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Thema: Bearbeitungszeiten für Elster-Steuererklärungen

  1. #1
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    Idee

    Seit einigen Jahren fertigen wir unsere Steuererklärung online und versenden diese über ELSTER. Bis zur Neustrukturierung der Finanzämter in Thüringen (Reduzierung und Zusammenlegung) klappte die Bearbeitung innerhalb von 4 Wochen gut. Bereits das zweite Jahr warten wir länger als 8 Wochen und haben noch nicht einmal die eingereichten Unterlagen zurückerhalten. Das finden wir nicht in Ordnung! Auf Anfrage beim Finanzamt erhielten wir vor 10 Tagen die Auskunft, daß unsere Erklärung demnächst bearbeitet wird - was auch immer das heißen soll. Dabei warten wir auf einen erheblichen Erstattungsbetrag!

    Unsere Kinder leben in Bayern und reichen die Elstererklärung in unterschiedlichen Finanzämtern ein. Beide haben bereits nach zwei Wochen(!!!) alle Unterlagen zurück erhalten und hatten weitere 10 Tage später die Steuerfestsetzung und den Erstattungsbetrag.

    Das Elsterprojekt ist eine tolle Sache. Was nützt aber die moderne Software, wenn die Bearbeitung damit nicht beschleunigt wird?

    Meiner Meinung nach sollte es Vorgaben zur Bearbeitungsfrist für die Finanzämter geben. Schließlich ist der Steuerbürger keine Kreditanstalt und hat ein Recht auf schnelle Erstattung überzahlter Steuern, wenn alle Daten den Finanzbeamten online zur Verfügung stehen und die erforderlichen Belege vollständig eingereicht wurden.

  2. #2
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    Beitrag

    Es lässt sich durch ein Posting hier bestmmt nicht herausfinden, warum es dieses Jahr länger dauert als sonst (oder sonstwo).

    Es ist bestimmt kein Elster-Problem.

    Deshalb gestatten Sie mir bitte die Bemerkung, dass Sie für Ihre Äußerung die falsche Plattform gewählt haben.

    Vielleicht bringt eine freundliche Anfrage bei Ihrem Finanzamt die Erkenntnis, die Sie wünschen.

    [size="1"][ 29. April 2007, 16:33: Beitrag editiert von: Balu ][/size]
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  3. #3
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    Beitrag

    Schon mal darüber nachgedacht, daß die Bearbeiter in den Finanzämtern auch nur kontinuierlich arbeiten?
    Es hängt sicher auch davon ab, wann Sie Ihre Erklärung abgeben. Zu Beginn des Jahres stürmen alle ins Finanzamt und wollen Ihre Erklärung für das Vorjahr loswerden.

    Wenn Sie soviel zuviel Steuern zahlen, können Sie doch sicher bereits mittels eines Ermäßigungsantrags dafür sorgen, daß Sie im laufenden Jahr weniger zahlen müssen.
    Wer darauf verzichtet und dem Finanzamt übers Jahr einen zinsfreien Kredit gewährt, hat deshalb nicht automatisch einen Anspruch darauf, diesen pünktlich zu einem festen Termin zurückzubekommen.
    Steuerprogramme im c't-Test: [url]http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2013/09/110_Steuer-Deutsch-Deutsch-Steuer/[/url]
    ElsterFormular schneidet gemessen an seinen rechtlichen Möglichkeiten gar nicht schlecht ab .

  4. #4
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    Beitrag

    Die Antworten treffen nicht den Kern der Frage: Warum gibt es bei einem so guten Softwareprojekt keine Regelungen zur Anwendung, sprich Bearbeitungszeit.

    Ich weiß auch, daß Beamte genau so viel arbeiten müssen, wie andere Arbeitnehmer, nur handelt es sich bei ELSTER nicht um ein regionales, sondern ein bundesweites Projekt. Da muss doch mal einer den Finger drauf haben und auch Vorgaben für die Arbeit mit dem Softwareprogramm machen. Solche Ärgernisse sind "hausgemacht" und passen einfach nicht mehr in die Zeit!

