet.
Ist die unterhaltene Person nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, so ist die Beschränkung nach § 33a Absatz 1 Satz 4 EStG zu beachten (Angabe bei Kennzahl 180).
Werden Eintragungen zur Kennzahl vorgenommen, sind auch Eintragungen zu den Kennzahl 151, 152, 154 und/oder 126 vorzunehmen.
Die zu berücksichtigende Steuerermäßigung beziehungsweise der Höchstbetrag wird nach § 33a Absatz 1 EStG maschinell errechnet und grundsätzlich bei der Opfergrenzenberechnung berücksichtigt. Wurde Unterhalt an den Ehegatten gezahlt, ist die Kennzahl 166 auszuwählen, um die Begrenzung auf die Opfergrenze zu umgehen. Das Nettoeinkommen des anderen Ehegatten kann in Kennzahl 100 eingetragen werden.
Die Steuerermäßigung in den Fällen des § 33a Absatz 1 EStG für weitere Personen sind personell zu errechnen und bei Kennzahl 161 beziehungsweise für Unterhaltsleistungen an den Ehegatten bei Kennzahl 167 einzugeben.
Sämtliche eingegebenen Unterhaltsleistungen (Kennzahl 154, 161, 54, 61) werden maschinell auf den nach der Opfergrenzenberechnung anzusetzenden Wert gekürzt.
Zeile 35
Einzutragen sind die Unterhaltsaufwendungen Dritter für die erste unterstützte Person.
Ist die unterhaltene Person nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, so ist die Beschränkung nach § 33a Absatz 1 Satz 4 EStG zu beachten (Angabe bei Kennzahl 180).

Wird eine Angabe zur Kennzahl vorgenommen, sind auch Eintragungen zu den Kennzahlen 151, 152, 154 und/oder 126 vorzunehmen.

Die zu berücksichtigende Steuerermäßigung beziehungsweise der Höchstbetrag wird nach § 33a Absatz 1 EStG maschinell errechnet und grundsätzlich bei der Opfergrenzenberechnung berücksichtigt. Wurde Unterhalt an den Ehegatten gezahlt, ist die Kennzahl 166 auszuwählen, um die Begrenzung auf die Opfergrenze zu umgehen. Das Nettoeinkommen des anderen Ehegatten kann in Kennzahl 100 eingetragen werden.
Die Steuerermäßigung in den Fällen des § 33a Absatz 1 EStG für weitere Personen sind personell zu errechnen und bei Kennzahl 161 beziehungsweise für Unterhaltsleistungen an den Ehegatten bei Kennzahl 167 einzugeben.
Sämtliche eingegebenen Unterhaltsleistungen (Kennzahlen 154, 161, 54, 61) werden maschinell auf den nach der Opfergrenzenberechnung anzusetzenden Wert gekürzt.
Zeile 36
Einzutragen sind die tatsächlichen Unterhaltsaufwendungen des Steuerpflichtigen für die erste unterstützte Person. Ist die unterhaltene Person nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, so ist die Beschränkung nach § 33a Absatz 1 Satz 4 EStG zu beachten (bitte Kennzahl 180 angeben).
Wird eine Angabe zur Kennzahl vorgenommen, sind auch Eintragungen zu den Kennzahlen 151, 152, 154, und/oder 126 vorzunehmen.
Die zu berücksichtigende Steuerermäßigung beziehungsweise der Höchstbetrag wird nach § 33a Absatz 1 EStG maschinell errechnet und grundsätzlich bei der Opfergrenzenberechnung berücksichtigt. Wurde Unterhalt an den Ehegatten gezahlt, ist die Kennzahl 166 auszuwählen, um die Begrenzung auf die Opfergrenze zu umgehen. Das Nettoeinkommen des anderen Ehegatten kann in Kennzahl 100 eingetragen werden.
Zeile 37
Auszuwählen ist:
Ansatz mit 1/4, wenn die Beträge des § 33a Absatz 1 Sätze 1 und 3 EStG mit 1/4 anzusetzen sind,
Ansatz mit 2/4, wenn die Beträge des § 33a Absatz 1 Sätze 1 und 3 EStG mit 2/4 anzusetzen sind,
Ansatz mit 3/4, wenn die Beträge des § 33a Absatz 1 Sätze 1 und 3 EStG mit 3/4 anzusetzen sind.

Zeile 38
Feld mit der Kennzahl 166 aktivieren, wenn keine Prüfung zur Opfergrenze durchgeführt werden soll, weil die in den Kennzahlen 150, 151, 152, 153, 154, 126, 247, 248 und 249 eingetragenen Unterhaltsleistungen an den Ehegatten gezahlt wurden.


