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Thema: Zuviel versteuerter Sachbezug bei Firmenwagen

  1. #1
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    wo kann ich in der Anlage N den zuviel lohnversteuerten geldwerten Vorteil für meinen FirmenPKW unterbringen? Die Kfz-Gestellung wurde zunächst vom AG als pauschaler Sachbezug versteuert. Anhand der Fahrtenbuchauswertung und der Kfz-Gesamtkosten ergibt sich jedoch ein zuviel versteuerter Betrag den ich als Werbungskosten absetzen möchte

  2. #2
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    Lohnsteuerrichtlinie 8.1 Absatz 9 Nr. 3
    </font><blockquote>Zitat:</font><hr />3.Der Arbeitgeber muss in Abstimmung mit dem Arbeitnehmer die Anwendung eines der Verfahren nach den Nummern 1 und 2 für jedes Kalenderjahr festlegen; das Verfahren darf bei demselben Kraftfahrzeug während des Kalenderjahres nicht gewechselt werden. Soweit die genaue Erfassung des privaten Nutzungswerts nach Nummer 2 monatlich nicht möglich ist, kann der Erhebung der Lohnsteuer monatlich ein Zwölftel des Vorjahresbetrags zugrunde gelegt werden. [b]Nach Ablauf des Kalenderjahres oder nach Beendigung des Dienstverhältnisses ist der tatsächlich zu versteuernde Nutzungswert zu ermitteln und eine etwaige Lohnsteuerdifferenz nach Maßgabe der §§ 41c, 42b EStG auszugleichen.[/b]</font>[/QUOTE][url="http://www.steuerlinks.de/richtlinie/lstr-2008/r8.1.html"]Quelle[/url]

    Ich denke, das hätte mit dem Arbeitgeber im Rahmen des Lohnsteuerausgleichs erfolgen müssen, über die Einkommensteuererklärung wüßte ich keinen Weg.

    Edit: Mit den beiden Verfahren sind die 1%-Regelung und die Versteuerung der tatsächlichen Kosten mit Fahrtenbuch gemeint.

    [size="1"][ 18. April 2008, 07:05: Beitrag editiert von: V. Liersee ][/size]
    Steuerprogramme im c't-Test: [url]http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2013/09/110_Steuer-Deutsch-Deutsch-Steuer/[/url]
    ElsterFormular schneidet gemessen an seinen rechtlichen Möglichkeiten gar nicht schlecht ab .

  3. #3
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    Beitrag

    Wenn zunächst nach der 1%-Regelung versteuert wurde, dürfte ein Wechsel zur Fahrtenbuch-Regelung im selben Jahr nicht möglich sein, oder deute ich den zitierten Text da falsch?!

    Ansonsten ist eine nachträgliche Berichtigung der Lohnsteueranmeldung 12/07 und damit der Lohnsteuerjahresausgleich durch den Arbeitgeber (§42b EStG) nicht auch jetzt noch möglich? (Dann natürlich auch eine neue LSt-Bescheinigung (Korrekturmeldung der alten! Also gleicher Zeitraum, gleiche Personalnummer, gleicher Arbeitgeber...))
    MfG, El Portale

  4. #4
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    Beitrag

    Nach noch 3-maligem Lesen der von mir zitierten Richtlinie denke ich, daß der hervorgehobene Satz 3 sich wahrscheinlich nur auf Satz 2 bezieht und damit tatsächlich die am Jahresanfang gewählte Variante bindend ist.

    Für 2008 haben Sie ein neues Wahlrecht.
    Steuerprogramme im c't-Test: [url]http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2013/09/110_Steuer-Deutsch-Deutsch-Steuer/[/url]
    ElsterFormular schneidet gemessen an seinen rechtlichen Möglichkeiten gar nicht schlecht ab .