    In einem Unternehmen nutzt es doch auch nichts, wenn man eine tolle Software zur Verbesserung der Arbeit anschafft und dann mit deren Anwendung länger für die Aufgabenlösung benötigt, als vorher, nur weil man jedem Mitarbeiter selbst überlässt, ob er intensiv damit arbeitet, oder gar nicht!

  5. #5
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    Beitrag

    Mir ist bekannt, dass es Anweisungen dergestalt gibt, dass Elster-Erklärungen bevorzugt zu bearbeiten sind.
    Wenn aber aus irgendwelchen Gründen die gesamte Arbeitslage in einem (zusammengelegten) Finanzamt, nennen wir es mal: sehr angespannt ist, dann leidet darunter die Bearbeitungsdauer für [b]alle[/b] vorliegenden Steuererklärungen. Dann ist es nicht vertretbar, Elster-Erklärungen binnen 14 Tagen abgearbeitet zu haben, dafür "normale" Erklärungen nach vier oder mehr Monaten noch unbearbeitet liegen zu haben.
    Das ist nun reine Vermutung meinerseits. Ein Anruf beim Finanzamt bringt die Klärung. Also warum hier im Forum "Wallung" machen, wenn ein simples Telefonat besser ist, als alle hier produzierten Zeilen.

    P.S. In einem mir bekannten Fall lag eine papierlos übermittelte Steuererklärung auch scheinbar viel zu lange unbearbeitet beim Finanzamt. Was war geschehen? Der Steuerbürger hatte bei der Übermittlung "Belege folgen" aktiviert. Die Belege hat er aber erst ans Finanzamt geschickt, als der Bearbeiter sich nach gut drei Monaten mal telefonisch erkundigte, wo denn die Belege blieben.

    [size="1"][ 02. Mai 2007, 08:33: Beitrag editiert von: Balu ][/size]
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  6. #6
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    Beitrag

    M.E. gehen Sie etwas von falschen Voraussetzungen aus: Elsterformular ist ein Programm, mit dem faktisch nur das Einreichungsmedium (vorher Papier, nun elektronischer Datensatz) geändert wird mit verschiedenen Vorteilen für beide Seiten. Grundsätzlich wird dadurch die Bearbeitung [b]für Sie[/b] nicht schneller, aber sicherer (z.B. keine Erfassungsfehler), da natürlich nach wie vor nach Eingangsdatum bearbeitet wird. Die Finanzämter sind nur häufig angewiesen, Elstererklärungen vorzuziehen und weniger Belege anzufordern. Das ändert aber nichts daran, dass bei der für Sie zuständigen Abteilung Ihres Finanzamts möglicherweise wegen Krankheit etc. oder weil, halt gerade "Alle" ihre Erklärungen eingereicht haben und Sie im Vorjahr günstigere Zeiten erwischt haben, gerade landunter ist, so dass sich die Bearbeitung Ihrer Erklärung verzögert.

    Infolgedessen sagt die Tatsache, dass Sie Ihren Bescheid etc. noch nicht haben, überhaupt nichts über Elster aus. Vielmehr kann es durchaus sein, dass bei Ihrer Finanzamtsabteilung die Bearbeitung von Elstererklärungen dieses Mal ausnahmsweise 6 Wochen, von Papiererklärungen aber 8 Wochen dauert. Ergebnis wäre dann, dass für Sie Ihre Ausgangsfrage nach wie vor erfüllt wäre: Auch Ihre Elsterklärung wird schneller bearbeitet.
    Schönen Gruß