Zeile 39
Einzutragen ist die Summe der personell berechneten Unterhaltsleistungen nach § 33a EStG (außer Unterhaltsleistungen an den Ehegatten), wenn sie nicht maschinell ermittelt werden können. Der hier eingetragene Betrag wird der maschinellen Opfergrenzenberechnung unterworfen und im Bescheid als Unterhaltsleistungen ausgewiesen.
Sämtliche eingegebenen Unterhaltsleistungen (Kennzahlen 154, 161, 54, 61) werden maschinell auf den nach der Opfergrenzenberechnung anzusetzenden Wert gekürzt.
Soll die maschinelle Opfergrenzenberechnung nicht durchgeführt werden, sind die Beträge gemäß §§ 33, 33b EStG beziehungsweise der Unterhalt an den Ehegatten nicht hier, sondern bei Kennzahl 167 einzutragen.
Zeile 40
Einzutragen ist die Summe der personell berechneten außergewöhnlichen Belastungen nach §§ 33 und 33a EStG, wenn sie nicht maschinell ermittelt werden können. Für diese Kennzahl wird keine Opfergrenzenberechnung durchgeführt (zum Beispiel personell ermittelter Abzugsbetrag für Unterhaltsleistungen, die an den Ehegatten oder eine andere Person gezahlt wurden).
Zeile 41
Einzutragen sind die Zahl der Kinder (gegebenenfalls "0") des Ehegatten, für die nur er, nicht jedoch der Steuerpflichtige einen Kinderfreibetrag erhält. Die Kennzahl ist immer dann einzugeben, wenn der Steuerpflichtige oder der Ehegatte außergewöhnliche Belastungen nach §§ 33 oder 33c EStG geltend machen.
Zeile 42
Einzutragen sind die Beiträge der Basis-Kranken- und Pflege-Pflichtversicherung abzüglich steuerfreier Zuschüsse und erstatteter Beiträge für die erste unterstützte Person.
Zeile 43
Einzutragen sind die in Kennzahl 248 enthaltenen Beiträge der Versicherungen, aus denen sich ein Anspruch auf Krankengeld ergibt, für die erste unterstützte Person.
Zeile 44
Einzutragen ist das "verbleibende Nettoeinkommen" des anderen Ehegatten, da für die Berechnung der Opfergrenze bei getrennter Veranlagung das gemeinsame Nettoeinkommen beider Ehegatten maßgebend ist.

Zeile 50
Einzutragen ist der vom Ehegatten in Anspruch genommene Sparer-Pauschbetrag.
Zeile 51
Eintragungen zu Kennzahlen 171 bis 174 sind nur erforderlich, wenn außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG geltend gemacht werden (Kennzahlen 162, 177 oder 50 bis 55, 62 bis 64, 77).
Zeile 52
Einzutragen sind die Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 32d Absatz 1 EStG. Die Eintragung ist nur erforderlich, wenn außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG geltend gemacht werden.
Zeile 53
Die Eintragung ist nur erforderlich, wenn außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG geltend gemacht werden.
Zeile 54
Einzugeben sind die Einnahmen aus Kapitalvermögen des Ehegatten, die der tariflichen Steuer unterliegen.
Die Eintragung ist nur erforderlich, wenn außergewöhnliche Belastungen gemäß § 33 EStG geltend gemacht werden.
Zeile 55
Einzutragen ist der auf den Ehegatten entfallende Teil der Ermäßigung nach § 34f EStG in Prozent.
Der von Hundert-Satz ist entsprechend dem Verhältnis, in dem die Steuerpflichtigen die Vergünstigung nach § 10e EStG in Anspruch nehmen, zu ermitteln (§ 26a Absatz 2 Satz 4 EStG). Die Kennzahl ist immer einzugeben, wenn eine Ermäßigung nach § 34f EStG in Betracht kommt.

Zeile 60
Einzutragen sind die Aufwendungen für eine geringfügige Beschäftigung im Privathaushalt
(§ 35a Absatz 1 Nummer 1 EStG), die durch den anderen Ehegatten geleistet wurden.
Zeile 61
Einzutragen ist der anteilig gekürzte personell ermittelte Höchstbetrag gemäß § 35a Absatz 1 EStG bei Anträgen von zwei Alleinstehenden in einem Haushalt, da der Höchstbetrag insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden kann.
Zeile 62
Einzutragen sind die Aufwendungen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Privathaushalt (§ 35a Absatz 1 Nummer 2 EStG), die durch den anderen Ehegatten geleistet wurden.
Zeile 63
Einzutragen ist die Höhe der Aufwendungen gemäß § 35a Absatz 2 EStG für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, die durch den anderen Ehegatten geleistet wurden.
Zeile 64
Einzutragen ist die Höhe der Aufwendungen gemäß § 35a Absatz 2 Satz 1. 2. Halbsatz EStG für Pflege- und Betreuungsleistungen, die durch den anderen Ehegatten geleistet wurden.
Zeile 65
Einzutragen ist der anteilig gekürzte personell ermittelte Höchstbetrag für haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a Absatz 2 EStG inklusive Pflege- und Betreuungsleistungen gemäß § 35a Absatz 2 Satz 1 2. Halbsatz EStG (Anteil von maximal 1.200 Euro) bei Anträgen von mehreren Alleinstehenden in einem Haushalt (der Höchstbetrag kann insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden).
Zeile 66
Einzutragen ist die Höhe der Aufwendungen gemäß § 35a Absatz 3 EStG für Handwerkerleistungen, die durch den anderen Ehegatten geleistet wurden.
Zeile 67
Einzutragen ist der anteilig gekürzte personell ermittelte Höchstbetrag für Handwerkerleistungen gemäß § 35a Absatz 3 EStG (Anteil von maximal 1.200 Euro) bei Anträgen von mehreren Alleinstehenden in einem Haushalt (der Höchstbetrag kann insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden).
Zeile 68
Einzutragen sind der Anteil des Ehegatten an der Steuerermäßigung nach § 35a EStG in Prozent.
Zeile 69
Bei Aufteilung der Ermäßigung nach § 35a EStG im Verhältnis der Aufwendungen der Ehegatten ist das Feld zu markieren.