  5. #5
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    Beitrag

    vielen Dank für die Rückmeldungen. In den Praxisinformationen zur Lohnsteuerabrechnung des Stollfuß-Verlag hießt es jedoch wörtlich:
    ... Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer ist der Arbeitnehmer für den Werbungskostenansatz nicht an das für die Lohnsteuererhebung gewählte Verfahren gebunden"
    Dies bedeutet für mich, dass der zuviel versteuerte Betrag bei der Einkommensteuer zu berücksichtigen ist. Mir ist lediglich nicht klar wie ich den Betrag ansetzen muss. Ich werde es also ganz einfach einmal unter den sonstigen Werbungskosten versuchen.

  6. #6
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    Beitrag

    In der Einkommensteuererklärung kann tatsächlich die Fahrtenbuchmethode angewendet werden, steht in R 8.1 Abs. 9 Nr. 3 letzter Satz LStR.
    [url="http://www.steuerlinks.de/richtlinie/lstr-2008/r8.1.html"]http://www.steuerlinks.de/richtlinie/lstr-2008/r8.1.html[/url]

    Die Differenz zwischen 1 %-Methode und Fahrtenbuchmethode ist zu errechnen.
    Der Bruttoarbeitslohn ist dann um diese Differenz zu mindern, da die 1 %-Methode diesen ja auch erhöht hat.

    Das sind keine Werbungskosten.

  7. #7
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    Frage

    Habe meine Steuererklärung mit reduziertem Brutto eingereicht - die nachträgliche Abrechnung nach der Fahrtenbuchmethode wurde vom Finanzamt anerkannt! [img]smile.gif[/img]

  8. #8
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    Beitrag

    </font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von El Portale:
    [b]Ansonsten ist eine nachträgliche Berichtigung der Lohnsteueranmeldung 12/07 und damit der Lohnsteuerjahresausgleich durch den Arbeitgeber (§42b EStG) nicht auch jetzt noch möglich? (Dann natürlich auch eine neue LSt-Bescheinigung (Korrekturmeldung der alten! Also gleicher Zeitraum, gleiche Personalnummer, gleicher Arbeitgeber...)) [/b]</font>[/QUOTE]Zumindest was die Lohnsteuerbescheinigung angeht ist eine Korrektur NICHT zulässig! Eine Korrektur der bereits übermittelten Lohnsteuerbescheinigung ist nur für Berichtigung von falschen Werten durch Zahlendreher oder Tippfehler etc. erlaubt.
    Früher ging das schließlich auch nicht (es sei denn, der Arbeitnehmer hat seine LSt-Karte noch mal rausgerückt).
    MfG, Christian

  9. #9
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    Frage

    Hallo!
    Ich fand diesen Beitrag äußert interessant. Ich würde nur gern erfahren, wie das rechnerisch funktioniert. Also 400 € mal 12 Monate Geldwertervorteil = 4800€ !
    Davon abgezogen private Nutzung 220 Tage * 26km *0,30 € = 1760 €
    4800-1760= 3884 € Sonderausgabe oder wie??? [img]smile.gif[/img]
    Über eine Antwort würde ich mich riesig freuen!!! [img]tongue.gif[/img]


    </font><blockquote>Zitat:</font><hr />Original erstellt von weiss:
    [b] Habe meine Steuererklärung mit reduziertem Brutto eingereicht - die nachträgliche Abrechnung nach der Fahrtenbuchmethode wurde vom Finanzamt anerkannt! [img]smile.gif[/img] [/b]</font>[/QUOTE]

  10. #10
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    Beitrag

    220 Tage * 26km *0,30 € = 17[b]16[/b] €
    4800-17[b]16[/b]= 3[b]0[/b]84 €, diese mindern nach Aussagen meiner Vorredner den Bruttoarbeitslohn. Mit Sonderausgaben hat das ganze nichts zu tun.
    Steuerprogramme im c't-Test: [url]http://www.heise.de/artikel-archiv/ct/2013/09/110_Steuer-Deutsch-Deutsch-Steuer/[/url]
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