    Picard777

  7. #7
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    Beitrag

    </font><blockquote>Zitat:</font><hr />Unsere Kinder leben in Bayern und reichen die Elstererklärung in unterschiedlichen Finanzämtern ein. Beide haben bereits nach zwei Wochen(!!!) alle Unterlagen zurück erhalten und hatten weitere 10 Tage später die Steuerfestsetzung und den Erstattungsbetrag.
    </font>[/QUOTE]Hallo sc, dies kann ich leider nicht bestätigen. Ich
    selbst mache die Steuererklärung über das Elsterformular nun bereits seit Anfang an mit.
    Leider muss ich sagen , dass meine Steuererklärung als ich sie noch auf konventionellen Weg abgab, schneller bearbeitet wurde. Maximal zwischen 4-6 Wochen. Nun liegt die Bearbeitungszeit zwischen 10 und 12 Wochen. Also mir, als in Bayern lebender Steuerzahler hat es zeitlich nur Nachteile gebracht.
    Allerdings habe ich im Bekanntenkreis festgestellt, dass Steuererklärungen welche keine Auszahlung an den Steuerzahler, sondern eine Nachzahlung oder auf Null ausgingen, trotz späterer Abgabe und dazu teilweise auch noch auf konventionellem Weg schneller bearbeitet wurden. Nun ja scheinbar wurde mit dem Elsterformular den Finanzämtern so eher eine Art Vorfilter in die hand gegeben, um Auszahlungen hinauszuzögern und so die Kassenzahlen zu "manipulieren", so wie man es früher von den Banken kannte , welche ja ewig und drei Tage brauchten um eine Überweisung auszuführen und sich somit ein Zeitfenster schufen, um damit zu arbeiten.
    Mal sehen wie lang es dieses Jahr wieder dauert. 6
    Wochen sind bereits um.

  8. #8
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    Beitrag

    "Vorfilter" ist hanebüchener Unsinn. Die Ergebnisse der Steuerberechnung stehen sowohl bei konventioneller als auch bei Elstererklärung erst nach Bearbeitung der jeweiligen Steuererklärung fest. Aber es gibt aus unterschiedlichsten Gründen teilweise gravierende Unterschiede im Arbeitsstand von Finanzämtern. Und - vergessen wir nicht: Die Eingänge von Steuererklärungen laufen nicht schön gleichmäßig übers Jahr verteilt. Ein Finanzamt kann aber nicht sagen. "Unser Auftragsbuch ist zur Zeit übervoll - wir nehmen mal für drei Monate keine Aufträge an."
    Ein Lächeln ist das Beste um Anderen die Zähne zu zeigen.

  9. #9
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    Beitrag

    Es gibt 2 Termine im Jahr für die Abgabe der Steuererklärungen: 31.05. für alle nicht steuerlich beratenden Bürger und den 31.12. (früher 30.09.) für alle übrigen Steuerpflichtigen(so eine Art stillschweigende Fristverlängerung, da die armen Berater und LHV ja auch "überlastet" sind).
    Wer also zu diesem Termin seine Steuererklärung ins Finanzamt trägt, kann die Bediensteten der Poststellen regelmäßig mit Säcken oder Kisten laufen sehen - und braucht sich dann für die nächsten Wochen/Monate nicht um seine Steuererklärung sorgen. Die liegt zwischen Tauschenden gleichartiger "Ich rechne mit einer Erstattung"-Erklärungen. Die Stapel werden sicherlich regelmäßig kleiner, aber die Bearbeiter können/werden deshalb nicht schneller arbeiten, weil mehr Arnbeit da ist.
    Steuerprogramme im c't-Test: [url]http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2013/09/110_Steuer-Deutsch-Deutsch-Steuer/[/url]
    ElsterFormular schneidet gemessen an seinen rechtlichen Möglichkeiten gar nicht schlecht ab .

  10. #10
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    Beitrag

    Nicht zu vergessen den Januar / Februar mit der Masse der "freiwilligen" Erklärungen

    Und das "ich rechne mit einer Erstattung" gibt's seit 2006 nicht mehr (hat vorher sowieso Jeder eingetragen, ob es gestimmt hat oder nicht )

    [size="1"][ 03. Mai 2007, 08:49: Beitrag editiert von: Picard777 ][/size]
    Schönen Gruß

    Picard777

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